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Apple und die Farce „neue Fabrik“ mit Trump

Es ist schon auffällig, wie Tim Cook, CEO von Apple, Donald Trump immer wieder schmeichelt und umgarnt! Und sich dabei nicht zu schade ist für eine absolute Farce!

Lange Zeit galt die Regel: Die ländliche Bevölkerung steht zur Politik von Donald Trump, die Stadtbevölkerung und insbesondere das Silicon Valley ist aber auf der Seite der Demokraten. Mehr noch, die Tech-Branche bekämpfte ihn auf verschiedenen Gebieten. Dies scheint sich zu ändern, insbesondere von der Chefetage der Hightech-Unternehmen kommen Signale der Unterstützung. Liegt es an den radikalen Programmen des linken Flügels der US-Demokraten in puncto Steuererhöhung und Zerschlagung großer Tech-Konzerne?

 

Apple und Trump

Das US-Vorzeigeunternehmen Apple hatte lange Zeit nicht mit Kritik gegenüber dem US-Präsidenten gespart. Sei es wegen seiner Einwanderungspolitik oder den ständigen Zollerhöhungen – es wurden von allen Seiten Brandbriefe nach Washington geschickt, um den Präsidenten von seinen Plänen im Handelskrieg abzuhalten. Mit Erfolg, denn auf der einen Seite wurde der Bann für die Zulieferung von Huawei immer wieder verschoben – und andererseits nahm Donald Trump große Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft von Apple, indem er das margenträchtige iPhone bisher von den Zöllen ausnahm.

Die wohl skurrilste Erscheinungsform des Taktierens gegenüber dem US-Präsidenten konnte man letzte Woche bei der Einweihung einer Apple-Fabrik in Austin erleben!

Der US-Präsident stolz: „Das ist ein ganz besonderer Tag für mich. Ich habe oft prophezeit, dass Apple eines Tages in den USA fertigen werde, nicht in China. Und das ist nun passiert. Heute habe ich eine große Apple-Fabrik eröffnet, die Arbeitsplätze nach Amerika bringt.“

In Wirklichkeit wurde das Werk nicht an jenem Nachmittag eingeweiht. Es ist schon seit sechs Jahren in Betrieb – Trump weiht also eine Fabrik ein, die seit 2013 existiert. Und der Mac Pro ist auch das einzige bedeutende Apple-Gerät, das in den USA produziert wird, alle anderen kommen aus China.

Was Trump in der Fabrik sagte, war einmal mehr eine Lüge – aber erstaunlich daran ist, dass Apple-Chef Cook ihn nicht korrigierte. Er stand daneben und hörte sich allerlei „Trump-Speak“ über Zölle, Lügen der Demokraten und Impeachment an, ohne auch nur eine Bemerkung darüber zu verlieren. Cook kämpft schon seit Monaten für sein Unternehmen, er trifft sich öfters mit dem Zollfreund Trump zum Abendessen und ist auch Mitglied in einem Beratergremium im Weißen Haus. Auch vonseiten Facebook und Google sind ähnliche Töne zu vernehmen, man umgarnt den Präsidenten als wirtschaftspolitisch geringeres Übel.

 

Jeff Bezos, der Feind des Präsidenten

Einer ist und bleibt der große Widersacher Donald Trumps: Jeff Bezos, der reichste Mensch der Welt und Eigentümer der Washington Post sowie Gründer von Amazon. Das kritische Blatt kritisiert regelmäßig die Trumpˋsche Politik und gilt für den Präsidenten als Inkarnation der „Lügenpresse“. Was sich mittlerweile auch wirtschaftlich negativ für den Riesenkonzern auswirkt.

Bei der Vergabe eines Milliardenauftrags der Regierung übergang man geflissentlich den Konzern und wählte Microsoft für den Cloud-Auftrags des Pentagons. Das militärische 10-Milliarden-Dollar Großprojekt JEDI erhielt den Zuschlag für Bill Gates Lebenswerk gegenüber Amazon Web Services. Obwohl Amazon als Favorit für den Auftrag galt, bekam der Softwarekonzern aus Redmond den Zuschlag.

 

Fazit

Dass Trump das amerikanische Volk gespalten hat, wie kein Präsident zuvor, wurde schon in allen Medien thematisiert. Dass dies jetzt auch in den US-Vorzeigeunternehmen passiert, ist neu. Die Chefs überdenken ihre Einstellung zum Präsidenten, um das aus Unternehmersicht geringere Übel in Kauf zu nehmen. Deren Mitarbeiter sind aber nach wie vor Gegner der Einwanderungspolitik in Washington und anderen Politikpunkten des Präsidenten. Wie viele Unternehmensgründer haben ausländische Wurzeln?

Am Ende wird es wieder einmal um den schnöden Mammon gehen. Wenn die demokratischen Herausforderer weiter an ihrem sozialistischen Gedankengut festhalten, werden sie im kapitalistischen Amerika Wahlkampfunterstützung für Donald Trump betreiben. Die Steuerreform von 2018 hat die Wall Street mit „Windfall Profits“ ruhig gestellt, eine Politik mit höheren  Steuersätzen für die Wohlhabenden, mit Plänen für Einschränkungen bei den Buybacks und mit Plänen für Aufspaltungen der Großkonzerne kommen dort nicht gut an.

Tim Cook, CEO von Apple, schmeichelt sich bei Trump ein



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