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„Was erlauben Dax“? Das große Rätselraten um den heutigen Anstieg..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

„Was erlauben Dax“ – so könnte man in Anlehnung an eine legendären Satz von Trappatoni sagen! Der heutige Handelstag zeigt exemplarisch, dass Börse nicht zwingend logisch ist! Da kommt eine eindeutig schlechte Nachricht in Gestalt der Trumpschen Zölle (die Gewinne von Unternehmen schmälert, die Inflation nach oben bringt und damit die Fed zwingen wird, schneller zu agieren etc. etc.) – und nach kurzem Absacken heute Nacht schießt der Dax durch die Decke!

Ist das so ähnlich wie damals beim Brexit-Votum oder der Trump-Wahl, als alle glaubten, dass dann die Märkte einbrechen würden – und das Gegenteil passierte? Vermutlich ja. Jetzt ist das eingetreten, wovor man sich gefürchtet hat – also gibt es nun nichts mehr zu fürchten, so scheint die Logik!

Aber wir haben am Freitag den großen Verfall – und das scheint auch eine große Rolle zu spielen. Zu vermuten ist, dass hier interessierte Kreise über den vergleichsweise volumenarmen Dax-Future ein bißchen an der Schraube drehen, um nicht am Verfallstag dumm aus der Wäsche schauen zu müssen!

Schon in Asien sahen wir einen bärenstarken Nikkei mit einem technischen Ausbruch, dazu Dollar-Yen als Risikobarometer auf dem höchsten Stand seit zwei Monaten. Auch Chinas Märkte drehten dann zum Handelsende deutlich ins Plus. Wohl weil Peking das so will und nicht ein weiteres Schwächezeichen seiner Aktienmärkte tolerieren wollte – dazu kommt die Erwartung, dass Chinas Führung weitere Stimulus-Maßnahmen ergreifen wird.

Aber das Erstaunen bleibt – das gilt auch für Marktanalysten, die jahrelange Erfahrung auf dem Buckel haben wie Ole Hansen, John Hardy und Peter Garnry von der Saxo Bank. Garnry erwähnt eine interessante Tatsache: am US-Optionsmarkt liegt der Skew-Index, der die Absicherungen bemißt, die bestehende Long-Positionierungen über Short-Optionen hedget – und der Skew-Index liegt knapp unter einem Allzeithoch. Das heißt, dass viele zumindest die Möglichkeit eines harten sell off an der Wall Street für nicht unwahrscheinlich halten!

Dazu Anmerkungen nicht nur über die Aktienmärkte, sondern auch zur Lage wichtiger Währungen – und Gold (links unten auf den Start-Pfeil klicken, um das Video abzuspielen):


Foto: Deutsche Börse AG

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    18. September 2018 10:29 at 10:29

    Desweiteren kommt dazu, dass momentan 82 Prozent aller Kleinanleger den DAX mit Hebelprodukten shorten. Da kann man jetzt als Bank fröhlich absahnen wenn die Kurse steigen, die Indikatoren haben auch bereits ein Kaufsignal geliefert.

  2. Avatar

    Jörg

    18. September 2018 10:30 at 10:30

    Klar buy on Bad News war doch bekannt was Trump gestern raushauen wird…viele gehen Short in der Erwartung des sell Offs andere sind bereit einzukaufen …ok die Kurse sind nicht günstig das Vorhaben wird trotzdem umgesetzt und es gibt dann noch eine short squeeze

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    18. September 2018 10:56 at 10:56

    Die Reaktionen auf seltsame Dax-Bewegungen sind immer wieder zum Schmunzeln. Ursache ist regelmäßig der Umstand, dass Marktteilnehmer dem Markt zuvorkommen und insbeondere an einem erwarteten (Ereignis) Einbruch schnell Geld verdienen wollen, sich mit Optionen absichern oder Leerverkäufe tätigen. (Gestern Abend war klar, dass Trump Zölle verhängt und das musste zu Kursrückgängen führen). Wenn dann aber durch irgendein Ereignis der Markt ein wenig nach oben läuft, müssen diese Spekulanten ihre Positionen auflösen und treiben durch die „Eindeckung“ die Kurse nach oben, auch wenn Stunden oder Tage die Kurse doch wieder fallen. Diese Börsenmechanismen sind jedes Mal ein Angriff auf den logischen Verstand. Langfristig zählen an der Börse aber doch Gewinne oder deren Rückgänge. Wie oft hat es solche Bewegungen schon gegeben? Die Bemerkungen nach diesen Shortsqueezes sind ebenso häufig
    Casino u.ä.

  4. Avatar

    Beobachter

    18. September 2018 11:52 at 11:52

    Der Skew Index sagt, dass viele absichern, die nicht fallenden Indices sagen, dass niemand verkauft, weil Alle an der ewigen notenbankgarantierten Hausse teilhaben wollen.
    Bei einer allfälligen Korrektur von über 10-15% werden dann die Optionenverkäufer, die Leerverkäufer, die Margin-Call- Verkäufer, die Glattsteller durch Stops alle verkaufen müssen oder wollen u.eine Riesenlawine auslösen , die auch keine Notenbank mehr aufhalten kann.
    Das Gegenteil also der gefühlten 100 Short- squeezes, die wir bis jetzt erlebten.Nennt man das Long-Squeeze oder gibt es den Ausdruck gar nicht, weil das noch nie so passiert ist?

    • Avatar

      Segler

      18. September 2018 16:27 at 16:27

      Skew Index – Oft missverstanden, schwer zu interpretieren. – Eine Erläuterung:
      Der SKEW Index zeigt die KÄUFE von weit aus dem Geld liegenden INDEX Puts auf den S&P 500.
      Deren Gewinnschwelle zu erreichen setzt einen sehr starken Downmove voraus.
      Ein Anstieg des SKEW lässt auf eine erhöhte Erwartung der Marktteilnehmer für starken Einbruch schliessen.

      Originalton CBOE:
      „An increase indicates greater expectations for an extreme down move.
      A SKEW value of 100 means the perceived distribution of S&P 500 Index log-returns is normal so the probability of outlier returns is negligible.
      Calculated from SPX option prices it describes „tail risk.“ As Skew rises above 100, the left tail of the distribution acquires more weight increasing the probability of outlier returns.“

      Die Aussagekraft des SKEW ist begrenzt.
      Der wahrscheinliche Grund: Absicherungen der grossen Markteilnehmer geschehen heutzutage kaum noch mit Put Optionen, sondern über rollierende VIX Futures, bzw. direkt über den VXX ETN.
      Nur kleinere Händler benutzen die unflexiblen und teuren direktionalen Puts.
      Eben diese kleineren Marktteilnehmer liegen bekanntermassen oft falsch.
      In der Praxis taugt der Skew Index gern als Kontraindikator.

  5. Avatar

    Gixxer

    18. September 2018 12:38 at 12:38

    Wenn man Jochen Stanzl hier hört,

    https://www.youtube.com/watch?v=1dwSJ61aE_M

    war es eigentlich klar, dass eine erneute Bewegung nach unten verhindert werden musste.

    Und dies war nun mal am einfachsten, indem man den Dax über die 12.135 hievte.

    Die Frage ist jetzt nur, gelingt es, ihn darüber zu halten (auf Schlusskursbasis im 4 Stundenchart)?

  6. Avatar

    Monsun

    18. September 2018 13:17 at 13:17

    Betrachtet man den 3 Jahreschart,somit duerfte doch klar sein,wo die DAX-Reise in Zukunft hin geht.
    Seit ca.18 Monaten eine Seitwaertsbewegung,das sagt doch schon alles aus!
    u.a.Brexit 2019….

  7. Avatar

    Marko

    18. September 2018 14:11 at 14:11

    Der Brexit 2019, dürfte über Aktienentwicklung insgesamt, wenig aussagen…

    Was man aber bei einem Brexit der Fall wäre : egal ober „light“ oder „volle Kanne“, sagen

    könnte:

    Man wäre ausgegrenzt ! Ein „Brexit“ egal wie, wäre so oder so ein Abschied von Europa.

    VON EUROPA ! Und das als „europäischer Staat“.. ?!? – Irgendwie seltsam…

    Und das sollte sich mal vorstellen….

    Dieser Brexit wird entwerder „hart“ enden, oder gar nicht ?

  8. Avatar

    Marko

    18. September 2018 14:40 at 14:40

    Der Brexit an sich pendelt garantiert zwischen „Ja“ oder „Nein“.

    Bei einem „Ja“ der Briten, dann kracht es, bei den Briten !!!

    Wieso denken „ein paar“ Firmen über „eventuelle“ Abwanderung aus GB nach ? :D

    Weil die ein „Nein“ befürworten ?

  9. Avatar

    Marko

    18. September 2018 15:20 at 15:20

    Und was ein „echter Brexit“ wirklich bedeuten würde : die Briten schmeissen ihren Finanzplatz London einfach weg, für nix !

    Wegen den paar Flüchtlingen, wegen „Refugees Welcome“ ?!?

    Bravo , Frau Merkel ! Sehr schön ! Also, so einfach macht Ihr das ?!? :D

    Natürlich war dieser Brexit fehlgeleitet durch uns Deutschen, mag sein, aber einen Brexit ?!?

    Was bei einem Brexit garantiert der Fall sein dürfte, der Finanzplatz London wäre im „nirgendwo“…

    Jetzt mal abgesehen von den Zöllen/Steuern gegenüber den Briten ?!? Welcher Depp macht sowas ? Das wäre ein riesengroßer Vertrauensverlust gegenüber London.

    Punkt.

    Wie will dann, nach dem Brexit, London, „Europas Finanzplatz“ Nummer 1 sein ?

  10. Avatar

    Monsun

    18. September 2018 15:38 at 15:38

    Beim DOW fehlen bis zum Doppeltop noch ca.500 Pkt. und dann befasse ich mich mit diesem Zitat:
    „Sollten die Demokraten während der Zwischenwahlen im November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus in den USA erhalten, dann wäre ein Amtsenthebungsverfahren im Folgenden sicherlich unmittelbar. Die politische Unsicherheit, die dadurch entstehen würde, könnte den Dollar an Boden verlieren lassen.“

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