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Alphabet: Die Cash-Cow mit enormen Potenzial

Alphabet: Die Cash-Cow mit enormen Potenzial

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, gilt als ein Paradebeispiel für eine Cash-Cow. Der Suchmaschinenbetreiber überrascht fast jedes Quartal mit überragenden Zahlen und setzt das Wachstum ununterbrochen fort. Dementsprechend gehört das Unternehmen schon länger zum elitären Kreis derer, die über eine Billion Dollar an der Börse wert sind. Faszinierend ist es zudem, dass es einem derart großen Dickschiff immer noch gelingt, hohe zweistellige Wachstumsraten zu generieren. Ebenso ist beeindruckend, dass Alphabet ähnlich wie Apple ein King of Cash ist, also auf einem riesigen Cashberg sitzt. Damit hat man die Mittel für weitere Investitionen. zum Beispiel für die Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie Aktienrückkaufprogramme, die das Unternehmen und den Aktienkurs weiter wachsen lassen.

Alphabet: Wachstum ohne Ende

Die Muttergesellschaft von Google profitiert kräftig von dem anhaltenden Online-Boom und der Monopolstellung unter den Suchmaschinen. Die Veröffentlichung der jüngsten Zahlen hat einmal mehr überzeugt. Der Umsatz im letzten Quartal 2021 sprang unter anderem dank sprudelnder Werbeeinnahmen um ein Drittel auf über 75 Milliarden Dollar. Außerdem legte der Gewinn um satte 35 Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar zu. Damit hat Alphabet im Jahr 2021 seinen Gewinn fast verdoppelt und übertraf erneut die Erwartungen der Analysten. Trotz der starken Wachstumsraten gilt der Wert mit einem erwarteten KGV 2024 von 17 als günstig bewertet.

Aber nicht nur die Werbeeinnahmen aus dem Suchmaschinengeschäft legten deutlich zu, sondern auch die Cloudsparte, die um 45 Prozent gewachsen ist. Im Rahmen der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen kündigte Alphabet zudem an, einen Aktiensplit im Verhältnis 20:1 durchführen zu wollen. Der niedrigere Kurs könnte zum einen mehr Privatanleger anlocken, da man die Aktie leichter handeln kann. Andererseits wäre sogar der Aufstieg in den preisgewichteten Dow Jones möglich.

Der nächste Coup könnte indessen schon bevorstehen. Alphabet plant die IT-Sicherheitsfirma Mandiant zu übernehmen. Das Thema Cybersecurity wird im Zuge der Digitalisierung und geopolitischen Krisen immer wichtiger. Der Megatrend IT-Sicherheit könnte in den nächsten Jahren das neue „große Ding“ werden. Mit der Übernahme will man sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Konkurrenten Microsoft Azure sichern. Ein Risiko gibt es allerdings für Google. Aufgrund der Monopolstellung rückt das Unternehmen immer mehr ins Visier der Wettbewerbshüter. Die dominante Marktposition kann dazu führen, dass die Regulatoren verschärft durchgreifen.

Google: Charttechnik

Trotz der kräftigen Kurseinbrüche an den Aktienmärkten hat sich die Alphabet-Aktie sehr robust präsentiert. Von dem Allzeithoch bei 3.030 USD hat der Aktienkurs in der Spitze 17 Prozent nachgeben. Damit gelang es der Aktie, den Gesamtmarkt auszuperformen. Auf der Oberseite wurde die Benchmark NASDAQ deutlich abgehängt, während in den down-Phasen kaum jemand das Papier aus dem Portfolio geworfen hat. Im Bereich von 2.500 USD hat sich in den vergangenen Wochen eine massive Unterstützung ausgebildet. Dreimal wurde die Zone getestet, jedes Mal folgte dort eine starke Gegenbewegung. Solange die Tiefs verteidigt werden, hat die Google-Aktie die Chance den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Seit dem Tief am 24.01. hat der RSI eine Divergenz ausgebildet, dies könnte als ein Indiz für nachlassendes Verkaufsinteresse dienen.

Die jüngste Erholungsrally hat den Alphabet-Kurs schließlich über das markante lokale Tief vom 04. Oktober bei 2.625 USD befördert. Oberhalb der Marke hält sich die Lage etwas auf. Ein entscheidender Durchbruch nach oben könnte gelingen, wenn der Aktienkurs über das letzte lokale Hoch bei 2.734 USD klettert. An dieser Stelle befindet sich sowohl ein horizontaler Widerstand als auch die viel beachtete 100-Tage-Linie. Bei einem Ausbruch darüber könnten die nächsten Zielmarken bei 2.815, 2.890 und später die runde 3.000er Marke angepeilt werden. Dementgegen trübt sich das Chartbild unterhalb von 2.500 USD ein. Bei einem Bruch der Tiefs dürfte sich die Korrektur bis 2.430, 2.345 oder 2.250 USD ausweiten.

Google Chart: Erholungspotenzial nach Korrektur

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