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Das massive Bankensterben in Deutschland: 72 Banken und 2019 Filialen weniger nur in 2016

Aber die ganz aktuelle Veröffentlichung der Bundesbank zeigt mit Detaildaten, dass es ein regelrechtes Bankensterben gibt, das vor allem bei den Sparkassen und erst recht bei den Genossenschaftsbanken…

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FMW-Redaktion

Dass ständig Banken fusionieren oder ganz dicht machen, ist niemandem verborgen geblieben. Aber die ganz aktuelle Veröffentlichung der Bundesbank zeigt mit Detaildaten, dass es ein regelrechtes Bankensterben gibt, das vor allem bei den Sparkassen und erst recht bei den Genossenschaftsbanken stattfindet. Der Schuldige ist vermeintlich und wohl auch tatsächlich die EZB mit ihren Negativzinsen, wodurch gerade für die ganz kleinen Banken die Zinsmarge aus Haupteinnahmequelle entfällt.

Aber die EZB hat dazu ja bereits tausendmal gesagt, dass es eh zu viele Banken gibt, und dass sie sich eh profitabler aufstellen sollten. Also geht es erst mal munter so weiter, richtig? Im Jahr 2015 ging die Gesamtzahl der Banken in Deutschland um 1,5% zurück, 2016 war es ein Rückgang von 3,7%. 72 Banken weniger in nur einem Jahr auf 1.888. Die Bundesbank sagt dazu aktuell, dass der Konsolidierungsprozess an Fahrt gewonnen habe.

Die Zahl der Bankfilialen ist nur im Jahr 2016 um satte 2019 zurückgegangen auf 32.026 (-5,9%). Vor allem trifft es dabei die Sparkassen mit -904 und die Genossenschaftsbanken mit -632 Filialen, wie gesagt nur im letzten Jahr. Und wie man die Worte der Bundesbank dazu liest, geht es in diesem Tempo weiter. Die normalen Geschäftsbanken haben 283 Filialen abgebaut, wobei namentlich die Deutsche Bank mit der drastischen Ausdünnung ihres Filialnetzes der prominente Vorreiter ist.

Das Problem für die Kunden: Wenn alle Banken nachziehen, kann der Kunde nicht sagen „Hey, ich wechsle zu der Bank, die keine Filialen schließt“. Die Zahl der Genossenschaftsbanken sank erstmals unter 1.000 auf nunmehr noch 976, was ein Minus von um 5% bedeutet. Im Bereich der Sparkassen verschmolzen 10 (im Vorjahr 3) Institute mit jeweils einem anderen Institut derselben Bankengruppe. Hier die Daten im Detail.


Grafik: Bundesbank. Zum Vergrößern bitte anklicken.


Grafik: Bundesbank. Zum Vergrößern bitte anklicken.

3 Kommentare

3 Comments

  1. frank.trg

    17. Mai 2017 09:58 at 09:58

    Online-Banking und Automatiiserung bedeutet für mich als Kunde dass ich letztlich alles selbst machen muss. Das kostet auch Zeit und Nerven.

  2. leser

    17. Mai 2017 10:48 at 10:48

    FIAT-„Geld“ ist ein digitales Produkt. Es braucht weder bunt bedruckte Zettelchen (Bar-„Geld“) noch Filialen.

  3. PI$$LAM

    18. Mai 2017 08:54 at 08:54

    Es scheint bei den Sparkassen aber noch immer genügend Geld da zu sein, sich Glaspaläste hinzustellen.
    Beispiel Cochem-Mosel
    für weit über 10 Millionen Euro wird ein völlig funktionsfähiges Gebäude fast komplett abgerissen damit sich der neue Vorstand ( Eifelbauer ) ein persönliches Denkmal setzen kann.
    So ganz mies kann es um das Geschäft der Sparkassen also nicht bestellt sein. Andererseits werden Filialen im Kreisgebiet rücksichtslos dicht gemacht. Viele alte Leute,
    die bei den bescheidenen Verbindungen mit dem OPNV
    sagt man einfach: Lasst Euch doch euer Geld von jemandem mitbringen. Denen geht es viel zu guht:
    Abhilfe: sofort alles nicht benötigte Geld von den Konten abziehen. Dann steht der Apparat ganz schnell still.

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Erleichtert Mario Draghi Frau Lagarde den Start?

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Christine Lagarde wird aller Wahrscheinlichkeit nach Anfang November neue EZB-Chefin werden. Man geht allgemein davon aus, dass sie die lockere Geldpolitik von Mario Draghi fortsetzen oder sogar noch ausweiten wird. Wäre es da nicht sinnvoller, wenn Mario Draghi ihr einen Teil dieser Arbeit noch schnell abnimmt?

Denn wenn Draghi in seinen letzten Tagen im Amt nochmal neue Anleihekäufe aufnimmt etc, was hätte er zu verlieren? Nichts. Und Christine Lagarde könnte mit einem neuen Kaufprogramm ins Amt starten, welches ja von ihrem Vorgänger stammt. Und genau dieses Szenario scheint Realität zu werden. Laut SPON plant Mario Draghi „bis November“ den Start neuer Anleihekäufe. Also genau bis zu dem Zeitpunkt, wo Lagarde ihr Amt antritt.

Auch soll Mario Draghi noch bis zum Ende seiner Amtszeit planen das offizielle Inflationsziel der EZB zu ändern. Bisher lautet es „2% oder nahe 2%“. In Zukunft solle es nur noch „2%“ lauten. Also eine Aufwärtskorrektur des Ziels, von vielleicht 0,2% oder 0,3%? Es wäre ein ideales Szenario für Christine Lagarde. Sie müsste keine nervigen Fragen ertragen, warum sie die Anleihekäufe denn gestartet habe. Denn das wäre ja ihrem Vorgänger „anzulasten“. Laut Berichten denke Mario Draghi auch darüber nach ein „symmetrisches Inflationsziel“ zu installieren. Somit könne die Inflation auch eine Zeit lang über 2% liegen, damit nach einer schwachen Preisphase andersrum ein nachhaltig starkes Preiswachstum entstehen könne.

Draghi und Lagarde
Mario Draghi und Christine Lagarde im Juni. Foto: EZB

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Zinssenkungen: Es geht los – nach Australien jetzt auch Südkorea

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Ein neuer Zyklus hat begonnen. Die ersten Zinssenkungen wurden umgesetzt. Nachdem Australien am 4. Juni und 3.Juli schon zweimal die Leitzinsen gesenkt hat, von 1,50 auf 1,00 Prozent – Begründung sich abschwächender Arbeitsmarkt und schwache Inflationsdaten -, ist jetzt auch Südkorea gefolgt.

Südkorea mit Zinssenkungen zum ersten Mal seit drei Jahren

Der aufstrebende Industriestandort ist für Deutschland sehr interessant, schließlich verbindet beide Nationen ein gemeinsames Geschäftsmodell, es ist der Export. Deshalb lauschen deutsche Ökonomen bestimmt auch auf die Begründungen, die der Notenbankausschuss bei der ersten Zinssenkung seit 2016 (von 1,75 auf 1,50 Prozent) gegeben hat: Eine Verlangsamung des Wachstumstempos, ein Rückgang der Bauinvestitionen und vor allem ein Nachlassen der Exporttätigkeit bei den wesentlichen Gütern wie Halbleitern, petrochemischen Produkte, Autos, Schiffe, Maschinen, Handys und Flachbildschirme.

Der Start in einen neuen Zinssenkungszyklus?

Nach der Analyse einer US-Großbank könnten im 2. Halbjahr 2019 sage und schreibe 19 Zentralbanken Zinssenkungen durchführen. Derzeit legen die Zinsen in ausgewählten Regionen auf folgendem Niveau:

USA 2,25 – 2,50 Prozent
EU 0 Prozent (gültig für 19 Staaten)
Japan 0 bis – 0,10 Prozent
China 4,35 Prozent
Kanada 1,75 Prozent
Großbritannien 0,75 Prozent
Schweiz – 0,25 bis – 1,25 Prozent
Schweden – 0,50 Prozent
Brasilien 6,50 Prozent
Russland 7,50 Prozent

Der globale Einkaufsmanagerindex (EMI) ist seit Juni 2018 von einem Stand von 53,0 Punkten 12-mal gefallen, auf zuletzt 49,4 Punkten in den rezessiven Bereich. Demzufolge ist das Zinssenkungsszenario von Morgan Stanley durchaus nachvollziehbar.

Welche Sitzungen stehen an?

– EZB-Leitzinsenscheidungen 25. Juli und 12. September – Senkung des Einlagezinssatz für Banken von -0,40 auf -0,50 Prozent oder Reaktivierung des Anleihe-Kaufprogramms?
– Fed-Leitzinsentscheidung am 31. Juli

Aufgrund der großen Dominanz des US-Dollars könnte es natürlich sein, dass die Europäische Zentralbank erst mal abwartet, welchen Schritt Fedchef Powell vorlegt. Dann hätte man auch ein leichteres Begründen der eigenen Entscheidung, speziell in Europa.

Wenn nicht, muss es ganz schön brennen in der Eurozone.

Fazit

Der globale Zyklus für Zinssenkungen hat begonnen. Dies, obwohl bereits vor Kurzem ein Viertel aller Staatsanleihen weltweit (in den großen Industrieländern) „unter Wasser“ lag, also mit einer negativen Rendite aufwartete. Die große Frage ist natürlich, ob dieses billige Geld, welches die Zentralbanken zur Verfügung stellen, zur Ankurbelung der Weltwirtschaft überhaupt noch in der Lage sein wird? Natürlich haben die Bären in ihrer Argumentation Recht, dass es durch die Zombiefizierung (dazu interessantes Interview beim Klick an dieser Stelle) viele Volkswirtschaften zu einer Bereinigung kommen muss, dass kein Wirtschaftszyklus endlos ist.

Aber und selbiges habe ich als mögliches Szenario schon ein paar Mal angesprochen: Chinas Bestreben ein Abgleiten der heimischen Wirtschaft zu verhindern durch allerlei fiskalpolitische Maßnahmen, der massive Wunsch Trumps 2020 wieder gewählt zu werden, mit dem Fokus auf Wirtschaft und Börse und die weltweit konzertierten Aktionen der Notenbanken könnten wiederum dafür sorgen, dass die große Korrektur und das Großreinemachen wieder etwas in die Zukunft verlagert wird.

Kurzfristig ist ein Sommerloch an den Börsen durchaus wahrscheinlich, entweder ausgelöst durch negative Quartalsberichte oder ganz einfach durch den Impuls „Sell on news“, der nach einer großen Gewinnstrecke und einem dünnen Umsatzvolumen in den Sommermonaten nicht ungewöhnlich wäre.

Zumal sich auch Markus Fugmann im Urlaub befindet, historisch betrachtet, eine Chance für die Bären (Scherz).

Fed-Chef Jerome Powell bald auch mit Zinssenkungen?
Fed-Chef Jerome Powell. Bald Zinssenkungen?

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Aktuell: Trump macht den „Mini-Erdogan“ mit Angriff auf die Fed

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Wie war das noch? Der türkische Präsident Erdogan hatte den türkischen Zentralbankchef entlassen, weil der seine Anordnung nicht umgesetzt habe die Zinsen zu senken (Unabhängigkeit der Notenbank, was ist das?). Donald Trump ist schon seit Monaten auf Konfrontation mit „seiner“ Notenbank, der Federal Reserve. Denn auch Trump möchte niedrigere, viel niedrigere Zinsen sehen, damit die Wirtschaft angeheizt werden kann (genau wie Erdogan in der Türkei). Inflation, ungezügelte Preissteigerungen bei zu niedrigen Zinsen und zu stark laufender Wirtschaft? Egal. Die Zinsen sollen, sie müssen sinken!?

Aktuell twittert Donald Trump wieder, und das mit Ausrufezeichen, in Richtung Federal Reserve. Also eine Art Anweisung vom Weißen Haus Richtung Notenbank. Genau wie bei Erdogan? Gefühlt geht es schon in diese Richtung, wenn gleich Trump eine Entlassung nicht „mal eben so“ umsetzen kann wie Erdogan. Mit der Entlassung von Fed-Chef Powell hatte Trump ja auch schon geliebäugelt. Mehr denn je betont Donald Trump aktuell, dass der Leitzins sinken müsse. Wegen eines fehlerhaften Denkprozesses bei der Fed hätten die USA viel höhere Zinsen als andere Länder, die wirtschaftlich nicht mit den USA mithalten könnten. Die Zinskosten in den USA seien viel höher als in anderen Ländern. Die Zinsen sollen also sinken, so sind Trumps Worte unzweideutig  zu verstehen. Und er schließt seinen Tweet ab mit dem Wort „Correct“, also „Korrigieren Sie das“ mit Ausrufezeichen Richtung Fed. Unabhängigkeit der Notenbank? Unantastbarkeit? Gut, hierzulande ist sich CDU-Chefin AKK wohl auch nicht so ganz bewusst, was das bedeutet. So sprach sie jüngst von einer „Überprüfung“ der EZB-Politik (hier nachzulesen).

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