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„Automatisierung schafft unterm Strich neue Jobs“ – worauf diese Behauptung beruht

Claudio Kummerfeld

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Die Automatisierung wird in den nächsten Jahren viele Jobs kosten, aber gleichzeitig noch mehr Jobs neu schaffen. Auf diese aktuelle Aussage sind sofort die großen Medien drauf gesprungen und haben sie präsentiert. Denn das gibt ja gleich ein wahnsinnig gutes Gefühl. Diese Sache mit all den Job-Verlusten und Existenzängsten, das ist doch eben nur übertriebene Angstmacherei, nicht wahr? Alles halb so schlimm, richtig?

Aufgestellt hat diese These aktuell das Weltwirtschaftsforum (WEF) in einer aktuellen Studie. Dort wird für den gesamten Planeten behauptet, dass bis zum Jahr 2025 nur noch 48% der Arbeit durch Menschen erbracht werden soll. Jetzt sind es noch 71%. In den nächsten vier Jahren könnten weltweit 75 Millionen Arbeitsplätze wegfallen.

Aber: Das „WEF“ sagt auch, dass in den nächsten fünf Jahren 133 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wo (vereinfacht ausgedrückt) Jobs am Fließband, am Bankschalter und im Büro wegfallen, da werden die neuen Jobs geschaffen für Programmierer, Roboteringenieure usw. Wer nicht mithält in der Bildung, bleibt auf der Strecke.

Aber im Großen und Ganzen wird man sich doch sagen: Hey, alles Bestens. Wir müssen halt nur alle fleißig Programmieren lernen und auf der Abendschule Zusatzkurse belegen, dann wird das alles schon. Wie wir „Kleingeistigen“ von FMW schön öfters zu diesem Thema angemerkt haben, möchten wir auch dieses Mal unsere Bedenken äußern. Natürlich werden durch neue Maschinen und Automatisierung auch neue Jobs geschaffen, das steht außer Frage! Aber dass deutlich mehr neue Jobs entstehen als verloren gehen, das darf man doch in Frage stellen!

Denn der Grundgedanke der Automatisierung ist für jeden Unternehmer stets Kosten einzusparen. Und es wäre völlig schwachsinnig 10 Fließbandarbeiter zu entlassen und dafür 15 Software-Experten einzustellen, die dazu auch noch pro Nase deutlich mehr verdienen. Wozu sollte man dann überhaupt die Automatisierung vornehmen, wenn man danach mehr Kosten hat als vorher?

Die Studie des „WEF“ erweckt den Eindruck, dass all die neu entstehenden Jobs sogar noch deutlich hochwertiger und besser bezahlt sein werden als die alten Jobs. Die Erfahrung zeigt aber, dass in den betroffenen Unternehmen unterm Strich nach so einer Automatisierungswelle deutlich weniger Menschen arbeiten als vorher. Die entlassenen „einfachen“ Mitarbeiter finden langfristig vielleicht wieder eine Arbeit.

Die wird aber in der Regel in einem ganz anderen Bereich gefunden werden, wo auch die Bezahlung geringer ausfällt. So werden vermutlich zahlreiche entlassene Fabrikmitarbeiter mit ehemals gutem Gehalt zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit in Pflegeberufen unterkommen, weil dort die Nachfrage nach Personal immer größer wird (Thema „Überalterung der Gesellschaft“). Der Lohn wird aber deutlich geringer sein als am Fließband. So gibt es zwar langfristig auch für diese Verlierer der Automatisierung neue Jobs – nur wird das Heer der schlecht verdienenden Menschen immer größer werden.

Das fällt aber in der Gesamtstatistik nie auf – denn dort sieht man nur, dass auch nach der großen Automatisierungswelle alle Menschen in Lohn und Brot stehen. Dass viele deutlich weniger verdienen, und es kaum zum Leben reicht, wird nirgendwo auffallen. Dies ist ein Problem, was sich langfristig immer weiter hochschaukelt und als Geschwür durch die Volkswirtschaft frisst. Denn das wachsende Heer der Niedriglöhner kann sich keine Autos oder iPhones mehr leisten!

So viel zu unserer „kleingeistigen“ Sicht auf die Dinge. Natürlich erheben wir keinen Anspruch darauf es besser zu wissen. Ach ja… wie ist eigentlich das „WEF“ auf sein Studienergebnis gekommen? Man hat die Personalschefs von 300 internationalen Konzernen befragt! Tja, dass man da so eine rosarote Antwort erhält… aber gut, wir vertrauen dieser WEF-Prognose mal blind!

Die ausführliche Erläuterung des WEF können sie hier nachlesen.

Automatisierung
Roboter bei der Arbeit. Foto: KUKA Roboter GmbH, Bachmann – KUKA Roboter GmbH, Zugspitzstraße 140, D-86165 Augsburg, Germany, Dep. Marketing, Mr. Andreas Bauer, http://www.kuka-robotics.com

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    leokatz1

    17. September 2018 17:45 at 17:45

    …wenn es immer mehr Menschen geben wird, die weniger Einkommen generieren werden, wer, bitteschön, soll am Ende denn die Produkte der wundersamen Automatisierung erwerben und bezahlen? Diverse Studien fassen schlicht zu kurz und sind nicht wirklich realitätsnah, denke ich.

  2. Avatar

    jora

    17. September 2018 19:35 at 19:35

    Die Automatisierung schafft weitere Arbeitsplätze, wenn wir mehr Produkte für die Selbstverwirklichung und Lustbefriedigung herstellen.
    um z.B nicht erst alle 2 Jahre ein neues Auto für das eigene Selbstwertgefühl, sondern jedes Jahr ein neues Auto kaufen zu können

    Die sich ein schickes Autos nicht leisten können befriedigen ihre Lüste und Wünsche mit anderen Mitteln (z.B Massenkonsumgüter, legale Drogen (auch so ein leidiges Thema… Stichwort: Badesalze) ) Diese könnten mithilfe der Automatisierungstechnik recht günstig und besonders billig produziert werden.

    Natürlich kann auch das schwer verdiente Geld für einen Urlaub verbraucht werden.
    Bevorzugt in Ländern die vom Tourismus leben. (bzw. abhängig gemacht worden sind… weil einfach nicht mehr Konkurrenzfähig zur automatisierten Fertigung, Massentierhaltung usw..)

    Da unser Tun und der Inhalt unserer Arbeit eigentlich nur noch für den nächsten Kick/Schuss dient sieht die Zukunft sehr friedlos (Werteverfall, keine Moral und ohne Gottesfurcht) aus.

    Es werden neben den Programmierarbeitsplätzen und Projektmanageraufgaben immer mehr Arbeitsplätze in der Seelsorge, Daseinsfindung (Esoterik, Sinnfindung), Suchtklinik und Pflege von zermürbten Menschen (mittleren Alters) entstehen.

    • Avatar

      Koch

      17. September 2018 20:04 at 20:04

      Quod erat demonstrandum,Jora.Die ernüchternden Ergebnisse der neoliberalen,alternativlosen,gesetzesbrecherischen Politik,der Jahre seit der Wiedervereinigung.Das dicke Ende kommt erst noch,Erwachet!(ich gehöre nicht den Zeugen an!)

  3. Avatar

    Martin

    17. September 2018 22:08 at 22:08

    Wenn keine Arbeitsplätze wegfallen, drängt sich doch sofort die Frage auf, warum dann überhaupt automatisiert wird?

  4. Avatar

    Dreistein

    18. September 2018 09:05 at 09:05

    Die Wahrheit steht doch schon ganz am Anfang beschrieben.
    Zitat: Dort wird für den gesamten Planeten behauptet, dass bis zum Jahr 2025 nur noch 48% der Arbeit durch Menschen erbracht werden soll. Jetzt sind es noch 71%. In den nächsten vier Jahren könnten weltweit 75 Millionen Arbeitsplätze wegfallen.
    Ist programmieren eine Arbeit vom Menschen erbracht? Ja und diese sind in den 48% auch enthalten.
    Eine Anlage (Bandstraße) die einmal läuft braucht nur noch 1 Programmierer und fertig, die 25 Fließbandarbeiter fallen weg und dem gegenüber steht noch ein Programmierer ein Schlosser und ein Elektriker. Die nächste Einsparung ist dann der Elektriker oder der Schlosser, die Berufe werden zusammengelegt und schon spart man wieder eine Person.
    Die Frage die mich dann beschäftigt ist die Migration, was sollen denn diese Leute hier machen? Kaum Deutsch Kenntnisse, Analphabeten, keine Lehre?????? Warum holt man diese Leute wenn doch die Automatisierung im vollen Gange ist?

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    Beobachter

    18. September 2018 09:58 at 09:58

    Die Automatisierung würde nur positiv sein, wenn die Mehrgewinne wie bei der Globalisierung ???
    der ganzen Bevölkerung zugute käme. Hat man doch auch immer gesagt alle profitieren davon.Nur weil das eben nicht stimmt werden Leute wie Trump u.s.w. gewählt.
    Nätürlich werden doch die Gewinne über Boni u. Aktienkurse die oberen 10% noch ein wenig reicher machen u.die Schere öffnet sich weiter bis sie zuschnappt.

  6. Avatar

    Monsun

    18. September 2018 10:13 at 10:13

    Anstatt hirnlos Kinder zu zeugen,sollte man sich Gedanken machen,ob sich nicht eine Investition in einen Roboter lohnt,der dann an div.Konzernen verliehen werden kann.
    Ich geh mal davon aus,dass in DE nicht nur ITler geboren werden,denn der Zug in Punkto Digitalisierung ist bereits abgefahren!

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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