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Warum sich die Stimmung in der Autoindustrie schlagartig verbessert hat

Ganz plötzlich hat sich die Stimmung in der deutschen Autoindustrie vom Negativen kräftig ins Positive gedreht. Hier aktuelle Umfragedaten.

Herstellung von Autotüren

Ganz plötzlich springt die Stimmung in der deutschen Autoindustrie an. Die Erwartungen der Hersteller und Zulieferer haben sich schlagartig verbessert. Dies zeigen heute veröffentlichte Umfragedaten des ifo-Instituts. Die Erwartungen in der Autoindustrie stiegen im Mai auf +38 Indexpunkte nach -20,5 Punkte im April. Wie kann das sein?

Die Autohersteller können weiterhin hohe Verkaufspreise durchsetzen und rechnen nur mit geringen weiteren Einschränkungen aufgrund der Lage in der Ukraine, so die Aussage von ifo. Der Indikator für die Preiserwartungen blieb bei hohen 82,6 Punkten, nach 86,1 im April. Auch die aktuelle Geschäftslage bewertet man in der Autoindustrie offenbar positiv. Die Umfragedaten zur Geschäftslage stieg nämlich auf +17,5 Punkte, nach +11,9 im April. Die Auftragslage bewerteten die Autobauer nach wie vor sehr gut. Der Bestand ging jedoch im Vergleich zum Vormonat etwas zurück. Trotz weiterhin fehlender Vorprodukte wollen die Hersteller mehr produzieren.

Auch die Zulieferer der Automobilbranche berichteten von einer etwas besseren Geschäftslage. Die Geschäftserwartungen haben sich laut ifo-Aussage verbessert – sie sind mit minus 17,9 Punkten aber weiterhin im negativen Bereich. „Die Zulieferer sehen sich gestiegenen Einkaufspreisen gegenüber und hoffen, sie auf ihre Verkaufspreise aufschlagen zu können“, so ifo. Ihre Preiserwartungen blieben hoch bei 62,7 Punkten.

Grafik zeigt Stimmung in der deutschen Autoindustrie



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3 Kommentare

  1. Na hoffentlich sind die Preiserwartungen der Autohersteller auch gerechtfertigt.

    Also bei einer Inflationsrate von bald über 10 Prozent denke ich auch schon intensiv über eine Neuwagenanschaffung nach.

    Und da die Erzeugerpreise über 30 Prozent betragen, werden viele Unternehmen auch sicherlich über eine Neuwagenbeschaffung nachdenken. Insbesondere da die Finanzierungskosten auch Tendenziell steigen scheint das naheliegend ;-)

    Vor dem Hintergrund bin ich fast euphorisch für die Geschäftsentwicklung der Automobilhersteller und ich werde noch schnell ganz viele Automobilaktien kaufen ;-)

  2. Ich bin glücklicherweise in einem Alter in dem ein aktuell guter „Gebrauchter“ mir hoffentlich für den Rest meines Autofahrerlebens noch gute Dienste leistet.
    Keine Kontrolle durch immer mehr „Assistenten“ und kein „E-Auto“ oder “ Hybrid.
    Stattdessen Drehmoment aus einem großvolumigen und letztlich umweltfreundlichen Turbo Diesel .
    Alles Andere ist Murks !!!

  3. Die verbesserte Geschäftslage der Automobilbranche bezieht sich nur auf Gebrauchtfahrzeuge. Ich verkaufe Neufahrzeuge und schicke täglich reichlich Kunden zurück, da E-Autos derzeitig nicht produziert werden, man Lieferzeiten von bis zu 1 Jahr akzeptieren muss und günstiger Angebote wird es die nächsten Jahre nicht mehr geben. Wer garantiert uns dann unser Gehalt?
    Ich denke, wer meint, der Automobilbranche geht’s gut, der hat keine Ahnung.

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