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Aktuell: Bund will notfalls bei Konjunktureinbruch Schulden machen – Dax und Dow steigen

Redaktion

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Laut aktueller Meldung des Spiegel sei die Bundesregierung bereit im Notfall die Konjunktur durch neue Schulden zu stützen. Dafür sei man auch bereit die „Schwarze Null“ zu opfern. Mehr dazu lesen Sie bitte an dieser Stelle. Und zack, da haben wir eine Art Mini-Draghi-Info, dass jemand bereit ist mit Geld etwas gegen die Flaute zu tun. Und zack, der Dax steigt aktuell um 50 Punkte, der Dow sogar um 100 Punkte. Ja, Mutti und Olaf können aktuell sogar die Kurse an der Wall Street beeinflussen. Wie lange hält diese kleine Euphorie an?

27 Kommentare

27 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    16. August 2019 16:47 at 16:47

    Ok, genehmigt. Dann aber bitte nicht mehr über die Italiener schimpfen.

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    leftutti

    16. August 2019 19:17 at 19:17

    Hi Columbo, ok, einverstanden. Wenn Deutschland und Italien gleichauf bei etwa 100 sind, wird keiner mehr schimpfen. Versprochen ;)
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163692/umfrage/staatsverschuldung-in-der-eu-in-prozent-des-bruttoinlandsprodukts/

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      Columbo

      16. August 2019 19:29 at 19:29

      @leftutti
      Aller Anfang ist schwer, aber…ihr schafft das😄

      • Avatar

        leftutti

        16. August 2019 23:54 at 23:54

        @Columbo, da bin ich zuversichtlich. Schon ganz andere, wesentlich hellere Lichtgestalten als wir zwei Kasper haben uns prophezeit: „Wir schaffen das“. Und noch immer erstrahlen die Genies im hellen Leuchten brennend-russischer Erdgasflammen. Persönlich für mich nenne ich sie gerne „Gazpromis“ 😄

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    sabine

    16. August 2019 22:54 at 22:54

    Vielleicht hat Frau Merkel ja heute Wolfgang Müller gelesen, sie solle etwas für die Konjunktur tun. Und plumps – tut sie was, einen Stimuli! Na, geht doch. Auf Mutti ist verlaß.
    https://finanzmarktwelt.de/rezession-deutschland-schon-mitten-drin-136971/

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      Claudia

      17. August 2019 13:17 at 13:17

      @sabine, Stimulus muss es heißen … auf die Wirkung korrekt angewendeter Fremdwörter ist einfach Verlass, wie auf Mutti ;) Umgekehrt kann es schnell peinlich werden.

      • Avatar

        Quintus

        17. August 2019 15:01 at 15:01

        Nein Claudia. Stimulus in homöopathischen Dosen heißt Stimuli!
        Es leitet sich ab von Globuli😂
        Gruß und schönes Wochenende

      • Avatar

        Stina

        17. August 2019 15:58 at 15:58

        Sie auch noch? Hier gibt’s doch schon einen paronoiden Rechtschreibungssheriff.

        • Avatar

          Stina

          17. August 2019 22:24 at 22:24

          Hey, benutzen Sie nicht meinen Namen, um so einen Mist zu schreiben und mich zu diskreditieren! Was soll das?

      • Avatar

        Claudia

        17. August 2019 21:00 at 21:00

        @Quintus, das ist zwar ein bisschen lustig und sogar minimal originell, aber dennoch falsch. Auch Globuli ist nur der Plural von Globulus.

        @Stina, es handelt sich hierbei nicht um Rechtschreibung, sondern um Grammatik. Vermutlich wissen Sie nicht, was das ist, das kann Ihnen keiner verdenken. Sie können es jederzeit googeln.

        • Avatar

          Stina

          18. August 2019 00:01 at 00:01

          @Claudia, das sagt ausgerechnet jemand der für braune AFD-Sause Werbung macht. Googeln Sie lieber Demakrotie!

          • Avatar

            leftutti

            18. August 2019 11:31 at 11:31

            @Fake-Stina, da widersprechen Sie sich jetzt aber selber, weil Sie noch als @Fake-Claudia Ihre braunen Spießgesellen eng mit Demokratie assoziiert hatten.

            Wie war das nochmal mit Selbstgesprächen und Schizo-Club? Lieber Mark, Goldie, Man on the Moon (alles Eintagsfliegen, die weder vor, noch nach ihrem One-Hit-Wonder je in Erscheinung getreten sind) oder wie auch immer Sie sich gerade nennen mögen: Kriechen Sie zurück in Ihr trauriges Loch voller Schnodder, Einsamkeit und Bosheit, denn in diesem Forum haben hintertriebene Gollums wie Sie nichts verloren!

            Meine Meinung zumindest…

          • Avatar

            Claudia

            18. August 2019 13:50 at 13:50

            Einmal abgesehen davon, dass ich nie so leichtsinnig wäre, der Datenkrake Google meine Privatsphäre anzuvertrauen, hat die Websuche nach „Demakrotie“ auf diskreten Suchmaschinen leider keine Ergebnisse geliefert.

      • Avatar

        leftutti

        18. August 2019 10:53 at 10:53

        @Claudia, @Stina (die Originale), @All
        Wie es aussieht, ist unser boshafter Forentroll mit den ehemals drei Grinsgesichtern wieder aktiv, um Unfrieden zu stiften, Bosheit und Zwist zu säen und schlechte Laune zu verbreiten. Obwohl nun einige, sehr angenehme Zeit lang Niveau und Stimmung im Forum erheblich gestiegen waren, scheint der kranke Geist dieses Soziopathen einfach keine Ruhe zu finden.

        Offensichtlich benutzt der Troll jetzt auch die Namen anderer Kommentatoren, um diese gegeneinander aufzuhetzen und gleichzeitig den eigenen Müll abzusondern Das ist allerdings nun wirklich unterste Schublade. Naja, die Idioten sterben offensichtlich nie aus. Auch unser allseits geschätzter Markus Fugmann hat da vor einigen Jahren schon so seine Erfahrungen machen dürfen:
        https://finanzmarktwelt.de/meine-lieben-stalker-3054/

        • Avatar

          Adam Zipfel

          18. August 2019 23:12 at 23:12

          @leftutti Recht haben Sie, wie so oft, man muss dem Komplott auf der Grund gehen. Zusammen sind wir stark!

  4. Avatar

    Claudia

    17. August 2019 12:56 at 12:56

    • Avatar

      Claudia

      17. August 2019 14:54 at 14:54

      Diese Claudia hat mit dem Original nichts zu tun. Ich distanziere mich ausdrücklich und angewidert von den Aussagen und der Ausdrucksweise und hoffe, dass das Plagiat künftig einen unterscheidungsfähigen Namen benutzt. Vor allem, wenn ein völlig themenfremder Kommentar direkt mit gleichem Namen unter einen Kommentar von mir platziert wird. Mit welcher Absicht auch immer?!

      • Avatar

        realStina

        18. August 2019 15:58 at 15:58

        @realClaudia, ich hoffe sehr, Sie erkennen in den Kommentaren mich (therealStina) und können die Kommentare des Idioten davon unterscheiden! Darf ich du sagen?

        • Avatar

          Claudia

          18. August 2019 18:58 at 18:58

          Hallo Stina, natürlich kann ich dich von dem Idioten unterscheiden. Du scheinst ja ein sehr lieber und vernünftiger Mensch zu sein, soweit ich mich noch an deine Kommentare erinnere. Die Frage nach dem Du ist somit auch beantwortet.

          Ich finde, wir sollten auf alle Fälle unsere Namen beibehalten, denn wir sind die Originale. Die billigen Plagiate werden sich schon irgendwann trollen [sic!], was schon per se ihr einziger Lebensinhalt ist. Obwohl ich zugeben muss, das @realClaudia sehr reizvoll klingt :-)

          • Avatar

            Adam Zipfel

            19. August 2019 19:58 at 19:58

            @Stina und @Claudia, beide real natürlich! Lasst euch nicht unterkriegen, ich drücke euch die Daumen. Zusammen sind wir stark!

        • Avatar

          realClaudia

          18. August 2019 23:31 at 23:31

          @realStina natürlich dürfen Sie das! Wir schaffen das!!!

          • Avatar

            Claudia

            19. August 2019 11:49 at 11:49

            Jetzt lass‘ mal wieder gut sein, Troll! Ein Wochenende lang waren die Kindereien ganz lustig, aber jetzt wollen sich wieder die Erwachsenen unterhalten.

    • Avatar

      leftutti

      17. August 2019 15:58 at 15:58

      @Claudia, ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum von Leuten aus Ihrer politisch-ideologischen Ecke immer eine derart drastische, plakative und aggressive Wortwahl zum Einsatz kommt. Niemand will irgendjemanden einen Maulkorb verpassen, und um Terror handelt es sich schon dreimal nicht.

      Wenn eine Partei zu dämlich ist, eine formal korrekte Listenaufstellung nach geltendem Wahlgesetz einzureichen, wäre es vielleicht angebracht, zumindest eine Teilverantwortung zu übernehmen. Persönlich habe ich nun schon zahlreiche Wahlen mitverfolgen können, aber an eine derartige Peinlichkeit kann ich mich nicht erinnern. Die Partei wurde zudem vom Landeswahlausschuss schon bei der Abgabe über die rechtlichen Bedenken informiert und hatte genügend Zeit, die formalen Mängel zu beseitigen.

      Mit dem aktuellen Urteil wurde doch ein guter Kompromiss für beide Seiten gefunden. Der AfD dürften dadurch keine Nachteile entstehen. Das nächste Mal einfach an bestehendes Recht und Gesetz halten, dann gibts auch keine Eklats. Der ach so gerne kommunizierte Opfermythos muss dann leider auch entfallen.

      • Avatar

        realStina

        19. August 2019 13:10 at 13:10

        @leftutti meinen Sie Claudia oder realClaudia, bin jetzt so verwirrt.

        • Avatar

          Stina

          19. August 2019 14:59 at 14:59

          Lieber Herr Fugmann, kann man diesen Clown nicht stoppen? Der benutzt doch sicher falsche email Adressen für Authentifizierung.

          • Avatar

            Adam Zipfel

            19. August 2019 19:52 at 19:52

            Ich schließe mich Ihnen entschieden an! Man muss solchen Trollen, die viele Fakenamen benutzen auch die Stirn bieten dürfen.

  5. Avatar

    Columbo

    19. August 2019 21:35 at 21:35

    Hört das mit dem Kindergarten denn nie auf? Alle paar Wochen dasselbe Thema. Antwortet einfach nicht den Trollen, dann verschwinden die wieder von selbst.

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Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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US-Wahl: Noch drei Monate Unsicherheit – Wall Street hat Trump abgehakt

Auf eines können sich die seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse lebenden US-Amerikaner und die Wallstreet weiterhin verlassen: auf die bei der US-Wahl im Schatten bleibende US-Notenbank Fed

Hannes Zipfel

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am

Nur etwas mehr als eine Woche dauert es bis zur US-Wahl, aber fast 90 Tage sind es noch, bis in den USA die Amtseinführung des neuen bzw. alten Präsidenten stattfindet. Bis dahin sind große Würfe im US-Kongress in Sachen Wirtschaftshilfen unwahrscheinlich. Können die Aktienmärkte ihren Optimismus auch gegen die ungewöhnliche Vielfalt an Unsicherheiten aufrechterhalten und ihre Kursniveaus verteidigen – oder droht ein neuer Crash?

US-Wahl der Extreme

Die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 finden in einer Zeit statt, in der die Finanzmärkte mit außergewöhnlichen Unsicherheiten konfrontiert sind. Diese begannen schon vor gut einem Jahr mit der Beinahe-Implosion des US-Repo-Marktes. Damals konnte nur durch Notfallmaßnahmen der US-Geldpolitik in Form von Interventionen am Geldmarkt und durch die zur Verfügung Stellung von internationalen US-Dollar-SWAP-Linien ein Kollaps des Bankensystems verhindert werden.

Ohne die anhaltende und im Zuge der Pandemie sogar noch drastisch ausgeweitete Notfallpolitik der US-Notenbank Fed wäre der Stress am Markt für US-Repo-Geschäfte wohl auch ein Thema bei der US-Wahl gewesen. Schließlich war es auch die hohe Neuverschuldung durch das US-Finanzministerium die zu der Liquiditätsaustrocknung am Markt für kurzlaufende US-Staatsanleihen führte. Dabei lautete eines der spektakulärsten Wahlversprechen von Donald J. Trump gegenüber The Washington Post im April 2016 die damals 19,3 Billionen US-Dollar hohen Bundesschulden im Falle seiner Wahl innerhalb von nur acht Jahren komplett zu tilgen. Auch ohne die Kosten der Corona-Pandemie war das utopisch und nichts weiter als billige Wahlkampfpropaganda. Die Schuldenuhr zeigt gemäß US-Finanzministerium zum 22. Oktober 2020 übrigens einen Stand von 27,1 Billionen US-Dollar an (Public Total Debt). Ein Anstieg um 7,3 Billionen US-Dollar bzw. 36 Prozent seit dem Amtsantritt von Präsident Trump im Januar 2017.

Weitere Unsicherheitsfaktoren für die zukünftige Wirtschafts- und Gewinnentwicklung in den USA sind neben der wieder stark an Dynamik gewinnenden Corona-Pandemie die Zerschlagungsbestrebungen von „Big Tech“, die nach wie vor prekäre Lage am US-Arbeitsmarkt mit über 30 Millionen Transferleistungsempfängern sowie saisonbereinigt rund 12,6 Millionen Arbeitslosen im September 2020.

Fast unbemerkt von den Devisenmärkten hat sich kurz vor der US-Wahl das Handelsbilanzdefizit der USA mit 67,1 Mrd. US-Dollar im August 2020 auf das höchste Niveau seit der Lehman-Krise im Jahr 2008 aufgebläht. Der Handelskrieg, nicht nur mit China, konnte diese Entwicklung nicht verhindern. Nach wie vor sind die USA in der Gesamtbetrachtung nicht in der Lage, in vielen Sektoren international wettbewerbsfähig zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Die Herausforderungen, mit denen die USA in Friedenszeiten während dieser US-Wahl konfrontiert werden, sind einmalig. Dies gilt auch für den Amtsinhaber Donald J. Trump, der in vielen seiner Handlungen und Worte sehr unkonventionell und extrem anmutet. Man kann nur spekulieren, wie ein Präsident oder eine Präsidentin anderen Charakters eine solche Gemengelage meistern würde.

Der heimliche Präsident tritt bei der US-Wahl gar nicht an

In Kombination mit dem US-Staatsdefizit in Höhe von ca. 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ergibt sich mit dem Defizit im Außenhandel ein fatales Bild für die größte Volkswirtschaft der Welt. Das Mantra des stärksten und mächtigsten Landes der Welt ist nur noch eine hohle Phrase, basierend auf der Androhung von Waffengewalt und extraterritorialen Repressalien. Ob die Welt ohne diesen Status besser dastünde, ist seriös nicht prognostizierbar und auch nicht, wie lange diese Epoche der US-Dominanz noch währt.

Auf eines können sich die seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse lebenden US-Amerikaner und die Wallstreet aber weiterhin verlassen: auf die bei der US-Wahl im Schatten bleibende US-Notenbank Fed, die beliebig viele Dollars zum Ausgleich des Zwillingsdefizits und zur Aufrechterhaltung der US-Wirtschaft erzeugen kann. Natürlich auch, um die Party im Börsensaal auf der Titanic in Schwung zu halten. Dem heimlichen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Jerome Hayden „Jay“ Powell und seinem Offenmarkt-Komitee sei Dank.

Die Bilanzsumme der US-Notenbank (Fed) hat nun kurz vor der US-Wahl mit einem Gesamtvolumen von 7,18 Billionen US-Dollar das absolut und in Relation zum jährlichen BIP höchste Niveau aller Zeiten erreicht. Dabei kann man den geldpolitischen Akteuren keine Parteinahme für den ein oder anderen Kandidaten im US-Wahlkampf unterstellen. Die Intention der anhaltenden Geldflutung des Finanzsystems ist schlicht und einfach, dessen Existenz weiterhin sicherzustellen. Gegen diese Zwangslage wird auch in Zukunft keiner der zur Wahl stehenden Kandidaten Politik betreiben können. Damit manifestiert sich die Rolle der zum Teil in privater Hand befindlichen Fed als Staat im Staate weiter und die Demokratie US-amerikanischer Prägung wird trotz Wahl endgültig zur Illusion.

Die Wallstreet hat Trump schon abgehakt

Die Finanzmärkte haben diesen Zusammenhang längst hergestellt, was auch erklärt, warum sich die Vermögenspreise trotz der Vielfalt extremer Unsicherheiten, inkl. dem Ausgang der US-Wahl, in luftigen Höhen bewegen. Besonders deutlich wird dies an der positiven Korrelation zwischen steigenden Umfragewerten für den Herausforderer Joseph Biden und der Zuversicht auf ein noch größeres, von der Fed finanziertes Stimulusprogramm. Für diese Aussicht ignoriert man sogar mögliche Steuererhöhungen für Einkommensmillionäre und Unternehmen im Falle eines Sieges der Demokraten bei der US-Wahl.

Aus Sicht vieler tief religiöser Trump-Wähler stellt sich ohnehin die Frage, warum man den exzentrischen Präsidenten nochmals wählen sollte? Schließlich hat er mit der Neubesetzung des obersten Gerichts und der größten Steuerreform der letzten 35 Jahre schon sehr viel erreicht. Wie viel mehr könnte er in einer zweiten Amtsperiode noch erreichen, was sein exzentrisches und volatiles Verhalten aus Sicht evangelikaler und katholischerer Wähler entschuldigt?

Die Zeitlücke nach der US-Wahl

Lediglich die zeitliche Verzögerung zwischen dem Wahltermin am 3. November und der Amtseinführung am 20. Januar könnte bei dieser US-Wahl ein besonderes Risiko darstellen. Die Zahlungen aus den Corona-Hilfspaketen gehen bereits seit August deutlich zurück, die zweite Welle der Pandemie schließt in den USA mit neuen Rekordansteckungen nahtlos an die erste Welle an. Wie lange wird es dauern, bis sich dies in der Konsumentenstimmung sowie den Konjunktur- und Unternehmenszahlen niederschlagen wird?

Ein nochmaliger Corona-Crash als erneute Einstiegsopportunität?

Im wahrscheinlichsten Fall wäre ein nochmaliger Rückschlag bei den Vermögenspreisen eine ebenso lohnenswerte Einstiegsmöglichkeit wie bereits während des Lockdown-Crashs im März dieses Jahres.

Man sollte also trotz aller Risiken nicht zu viele Chips vom Tisch nehmen, auch wenn die Gemengelage zur Vorsicht mahnt. Doch Fakt bleibt: Auf die Fed ist Verlass und deren Pulverkammern, bestehend aus ungedecktem digitalem FIAT-Geld, sind unlimitiert und können unabhängig von finanzpolitischen Entscheidungen des Kongresses die Unternehmen, die Verbraucher und die Finanzmärkte stützen.

Fazit und Ausblick

Mag man zu den US-Präsidentschaftskandidaten stehen, wie man will, für die Finanzmärkte spielt die Musik schon lange nicht mehr in der Pennsylvania Avenue 1600 in Washington (Weißes Haus), sondern Ecke Constitution Ave NW und 20th St. NW (Board of Governors of the Fed).
Besonders bei dieser US-Wahl spielen für Anleger starke Nerven und das Aushalten hoher Volatilität eine große Rolle. Ebenso wie ein gesunder Opportunismus. Dabei ist es für den Anlageerfolg unerheblich, welchen Kandidaten man persönlich präferiert oder ob man an dieses oder jenes glaubt oder nicht glaubt. Entscheidend ist das Verständnis für den Zusammenhang zwischen digitaler Notenpresse und Vermögenspreisen. Diese Konstante wird uns mit weiter zunehmender Bedeutung noch eine Weile erhalten bleiben.

Die US-Wahl bringt zunächst Unsicherheit, aber entscheidend für die Aktienmärkte ist die Fed

 

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Finanznews

US-Wahl: Wer liegt falsch? Marktgeflüster (Video)

Die US-Wahl rückt immer näher – und die verschiedenen Märkte senden unterschiedliche Signale! Wer hat Recht – und wer liegt daneben? Eine Analyse der Lage

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die US-Wahl rückt immer näher – und die verschiedenen Märkte senden unterschiedliche Signale! Das sind die Anleihemärkte, die mit steigenden Renditen von einem klaren Sieg von Joe Biden und den US-Demokraten ausgehen und daher mit einem großen Stimulus rechnen. Die Aktienmärkte dagegen scheinen noch unentschlossen und fokussieren sich auf das kurzfristige Geschehen, ergo die Hoffnung auf einen Stimulus noch vor der US-Wahl. Anders aber sieht es der Devisenmarkt: der US-Dollar bleibt robust, große Player haben ihre Wetten auf einen fallenden Dollar aufgelöst. Wenn aber der Dollar nicht schwächer wird heißt das, dass es den von den Anleihemärkten prognostizierten klaren Sieg der US-demokraten bei der US-Wahl nicht geben wird. Haben also die Devisenmärkte recht – oder doch die Anleihemärkte?

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