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Weizen – wie geht es weiter?

Von MarketScanner

Diesmal blicken wir zurück auf die Preisentwicklung von Weizen seit Mitte 2014 und die für den Status 18.07.2014 (http://finanzmarktwelt.de/rohstoffanalyse-weizen-3603/) getroffenen Aussagen.

Im Beitrag zum Status am 18.07.2014 wurde der bestehende Abwärtstrend seit dem Peak vom 23.07.2012 thematisiert, auf die Projektionen der globalen Angebots- und Nachfragesituation hingewiesen und eine Reihe belastender Faktoren, die für einen weiteren Kursrückgang sprechen, aufgeführt.
Zum Status am 18.07.2014 wurde ausgeführt:

„Was ist denkbar? Im momentan extrem negativen Umfeld für alle Getreide scheint ein Erreichen des Mai-Hochs bei Dezember 2014 Weizen von 765 illusorisch. Sollte es jedoch zu einer Eskalation im Ukraine Konflikt mit Beeinträchtigung der Produktion in UA und RUS kommen, dürfte diese Marke wieder ins Spiel kommen.
Nach unten ist die Verteidigung der Unterstützung um 540 essentiell. Bei deren nachhaltigem Unterschreiten wären sogar Kurse unter 500 vorstellbar.
Die momentane Verunsicherung an den Getreidemärkten lässt sich auch an den entsprechenden Volatilitätsindices ablesen, die im Gegensatz zu den zurückliegenden Jahren die Prämie vor den Anbauflächen Publikationen noch nicht nachhaltig abgebaut haben sondern dieses Niveau noch halten“
.

Was ist seitdem geschehen?

Die fundamental kursbelastenden Faktoren wirkten ebenso wie bei Mais und Sojabohnen bis Anfang Oktober weiter und führten nach Bruch der Unterstützung von 540 Anfang September zu einem Kontrakttief von 466,25 am 25.09.2014, bevor in Einklang mit dem üblicherweise um den ersten Oktobertagen auftretenden saisonalen Tief parallel zur Kurserholung bei Mais und Sojabohnen auch eine Erholung beim Dezember 2014 Weizen Kontrakt einsetzte, die zum Verfall der Optionen am 14.11.2014 zu einem Hoch von 564,75 und somit oberhalb der ehemaligen Unterstützung von 540 führte, sicherlich zur Zufriedenheit der Put-Schreiber.

Zwischenzeitlich haben sich die Wettbewerbsfaktoren durch kontinuierliche Steigerungen der weltweiten Produktion (siehe Seite 9 in http://apps.fas.usda.gov/psdonline/circulars/production.pdf) im Zusammenspiel mit einem bislang kaum korrigierten Anstieg des US-Dollar-Index nicht unbedingt verbessert und seit einem Peak am 18.12.2014 befindet sich der aktuelle Dezember-Kontrakt in einem starken Abwärtstrend. Von Verschärfungen der Spannungen um die Ukraine abgesehen sollte sich der Dezember 2015 Weizen Kontrakt in einem Band zwischen 440 und 650 (Tief von 439,25 am 01.10.2009 und 61,8 % Retracement des Kursrückgangs von Mai bis September 2014 bei 650,75) bewegen.

Weizen



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