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Fed, EZB und BoE wollten es beim Brexit besser machen als 2008

Die drei rund um den Brexit wichtigsten Notenbanken Fed, BoE und EZB haben heute eindeutige Aussagen veröffentlicht. Die Botschaft ist knallhart Richtung Spekulanten...

FMW-Redaktion

Die drei rund um den Brexit wichtigsten Notenbanken Fed, BoE und EZB haben heute eindeutige Aussagen veröffentlicht. Die Botschaft ist knallhart Richtung Spekulanten (Kreditausfallversicherungen usw): Es hat keinen Zweck gegen Staaten, Bankensysteme oder einzelne Banken zu spekulieren – dieses Mal (anders als 2008) werden die drei Notenbanken keine „bösartigen Spekulationen“ zulassen. So hat die BoE heute offiziell verkündet sie stehe bereit bis zu 250 Milliarden Pfund in die Banken zu pumpen. Und in der Tat, mit diesem kräftigen Machtwort der drei dürfte es ab Montag in halbwegs handelbaren Märkten schwierig für Spekulanten werden ein „Opfer“ zu finden, das man komplett kaputt machen kann.

Schießen sich im Interbankenmarkt einige Teilnehmer unausgesprochen auf eine Bank ein, der man keine Tageskredite mehr einräumt, springt anders als früher die Notenbank großvolumig ein. Da das jetzt alle wissen, wird es wohl auch niemand versuchen. Genau so wie die Spekulation erstickt man damit auch die Angst im Keim. „Ohhh, diese oder jene Bank könnte Schwierigkeiten haben, lass mal dort unser Geld abziehen“. Institutionelle und Verbraucher sollen anders als 2008 erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen.

Die Boe schreibt offiziell:

Moreover, as a backstop, and to support the functioning of markets, the Bank of England stands ready to provide more than £250bn of additional funds through its normal facilities. The Bank of England is also able to provide substantial liquidity in foreign currency, if required. We expect institutions to draw on this funding if and when appropriate, just as we expect them to draw on their own resources as needed in order to provide credit, to support markets and to supply other financial services to the real economy. In the coming weeks, the Bank will assess economic conditions and will consider any additional policy responses.

Die EZB schreibt offiziell:

Nach dem Ausgang des Referendums im Vereinigten Königreich beobachtet die Europäische Zentralbank (EZB) die Finanzmärkte genau. Dabei steht sie in engem Kontakt mit anderen Zentralbanken. Sie ist bereit, erforderlichenfalls zusätzliche Liquidität in Euro und Fremdwährungen bereitzustellen. Die EZB hat sich in engem Kontakt mit den Banken, die sie beaufsichtigt, auf diesen Fall vorbereitet und ist der Auffassung, dass das Bankensystem des Euroraums in Bezug auf Kapital und Liquidität widerstandsfähig ist. Die EZB wird ihrer Verpflichtung, Preis- und Finanzstabilität im Euroraum zu gewährleisten, weiterhin nachkommen.

Die Fed schreibt offiziell:

The Federal Reserve is carefully monitoring developments in global financial markets, in cooperation with other central banks, following the results of the U.K. referendum on membership in the European Union. The Federal Reserve is prepared to provide dollar liquidity through its existing swap lines with central banks, as necessary, to address pressures in global funding markets, which could have adverse implications for the U.S. economy.



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