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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Katastrophaler Rückgang!

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Beispielbild für Maschinenbau - Auftragseingänge in Industrie stark rückläufig

Soeben hat das Statistische Bundesamt für den Monat November 2019 die Auftragseingänge der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) veröffentlicht. Wie schon in den Monaten zuvor, so ergibt sich auch jetzt ein katastrophaler Einbruch! Im Jahresvergleich zu November 2018 gehen die Auftragseingänge um 6,5% zurück, wo es im Oktober noch ein Minus von 5,6% war. Und im kurzfristigen Monatsvergleich von Oktober auf November ist es schon ein kräftiger Rückgang von 1,3%, wo für heute früh eigentlich ein Plus von 0,2% erwartet wurde. Der folgende Chart seit 2011 zeigt den Verlauf der Auftragseingänge. Entscheidend für die Schwäche der Industrie sind die Aufträge aus dem Ausland, auch von den Nachbarn aus Europa! Zitat von den Statistikern:

Im November 2019 stiegen die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 1,6 %, die Auslandsaufträge verringerten sich um 3,1 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 3,3 % ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 2,8 % gegenüber Oktober 2019. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im November 2019 um 0,2 % höher als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang von 2,1 %. Im Bereich der Konsumgüter blieben die Aufträge auf dem Niveau des Vormonats.

Langfristiger Chart

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    8. Januar 2020 09:11 at 09:11

    Durch solche Dinge läßt sich der Michel nicht wecken!

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      Stina

      8. Januar 2020 11:24 at 11:24

      Soll er sich die Gelbweste anziehen und gegen die Auftragsflaute schreiend und steinewerfend auf die Straße gehen?

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        geraldo

        8. Januar 2020 13:27 at 13:27

        er könnte sich die Gelbweste anziehen und gegen diejenigen auf die Straße gehen, die momentan alles unternehmen, den Standort Deutschland zu schädigen – wirtschaftlich, finanziell, kulturell

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          Stina

          8. Januar 2020 13:58 at 13:58

          Also gegen die Amis?

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    Wirtschaftsstudentin

    8. Januar 2020 10:01 at 10:01

    Katastrophale Zahlen, immer wieder! Vielleicht verwendet Herr Kummerfeld endlich einmal adäquate Adjektive. Er spricht bei Rückgängen immer von Katastrophe. Wo sind denn die Ereignisse mit verheerenden Folgen und was will er eigentlich bei einer Rezession schreiben? Rückgänge apokalyptischen Ausmaßes? Das ist doch unseriös für die Auseinandersetzung mit diesem Thema, marktschreierisch!

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      Scheer

      8. Januar 2020 11:59 at 11:59

      Ich stimme vollends zu, es wäre ratsam die Worte mit bedacht zu wählen.
      In der heutigen Zeit werden doch viel zu oft superlative Worte von der Presse gewählt um im allgemeinen Medienrummel Gehör zu finden.

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      claudia

      8. Januar 2020 12:38 at 12:38

      @Wirtschaftsstudentin
      Stark überhebelt?

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    md

    8. Januar 2020 14:53 at 14:53

    dann schauen sie mal bei twitter vorbei. da werden noch krassere noch katastrophalere dinge geschrieben. also pessimismus weit und breit. automatisch tut man sich beeinflussen madam wirtschadtsstudentin.

  4. Pingback: Aktuelles vom 8. Januar 2020 | das-bewegt-die-welt.de

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Devisen

Pfund fällt deutlich – aktuelle UK-Daten vermiesen die Laune

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Das britische Pfund konnte im Verlauf diese Woche eigentlich gut zulegen von 1,2970 gegen den US-Dollar am Montag bis auf 1,3118 im Hoch heute früh. Und dann? Heute früh um 10:30 Uhr deutscher Zeit wurden in Großbritannien die Einzelhandelsumsätze für Dezember vermeldet. Und die waren überhaupt nicht gut. Im Monatsvergleich zu November ist es ein Minus von 0,6% bei Erwartungen von +0,5%, und einem vorigen Wert von -0,8%. Also den zweiten Monat eine rückläufige Zahl! Im Jahresvergleich sind die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien um 0,9% gestiegen. Die Erwartungen lagen bei +2,6%, und die vorherige Zahl lag bei +0,8%.

Der Devisenmarkt scheint davon überrascht zu sein, denn das Pfund ist seitdem von 1,3108 ganz schnell auf 1,3040 gefallen (erster Chart zeigt GBPUSD seit Anfang der Woche). Damit ist der Aufwärtsdrang im Pfund erstmal unterbrochen. Kommentatoren auf der Insel sprechen aktuell sogar von einem echten Schock, den diese Zahlen mit sich bringen! In den Monatsveränderungen bei den Einzelhandelsumsätzen gab es jetzt fünf Monate nacheinander keinen Anstieg, was es seit Beginn der Aufzeichnungen in den 70er nicht gegeben habe. Man denke daran: Am 30. Januar tagt die Bank of England bezüglich des Leitzinses. Werden die PMI-Daten (Einkaufsmanagerindex) für Großbritannien am 24. Januar auch schlecht ausfallen, so steigt die Wahrscheinlichkeit für einen sinkenden Leitzins in UK am 30. Januar weiter deutlich an.

Britisches Pfund vs US-Dollar seit Montag

Also, gibt es bald sinkende Zinsen auf der Insel? Der folgende Chart zeigt das Pfund vs USD in den letzten 12 Monaten. Sieht man, wie das Pfund seit Sommer 2019 von 1,20 auf jetzt 1,30 gestiegen ist, sollte oder könnte bei sinkenden Zinsen Abwärtspotenzial für das Pfund vorhanden sein? Natürlich geht es jetzt auch darum, ob und wie stark dieses Szenario schon vor dem 30. Januar in den Wechselkurs eingepreist wird. Entscheiden Sie selbst, wir werfen nur die Frage einer Pfund-Abwertung in den Raum.

Pfund vs USD in den letzten 12 Monaten

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Fast Verdoppelung in zwei Monaten dank Energiepreisen

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Soeben wurden für die Eurozone die endgültigen und ausführlichen Verbraucherpreise für den Monat Dezember veröffentlicht. Sie steigen wie erwartet um 1,3%. Im November waren es noch 1,0% und im Oktober 0,7%. Damit gibt es binnen zwei Monaten fast eine Verdoppelung der Steigerungsrate bei den Verbraucherpreisen, wenn man die Werte mit den Vorjahreszahlen vergleicht.

Und woran liegt das? Ganz klar, die Energiepreise (Ölpreis) waren stark gestiegen in den letzten Monaten im Jahr 2019. Die offizielle Statistik von heute zeigt es auch. Die Verbraucherpreise für Energie lagen im Oktober noch bei -3,1%, und jetzt für Dezember liegen sie bei +0,2%. Das zieht den Schnitt natürlich enorm nach oben! Lebensmittelpreise sind im selben Zeitraum nur minimal gestiegen von +1,8% auf +2,0%. Kommt bei den Januar-Daten (veröffentlicht dann im Februar) ein Knick für die Verbraucherpreise, weil der Ölpreis wieder leicht rückläufig ist? Man wird sehen. Wir hatten jüngst schon bei den deutschen Daten geschrieben, dass es mehr als eindeutig ist, dass nicht die Politik der EZB maßgeblich die Verbraucherpreise bewegt, sondern der Ölpreis!

Verbraucherpreise Eurozone Statistik für Dezember

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Europa

Deutsche Inflationsdaten: Offenbarungseid für die EZB-Politik

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Aktuelle Inflationsdaten aus Deutschland liegen vor

Das Statistische Bundesamt hat heute früh die Inflationsdaten (Verbraucherpreise) für das Gesamtjahr 2019 und für Dezember 2019 in der zweiten endgültigen Fassung veröffentlicht. Kurz gesagt: Einmal mehr ist es ein deutlicher Offenbarungseid für die Politik der EZB. Denn sie sagt ja, dass nur dank ihres beherzten Eingreifens (Zinsen auf Null und 2,6 Billionen Euro drucken) die Verbraucherpreise nicht deflationär wurden, sondern sogar über 1% liegen. Vereinfacht gesagt ist das die Botschaft der EZB.

Wir begleiten dieses Thema schon seit Jahren. Hat die ganze große Sause der EZB überhaupt eine Wirkung? Die Inflationsdaten zeigen auch aktuell ziemlich klar, dass die Energiepreise die Inflationsdaten maßgeblich beeinflussen, und eben nicht die Politik der EZB! Waren die Steigerungsraten der Preise eher mau, konnte man zuletzt parallel dazu beobachten, dass die Energiepreise stark deflationär waren, vor allem dank dem schwachen Ölpreis.

Doch in den letzten Monaten (abgesehen von den letzten Tagen) ist der Ölpreis stark gestiegen, und das dicke Minus bei den Energiepreisen (-3,7% noch im November im Vergleich zu November 2018) hat sich laut aktueller Meldung im Dezember verwandelt in ein Minus von nur noch -0,1%. Der Ölpreis strahlt über wirtschaftliche Verbindungen auf alle Bereiche des Lebens aus, und damit auf einen Großteil der Preiskette! Der Anstieg im Ölpreis verursacht, dass die Verbraucherpreise im Jahresvergleich nur von November auf Dezember einen gewaltigen Sprung machen von +1,1% auf +1,5%. Werden sie im Januar schon wieder schwächeln, weil der Ölpreis ja zuletzt wieder zurückgekommen ist? Wir werden sehen! Zu den aktuellen Daten zitieren wir heutige Aussagen der Statistiker:

Maßgeblich verantwortlich für die im Vergleich zu den Vormonaten höhere Inflationsrate war die Preisentwicklung bei Energie, die im Dezember 2019 nur noch um 0,1 % unter dem Vorjahresmonatsniveau lag (November 2019: -3,7 % gegenüber November 2018). Von Dezember 2018 bis Dezember 2019 verbilligten sich vor allem leichtes Heizöl (-6,2 %) und Kraftstoffe (-4,5 %). Einige Energieprodukte verteuerten sich hingegen deutlich, zum Beispiel Erdgas (+5,2 %) und Strom (+4,1 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Dezember 2019 bei 1,8 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Dezember 2018 bis Dezember 2019 um 2,1 %. Deutlich teurer waren Fleisch und Fleischwaren (+5,5 %).

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