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Was versteht man unter CFD-Trading?

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Gastkommentar von Roswitha Petrich

Einleitung zum Thema

Wir alle kennen vermutlich die unterschiedlichen Zielbestrebungen, wenn es um die Vermögensbildung geht. Der normale Vermögensaufbau besteht aus dem Kauf von Wertpapieren in Form von Aktien und Anleihen. Ebenso können Immobilien oder Gold gekauft werden. All das sind langfristige Anlagen, die noch dazu zur Sicherung des Vermögensbestandes gehören. Wer allerdings von kurzfristigen Bewegungen auf dem Markt profitieren möchte, der kann mit Optionen oder anderen Derivaten am Markt handeln. Eine sehr interessante Alternative besteht darin, die kurzfristigen Kursschwankungen durch ein CFD Trading zu nutzen. Ein CFD steht für Differenzvertrag. Beim CFD-Handel kann man eine Position bezüglich des Preises eines Instruments eingehen, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert tatsächlich zu besitzen. Einer der einzigartigsten Aspekte von CFDs ist, dass Sie von fallenden Märkten sowie steigenden Märkten profitieren können, mehr dazu hier.

CFDs werden mit einem Hebel versehen

Dies bedeutet, dass Sie für eine relativ kleine anfängliche Einlage ein viel größeres Marktengagement erhalten. Mit anderen Worten, Ihre Rendite ist erheblich höher als bei anderen Handelsformen. In einem einfachen Beispiel können wir das auch sehr schön erklären. Wenn wir etwa Anfang Jänner einen Preis einer Aktie bei 1000 haben und der Anleger erwartet, dass der Preis in zwei Tagen bei 1100 liegen werde, dann kann er beim Kauf der Aktien nur 100 verdienen. Der Profit liegt hier also bei 10 Prozent. Wenn man aber CFDs nutzt, um diese Werterhöhung zu nutzen, dann wird man unter Umständen auch auf andere Bereiche kommen können. Mit einem CFD kann man ein Vielfaches davon gewinnen. Wie hoch der Hebel ist, wird man im Einzelfall zu klären haben aber wir können Ihnen versichern, dass der Gewinn ein Vielfaches von 10 Prozent sein wird. Andererseits werden Sie den eingesetzten Betrag dann verlieren, wenn Sie nicht zu den glücklichen Gewinnern zählen. Hier ist der Einsatz dann weg. Allerdings liegt der Einsatz wesentlich niedriger und wird daher auch nicht so hoch wie beim Kauf der Aktien ausfallen. Beim CFD-Handel benötigen Sie daher auch nur einen kleinen Prozentsatz des gesamten Handelswerts, um die Position zu eröffnen und das gleiche Risiko zu halten. Meist liegt der Einsatz dabei nur bei einem Fünftel oder gar bei einem Zehntel der ursprünglich eingesetzten Summe. Das Wichtigste bei der Hebelwirkung ist jedoch, dass Ihre Verluste zwar Ihre Gewinne steigern können, Ihre Verluste jedoch in gleicher Weise zunehmen. Wenn sich also die Preise gegen Sie bewegen, werden Sie möglicherweise durch einen Margin Call aus Ihrer Position ausgeschlossen oder müssen Ihr Geld aufladen, um es offen zu halten. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie Sie Ihr Risiko zu tragen. Wenn die Aktie um einen bestimmten Satz sinkt, beträgt der Wert der Position einen viel geringeren Betrag. Verschiedene Anbieter bieten Differenzkontrakte auf über Tausenden globalen Märkten und mehreren Anlageklassen an, die alle die Möglichkeit haben. Hier kann zum Teil auch das Fremdkapital in Form eines Kredits verwendet werden, um den Einsatz nach Belieben zu erhöhen.

Wo kann CFD Trading betrieben werden?

Ìm Prinzip können Sie alles handeln und es gibt auch immer mehr Plattformen wo das möglich ist.Im Prinzip muss man hier aber auch festhalten, dass insbesondere der CFD-Handel sich durch einige besondere Schwergewichte auf dem Markt entwickelt hat. Dazu zählt vor allem der Handel mit Öl und es wurden, aufgrund der geringen Möglichkeit des Handels mit dem Rohstoff, eigene Derivate gefordert. Die erste Möglichkeit des Handels mit Rohöl bestand dann mit dem CFD Handel. Gerade beim Öl hat sich diese Notwendigkeit abgezeichnet, weil es eben nicht direkt zu kaufen ist. Wer in Öl investieren möchte, der kann dies praktisch nur über den CFD Handel tun. Dies hat sich auch bisher noch nicht auf dem Markt etabliert, da der interessierte Anleger bei einer interessanten Einstiegsgelegenheit auf dem Markt nur durch den Aufbau einer solchen Konstruktion durch ein Investment in ein Unternehmen in den Markt einsteigen kann. Wenn also der Ölpreis fallen sollte und der Anleger die Gelegenheit am Schopf packen möchte, dann muss er sich zum Beispiel für ein Investment in Exxon entscheiden. Er muss also darauf hoffen, dass sich der Preisverfall auch durch einen Preisverfall bei der Aktie widerspiegeln wird. Nur dann kann man auch davon profitieren. Bis vor der Einführung der CFDs auf dem Markt gab es gar keine weitere Möglichkeit, sich hier auf dem Markt entsprechend zu positionieren. Die Möglichkeiten bestehen zwar weiterhin noch, heute kann der Anleger aber kurzfristig am CFD Handel teilnehmen und so die Gelegenheit eines Verfalls der Rohölpreise nutzen und gewinnbringend agieren. Da die Branche aber nicht verfangen ist, wurde der CFD Handel dann später auch auf andere Anlagegüter ausgeweitet. Heute kann man praktisch auf sehr viele unterschiedliche Anlagegüter einsteigen und vom CFD Handel profitieren. Angeboten wird der CFD Handel nicht mehr nur beim früheren Platzhirsch 500, sondern auch bei fast jedem Bankhaus der Welt. Es ist eine lukrative Gelegenheit für Banken und Tradinghäuser geworden und natürlich profitieren auch die Kunden von einer höheren Schwankungsbreite der Preise. Durch den erweiterten CFD Handel gibt es nun viel bessere Einstiegsgelegenheit, da auch die Volatilität auf den Märkten viel besser geworden ist.

Welche Vorteile sind mit dem CFD Handel verbunden?

Es wurde bereits weiter oben auf die zahlreichen Vorteile verwiesen, die mit dem CFD-Handel verbunden sind. Dadurch lassen sich auch noch Möglichkeiten aussondern, die man mit anderen Dingen nicht zu vergleichen sind. Wer sich anhand der Orientierungshilfen aber am Markt positionieren möchte, ist mit dem CFD Handel bestens bedient. Der größte Vorteil, der mit dem CFD Handel verbunden ist, wird im Normalfall mit der geringeren Schwankungsbreite des Derivats gesehen. Ein Vorteil ist auch der geringere Zeitwertverlust der Zertifikate. In der Praxis leiden besondere diese Derivate unter einem enormen Zeitwertverlust. In der Regel kommt dies aber nur dann zum Tragen, wenn der Anleger sich mit dem Zielwert verschätzt und das gewünschte Ergebnis nicht in einem vorher festgelegten Zeitrahmen widerspiegelt. So kann man den Zeitwertverlust in normalen Fällen auch nicht mehr einholen und selbst wenn der Preis des Anlagegutes (der dem CFD Handel zugrundeliegt) wieder steigen sollte, dann könnte man den Wert des CFDs auch nicht mehr auf die richtigen Sprünge zurückbringen. In diesen Fällen kommt es dann auch sehr schnell zum Umkehreffekt, wodurch sich auch noch Möglichkeiten der Ergebnisverschlechterungen ergeben könnten. Dies ist dann umso bedauerlicher, weil man ja im Grunde genommen den Zielwert erreicht hat, aber der Zeitwert so massiv an Wert verloren hat, dass der CFD Handel dann insgesamt zu einem Verlustgeschäft für den Anleger geworden ist. Aus diesem Grund ist man auch nicht davor sicher, wenn der Wert den erwünschten Wert erreicht hat. Der Wert muss auch zum vorher festgelegten Zeitpunkt den exakten Wert erreichen, damit man in die Gewinnzone kommt.

Die Beliebtheit der Absicherungsgeschäfte

Der CFD-Handel ist auch ein beliebtes Werkzeug geworden, um sich gegen einen drohenden Kursverfall seines Investments zu sichern. Während man früher nur Optionen und Optionsscheine kaufen konnte, wurde mit dem CFD Handel hier eine sehr interessante Alternative geschaffen, die praktisch nur sehr viele Vorteile für den Handel und den Anleger geboten hatte. Allerdings gilt auch hier die Regel, dass man sehr diszipliniert vorgehen muss und die Möglichkeiten zum richtigen Zeitpunkt am Schopf packen muss. Wie bei allen anderen Derivaten ist auch hier der Zeitwert eine sehr wichtige Größe die man bestimmen muss. Wer sich im Sinne eines konservativen Anlegers bewegt, wird von der Möglichkeit einer Absicherung immer Gebrauch machen. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jeder Manager eines Portfolios wird heute sein Depot gegen einen drohenden Verfall der Preise der Aktien absichern wollen. Der CFD Handel bringt hier enorme Vorteile für den Anleger.

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Artikel 13 laut CDU doch ohne Uploadfilter? Achtung, Merkel-Falle!

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Auf den ersten Blick möchte man sagen, dass ein Wunder geschehen ist. All die Proteste gegen Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts scheinen Wirkung gezeigt zu haben. Kann das sein? Die CDU hat verkündet, dass man auf die Anwendung von Uploadfiltern verzichten will. Das klingt ja fast zu schön um wahr zu sein. Hier der entscheidende Tweet der CDU und der Text zum Nachlesen.

Artikel 13 ohne Uploadfilter?

Sind die Kritiker am Ziel? Ist die CDU einsichtig? Es klingt doch zu schön um wahr zu sein. In den folgenden Videos nehmen HerrNewstime und Christian Solmecke dazu eine Einschätzung vor.

In diesem Blogbeitrag des WDR wird das merkwürdige Zurückrudern der CDU in Sachen Uploadfilter ebenfalls kritisch kommentiert.

Achtung Merkel-Falle bei Artikel 13

Warum sprechen wir von einer „Merkel-Falle“? Das klingt doch nach polemischer oberflächlicher Hetze gegen unsere Kanzlerin? Wenn die CDU als Partei (beziehungsweise führende Politiker der CDU) sich offenbar dazu entschlossen hat bei Beschluss von Artikel 13 auf EU-Ebene das Gesetz zu entschärfen, dann wird doch noch alles gut? Denn letztlich bestimmt der deutsche Gesetzgeber, wie Artikel 13 für deutsche Internet-User in Deutschland angewendet wird. Denn alle EU-Gesetze müssen letztlich von den nationalen Regierungen noch in „Nationales Recht“ umgesetzt werden. Also muss hierzulande ein deutsches Gesetz dafür geschrieben werden, welches Artikel 13 des EU-Urheberrechts entspricht.

Nur wie genau man das Gesetz ausgestaltet, da ist natürlich Spielraum. Und das klingt doch super, dass die CDU diesen Spielraum nun im Sinne der Kritiker nutzen möchte? Ohhh, man erinnere sich bitte. CDU/CSU und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag glasklar gegen Uploadfilter ausgesprochen. Bundesjustizministerin Barley und die „Bundesdigitalministerin“ Doro Bär aus der CSU hatten sich beide gegen diese konkrete Umsetzung des neuen EU-Urheberrechts stark gemacht. Trotzdem nutzte Angela Merkel einfach ihre „Richtlinienkompetenz“ als Kanzlerin, damit Deutschland als Staat im EU-Rat doch für Artikel 13 stimmt. Vorbei an allen gegenteiligen Meinungen der zuständigen Minister in ihrem Kabinett.

Tja, und nun kommen wir zur entscheidenden Sache. Wenn einige wichtige oder vermeintlich wichtige CDU-Funktioniere verkünden, dass Uploadfilter auf nationaler Ebene verhindert werden – warum sollte sich Angela Merkel daran halten? Sie kann ja schließlich über alle Partei-Kollegen hinweg regieren. Diese Zusage der CDU scheint relativ wenig wert zu sein, wenn man sieht, wie radikal und ignorant Artikel 13 offenbar auf EU-Ebene gerade durchgepeitscht wird. Angela Merkel muss so ein Papier ihrer eigenen Partei nicht interessieren, wenn das nationale Gesetz geschrieben wird. Also sollte man sich jetzt nicht auf dieser Beruhigungspille der CDU ausruhen als Gegner der Richtlinie. Ein SPD-Politiker merkt dazu aktuell an:

AKK spricht davon, dass die SPD in Sachen Artikel 13 Hetze betreibt

Einfach unfassbar. Angela Merkels Nachfolgerin AKK sagt doch allen Ernstes, dass die SPD in Sachen EU-Urheberrecht Hetze betreibe. Bitte? Bitte was Frau AKK?

Hier noch ein bisschen Realsatire. Die GEMA erklärt, dass das alles überhaupt kein Problem ist.

Angela Merkel Artikel 13 Uploadfilter
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

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Bundesbank: Bargeld unproblematisch, Industrie bremst Konjunktur

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Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für März veröffentlicht. Die Situation sieht wie folgt aus: Die Gesamttendenz bleibt mau, ist aber nicht katastrophal. Die Industrie laufe zwar wegen einer Delle bei den Autobauern schlecht, dafür würden aber die Baubranche und die Inlandsnachfrage viel von der Industrieschwäche wieder ausgleichen – so möchten wir die Worte der Bundesbanker sinngemäß wiedergeben. Zitat Bundesbank auszugsweise:

Die konjunkturelle Lage blieb nach der Jahreswende verhalten. Dies habe vor allem an der sich weiter abkühlenden Industriekonjunktur gelegen, heißt es im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank. Das Verarbeitende Gewerbe könnte damit das dritte Quartal in Folge das gesamtwirtschaftliche Wachstum dämpfen, schreiben die Expertinnen und Experten. Als Stützen des Wachstums dürften ihrer Einschätzung nach hingegen der Bausektor und der private Konsum dienen.

Die Industrieproduktion ging im Januar 2019 kräftig zurück, saisonbereinigt um 1 ¼ Prozent gegenüber dem Vormonat. Ausschlaggebend war laut Monatsbericht ein erneuter Dämpfer in der KfZ-Industrie (-5 ¾ Prozent). „Die neuerliche Delle bei der Pkw-Fertigung dürfte größtenteils auf Produktionsausfälle infolge eines Streiks in einem Motorenwerk in Ungarn zurückzuführen sein“, schreiben die Fachleute. Da der Streik noch im Januar beigelegt wurde, erwarten die Expertinnen und Experten, dass die jüngsten Verluste bei der Pkw-Produktion vorübergehend bleiben. Größere Aufholeffekte in der Kfz-Branche nach dem Produktionsrückgang im zweiten Halbjahr 2018 infolge der Einführung eines neuen Emissionstestverfahrens seien für das laufende Vierteljahr aber nicht mehr zu erwarten. Ohne die Automobilbranche stagnierte die Industrieerzeugung im Januar laut Monatsbericht hingegen.

Bargeld

Die Bundesbank widmet sich in ihrem aktuellen Monatsbericht ausführlich dem Thema Bargeld (ab Seite 43). Um es vereinfacht auszudrücken: Die Bundesbanker sind einfach nicht in der Lage Beweise oder belastbare Studien zu finden, die den Verdacht erhärten, dass Bargeld in großem Umfang für kriminelle Aktivitäten genutzt wird. Aber genau dies ist ja stets das Argument der Anti-Bargeld-Lobby. Da muss diese Aussage der Bundesbank mehr als eine schallende Ohrfeige darstellen. Schon vor einem Monat hatte die Bundesbank ein Plädoyer pro Bargeld gehalten. Außerdem verweist man darauf, dass die EU-Kommission von einer europaweit einheitlichen Regelung für eine Obergrenze bei Bargeld-Zahlungen abgesehen hat. Denn 95% befragter Bürger hätten dies abgelehnt. Auch betroffene Berufsgruppen hätten sich gegen EU-weite Regeln ausgesprochen. Hier einige Auszüge aus der heutigen Bundesbank-Veröffentlichung zum Thema Bargeld. Zitat:

Zahlungen mit Bargeld sind einfach, sicher, effizient und anonym. Daher bezahlen die Verbraucher knapp drei Viertel ihrer Einkäufe an der Ladenkasse mit Bargeld. Gleichzeitig rücken diese Eigenschaften Bargeld auch in den Fokus für illegale Verwendungsmöglichkeiten. Bargeld befördere die Schattenwirtschaft und diene als Mittel der Verbrechensfinanzierung – so wird in der öffentlichen Diskussion behauptet. Mit Blick auf eine mutmaßlich umfangreiche rechtswidrige Verwendung werden regulatorische Maßnahmen zur Beschränkung der Bargeldnutzung gefordert. Vor diesem Hintergrund betrachtet der vorliegende Aufsatz empirisch die Bargeldverwendung in der Schattenwirtschaft sowie im Zusammenhang mit verwandten Bereichen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstige Kriminalität. Wissenschaftliche Belege zum Umfang der aus Schattenwirtschaft und Kriminalität resultierenden Bargeldnachfrage sind aufgrund des illegalen Charakters der Aktivitäten nur schwer zu erbringen. Empirische Untersuchungen der Schattenwirtschaft sind deswegen überdurchschnittlich unsicher, sodass alle Ergebnisse vorsichtig interpretiert werden sollten. Oft wird lediglich auf anekdotische Evidenz zurückgegriffen, die direkt an der Höhe des Bargeldumlaufs oder des Umlaufs großer Banknotenstückelungen ansetzt. Ein Modellrahmen zur empirisch fundierten Untersuchung des Umfangs der unlauteren Bargeldnutzung ist der sogenannte Bargeldnachfrageansatz. Eigene ökonometrische Schätzungen mit diesem Ansatz untersuchen, ob die Bareinzahlungen bei den Filialen der Bundesbank sowie der geschätzte Inlandsumlauf von Euro-Banknoten in Deutschland mit schattenwirtschaftlichen Aktivitäten zusammenhängen.

Die Umfrageteilnehmer führten unter anderem Zweifel an ihrer Wirksamkeit an. Insgesamt kam die Europäische Kommission zu dem Ergebnis, dass Barzahlungsobergrenzen Kriminelle in der Regel nicht von der Ausübung einer Straftat abhalten werden, insbesondere bei Verstößen im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung oder Terrorismusfinanzierung.

Den Studie (in Deutschland) liegen unterschiedliche Definitionen der Schattenwirtschaft zugrunde, sodass ihre Ergebnisse nicht immer direkt vergleichbar sind. Über die verschiedenen Untersuchungen hinweg liegt nach diesen Schätzungen in Deutschland das Ausmaß der Schattenwirtschaft in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 2,4% und 16,6 %. Bezogen auf ein BIP in Höhe von rund 3 300 Mrd € im Jahr 2017 ergibt sich aus diesen Schätzungen ceteris paribus ein Umfang der Schattenwirtschaft zwischen circa 80 Mrd € und 550 Mrd €. Die erhebliche Bandbreite der bisherigen Schätzergebnisse spiegelt die Sensitivität in Bezug auf die Wahl der Ermittlungsmethode wider.

Bargeld
Euro-Banknoten. Foto: Europa credito urgente CC BY-SA 4.0

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Florian Homm über die schleichende Abschaffung des Bargelds

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Der Trend in vielen Ländern wird immer klarer: wir sind auf einem schleichenden Weg der Bargeldabschaffung, damit die Flucht aus den Niedrig-/Nullzinsen durch die Hortung von Bargeld immer schwieriger wird. Welche Schritte in diese Richtung unternommen wurden, welche Überlegungen die Zentralbanken derzeit anstellen – über all das berichtet Florian Homm in folgendem Video:


Bargeldabschaffung? Foto von einem 50 Euro-Schein. Foto: EZB

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