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Aktuell: Maschinenbau mit katastrophalem Auftragseinbruch – ifo pessimistisch für Industrie

Beispielfoto für Maschinenbau

Ja, ja, ist schon klar, die von FMW (also wir) sind immer nur negativ eingestellt? Dem ist nicht so! Die Lage ist nun mal, wie sie ist. Auf den ersten Blick sieht das Gesamtbild in Deutschland noch akzeptabel aus. Dienstleister und Bau laufen so gut, dass die Gesamt-Konjunktur in Deutschland sich noch knapp über der Null-Linie halten kann. Aber die Industrie, da sieht es wirklich richtig düster aus. Auch wenn gerade erst heute früh Jubelmeldungen über einen Zuwachs im Monatsvergleich reinkamen, so ist die Industrieproduktion im Jahresvergleich deutlich rückläufig. Und ganz aktuell schneit uns die aktuellste Meldung zum deutschen Maschinenbau auf den Tisch. Der Verband „VDMA“ berichtet für den Maschinenbau für den Monat November von einem Einbruch bei den Auftragseingängen von 15% im Vergleich zu November 2018. Das ist heftig! Man zähle 1 und 1 zusammen. Was jetzt an Auftragseingängen fehlt, wird in einigen Monaten in der tatsächlichen Produktion an Umsatz fehlen! Zitat VDMA:

Aus den EURO-Partnerländern kamen 11 Prozent weniger Aufträge, für die Nicht-EURO-Länder steht ein Minus von 16 Prozent in den Büchern. „Damit setzt sich die negative Entwicklung der vergangenen Monate fort“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Bei der Bewertung der aktuellen Zahlen muss freilich berücksichtigt werden, dass die Latte für den Vorjahresvergleich noch relativ hoch liegt.” Im Drei-Monats-Zeitraum September bis November 2019 beläuft sich der Rückgang der Auftragseingänge auf insgesamt 10 Prozent (Inland minus 12 Prozent, Ausland minus 9 Prozent).

ifo pessimistisch für Industrie

Das ifo-Institut hat heute früh eine pessimistische Prognose für die deutsche Industrie veröffentlicht. Während die Minuszeichen sich für einige Teilbereiche der Industrie ein wenig aufhellen, so verstärkt sich die negative Prognose für Autohersteller und Maschinenbau noch weiter. Zitat ifo:

Die deutsche Industrie wird ihre Produktion in den kommenden drei Monaten weiter drosseln, wenn auch langsamer als noch im Vormonat gedacht. Der ifo-Index für die Produktionserwartungen der Industrie stieg im Dezember sanft von minus 6,6 auf minus 5,7 Punkte.

Die Entwicklung in den einzelnen Branchen ist sehr unterschiedlich. Den hellsten Lichtblick lieferte die Chemische Industrie. Hier stieg der Index deutlich von minus 12,2 auf plus 8,1 Punkte. Auch die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren berichteten eine positive Entwicklung von plus 1,1 auf plus 6,4 Punkte. Die Hersteller von Metallerzeugnissen gaben nur eine leichte Verbesserung an von minus 21,9 auf minus 20,8.

Dagegen verschlechterten sich die Produktionserwartungen in der Autobranche von minus 20 auf minus 24 und im Maschinenbau von minus 8,1 auf minus 12,7 Punkte. Bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen sank der Wert von minus 11,3 auf minus 14,3, und in der Metallerzeugung und –bearbeitung sogar von minus 26,8 auf minus 35,3 Punkte.



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