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WeWork Verlustmaschine: Noch schnell an die Börse gehen vor der Rezession?

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WeWork ist auch in Deutschland immer mehr Menschen ein Begriff. Nach Milliarden an Kapitalzuschüssen von Investoren wird das Unternehmen, dass ich jetzt „We Company“ nennt, immer größer. An zahlreichen Top-Immobilienstandorten in Innenstädten werden sogenannte „Co Working Spaces“ eingerichtet. Selbständige und kleine Unternehmen können sich hier ohne große Vertragsbindung einzelne Arbeitsplätze oder kleine Büros mieten. Das macht den Unternehmer flexibler bei seinen Fixkosten, und man kann flexibler Bürobedarf für die kommenden Monate planen.

Das Geschäftsmodell von WeWork ist auch das größte Risiko für die Firma

Aber: Steht die nächste Rezession an (so wie jetzt gerade?), dann können die Kunden von WeWork ja auch in großer Zahl ganz „flexibel“ mal eben ihre Büroräume bei WeWork kündigen. Und ganz schnell ist die Katastrophe da für das Unternehmen, das selbst ja auch enorme Kosten hat. WeWork ist also für Investoren auch eine Wette auf die globale Konjunkturlage! Und ohhhhh Wunder. Gerade jetzt wo die Rezession möglicherweise global ins Haus steht, will das Unternehmen „noch schnell“ an die Börse gehen.

Heute wurden erste Daten bekannt. WeWork hat heute nämlich seinen IPO-Prospekt veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Unternehmen im September an die Börse gehen will. Und ja, wenn man auf die im Prospekt gezeigten Zahlen schaut, könnte man doch wirklich glauben… ja, wir machen echt viele Verluste. Die Kurse bröckeln schon. Bevor die Stimmung bei den Börsianern komplett im Eimer ist, bringen wir den Laden noch schnell an die Börse. Aber nein, was unterstellen wir hier hier? Nein, so böse soll das natürlich nicht gemeint sein. Schauen Sie einfach selbst.

Verlustmaschine

Im ersten Halbjahr 2019 machte WeWork 1,54 Milliarden Dollar Umsatz bei 764 Millionen Dollar im Vorjahr. Also mal eben verdoppelt. Das klingt doch gut!? Auch die drei Umsatzsprünge der letzten vollen Geschäftsjahre sehen gut aus. Aber der Verlust, ja wenn der nicht wäre. Der hat sich nämlich vom 1. Halbjahr 2018 von 723 auf jetzt 904 Millionen Dollar erhöht. Der Verlust im operativen Geschäft erhöht sich sogar von 678 Millionen auf 1,37 Milliarden Dollar. Und lag der Gesamtjahresverlust 2016 noch bei 430 Millionen Dollar, so waren es 2018 bereits 1,93 Milliarden Dollar!

Man kann also sagen: Wer beim IPO WeWork-Aktien kauft (Börsenkürzel „WE“), wettet volles Risiko auf eine Konjunktur, die nicht einbricht. Denn nur dann bleiben die Büroräume von WeWork gut gebucht, und man kann weiter wachsen. Denn Wachstum gibt es. Die Kundenzahl Ende Juni wuchs gegenüber dem Vorjahr um 90% auf 527.000. Man hat aktuell 528 Standorte und will 169 weitere eröffnen. Konkretere Details zum IPO werden wohl noch in weiteren Veröffentlichungen folgen, aber durch Kapitalrunden schwebten schon Bewertungen von 47 Milliarden Dollar durch die Gegend. Man darf gespannt sein.

WeWork Zahlenübersicht

WeWork
Foto: WeWork

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Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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Handelskrieg: Bringen neue Verhandlungen die Wende für den Aktienmarkt?

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Lieber Börsianer,

endlich redet man wieder miteinander! Derzeit befindet sich der chinesische Chefverhandler Liu He in Washington und ringt mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer um einen Kompromiss im zuletzt ausgeuferten Handelskrieg zwischen China und den USA. Der Druck, der auf beiden Seiten lastet, ist enorm. In den USA machen vor allem die Wirtschaftsverbände, aber auch führende Republikaner Druck auf den US-Präsidenten. Man will jetzt endlich eine Annäherung sehen und das leidige Thema von der Agenda nehmen. Vor allem die US-Industrie leidet unter den neuen Sonderzöllen: Dort ist die Stimmung so schlecht wie seit 2009 nicht mehr. Auch der Beschäftigungsaufbau in den Unternehmen der Industrie-Branchen stagniert bereits seit…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

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SAP-Quartalszahlen glänzen, CEO tritt zurück, Aktie reagiert deutlich

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SAP hat heute Nacht schon seine Quartalszahlen veröffentlicht. Womöglich früher als gedacht, weil der langjährige CEO Bill McDermott überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben hat? Die Gründe für seinen Rückzug sind nicht bekannt, aber ein zweiköpfiges Führungsduo wird seine Arbeit fortsetzen.

Aber nun zu den Quartalszahlen von SAP. Die glänzen. Der Umsatz steigt im Jahresvergleich von 6,02 auf 6,79 Milliarden Euro (+13%). Der Gewinn nach Steuern klettert von 0,97 auf 1,26 Milliarden Euro. Ein sehr guter Zuwachs, der so kräftig nicht erwartet worden war! Die Erlöse aus dem Cloudgeschäft steigen von 1,3 auf 1,79 Milliarden Euro. Die operative Marge klettert von 20,5% auf 24,7%. Da bleiben keine Wünsche offen. Die Reaktion der Börsianer ist klar. Die Nachfolge des CEO findet reibungslos statt, die Zahlen sind mehr als gut. Die Aktie steigt heute um 7,3%.

SAP Quartalszahlen Details

Im Chart seit Ende 2018 kann man den aktuellen Anstieg in der SAP-Aktie gut sehen.

Verlauf SAP-Aktie seit Ende 2018

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