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Warum Konsum der neue Klima-Killer ist

Einkaufswagen

Enden wir im Öko-Sozialismus, weil wir durch unseren Konsum das Klima und die Umwelt belasten?

Konsum: Von der tragenden Säule der Marktwirtschaft zum Feind von Klima und Natur

Eigentlich drehten sich meine Gedanken heute Morgen um den neuen Begriff von Freiheit, der jetzt überall Platz greifen soll: Freiheit ist nicht gleich Narrenfreiheit, heißt es. Doch noch bevor ich mir über die Konsequenzen der Relativierung dieses hohen Gutes, für das meine Landsleute 1989 Leib und Leben riskierten, so richtig klar werden konnte, traf mich ein neues ideologisches Wurfgeschoss aus den öffentlich-rechtlichen Medien. Ich hatte mir soeben einen frischen 5-Klingen-Rasierkopf auf den Griff meines in Berlin gefertigten und wahrscheinlich auch deshalb so preisintensiven „Pro-Gliders“ gesteckt und die übrig gebliebene Plastikkassette unachtsam in den Badezimmer-Mischmülleimer geworfen und anschließend das Radio eingeschaltet. Daraufhin plärrte die Stimme eines der Qualitäts-„Journalist:innen“ des Mitteldeutschen Rundfunks in mein linkes Ohr.

Aufgeregt kündigte der Journalist ein Gründungsmitglied der damals oppositionellen Umweltbewegung „Grüne Partei in der DDR“ als Interviewgast an. Von der Partei hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Das schlechte Gewissen meiner ungetrennten Müllentsorgung noch in mir tragend ahnte ich aber, dass nun gleich eine Belehrung folgte. Mit einer solch deftigen Moralkeule, die dann geschwungen wurde, hatte ich jedoch nicht gerechnet. Es ging weder um Mülltrennung noch um Bambus-Rasierer oder die Abschaltung dreier Kernkraftwerke heute Nacht um null Uhr mitten in der Energiekrise. In weiser Voraussicht hatte ich gestern Abend noch zwei 5 Liter Kanister mit Diesel und Benzin an der Billig-Tanke befüllt, um dem Preissprung ab Neujahr durch die Erhöhung der CO2 Steuer ein kleines Schnippchen zu schlagen.

Auch dabei spürte ich ein schlechtes Gewissen. Was übrigens langsam zum Dauerzustand wird und anfängt zu nerven. Sogar bevor ich meine im Freistaat Sachsen mittlerweile vorgeschriebene FFP2-Maske nach 20 Minuten Anstehen an der Kasse im heillos überfüllten Supermarkt zum Luftholen etwas lockere, schaue ich mich um, als ob ich etwas stehlen wollte. Aber was von dem grünen Interviewgast im MDR-Interview scharf kritisiert wurde, waren nicht diese kleinen Sünden, die ich heute und gestern begangen hatte, sondern eine der Ursünden des Kapitalismus schlechthin – der Konsum!

Allein die Tatsache, dass ich überhaupt im Supermarkt etwas für mein hart erarbeitetes Geld erwarb, war offenbar umwelt- und klimaschädlich – FFP2-Maske hin oder her. Ich dachte erst an einen Silvester-Scherz. Aber der „Grüne Aktivist“ war nicht zum Scherzen ins Landesfunkhaus Sachsen nach Dresden gekommen, sondern um aufzuklären und zu belehren. Die Logik des „Experten für Natur und Klimaschutz“, dessen Namen ich zum Schutz seiner freiheitlichen Persönlichkeitsrechte nicht nennen möchte, ging so: Umso mehr Konsum stattfindet, umso mehr werden die Umwelt und das Klima belastet. Transport, Verpackungen, Energieverbrauch und Müllentsorgung steigen proportional mit dem Konsum an.

Umgekehrt gilt logischerweise das Gleiche. Seine Lösung: Enthaltsamkeit. Er hätte gute Erfahrungen damit gemacht mit wenig Geld auszukommen und sei sehr zufrieden damit. Potz Blitz, da fällt mir doch das Zitat des Gründers des Weltwirtschaftsforums (WEF) und Autor des Buches „The Great Reset“, Professor Klaus Schwab, ein: „Sie werden nichts mehr besitzen, aber glücklich sein“. Eigentlich gingen meine Vorsätze fürs nächste Jahr in Sachen materieller Wohlstand in die entgegengesetzte Richtung. Noch ein Grund mehr, mich zu schämen.

Konsum und Klima vs. wirtschaftliches Überleben

Aber muss ich das einfach so hinnehmen und für mich annehmen? Konsum ist ein elementarer Bestandteil unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. Konsum fördert Innovationen, sichert Arbeitsplätze und ja, macht auch glücklich. Über die Nachteile, vor allem des exzessiven Konsums für das Klima und unsere Natur kann man diskutieren. Aber das Shopping per se als Klima-Killer an den Pranger stellen? Der Anteil des Konsums am Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands beträgt immerhin 50,7 Prozent – macht also die Hälfte der gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung unseres Landes aus. Die Korrelation zwischen Konsum- und BIP-Entwicklung ist entsprechend hoch.

Man könnte auch sagen: Ohne Konsum keine Marktwirtschaft und ohne Marktwirtschaft keine Bundesrepublik. Ist das noch im Sinne unserer Verfassung? Widerspruch vom Moderator gab es zu den kruden Thesen des grünen „Wirtschaftsexperten“ nicht. Wo bleibt da die Pflicht zur ausgewogenen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien? Gegenthesen trotz klarer Faktenlage? Fehlanzeige! Anstatt über Lösungswege zu diskutieren, wie Konsum, Klima- und Umweltschutz besser in Einklang zu bringen sind, gab es vonseiten des MDR-Moderators nur zustimmendes Schweigen.

Dabei existieren viele sinnvolle Ansätze: vom Einsparen bei Verpackungsmaterial über das Recyceln direkt im Supermarkt bis hin zur Verkürzung der Logistikketten und nachhaltigerer regionaler Produktion. Damit könnte unsere Gesellschaft umgehen. Aber den Konsum gleich auf ein Existenzminimum einschränken? Bekommen wir dann in Zukunft rationierte Warengutscheine und zu Weihnachten mal eine Banane? Aber das wäre unverantwortlich, wenn man bedenkt, welch tiefen ökologischen Fußabdruck diese Paradiesfeige von der Plantage bis zum Gabentisch in Deutschland hinterlässt. Also keine Bananen mehr. Woher kommt mir das bekannt vor?

Es drängt sich mir immer mehr der Eindruck auf, als wolle man unser heutiges, ohnehin angeschlagenes Wirtschaftsmodell nicht reformieren, sondern komplett abreißen. Bestes Beispiel dafür ist die desaströse deutsche Energiepolitik. Aber besitzt unsere heillos überschuldete Weltwirtschaft wegen des Zinseszinseffekts nicht ohnehin ein natürliches Verfallsdatum? Wozu braucht es da noch die Abrissarbeiten ideologischer Weltverbesserer? Personen wie Annalena Bearbock können es sich noch leisten in meiner geliebten Heimatstadt Potsdam zu wohnen, was auf viele gebürtige Potsdamer leider nicht mehr zutrifft und mich wütend macht. Das wäre doch mal ein Thema fürs öffentlich-rechtliche Radio gewesen. Doch statt Wohnungsnot heißt das neue grüne Thema: Verzichten.

Damit Prost und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Für mich ist es mittlerweile fraglich, ob ich eine vierte oder gar fünfte Impfung gegen das SARS-CoV-2 Virus überstehe. Herzrhythmus- und Durchblutungsstörungen sind nicht lustig und hoffentlich nicht von Dauer. Bleiben Sie gesund und bleiben Sie kritisch!



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19 Kommentare

  1. In der Bundesrepublik findet im Moment die Zerstörung einer gewachsenen Industrie statt, so wie es nur in Kriegszeiten möglich war. Und so wie mit den alliierten Bomber die Kraftwerke, als Achillessehne einer Kriegsindustrie ausgeschaltet wurden, schalten die grünen Umweltfanatiker nun die Kraftwerke ab. Aber das in Demokratie. Und wenn man dann das Ergebnis seines Handelns auch noch dann für richtig findet, wenn man das Ergebnis sieht, dann ist doch alles in Ordnung.
    Aber auch bitte nicht jammern, wenn das Ergebnis doch härter ausfällt als gedacht bzw. als gewollt. Daran haben auch nicht die Anderen Schuld, oder die Ungeimpften, und schon gar nicht Putin.

    Viele Grüße aus Andalusien, und einen Guten Rutsch

    1. Gewachsene Industrie zu Kriegszeiten, aliierte Bomber, überwinden Sie endlich Ihr fast peinliches Kriegstrauma. Als rohstoffarmes Land der Erfinder und Ingenieure sollten wir in unseren Kernkompetenzen voranschreiten, neue Technologien und effiziente Energiegewinnung etablieren. Nicht die alten neuen Fehler ständig wiederholen und höchst wertvollen Technologietransfer, Wissentransfer weiterhin wegen kurzfristiger Gewinnmargen an China und Russland erlauben.

      Aber bitte gerne kommentieren, wenn das Ergebnis doch nicht im Untergang endet. Wenn es weicher ausfällt, als gedacht und gewollt. Daran haben auch nicht die Anderen Schuld, oder die Ungeimpften, und schon gar nicht Putin.

      1. Als die Dinosaurier lebten, war die Co2 Konzentration in der Luft etwa 4 x höher als heute, und die Temperaturen auf der Erde waren etwa 8 Grad höher.
        Die Erde war eine grüne Hölle, denn für Pflanzen ist Co2 Düngemittel.
        Die Diagramme, die die Erdtemperatur gleichzeitig ansteigend mit dem Co2 Gehalt der Luft zeigen, zeigen in der Vergrößerung, dass erst die Erdtemperatur ansteigt, und etwa 800 Jahre später steigt der Co2 Gehalt der Luft an.
        Allerdings gab es zu der Zeit auch keine Eisflächen auf der Erde, und der Meeresspiegel war etwa 70 m höher.
        Aus Umweltgründen halte ich es für richtig, dass möglichst wenig fossile Brennstoffe verbrannt werden. Auf die Erderwärmung haben aber andere Faktoren einen viel größeren Einfluss als Co2.
        Das würde aber hier den Rahmen sprengen. Nur stichpunktartig:
        Alle 40.000 Jahre ändernden Kipppunkt der Erde und die Sonnenaktivitäten.
        Aber wie gesagt: So wenig fossile Brennstoffe wie möglich verfeuern ist wichtig.

        Naja, auf jeden Fall werden die Kraftwerke gesprengt.

        1. @Helmut, es gab mehrere große Eiszeiten auch inmitten langer Warmzeiten, etwa im Karbon (sic! )
          und auch im Eozän. Für die Eiszeit im Eozän wird das sog. Azolla-Ereignis verantwortlich gemacht

          https://de.wikipedia.org/wiki/Azolla-Ereignis

          Algenwachstum wie beim Azolla-Ereignis kann man künstlich durch Eisendünger stimulieren.

          https://en.wikipedia.org/wiki/Iron_fertilization

          Wenn man die untere Atmosphäre kühlen will, indem man ihr CO2 entzieht, dann gibt es dafür technische Hilfsmittel. So groß kann die Klimapanik nicht sein, außer bei Teenagern, denen man Angst gemacht hat, wenn die Öffentlichkeit das nicht auf dem Schirm hat. Die Klimapanik hat andererseits eine wichtige Funktion für Wirtschaft und Politik und harmloserer Versuche, von fossilen Brennstoffen wegzukommen, Schlagwort „Peak Oil“, hatten in der Öffentlichkeit nicht richtig gefunkt, v.a. Dank Fracking. Ich will aber auch Spielverderber bzw. Systemkritiker sein.

  2. Lieber Hannes Zipfel, ein netter und plumper Versuch, Morgensendungen auf Ost-Regionalradio und Bundes-Grüne in einen Topf zu schmeißen. Garniert und serviert mit würziger Rhetorik, der Übergang vom Ursprung bis zum fertigen Gericht bleibt allerdings so holprig, wie hilflos, aber ständig laut durchtränkt von populistischem Sarkasmus. Was übrigens langsam zum Dauerzustand wird und anfängt zu nerven, wie Sie so richtig bemerken.

    Wo bleibt da die Pflicht zur ausgewogenen Berichterstattung …? Fehlanzeige!
    Anstatt über Lösungswege zu diskutieren, um Konsum, Klima- und Umweltschutz besser in Einklang zu bringen sind, gibt es vonseiten des FMW-Moderators nur fragwürdige Vergleiche und rhetorisch höchst durchschaubare Analogien.

    Sie schämen sich nicht, von einer individuellen Reaktion auf eine individuelle Meinung morgens im Regionalradio auf ganz Deutschland zu schließen, leiten übergangslos über auf Frau Baerbocks Wohnung in Potsdam, und münden dann im vierten bis fünften Ossi-Impf-Frust derer, die knapp vor der ersten Dosis stehen. Bleiben auch Sie gesund und bleiben Sie objektiv statt kritisch!

    1. Hallo Zipfel Adam, die übergangslose Überleitung auf Frau Bearbock ist einer redaktionellen Komprimierung des Artikels geschuldet. Was die Verzichts- und Verbotsmentalität grüner Ideologen angeht, ist diese nicht auf bestimmte Regionen in Deutschland beschränkt. Wenn eine Meinung der Ihren zuwiderläuft, ist es natürlich bequem, diese mit dem Totschlagargument des Populismus zu diskreditieren. Wir werden sehen, welche Konsequenzen die ideologisch geprägte Umweltpolitik auf unseren Wohlstand und unsere Freiheit hat. Eine bankrotte Wirtschaft produziert kein CO 2 mehr. Auch eine Lösung. Wenn Sie meine Beiträge nerven, dann steht es Ihnen frei, auf die „Qualitätsmedien“ auszuweichen. Es lebe die schöne heile Welt!

      1. WOW, eine redaktionelle Komprimierung des Artikels… Da musste ich erst einmal durchatmen. Ist es dieser Komprimierung auch geschuldet, dass ein beschreibendes Adjektiv gleich zum diskreditierenden Totschlagargument des Populismus umgedeutet wird? Und dass ich mich mit Verweis auf die Verzichts- und Verbotsmentalität grüner Ideologen verpissen soll, nur weil ich anderer Meinung bin, spricht nicht gerade für die liberale Einstellung, die Sie sonst so vertreten.

        Eine Einstellung, die ich bisher an Ihnen so sehr geschätzt habe, geprägt von Grundwerten wie Meinungsfreiheit, Offenheit und Toleranz. Unser Wohlstand und Freiheit sind doch schon seit Jahrzehnten bestenfalls beschönigende Euphemismen, die durch subventionierte Mobilität eine gewisse Teilhabe am großen Kuchen vortäuschen sollen. Jetzt, wo es durch Klimawandel, Pandemie und geopolitische Neuorientierungen ans Eingemachte geht, wo all die Lücken und ungeschminkten Realitäten an die Oberfläche treten, sind Sarkasmus und Feindbilder zwar ein probates und historisch bewährtes Mittel, tragen aber nicht zur Lösung der Probleme bei.

      2. Das ist ja mal eine spannende und emotionale Diskussion mit berechtigten und nachvollziehbaren Argumenten auf beiden Seiten. Die persönliche Meinung dieses ehemaligen Aktivisten der Grünen Partei in der DDR zum Konsumverzicht halte ich persönlich natürlich ebenfalls für übertrieben, sollte sie tatsächlich so drastisch gewesen sein, wie im Artikel dargestellt. Oft bleibt ja nur das hängen, was wir unbedingt hören oder sehen wollen. Aber es bleibt, was es ist: Die individuelle Meinung und die persönliche Entscheidung eines Einzelnen zu einer spartanischen und asketischen Lebensweise. Jedem das Seine. Niemand muss das einfach so hinnehmen und für sich annehmen. Doch fairerweise sollte auch erwähnt werden, das dies nicht im Ansatz die Meinung aller grünen Politiker oder Wähler in der Bundesrepublik widerspiegelt.

        Aussagen, wie Transport, Verpackungen, Energieverbrauch und Müllentsorgung steigen proportional mit dem Konsum an, sind nun einmal objektiv betrachtet nicht von der Hand zu weisen. Was ich daher persönlich nicht für ganz fair und ausgewogen halte, sind Totschlagargumente wie die bundesweite „Verzichts- und Verbotsmentalität grüner Ideologen“. Oder der Versuch, ständig eine sog. „ideologisch geprägte Umweltpolitik“ gegen „unseren Wohlstand und unsere Freiheit“ auszuspielen. Genau hier brauchen wir Lösungen und Kompromisse statt unversöhnlicher diametraler Gegensätze und Schuldzuweisungen. Denn das stellt nichts anderes dar, als Ideologien auf beiden Seiten, von denen keine besser oder schlechter ist, als die andere. Beide sind, alleine für sich genommen, purer Bullshit.

        Ebenfalls etwas unfair und unausgewogen halte ich den Versuch, Wut auf Frau Baerbock zu schüren, weil die es sich leisten kann, in Potsdam zu wohnen. Das trifft ja schließlich auch auf etwa 180.000 andere Menschen zu. Und es ist ja nicht so, dass Wohnungsnot und überteuerte Mieten kein Thema der Grünen sind. Was dann zum Abschluss noch die diffuse Überleitung zum Impfskeptiker light soll, mag sich mir ebenfalls nicht so ganz erschließen, auch wenn sie „einer redaktionellen Komprimierung des Artikels geschuldet“ ist.

        Wie stellt es sich eigentlich historisch mit der „ideologisch geprägten Umwelt- und Klimapolitk“ dar? Wieviel GRÜN taucht darin auf? Ein Überblick: Im Herbst 2010 lassen Politiker von CDU, CSU und FDP Arm in Arm mit Vertretern der großen Energiekonzerne Eon, Vattenfall und RWE die Sektkorken knallen. Die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist beschlossen, die längst verabschiedete Energiewende von Rot-Grün wird ad absurdum geführt, von einer notwendigen Brückentechnologie ist die Rede – was schon damals in hohem Maße umstritten war.

        Ja, es war die Schwarz-Gelbe Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Westerwelle, die erst einmal eine Laufzeitverlängerung von AKWs als „Brückentechnologie“ beschlossen hatte. Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann. Dazu sind wir bereit, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke unter Einhaltung der strengen deutschen und internationalen Sicherheitsstandards zu verlängern. Wir werden ein Energiekonzept erarbeiten. So der Koalitionsvertrag der damaligen Bundesregierung zum Thema Atom- und erneuerbare Energien.
        Mit anderen Worten: Man wollte erst einmal 25 Jahre lang in der bekannten schwarz-gelben Lethargie weiter wursteln wie gehabt. Und danach schau ma mal…
        Sehr interessanter Artikel von damals zu diesem Thema:
        https://www.deutschlandfunk.de/energiepolitik-auf-dem-holzweg-102.html

        Die schon vor 20 Jahren in Übereinstimmung mit Energieversorgern und Industrie eingeleitete und in geltendes Recht umgesetzte Energiewende von Rot-Grün wurde von Anfang an unter ständiger Federführung der Schwarzen ein verschwendetes Jahrzehnt lang sinnlos verzögert. Denn leider wurde diese längst überfällige Energiewende viel zu lange von konservativer und liberaler Seite nicht als erstrebenswertes Ziel angesehen. Ein fataler Fehler zugunsten der atomaren und fossilen Energielobby, wie sich etwas später ziemlich dramatisch und sehr teuer für den Steuerzahler herausstellen würde. Business-as-usual, eine besondere Spezialität von Schwarz und Gelb, in der die beiden von Nichts und Niemanden zu schlagen sind.
        Die Doppelmoral der Energiekonzerne – 2010 mit der Laufzeitverlängerung auf satte Gewinne hoffen und dann nach der Kurskorrektur auf dem Rechtsweg für Fehlinvestitionen entschädigt zu werden – ist dabei schon ärgerlich genug. Aber es wäre vor allem alles so einfach zu verhindern gewesen, hätten CDU, CSU und FDP damals einfach nichts gemacht. Keine Laufzeitverlängerung durchsetzen, keine neue Debatte über Atomkraft unterstützen, keine Änderung an der so mühsam von Rot-Grün ausgearbeiteten Energiewende vornehmen. Verwalten und bewahren – das können konservative Parteien doch eigentlich besonders gut.
        https://www.vorwaerts.de/artikel/atomausstieg-novelle-quittung-schwarz-gelben-blamage

        Und es war wiederum die Schwarz-Gelbe Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Westerwelle, die nach dem verheerenden Super-GAU von Fukushima dann ganz schnell eine panische 180°-Kehrtwende vollzog. Am 30. Juni 2011 beschloss der Bundestag den Ausstieg aus der Kernenergie und kehrte de facto zum Status quo zurück, der im Jahr 2000 unter Rot-Grün vereinbart worden war. Eine lange und sinnlos verschwendete Zeit, in der bereits ein massiver Ausbau alternativer Kraftwerke und der nötigen Infrastruktur hätte stattfinden können! Und es waren und sind wiederum vor allem Politiker von CDU/CSU und FDP, die seither ein weiteres Jahrzehnt den Ausbau von Windenergie an Land torpedierten bzw. in ihren Bundesländern quasi zum Stillstand brachten.
        https://www.br.de/nachrichten/bayern/klimaschutzgesetz-glauber-beklagt-verzoegerung-durch-soeder,SdcYh5B

        Ob man es nun wahrhaben will oder nicht, der Menschheit “bleibt nur ein Fenster von wenigen Jahren bis Jahrzehnten, in denen es darum geht, schwerwiegende bis katastrophale Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren, die Tausende bis Zehntausende von Jahren Bestand haben können.“
        Dies ist ein Zitat aus einem äußerst interessanten, umfangreichen und sehr gut recherchierten Wikipedia-Artikel, der alle Aspekte (ökologisch, ökonomisch, volkswirtschaftlich, betriebswirtschaftlich, sozial, ethisch, technisch, politisch) einer Energiewende berücksichtigt:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Energiewende#Atomausstieg_und_Klimaschutz

        1. @Michael – was du im ersten Teil deines Kommentars sagst, kann ich nur zu 100% unterstreichen: Es macht keinen Sinn die Sache mit dem Konsum und Verzicht als Schwarz-Weiß-Angelegenheit darzustellen und zu diskutieren, so nach dem Motto: Entweder man lebt als totaler Asket im Wald oder man ist als „Umwelt-Sau“ das genaue Gegenteil. Aber sich mal ein bisschen in Verzicht zu üben (auch in Hinsicht auf Bequemlichkeit) scheint mir durchaus richtig und auch notwendig zu sein. Aber viele Leute jaulen ja schon auf, wenn sie statt ihres SUV’s mal das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen sollen – und es gibt noch tausend weiterer Beispiele dieser Art…

          Und auch die Argumentation, dass weniger Konsum auch weniger BIP bedeuten soll (und dann alles den Bach hinuntergeht) scheint mir nicht richtig zu sein. Bei der Verwendungsrechnung des BIP’s gibt es nämlich neben dem Konsum auch die (Brutto)-Investitionen (s. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttoinlandsprodukt#Verwendungsrechnung ) und wenn diese entsprechend erhöht werden würden, könnte das Weniger an Konsum auch locker kompensiert werden – vielleicht sogar übertroffen werden.

          Nur was die Atomkraft betrifft, sehe ich die Sache anders wie du. Es macht keinen Sinn darüber zu lamentieren, was in der Vergangenheit alles schief gelaufen ist – wie immer zählt nur die Gegenwart bzw. wie sich die Situation in der Gegenwart darstellt, und da würde ich eher ein Kohlekraftwerk statt einem Atomkraftwerk abschalten. Das bisschen mehr Atommüll steht doch in keinem Verhältnis zu der drohenden Klimakatastrophe! Meiner Meinung nach sollten die Grünen da mal über ihren eigenen Schatten springen…

          1. @Lausi

            mir geht es eigentlich weniger um Atomkraft vs. Fossilkraft, weil ich mir nicht die Urteilskraft 😉 anmaßen will und kann, welche der beiden Energieformen mehr Tote in den nächsten Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden zu verantworten haben wird. Soweit ich das verstanden habe, sind jedoch weder AKWs, noch KKWs sonderlich gut bis gar nicht für extremen Lastfolgebetrieb geeignet, um die stark schwankende Produktion der Erneuerbaren schnell und flexibel auszugleichen. Wenn die Dinger mal laufen, dann laufen sie, da kann man nicht mal auf die Schnelle ein paar Brennstäbe rausziehen oder ein paar Schippen Kohle weniger nachlegen. Und im Idealfall auch mal schnell den Stecker ziehen, weil Erneuerbare 100% und mehr des Bedarfes decken, geht schon dreimal nicht. Aus technischer Sicht stellen sich also hoch flexible Gaskraftwerke, die sich später problemlos auf andere Gase umrüsten lassen, als die beste Brückentechnologie dar. Und das natürlich bei einem gleichzeitigen rasanten und massiven Ausbau erneuerbarer Energien inkl. Infrastruktur und Speichertechnologien, Nutzung von Power-to-X und Sektorenkopplung.

            Zudem scheinen selbst die Betreiber kein Interesse an einer Laufzeitverlängerung der AKWs zu haben. Irgendwo auch verständlich, erst so, dann doch nicht, dann doch wieder und jetzt wieder nicht. Das Ganze nennt sich langfristige Rechts- und Planungssicherheit, Investitionsstrategie, Orientierungssicherheit und ist kein Jo-Jo.
            https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/atomkraftwerke-laenger-laufen-lassen-keine-option-fuer-betreiber,SmMy4UD
            https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/akw-betreiber-gegen-laengere-laufzeiten-die-nutzung-der-kernenergie-hat-sich-erledigt/24422262.html
            Und man kann die Energiekonzerne ja schlecht zu einem Weiterbetrieb zwingen, Stichwort freie Wirtschaft, Vermeidung grüner Gängelungen, Vorschrifts- und Verbotsmentalität. Zudem sind es im Gegenteil doch bekanntermaßen vielmehr die Konzerne, die der Politik und Gesellschaft ständig ihren Willen aufzwingen. Bliebe also nur, ihnen ein weiteres Mal viele zusätzliche Milliarden für null Leistung in den Allerwertesten zu stopfen.

            Natürlich zählt nur die Gegenwart (und m. E. noch mehr die Zukunft), was aber nicht ausschließt, dass noch immer dieselben zerstörerischen und blockierenden Kräfte an den energetischen Schalthebeln der Macht sitzen und weiter sitzen werden. Und nur ein Blick in die jüngere Historie hilft, diese Kräfte aufzudecken und der Öffentlichkeit die Augen für diese Halb-Kriminellen zu öffnen. Solange dies nicht geschieht, werden noch weitere wertvolle Jahrzehnte verschwendet, statt Forschung, Entwicklung und den Ausbau von Kraftwerken, Stromnetzen und Speichern endlich massiv anzugehen.
            http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/23652-wie-der-kohleausstieg-vereitelt-wurde
            (Sehr empfehlenswert sind auch die restlichen Teile dieser Recherche-Serie, falls du mal Zeit und Muse hast).

            Kurz und gut, worauf ich hinaus will: Es ist eine massive Desinformations- und Ablenkungskampagne am Laufen, der es sehr erfolgreich gelingt, den Fokus von den eigentlich Verantwortlichen der ganzen Misere auf das Feindbild „Verzichts- und Verbotsmentalität grüner Ideologen“ umzulenken (wozu inzwischen auch schon energiesparende Geräte, abschaltbare Steckdosenleisten, sinnvolles Lüften und nachhaltige Artikel statt China-Wegwerfschrott zählen). Und leider gehen aufgrund der derzeitigen geopolitisch und marktbedingten Energiepreise zusehends mehr Menschen und Medien dieser hirnrissigen und eigentlich so leicht durchschaubaren Propaganda auf den Leim. Dass Emissionszertifikate erst einmal verschenkt und in der Folge dann viel zu viele Jahre lang zu lächerlichen Spottpreisen an den Börsen gehandelt wurden, ist sicher nicht die Schuld grüner Ideologen. Dass die Energiepreise und Zertifikatspreise an den freien Börsen seit kurzem förmlich explodieren, ebenso wenig. Ginge es nach den Grünen, dürften wir uns längst schon über sehr viel mehr günstigen, weil zertifikatbefreiten Ökostrom mit niedrigen Gestehungskosten freuen.

            Und offensichtlich weiß kaum jemand, dass wieder einmal die üblichen Verdächtigen die großen Profiteure sind. Zumindest will kaum einer darüber berichten, ist es doch viel einfacher und medienwirksamer, auf ein gemeinsames und griffiges, gut etabliertes Feindbild einzudreschen.
            https://www.handelsblatt.com/technik/thespark/energiekonzern-milliardengeschaeft-kohle-warum-rwe-sogar-an-steigenden-co2-preisen-verdient/27617624.html?ticket=ST-10922472-FIVMHBnqWC0DalRhpbld-cas01.example.org
            http://www.klimaretter.info/tipps-klima-lexikon/1874-emissionshandel

            Abschließend, um den Kreis zum Hier und Heute zu schließen, möchte ich noch anmerken, dass wir ja nicht kurz vor einem Blackout stehen, wie es in anderen, hoch entwickelten Volkswirtschaften der Fall ist, wenn einmal ein kleiner Wintereinbruch oder ein Sonnensturm das halbe Stromnetz lahmlegt. Und das trotz 20% Kernkraft und 60% Fossil-Power. Bis 2038 sind es noch ein paar Jährchen, die wir mit Entschlossenheit nutzen sollten, statt weiterhin viel Zeit mit Diskussionen um Atomkraft zu verschwenden.

          2. Ein frohes neues Jahr allen :-)

            @ Michael

            „Abschließend, um den Kreis zum Hier und Heute zu schließen, möchte ich noch anmerken, dass wir ja nicht kurz vor einem Blackout stehen, wie es in anderen, hoch entwickelten Volkswirtschaften der Fall ist, wenn einmal ein kleiner Wintereinbruch oder ein Sonnensturm das halbe Stromnetz lahmlegt.“

            Anmerkung

            Der Grund, warum wir bisher keinen Blackout hatten liegt daran das wir ,so wie im ersten HJ 2021, wie die Weltmeister Kohle verstromen ;-)

            https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/03.12.2021/03.01.2022/today/

            Aber ansonsten ist die Energiewende durch die rosa rote Brille betrachtet recht gelungen :-)

            Gut das zumindest die letzten Tage der Wind ein nachsehen mit uns hatte ;-)

          3. @Richie Rich

            Auch Ihnen ein frohes, gesundes, infektions- und blackoutfreies Jahr 2022!

            Mit Ihnen zu diskutieren, ist so ergiebig, wie gegen eine Wand anzureden. Ich schreibe doch, dass die Energiewende mehr oder minder erst begonnen hat, weil bisher leider nur verzögert wurde. Und ich schreibe ebenfalls, dass noch max. 16 Jahre Zeit bis zum Kohleausstieg und 23 Jahre bis zur Treibhausgasneutralität sind. Sie hingegen tun so, als sei die Energiewende bereits gescheitert, weil wir nicht schon heute die 100% plus zusätzlicher Reserven und Speichertechnologien durch Erneuerbare abdecken.

            Was sind die Fakten?

            Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch stieg von rund 6% im Jahr 2000 auf rund 45% im Jahr 2020 und voraussichtlich etwa 42% in 2021.
            https://www.erneuerbare-energien.de/EE/Redaktion/DE/Bilder/Grafiken_erneuerbare_Energien/Diagramm-03.png;jsessionid=DF0289F1B0CDF8CF6881DAE7BD0767D9?__blob=poster&v=23
            https://energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&year=2021&interval=year&stacking=sorted&legendItems=0011111010011110&source=all

            Die Zielmarke laut EEG für 2020 lag bei 35%, bis 2025 bei 40 – 45%, bis 2030 bei 65%. Die Ziele der neuen Ampelregierung sind glücklicherweise ambitionierter und streben etwa 80% bis 2030 und Treibhausgasneutralität bis 2045 an.
            https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Industrie/klimaschutzprogramm-2030.html
            https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html#id2063534

            Die Kohleverstromung ist in den letzten 8 Jahren massiv und stetig gesunken, was alle Weltmeister im Kohle verstromen brennend interessieren dürfte (die beiden Jahre 2020 und 2021 passen durchschnittlich zwar ebenfalls in dieses Schema, sollten wegen der externen Effekte aber mit Vorsicht bewertet werden):
            https://energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&year=-1&interval=year&stacking=sorted&legendItems=0000011000000000&source=all

            Gleiches gilt auch für die Kernenergie, nur eben schon seit 15 Jahren:
            https://energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&year=-1&interval=year&stacking=sorted&legendItems=0000100000000000&source=all

            Somit ist Ihre Schlussfolgerung ad absurdum geführt, was auch nicht anders zu erwarten war.

  3. Dem kann ich nur zustimmen. Wir werden nichts mehr haben und Glücklich sein. Das mit dem Glücklichsein das bezweifle ich aber noch. Viele Grüsse aus Valencia.

  4. Massen wollen wir, Massen in Städten mit verdichtetem Wohnen und Menschen die gravierende Störungen zeigen mit leidvollen Tagträumen vom Paradies mit Bären und Wölfen , Massen im Konsum und Massen in den Theoriebüchlein der Ökonomen als wichtigster Faktor der Wirtschaft mit Wachstum, Wachstum und Wachstum.
    Nun kommen noch die Grünen hinzu, die die AKW’s abschalten, obwohl nun die EU eingesehen hat, dass heute schon der Strom nicht mehr reicht, was Habeck mit verdrehten Augen zur Kenntnis nimmt, das ja sein Parteivolk in den ideologischen Treffen schon als Grund der Parteigründung wollte… da stottert er nur noch in Interviews, dass würde schon gehen, wenn die Windräder dann mal da seien. Ja das Jahr 2022 wird viele der bereits frierenden Leute in den Wohnungen wegen jetzt schon zu Welthöchstpreisen der Energie, auf die Strassen treiben. Ob dann die Grünen mit Verboten auch den frierenden und hungernden Volk weiter mit Verboten eine Bären aufbinden und den Bock zum Gärtner machen kann? Man wird sehen. In der Zwischenzeit geht DE mit dem Stinkefinger rund um die Welt und zeigt allen Andersdenkenden Staaten, dass sie dringend was ändern müssten, wenn DE sie noch als Menschen akzeptieren solle… na ja, 2021 wird wohl politisch noch als einigermassen intaktes Jahr in die Geschichte eingehen.

    1. Hat Stotter-Mike und Laber-Strohmann endlich ein neues Ziel für 2022 ausgemacht. Hurra, ein gutes neues Jahr für den Knallkopf 2022. Ein Hoch auf Mickie, der „viele der bereits frierenden Leute in den Wohnungen wegen jetzt schon zu Welthöchstpreisen der Energie, auf die Strassen treibt“. Auf den langjährigen Warner und Seher, der dem frierenden und hungernden Volk den Stinkefinger zeigt und als schlauer Energieminister alternative Wege und Lösungen allenthalben präsentiert 🤯🖕

      Der Habeck muss jetzt also herhalten, nachdem die olle Baerbock ausgelutscht wurde und derzeit wenig Angriffsfläche bietet.

      Mickie, ballern Sie Ihre polnischen und tschechischen Raketen ab, auf ein frisches neues Hass- und Hetz-Jahr 2022. Nachdem es im alten Jahr noch nicht geklappt hat mit Umsturz und Klein-Kinder-Revolution gegen alles, Hauptsache nicht-grün und pro-Putin.

  5. Hallo Herr Zipfel, zuerst einmal wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Gesundheit und gute Besserung.
    ich will mal so beginnen, glaube am 01.12.2021 war das video von markus koch, welches nicht von seinem studio sondern von einem wirtschaftsforum war. nach markus koch kam eine frau aus der schweiz zur sprache.
    diese frau erzählte vom klimagipfel in glasgow und ihr treffen mit arabischen scheichs etc.
    was aber sehr interessant war, am anfang fing sie damit an, daß sie aus deutschland rüber nach frankreich umgezogen ist, weil man mit deutschen politikern nicht über probleme der welt diskutieren könnte. die deutschen reden sofort über weltuntergang und über die apokalypse, hat diese dame gesagt.

    und diese frau hat vollkommen recht. wie unsere politiker probleme angehen ist total irrsinnig.

    die partei die mal den slogen “ deutschland – ein land in dem man wieder fröhlich leben kann“ als aufschrift hat werde ich wahlunterstützung machen.

    diese ganzen mit grimmiger kälte in die kameras redenden politiker wie lauterbach, steinmeier, özdemir uvm. zu sehen und noch schlimmer zu hören verdirbt mir schon den schönen tag.

    da muss ich jetzt mal die baerbock loben, auch wenn ich sie nicht wählen würde, hat sie ein liebliches süßes lächeln das irgendwie mich inspiriert :))
    und das sie verheiratet und kinder hat gibt mir hoffnung daß sie gesunde entscheidungen für das volk treffen kann.
    zumindest mal eher als personen die nicht verheiratet/gesxhieden oder noch gar keine kinder haben. solche mensxhen sind fehl in wichtigen ämtern.

    und dieser „zipfel adam“. herr hannes zipfel so einem flegel würde ich noch nicht mal antworten. meiner meinung nach, ist dieser mann emotionslos und hat weder familie noch sind ihm eltern wichtig. das erkenne ich an seinem geschriebenen.
    und lösungen für probleme können von solchen menschen sehr schnell zu negativen ereignissen führen wie zb krieg.
    seine art zu antworten beweist dies sehr.

    ich hoffe für deutschland und den mensxhen die in diesem land leben, daß die politiker, endlich mal diese absurde, völlig überzogene angstmache diskussionen um covid, klima, umwelt und weltuntergangsatmosphäre etwas professioneller angehen.
    was ich aber sehr bezweifele da:
    der anfang der verbotskultur und angstmache hat 1997 mit der spd/grünen regierung angefangen, jetzt sind die beiden wieder an der macht bzw sind sie über die medien immer an der macht gewesen.

    habe ich angst vor deutscher politik – hmm, ja glaube schon.

    wünsche allen ein frohes neues jahr.

    vg md

    1. @md, das mit dem „fröhlichen Land“ ist doch auch so ein DDR-hafter Slogan. Es gibt kaum etwas Unangenehmeres und Aufdringlicheres als von Oben verordneter Frohsinn und Optimismus. Ganz schrecklich so was.

      Wenn eine Regierung Glück hat, dann kann sie auf einer allgemeinen Welle des Optimismus reiten. Vor diesem Hintergrund sehe ich auch die erste Rot-Grüne Regierung unter Schröder/Fischer nicht so negativ wie Sie.

  6. Demokratie, so wie wir sie kennengelernt haben, basiert auf immerwährendem wirtschaftlichen Wachstum.

    Im Umkehrschluss: Ohne wirtschaftliches Wachstum gibt es keine Demokratie mehr, so wie wir sie kennengelernt haben.

    Hoffen wir mit großer Zuversicht, dass 2022 nicht schlechter wird als 2021.

  7. Herr Zipfel, Deutschland muss halt immer wieder mal befreit werden und man darf gespannt sein, von wem als Nächstes. Dass die Deutschen so großen Gefallen gefunden haben an Schuld & Sünde des Grünen Protestantismus ist einfach das letzte Update ihrer vielen geistigen Verirrungen und sie werden sich davon auch nicht so schnell von selbst davon erholen.

    Die wollen auch keine Lösungen oder sie wollen sie nur in ihrem Sinne: 8-10 Mrd Menschen sollen keinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen und im Einklang mit einer Natur leben, wie sie nach der industriellen Revolution nicht mehr existiert. Die „Schöpfung“ soll bewahrt werden, Eingriffe sind unerwünscht, es sei denn das ganze Land wird mit Windmühlen zugepflastert, Fehler werden nicht toleriert. Darüber ist man sich dann auch mit der CDU einig, nur dass die nichts tut, es sei denn sie glaubt mal wieder aufholen zu müssen. Sie sind gegen Gentechnik, sie sind gegen Nuklear und ganz allgemein gegen Großtechnik. Unter ihrer Klientel befinden sich auch die meisten Impfgegner ( auch Gentechnik und dazu noch experimentell ). Kurioserweise gelten diese Leute sogar als „progressiv“ vermutlich weil sie Drogen nehmen und jeder Art von sexuellen Devianz nachgeben. Als die DDR vom Westen übernommen wurde, haben wir Merkel von Euch bekommen, dafür lebt Ihr nun in unseren ewigen 70er Jahren und ihren politischen Früchten. Niemand weiß genau, wie man da wieder rauskommt, Deutschland nicht und auch unser Hegemon, die USA nicht. China versucht es gerade mit einer Art Verabreichung von Zytostatika, mit ungewissen Folgen. Wir würden das nicht überleben. Wer weiß, vielleicht kann Frankreich sich und die Republik retten? Es wird auf jeden Fall ein interessantes Jahr ’22.

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