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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Katastrophaler Rückgang!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielbild für Maschinenbau - Auftragseingänge in Industrie stark rückläufig

Soeben hat das Statistische Bundesamt für den Monat November 2019 die Auftragseingänge der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) veröffentlicht. Wie schon in den Monaten zuvor, so ergibt sich auch jetzt ein katastrophaler Einbruch! Im Jahresvergleich zu November 2018 gehen die Auftragseingänge um 6,5% zurück, wo es im Oktober noch ein Minus von 5,6% war. Und im kurzfristigen Monatsvergleich von Oktober auf November ist es schon ein kräftiger Rückgang von 1,3%, wo für heute früh eigentlich ein Plus von 0,2% erwartet wurde. Der folgende Chart seit 2011 zeigt den Verlauf der Auftragseingänge. Entscheidend für die Schwäche der Industrie sind die Aufträge aus dem Ausland, auch von den Nachbarn aus Europa! Zitat von den Statistikern:

Im November 2019 stiegen die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 1,6 %, die Auslandsaufträge verringerten sich um 3,1 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 3,3 % ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 2,8 % gegenüber Oktober 2019. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im November 2019 um 0,2 % höher als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang von 2,1 %. Im Bereich der Konsumgüter blieben die Aufträge auf dem Niveau des Vormonats.

Langfristiger Chart

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    8. Januar 2020 09:11 at 09:11

    Durch solche Dinge läßt sich der Michel nicht wecken!

    • Avatar

      Stina

      8. Januar 2020 11:24 at 11:24

      Soll er sich die Gelbweste anziehen und gegen die Auftragsflaute schreiend und steinewerfend auf die Straße gehen?

      • Avatar

        geraldo

        8. Januar 2020 13:27 at 13:27

        er könnte sich die Gelbweste anziehen und gegen diejenigen auf die Straße gehen, die momentan alles unternehmen, den Standort Deutschland zu schädigen – wirtschaftlich, finanziell, kulturell

        • Avatar

          Stina

          8. Januar 2020 13:58 at 13:58

          Also gegen die Amis?

  2. Avatar

    Wirtschaftsstudentin

    8. Januar 2020 10:01 at 10:01

    Katastrophale Zahlen, immer wieder! Vielleicht verwendet Herr Kummerfeld endlich einmal adäquate Adjektive. Er spricht bei Rückgängen immer von Katastrophe. Wo sind denn die Ereignisse mit verheerenden Folgen und was will er eigentlich bei einer Rezession schreiben? Rückgänge apokalyptischen Ausmaßes? Das ist doch unseriös für die Auseinandersetzung mit diesem Thema, marktschreierisch!

    • Avatar

      Scheer

      8. Januar 2020 11:59 at 11:59

      Ich stimme vollends zu, es wäre ratsam die Worte mit bedacht zu wählen.
      In der heutigen Zeit werden doch viel zu oft superlative Worte von der Presse gewählt um im allgemeinen Medienrummel Gehör zu finden.

    • Avatar

      claudia

      8. Januar 2020 12:38 at 12:38

      @Wirtschaftsstudentin
      Stark überhebelt?

  3. Avatar

    md

    8. Januar 2020 14:53 at 14:53

    dann schauen sie mal bei twitter vorbei. da werden noch krassere noch katastrophalere dinge geschrieben. also pessimismus weit und breit. automatisch tut man sich beeinflussen madam wirtschadtsstudentin.

  4. Pingback: Aktuelles vom 8. Januar 2020 | das-bewegt-die-welt.de

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Europa

Verbraucherpreise Deutschland im September: Deflation!

Claudio Kummerfeld

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Verbraucherpreise schwanken

Soeben hat das Statistische Bundesamt als Vorabschätzung die Verbraucherpreise für den Monat September veröffentlicht. Im Jahresvergleich zu September 2019 ist es ein Minus von 0,2 Prozent , nach 0,0 Prozent im August und -0,1 Prozent im Juli. Die Erwartung lag für heute bei -0,1 Prozent. Es ist offensichtlich, dass die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung die Verbraucherpreise insgesamt in den Negativbereich drückt – was die Statistiker auch so erwähnen. Auch die kurzfristige Veränderung von August zu September liegt bei -0,2 Prozent.

Die Grafik zeigt die Details der aktuellen Vorabschätzung (endgültige Zahlen gibt es am 13. Oktober). Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel liegen im September nur noch mit 0,6 Prozent im Plus (im Juni noch +4,4 Prozent). Der Schnitt wird aber in den Keller gezogen durch die Energiepreise, die dank Ölpreis-Crash aus dem Frühjahr immer noch 7,1 Prozent niedriger sind als im Vorjahr.

Aktuelle Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise

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Europa

Kurzarbeit: ifo-Institut präsentiert aktuellste Zahlen – deutlicher Rückgang

Claudio Kummerfeld

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Die Gastronomie ist auch stark von Kurzarbeit betroffen

Die Kurzarbeit geht in Deutschland deutlich zurück, auch wenn sie nach diesem Rückgang immer noch auf einem dramatisch hohen Niveau liegt. Laut ganz frischer Veröffentlichung des ifo-Instituts waren im September 3,7 Millionen Menschen in Deutschland von Kurzarbeit betroffen, nach 4,7 Millionen im August. Dies hat ifo exklusiv berechnet. Der Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 11 Prozent geschrumpft, von 14 Prozent im August. Der Rückgang schreite stetig voran. Besonders hoch bleibe aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie, so die aktuelle Aussage von ifo. Hier Details im Wortlaut:

Im Verarbeitenden Gewerbe waren im September schätzungsweise noch 1,47 Millionen Menschen in Kurzarbeit, das sind 21 Prozent der Beschäftigten. Bei den Dienstleistern waren es 1,23 Millionen oder 12 Prozent, im Handel 406.000 Menschen oder 9 Prozent. Im Bauhauptgewerbe waren es nur 5000 Menschen oder 1 Prozent. In den übrigen Sektoren schätzt das ifo Institut die Zahl der Kurzarbeiter auf 622.000 oder 5 Prozent der Beschäftigten.

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Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Die deutschen Exporte sind ein Hort der Glückseligkeit, zumindest wenn man nach den aktuellen Exporterwartungen der deutschen Industrie geht. Heute ganz frisch für den Monat September veröffentlichte Umfragedaten vom ifo-Institut (2.300 befragte Unternehmen) zeigen, dass der Index der Exporterwartungen aktuell bei einem Wert von +10,4 liegt, nach +5,5 im August. Im absoluten Tief der Coronakrise im April war es ein Wert von -49,6. Der Chart, der bis 2014 zurückreicht, zeigt den Verlauf der Erwartungen an die Exporte sehr gut. Das Tal ist in V-Form durchschritten, und die Erwartungen steigen weiter an. Die Stimmung ist so gut wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Der Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern kommt der deutschen Exportwirtschaft dabei zu Gute, so das ifo-Institut.

Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

Chart zeigt Erwartungen an die deutschen Exporte

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