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Aktien

Aktuell: Daimler meldet frühzeitig Quartalszahlen – positive Überraschung!

Claudio Kummerfeld

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am

Das Mercedes Logo von Daimler

Daimler veröffentlicht planmäßig seine Quartalszahlen nächsten Freitag den 23. Oktober. Heute Nacht hat man aber als Ad Hoc-Mitteilung frühzeitig ein vorläufiges Ergebnis veröffentlicht. Dies tun Unternehmen dann, wenn die Zahlen zu stark von den Erwartungen abweichen. Und in diesem Falle ist es eine positive Überraschung. Denn bekanntermaßen war auch die Autobranche hart getroffen durch die Coronakrise. Zum Umsatz sagt Daimler noch nichts, sondern in dieser vorläufigen Mitteilung geht es nur um die Profitabilität.

Geschäft bei Daimler läuft besser als gedacht

Der Gewinn (EBIT) liegt bei 3,07 Milliarden Euro (Vorjahresquartal +2,69). Erwartungen lagen um die 2 Milliarden Euro. Wow, das ist mal eine Hausnummer! Die Aktie startet heute mit 5 Prozent im Plus. Das liegt neben dem besseren EBIT vor allem an der mit veröffentlichten Aussage von Daimler, dass man eine schnellere Markterholung erlebt habe als erwartet, und insbesondere im September eine starke Geschäftsentwicklung verzeichnet habe . Dies führte in Kombination mit strenger Kostendisziplin, umfangreichen Maßnahmen zum Erhalt der Liquidität und weiteren Effizienzmaßnahmen dazu, dass der Free Cash Flow im Industriegeschäft, das bereinigte EBIT des Konzerns, das bereinigte EBIT von Mercedes-Benz Cars & Vans, das bereinigte EBIT von Daimler Trucks & Buses sowie das bereinigte EBIT von Daimler Mobility deutlich über den Markterwartungen für das dritte Quartal 2020 liegen, so Daimler.

Auch die Aussage zu den Aussichten dürften die Börsianer freudig stimmen. Zitat Daimler:

Angesichts der Entwicklung des dritten Quartals erwartet Daimler auch für den Rest des Jahres einen positiven Effekt, allerdings unter Berücksichtigung der im vierten Quartal üblichen saisonalen Entwicklung am Geschäftsjahresende. Diese Erwartungen stehen unter der Annahme, dass es zu keinen weiteren COVID-19 Lockdowns kommt. Dementsprechend geht Daimler davon aus, eine aktualisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zusammen mit den Quartalsergebnissen am 23. Oktober 2020 zu veröffentlichen.

Hier weitere Kennzahlen aus der aktuellen Veröffentlichung:

– Free Cash Flow im Industriegeschäft: 5.139 Mio. € (Konsens: 2.973 Mio. €);
Free Cash Flow im Industriegeschäft bereinigt: 5.345 Mio. € (Konsens: k. A.)

– Nettoliquidität im Industriegeschäft: 13,1 Mrd. € (Q2 2020: 9,5 Mrd. €)

– EBIT Daimler-Konzern: 3.071 Mio. € (Konsens: 1.950 Mio. €);
EBIT bereinigt: 3.480 Mio. € (Konsens: 2.498 Mio. €)

– EBIT Mercedes-Benz Cars & Vans: 2.118 Mio. € (Konsens: 1.320 Mio. €);
EBIT bereinigt: 2.417 Mio. € (Konsens: 1.782 Mio. €);
Return on Sales (RoS) bereinigt: 9,4% (Konsens: 6,5%)

– EBIT Daimler Trucks & Buses: 541 Mio. € (Konsens: 350 Mio. €);
EBIT bereinigt: 603 Mio. € (Konsens: 400 Mio. €);
Return on Sales (RoS) bereinigt: 6,5% (Konsens: 4,3%)

– EBIT Daimler Mobility: 590 Mio. € (Konsens: 381 Mio. €);
EBIT bereinigt: 602 Mio. € (Konsens: 406 Mio. €);
Eigenkapitalrendite (RoE) bereinigt: 16,5%

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Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf TV

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,44 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,24/letztes Quartal 6,15/für heute erwartet 6,4).

Der Gewinn liegt bei 1,74 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,47/letztes Quartal 1,59/für heute erwartet 2,13).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 2,20 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 2,5 Mio durch Netflix selbst – der Markt erwartete 2,5-3,2 Mio.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 6,0 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow +1,14 Milliarden Dollar (Vorquartal +899). Operative Marge 20,4 Prozent nach 22,1 Prozent im Vorquartal.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit -4,7 Prozent.

Kurz-Fazit: Gewinn pro Aktie und die Zahl neuer Abos verfehlen die Erwartungen. Das wird nun nachbörslich abgestraft.

Datenblatt mit aktuellen Quartalszahlen von Netflix

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Stimulus-Hoffnung stirbt zuletzt

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Heute soll angeblich der entscheidende Tag sein. Kommt noch auf den letzten Drücker eine Einigung zwischen Demokraten und Donald Trump über einen neuen Stimulus? Das dürfte kurzfristig die Kurse bewegen.

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Kaufverbot für die Nikola-Aktie – Werbung

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Lieber Börsianer,

am Firmensitz der Nikola in Phoenix (Arizona) glühen schon seit Wochen die Telefonleitungen. Das junge Unternehmen kämpft hart um seine Reputation. Man kämpft um die letzten Investoren, die noch nicht gegangen sind. Und vor allem, man kämpft um seine Partner wie General Motors, Bosch oder Iveco. Denn wenn die abspringen, wird die Nikola-Zentrale in Phoenix zugesperrt.

Aber der Reihe nach! Was ist zuletzt passiert bei Nikola?

Der charismatische Firmengründer Trevor Milton wurde aufs Abstellgleis geschoben und seitdem geben trockene Technikertypen den Ton bei Nikola an. So trat der Technik-Chef Jesse Schneider zuletzt vor die Presse und referierte betont sachlich über Patente, Chassis-Zeichnungen und andere Dokumente. Er legte haarklein auseinander, welcher Bestandteil des Nikola-Trucks fremd eingekauft, welcher extern entwickelt wurde.

Die Veranstaltung war langweilig, aber wichtig. Wenn Nikola überleben will, muss es das Vertrauen des Marktes und der Industrie wiederherstellen. Dafür wollen die Investoren jetzt keine Visionen hören, sondern Fakten und Details sehen.

Diese Fakten und Details entscheiden in den kommenden Wochen über den Kursverlauf der Aktie. Denn am 30. November läuft die Sperrfrist (lock-up-period) für die vorbörslichen Investoren der Nikola ab. Wenn diese Investoren bis dahin nicht von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt werden können, werden sie an diesem Tag mit großem Volumen aus der Aktie aussteigen und ein erneutes Kursmassaker herbeiführen.

Aber denken wir positiv! Unterstellen wir einmal, Jesse Schneider und CEO Mark Russell können die Investoren überzeugen, dann dürfte auch General Motors an Bord bleiben. Das ist aktuell der wichtigste Nikola-Partner. Mehr noch: Der US-Autobauer entscheidet wahrscheinlich über die Zukunft des Lkw-Bauers Nikola.

Nur zur Erinnerung: General Motors (GM) hat zugesagt, für Nikola die Werkbank zu machen und insgesamt Produktionsleistungen im Wert von 2 Milliarden USD für das Startup zur Verfügung zu stellen. Konkret war oder ist geplant, dass GM den…..

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