Aktien

Apple und Amazon: Unter der Oberfläche brodelt es!

Gestern stiegen die Aktien von Apple und Amazon um jeweils +2,5% – die beiden nach Marktkapitalisierung wertvollsten Unternehmen der Welt, die beide als erstes die 1-Billionen-Dollar-Marke erreicht hatten kürzlich, scheinen immer weiter zu steigen. Es sind diese Schwergewichte, die die US-Inddizes aufgrund ihrer Marktgewichtung maßgeblich getragen haben, während der „innere Markt“ Schwächezeichen sendet (im S&P 500 ist der Tech-Sektor mit 26% der mit Abstand „schwerste“, aber in dem Gesamt-Index haben inzwischen mehr Aktien ein 52-Wochen-Tief erreicht als ein 52-Wochen-Hoch).

Wie aber sind die Perspektiven für die großen Tech-Werte? Eine gute Methode, das herauszufinden sind die Geldströme der Investoren, die man unterscheiden kann zwischen dem „smart money“, also großen Investoren, und dem eher kurzfristigen, auf Trends aufspringenden kleineren Investoren, die als „Momo (momentum) crowd money flows“ bezeichnet werden. Diese Unterscheidung stammt von thearorareport.com, die seit vielen Jahren diese Geldströme untersuchen.

In einer neuen Veröffentlichung von thearorareport.com zeigt sich: die Geldströme senden inbesondere bei Apple Warnzeichen:

„The most dramatic change has been in money flows in Apple. Momo (momentum) crowd money flows have gone from extremely positive to very negative. Smart money (professional investor) flows have gone from mildly positive to negative.“

Vor allem die großen Investoren sind sich sehr wohl bewußt, dass Apple als US-Unternehmen, das aber in China seine Produkte herstellen läßt, besonders betroffen ist vom Handelskrieg, der die Produkte Apples durch Zölle verteuern und den Absatzmarkt in China („Greater China“ ist Apples zweitgrößter Markt) gefährden könnte.

Nicht so bedenklich ist die Lage bei der Amazon-Aktie, aber auch hier zeigt sich:

„There is also a dramatic change in money flows in Amazon. The momo crowd has been driving Amazon stock higher. Now momo crowd money flows in Amazon have shifted from extremely positive to neutral.“

Das „smart money“ ist neutral für Amazon, aber das schnelle heiße Geld scheint nun Amazon eher zu meiden.

Während Mircosoft und Tesla vom „smart money“ neutral gesehen wird, scheinen diese Profi-Investoren etwa für Facebook und Alibaba eher positiv zu sein, während die „Kleingeldabteilung“ hier sehr negativ eingestellt ist. Bei Google hingegen scheinen die Risiken am Geringsten zu sein: das „smart money“ ist sehr positiv gegenüber der Google-Aktie, das schnelle heiße Geld nur leicht weniger positiv. Damit scheint Google derzeit diejenige Aktie unter den großen Tech-Werten zu sein, die das geringste Risiko aufweist! (Hier sehen Sie die gesamte Liste auf einen Blick).

Bekanntlich wird heute Apple seine neue Produktlinie vorstellen – und die Dickfische am Markt scheinen sich davon – anders als die Kleingeldabteilung“ –  nicht blenden zu lassen. Die Risiken, die Apple trägt angesichts der Situation zwischen den USA und China, sind den Großinvestoren offenkundig zu hoch!


By Ben Miller – Moscone Center WWDC 2011, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15425441



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