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Apple-Aktie ein „schreiender Verkauf“? Argumente Pro und Contra

Die Apple-Aktie macht einiges durch in letzter Zeit. Am 1. Februar kamen Quartalszahlen, die ein auf hohem Niveau schwächelndes Geschäft zeigen. Gleich danach begann die Aktie von 167 Dollar bis zum 9. Februar auf...

Von Claudio Kummerfeld

Die Apple-Aktie macht einiges durch in letzter Zeit. Am 1. Februar kamen Quartalszahlen, die ein auf hohem Niveau schwächelndes Geschäft zeigen. Gleich danach begann die Aktie von 167 Dollar bis zum 9. Februar auf 150 Dollar abzurutschen. Von da an ging es bis jetzt schon wieder aufwärts auf derzeit 172 Dollar.

Ein interessanter Aspekt

Vom Kurs her also liegt die Apple-Aktie jetzt 5 Dollar besser als vor den schwachen Quartalszahlen. Das ist ein Hype, der nicht jedem gefällt. Einen interessanten Aspekt zeigt aktuell Larry McDonald vom Bear Traps Report auf. Die Apple-Aktie sei derzeit ein „schreiender Verkauf“, so seine Worte. Man solle bitte beachten, dass Apple einer der größten Anleiheinhaber auf dem Planeten sei.

Apple hält immer noch seinen gigantischen Cash-Berg im Ausland. 157 Milliarden Dollar davon seien größtenteils in Unternehmensanleihen angelegt. Dieses Jahr wären drei weitere Zinsanhebungen in den USA erwartet. Immer weiter steigende Anleihe-Renditen würden somit automatisch fallende Kurse bedeuten. Das würde das Apple-Vermögen drastisch entwerten, so die Schlussfolgerung von McDonald. Jetzt die Apple-Aktie zu kaufen, würde unter anderem deswegen keinen Sinn machen. Man solle auf einen Absturz warten. Wie er die Aktie betrachte? Grob gesagt gebe es alle 18 Monate einen Abverkauf in der Aktie, und dann schlage er zu. Man müsse als Käufer auf so einen Rückschlag warten.

Apple-Aktie im Langfrist-Chart

Dieser Langfrist-Chart seit 2006 hat jetzt nichts mit McDonald´s 18 Monats-Theorie zu tun. Man sieht aber gut, wie die Apple-Aktie bei Rückschlägen stets „relativ schnell“ den Turnaround schaffte, und somit insgesamt einen nachhaltigen Aufwärtstrend hinlegen konnte. Ein Candle steht hier für einen Monat. Also könnte so eine Verschnaufpause auf dem Weg nach oben schon ein paar Monate dauern. Denkbar wäre ein aktueller Rücksetzer aus fundamentaler Sicht, da die iPhone-Verkäufe ja stagnieren. Die Phantasie von der Seite ist also erstmal weg.

Eher als Dividendenaktie betrachten?

Sollte man die Apple-Aktie eher aus Value-Sicht betrachten? Mit 1,46% Dividendenrendite ist sie nicht der Mega-Knaller für Rendite-Jäger. Der Aktienkurs selbst aber überzeugt in Relation zu den meisten völlig überteuerten Tech-Werten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt geschätzt für 2018 bei 14, und für 2019 bei 13. Daher darf man vermuten, dass die Aktie bei einem möglichen großen Crash am Gesamtmarkt zwar auch abstürzt, aber sich robuster zeigt – weil die Relation von Aktienkurs zum Unternehmensgewinn eben so gesund ist.



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4 Kommentare

  1. Wenn man diesen Chart anschaut, wer kauft noch sowas .
    Anscheinend Warren Buffett.Er hat einmal gesagt ,er kaufe nur “ WAS ER VERSTEHE“
    Auch der fällt noch einmal auf die Schnauze, sein Vermögen ist ja auch stark gehebelt.

  2. Nachtrag zu 20:47,
    Überlegung, ich kaufe Apple AKtien mit Rendite 1,46%
    u.dem Risiko einer Unternehmensanleihen??
    Da kann ich die Anleihe direkt kaufen mit Rendite von
    3-4 % u. weniger Kursrisiko.

  3. Um auf das kürzlich erörterte Thema von fundamentaler vs. charttechnischer bzw. börsenrelevanter Betrachtung, der Diskrepanz vom realem Leben zum Leben an den Börsen, zurück zu kommen: Apple steht zwar wirtschaftlich (noch) glänzend da, hat aber mit der Fixierung auf iPhones eine fatale Sackgasse beschritten: Mit den neuesten Modellen ohne Mehrwert zur völlig überteuerten Monstertechnik für Elitäre degeneriert, die mit dem Modell X zum derzeitigen Stand in einem vollkommen überschätztem Gerät mit durchschnittlicher Kamera und zahlreichen Softwarebugs zu höchst grenzwertigen Preisen gipfelt.
    Wie überhaupt die Softwareabteilung, die einst Apple-Produkte gegenüber Steinzeitentwicklungen wie Windows in den Olymp erhob, in allen OS-Bereichen zusehends versagt und im traurigen Mittelmaß versinkt.
    Fundamental betrachtet, ist Apple zig-fach überbewertet. Der chinesische Hauptmarkt schwächelt, es wird zunehmends schwieriger werden, neue Handies für 1.300,- € zu verkaufen, mit denen man nicht einmal mehr Anrufe annehmen kann und die aufgrund einiger asiatischer Zeichen funktionsunfähig werden und bei denen man nicht einmal mehr selber den Akku wechseln kann.
    Entsprechendes gilt für Computer hinsichtlich OS, Datenspeichern, Arbeitsspeicher, Grafikkarten usw.

  4. 1. Apple hat keine schwachen Zahlen präsentiert, Umsatz und Gewinn sind gestiegen, lediglich die Verkäufe der Ihones sind ein wenig geschrumpft, was u.A. auch dem verspätetem Verkaufsstart des Iphones X in 2017 geschuldet ist.
    Allerdings sind die aktuellen Verkäufe unter den hohen Erwartungen des Jubiläumsphones, was aber APPLE zunächst nicht juckt.
    Bei Analysen bitte echte Infos verwenden und keine Fakes!

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