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Aktien

Aktienmärkte: Zeit für ein bisschen Sicherheit

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Bulle und Bär - Symbole für die Aktienmärkte

Spätestens jetzt wird es Zeit, ein Sicherheitsnetz unters Depot zu spannen, denn die Hausse der Aktienmärkte wird nun holpriger verlaufen.

Aktienmärkte bekommen Gegenwind

Jede Party endet einmal – aber die an den Aktienmärkten ist definitiv noch nicht vorbei. Bis auf kurzfristigen Gegenwind bleiben die Impulse für Dividendentitel positiv. Der wichtigste Impuls kommt, wie gehabt, von den Zentralbanken. Die heutigen Beschlüsse der EZB und die anschließenden Ausführungen ihrer Präsidentin, Christine Lagarde, haben dies erneut bestätigt. Dennoch ist der Markt anfällig geworden für kurzfristige Korrekturen, die in Anbetracht der vorherigen Anstiegsamplitude auch heftiger ausfallen können. So war die Stimmung an den Aktienmärkten, v. a. an den Leitbörsen in den USA, zuletzt über einen längeren Zeitraum hinweg stark euphorisch und die Positionierungen der Marktteilnehmer entsprechend extrem: rekordhohe Kredithebelung der Aktienportfolios, geringe Cashquoten, kaum noch Absicherungen via Optionen, am Anschlag befindliche technische Indikatoren und ein hohes Vertrauen auf den Fed-Put.

Besonders Letzterer könnte in der kommenden Woche im Rahmen der Pressekonferenz nach dem FOMC-Meeting der US-Notenbank am 29. Januar ein Problem werden. Die offensichtliche Übertreibung bei den US-Standardwerten bereitet der US-Notenbank nach eigenem Bekunden Kopfzerbrechen und Jerome Powell könnte versucht sein, durch maßvoll dämpfende Rhetorik etwas Druck aus dem überhitzten Börsenkessel abzulassen. Jedenfalls gibt es aktuell keinen Grund, warum die Fed verbal oder gar durch geldpolitische Maßnahmen zusätzliches Öl ins Börsenfeuer gießen sollte. Somit ist fast schon eine Enttäuschung der Marktteilnehmer vorprogrammiert.
Zwar werden die Kurse an der Wall Street aktuell noch von den planmäßig über den sorgsam angepassten Unternehmensergebniserwartungen der Analysten gestützt, aber es gibt auch Gegenwind. Die Überkauftheit des Marktes trifft auf eine unvorhersehbare Entwicklung der Corona-Virus-Epidemie und gemischte Konjunkturdaten.

Einfache Diversifikation bringt mehr Sicherheit ohne Renditeverzicht

Dabei ist es momentan recht einfach und vor allem günstig, Aktienportfolios abzusichern. Zum Beispiel mittels Vola-Instrumenten oder durch die Beimischung von „Sicheren Häfen“ wie US-Staatsanleihen oder Gold. Da die verschiedenen Anlageklassen kurzfristig negativ zueinander korrelieren, aber mittel und langfristig ausnahmslos von der akkommodierenden Geldpolitik inflationiert werden, kommt es bei einer Kombination verschiedener Assets zu einem insgesamt weniger volatilen Anstieg des Gesamtportfoliowertes, bestehend z. B. aus Aktien, Anleihen, REITs und Gold.

Aus dem folgenden Chart wird ersichtlich, wie ein so diversifiziertes Portfolio, das nur aus fünf Einzelinvestments besteht (ETFs), die zum Teil heftigen Zwischenkorrekturen am Aktienmarkt abfedern kann, ohne Rendite einzubüßen. Dabei handelt es sich nicht um eine Momentaufnahme. Auch über die Zeiträume von 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 2 Jahre und 3 Jahre erzeugte das Musterportfolio eine signifikante Outperformance bei im Schnitt nur der Hälfte des Schwankungsrisikos (Volatilität):

Aktienmärkte Musterportfolio vs Dax

Die Muster-Allokation ist kein Hexenwerk und bedarf auch keines teuren Fondsmanagers, zumal das Rebalancing bei Anbietern wie justETF.com automatisch erfolgt.

Muster Portfolio diversifiziert

Geldpolitik im Auge behalten

Die enorme Abhängigkeit aller Vermögenspreise von der Geldpolitik der Notenbanken ist die eigentliche Herausforderung der heutigen und zukünftigen Geldanlagestrategie, auch und vor allem in Bezug auf die Aktienmärkte. Aus dem Verhalten der Zentralbanker in den letzten 25 Jahren kann man gleichwohl empirisch ableiten, dass der Notenbank-Put heute mehr denn je existiert. Die Gründe dafür sind mannigfaltig und nachhaltig. Also kann man mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit die für die Hausse der Vermögenspreise maßgeblich verantwortlichen geldpolitischen Impulse weit in die Zukunft extrapolieren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser heutiges Wirtschaftssystem in einem deflationären Crash endet, tendiert aufgrund der theoretisch unlimitierten Geldmenge die die Notenbanken schöpfen können, praktisch gegen null. Eher wahrscheinlich ist ein weiterer Anstieg der Vermögenspreise mit einer sich auf der Zeitachse ausweitenden Anstiegsamplitude, bis hin zu einem klassischen Crack-Up-Boom, bei dem die Flucht aus dem Fiat-Geld in Vermögenswerte nur noch einem Zweck dient: das Geld vor Inflation zu schützen. Momentan hebt die Geldmenge, gemäß dem schon des Öfteren erwähnten Cantillon-Effekts, zunächst primär die Vermögenspreise, bevor es mit zeitlicher Verzögerung zu einem Überschwappen der Teuerungsdynamik in den statistischen Warenkorb kommt.

Fazit und Ausblick

Nachdem die Notenbanken weltweit auf einen systemerhaltenden geldpolitischen Kurs eingeschwenkt sind, der primär geprägt ist von Niedrigzinsen und Geldmengenausweitung, führt kein Weg an den Vermögensmärkten vorbei. Andernfalls bekommt man lediglich die negativen Auswirkungen dieser Politik, wie z. B. höhere Mieten, zu spüren und verzichtet auf die positiven Effekte, wie die Partizipation an der Hausse der Aktienmärkte. Da die Notenbanker aber versuchen werden, das System so lange wie möglich zu erhalten, sind sie auch bestrebt, Übertreibungen einzudämmen. Dies hat eine erhöhte Volatilität zur Folge, die durch sinnvolles Mischen negativ korrelierter Vermögenswerte geglättet werden kann.

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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