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Bedingungsloses Grundeinkommen – warum es realistisch und finanzierbar ist!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Eine Erwiderung auf den Artikel von Claudio Kummerfeld „Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland steuert Richtung Katastrophe

Von Markus Fugmann

Mein Kollege Claudio Kummerfeld hat in seinem Artikel „Bedingungsloses Grundeinkommen: Finnland steuert Richtung Katastrophe“ die Auffassung verterten, dass die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens nicht finanzierbar ist (zumindest nicht in Finnland). Er hat für diese Auffassung sehr gute Gründe genannt, die auch und vor allem in Finnland in jeder Hinsicht gerechtfertigt scheinen. Ich selbst teile seine Sympathie mit der Idee „Bedingungsloses Grundeinkommen„, glaube aber im Gegensatz zu ihm, dass solche Systeme durchaus finanzierbar sind – wenn eine Gesellschaft sich darauf einigen kann.

Industrielle Revolution 2.0

Wie aber könnte das gehen? Zunächst einmal ist von zentraler Bedeutung, dass wir derzeit mitten in einem ökonomischen Wandlungsprozess stecken, den man als „Industrielle Revolution 2.0“ bezeichnen könnte. Ähnlich wie im 19.Jahrundert, als Maschinen und Technik das Leben der Menschen grundlegend veränderten und zahllose Berufe und Tätigkeiten überflüssig machte, ist das 21.Jahrhundert der Schauplatz einer rasanten Revolution, die viele traditionelle Berufe überflüssig machen wird. Der Siegszug von Amazon etwa ist beispielhaft für diesen Wandlungsprozeß, während herkömmliche Kaufhäuser wie Karstadt zunehmend in der Versenkung verschwinden: der Unterhalt von Kaufhäusern ist teuer (Strom, Miete, Infrastrukturkosten) und Personal-intensiv.

In dieser Industriellen Revolution 2.0, also der globalisierten Internet-Ökonomie, werden extrem viele Jobs verloren gehen, viele, aber doch weniger neue Jobs entstehen. Das bedeutet: diese Revolution wird eine zunehmende Masse an Menschen als Verlierer dastehen lassen: ob Lkw-Fahrer, die durch selbstfahrende Fahrzeuge ersetzt werden, ob der Büro-Job, der durch Software ersetzbar ist etc. etc. Es trifft nun verstärkt nicht mehr die eher Unqualifizierten, sondern verstärkt auch Qualifizierte, die das Pech haben, in einer Branche zu arbeiten, deren Entwicklung technologisch rasch voranschreitet – vor allem bei Büro-Jobs.

Deflation durch Job-Verluste

Das alles bedeutet: wenn zahllose Menschen ihren Job verlieren werden, werden auch die (durchschnittlichen) Löhne fallen. Das ist hochgradig deflationär – ein Effekt, der in Europa durch die Veralterung der Bevölkerung noch verstärkt wird (Bevölkerungspyramide). Wenn wir diesem Prozeß tatentlos zusehen, geraten wir unweigerlich in eine Abwärtsspirale, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Wir produzieren eine derart große Masse an Verlierern, dass die Stabilität von ganzen Gesellschaften gefährdet ist. Im 19.Jahrhundert waren es diese Verlierer, die eine Art Konter-Revolution versuchten: sie rebellierten gegen die Maschinen (Maschinenstürmer), organisierten Auftsände (Weber-Aufstand etc.). Die heutigen Maschinenstürmer jedoch richten ihre Aggression nicht gegen ihren eigentlichen „Hauptfeind“ – die Technologisierung – sondern nutzen als Ventil die Schwächsten in unserer Gesellschaft: Flüchtlinge und Ausländer. Das Aufkommen rechter, populistischer und fremdenfeindlicher Bewegungen (Pegida, Front National etc.) mit ihrem konterrevolutionären, rückwärts-gerichteten Programmen ist daher ein Zeichen von Ratlosigkeit dieser potentiellen Verlierer.

Die Gewinner der Industriellen Revolution 2.0

Um zu verstehen, wie wir aus diesem Dilemma entkommen können, müssen wir den Blick von den Verlierern abwenden und auf die Gewinner der Industriellen Revolution 2.0 schauen. Derzeit sind das Technologie-Unternehmen wie vor allem Google, die mit minimalem Aufwand an Kosten und Personal gigantische Gewinne einfahren. Hier bildet sich eine neue Elite, die es bislang geschafft hat, die Früchte der von ihnen entwickelten Theorie zu ernten, ohne sich für deren Folgeschäden zu interessieren. Da aber jede Innovation eine Art kreative Zerstörung bedeutet, indem „alte Bereiche“ nutzlos werden und dem Untergang geweiht sind, macht es Sinn, sich bei der Finanzierung des Bedingungslosen Grundeinkommens an die Gewinner zu wenden.

Warum sollten wir das tun? Eben weil das Geschäftsmodell der Gewinner auf dem reibungslosen Funktionieren der Gesellschaft besteht. Wie kann ein Geschäftsmodell noch funktionieren, wenn eine Masse an Verarmten plündernd durch die Strassen läuft? Mit anderen Worten: die Gewinner selbst haben ein natürliches Interesse an Stabilität – und wenn diese Stabilität aufrecht erhalten werden soll, müssen die Gewinner dazu einen erheblichen finanziellen Beitrag leisten.

Derzeit jedoch ist das Gegenteil der Fall: Firmen wie Google oder Facebook verlegen ihre Sitze in Niedrigsteuer-Länder (Facebook etwa in Irland), schöpfen also die Wertschöpfungskette bis zum Anschlag aus – und leisten damit faktisch keinen Beitrag zum langfristigen Gelingen ihres eigenen Geschäftsmodells, sondern sind kurzfristig egoistisch orientiert. Hinzu kommt der in den USA massenhaft betriebene Rückkauf von eigenen Aktien (besonders bei Apple auf Druck des Großinvestors Carl Icahn) – all das ist kontraproduktiv. Diese Firmen wissen nicht wohin mit ihrem Geld – und verkleinern etwa durch Aktienrückkäufe den Kreis der Profiteure noch weiter, statt etwa in Forschung zu investieren und damit auch breiteren Gesellschaftsgruppen zu nutzen. Daher müssen wir die Gewinner – letztlich in ihrem eigenen Interesse – dazu verpflichten, die Folgekosten ihres Erfolgs mitzubezahlen. Und das in erheblichem Umfang! Denn die Gewinner können sich das leisten – man sehe sich etwa einmal an, auf welch gigantischen Barreserven Firmen wie Google, Apple, Microsoft etc. sitzen!

Die entscheidenden Faktoren

In der Wirtschaft gibt es drei entscheidende Faktoren: Arbeit, Kapital und Boden. Während der Boden immer knapper wird zur Ernährung der Gesellschaften, sind diejenigen priveligiert, die eben diesen Boden besitzen. Das sind Landbesitzer, aber eben auch Immobilieneigentümer. Auch sie werden einen angemessenen Beitrag leisten müssen.

Der zweite große Faktor ist das Kapital, das jedoch im derzeitigem Umfeld aufgrund der globalen Nullzinspolitik gewissermaßen einen Niedergang erlebt. Selbst Superreiche können kaum mehr von Zinsen alleine leben. Das bedeutet: auch die reinen Kapital-Besitzer sind auf dem absteigenden Ast, wenn sich die Zinspolitik nicht ändert. Und die Zinspolitik wird sich nicht grundlegend ändern, weil die hoch verschuldeten Staaten sich das nicht leisten können (hohe Zinsen „verteuern“ die Schulden).

Kommen wir daher abschließend zum dritten Faktor: Arbeit. Hier findet derzeit die größte Entwertung statt – es gibt schlicht mehr arbeitsfähige Menschen als Arbeitsplätze, die zukunftsfähig sind. Diese Tendenz wird in den nächsten Jahren noch stärker werden. Daher wird nichts anderes übrig bleiben, als den stark absteigenden Faktor Arbeit durch eine Art Untergrenze abzufedern und eben von der Verpflichtung auf Arbeit zu trennen. Wenn man bedenkt, was bürokratische Monster wie Arbeitsämter an Geldern verschlingen, um ihren eigenen Apparat aufrecht zu erhalten, sind hier enorme Ressourcen frei zu schaufeln. In der Praxis schicken die Arbeitsämter ihre Klientel ratlos von einer Massnahme zur nächsten, ob das Sinn macht oder nicht (meistens nicht!). Befreien wir die Menschen von diesem bürokratischen Unsinn, heben wir damit neue Ressourcen und geben diesen Menschen mehr Möglichkeiten, aus diesem Hamsterrad des Abstiegs zu entrinnen.

Hinzu kommt: wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt, werden die Löhne derjenigen steigen, die für den derzeitigen Arbeitsprozeß unabdingbar sind. Damit würde ein weiteres Absinken der Durchschnitts-Löhne verhindert, die deflationären Tendenzen gestoppt. Damit es sich lohnt zu arbeiten, muß es einen Unterschied geben zwischen dem Bedingungslosen Grundeinkommen und der Arbeit. Damit werden dort die Löhne steigen, wo sie aktuell besonders unter Druck sind: im Niedriglohn-Sektor. Wir werten so Arbeit wieder auf – und befreien uns von bürokratischen Zwängen. Und wenn wir den Faktor Arbeit wieder aufwerten, steigt auch der gesellschaftliche Anreiz, zu arbeiten!

Fazit: das Bedingungslose Grundeinkommen ist realistisch und finanzierbar! Wir müssen es nur gesamtgesellschaftlich wollen und alte Denkmuster aufgeben, die in der Industriellen Revolution 2.0 ohnehin nicht mehr lange funktionieren können. Zur Finanzierung wiederum ziehen wir verstärkt die Gewinner der Revolution heran – damit sie selbst nicht von einer rückwärtsgewandten Konterrevolution hinweg gefegt werden!

31 Kommentare

31 Comments

  1. Avatar

    ollifred

    26. Juni 2015 12:16 at 12:16

    wenn nicht alle so viel Angst vor dem Wort Kommunismus hätten, (der kalte Krieg lässt grüßen) wäre vielleicht eine Bewustseinserweiterung Richtung anderer Ideologien möglich. Viele denken diese Richtung führt in den Abgrund, in Wirklichkeit ist es die nächste Stufe!. Das einzige was wir Maschienen und Computern vorraus haben ist unsere Kreativität. Nur auf diese Weise können wir die IR2.0 oder 3.0… überleben. Das bedingungslose Grundeinkommen ist der notwendige Nährboden dafür.

    • Avatar

      joah

      26. Juni 2015 14:36 at 14:36

      Computer kennen an sich auch nur die Logik, welche man ihnen nach vordefinierten Schemen einimpft – weiterentwickeln können sie sie nicht. Dies kann sich auch mit aktuell erdachten Umsetzungen von Quantencomputern nicht ändern, da diese den gleichen Mist nur schneller oder in noch mehr Variationen berechnen können. Neben Kreativität gibt es somit auch noch die dynamische Denkweise (erweiterbare Logik) zum Vorteil des Menschen.

  2. Avatar

    J

    26. Juni 2015 12:25 at 12:25

    Kompliment! Ein hervorragender Artikel, der den Nagel genau auf den Kopf trifft! Der Autor spricht mir aus der Seele.

    Herzlichen Dank!

  3. Avatar

    Daniel Berg

    26. Juni 2015 13:13 at 13:13

    Exzellenter Artikel, danke. Natuerlich will das kaum niemand hoeren, und sie werden – vielleicht sogar in diesem Forum – noch mit Schmutz uebergossen werden.
    …Was ihnen aber egal sein sollte.

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    GN

    26. Juni 2015 14:13 at 14:13

    Hallo Markus Fugmann,

    ganz hervorragende Replik und meine volle Zustimmung. Allerdings setzt das einen völligen Ideologiewandel voraus, den ich wohl nicht mehr erleben werde. Das liegt auch insbesondere daran, daß die Unterschichten (nicht abwertend gemeint) völlig anders sozialisiert sind, gleiches gilt übrigens für die Mittelschicht. Beide können sich ein Funktionieren des BGE nicht vorstellen. Gebetsmühlenartiges Motto: „Wer würde dann noch arbeiten“….Und die Politik unterstützt doch gerade diese Ideologie, wo sie kann. Siehe Griechenland….

    Danke für diesen Artikel, der meine sehr positive Meinung zu diesem Portal und insbesondere Ihnen sehr verfestigt hat…

    Viele Grüße und ein schönes Wochemnende

    GN

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      26. Juni 2015 14:39 at 14:39

      @GN, haben Sie herzlichen Dank für Ihre Worte!

    • Avatar

      rote_pille

      27. Juni 2015 16:23 at 16:23

      wie erreichen sie diesen „ideologiewandel“? durch sozialistische umerziehungsmaßnahmen? was machen sie mit denen, die entgegen ihrer gehirnwäsche immer noch ihre eigenen interessen verfolgen? gulag? es sind viele schon katastrophal gescheitert bei dem versuch die natur des menschen zu ändern.

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    theo eisen

    26. Juni 2015 15:17 at 15:17

    sehr schöner beitrag. es gibt ja auch kreative kapitalisten, wie dm gründer götz werner, die das bge propagieren. aber ein weiterer aspekt scheint mir interessant: bge könnte einen zeitgemässe definition dessen fördern, was s i n n v o l l e arbeit sein kann. und was heute schon -in steigendem masse, z.b. bei ehrenamtlichen- praktiziert wird. weil die menschen es gerne tun. durch diese arbeit, frei bestimmt und organisiert, könnte ein sinnvolles wachstum in bereichen entstehen, die für unsere gesellschaft immens wichtig sind: erziehung, sozialarbeit, stadtplanung und -gestaltung, altenarbeit, umweltschutz etc..
    eine phantastische perspektive, die uns auch vom joch des extensiven wachstums befreien und wirkliches „inneres“ wachstum“ erlaubt.
    gruss theo

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    joah

    26. Juni 2015 15:25 at 15:25

    @ Herr Fugmann: Sie sprechen hier von einem BGE im aktuellen monetären Geldsystem per Refinanzierung durch Steuern – wären Sie mit einem monatlichen Netto-Betrag von zirka max. 1500€ pro Haushalt (2 Personen) für ihre Lebensaktivitäten zufrieden? Bedingungen: jetziges Geldsystem, aktuelle Inflation, aktuelle Produktpreise, aktuelle Kaufkraft. Bitte ehrlich beantworten, Danke.

    • Avatar

      GN

      26. Juni 2015 16:15 at 16:15

      …….Hallo, ich bin zwar nicht angesprochen, möchte aber meine Meinung dazu sagen: Ich wäre damit sehr zufrieden, ich könnte mir ja dann auch mit deutlich weniger Existenzangst etwas dazuverdienen. Wäre mir auch egal womit. Selbstverständlich auch als Müllmannn…

      VG

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        joah

        26. Juni 2015 16:59 at 16:59

        das tuen Sie zukünftig bitte nicht mehr: wenn Sie nicht gefragt wurden, dann antworten Sie auch nicht. Anderfalls fragen Sie erst um Erlaubnis der ihrigen Antwortgabe anstatt des eigentlich Gefragten und vollziehen dies erst nach Bestätigung durch die Gegenseite – ansonsten schweigen Sie bitte. Erklärung dazu folgt später.

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          ollifred

          26. Juni 2015 17:46 at 17:46

          @GN 1500€ für 2Pers. Haushalt entspricht ca Hartz4. Also würde es reichen die Sanktionen und Schikanen Maßnahmen 1€Jobs ect.der Arbeitsämter und die negativen Einflüsse von zusätzlichen Einkommen zu beenden.

          • Avatar

            joah

            26. Juni 2015 17:57 at 17:57

            schreibe ich zu „unklar“, oder was? Passt aber anscheinend genau auf das, was ich letztendlich noch schreiben wollte: Intelligenz.

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          joah

          26. Juni 2015 18:22 at 18:22

          anbei die Auflärung, warum Sie das nicht hätten tun sollen:
          1) Überraschungseffekt geht verloren und Nachahmer werden angezogen
          2) unhöflich
          3) psychologische Beeinflussung des eigentlich Antwortenden: hierzu setzen Sie mit ihrer Antwort schon einen Index (psychologisch: primer), wodurch der eigentlich Anwortende nicht mehr vollständig selbst-analytisch denkt, sondern sich an ihren Gedanken orientiert = Suggestivwirkung mit letztendlicher Meinungsbeeinflussung. Daher haben Sie die (harte) (Selbst-)Erkenntnis praktisch fast zerstört.

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            GB

            27. Juni 2015 12:15 at 12:15

            …..puuuh, ja unhöflich bin ich…..also ich finde es recht unhöflich, wie Sie als Gast hier rumpoltern. Das Herr Fugmann sich überhaupt hinsetzt und sich diese Gedanken macht, rechne ich ihm hoch an. Davon kann er schließlich und letztendlich nicht leben, oder entlohnen Sie ihn.

            Mir gefiel das nicht, was Herr Kummerfeld hier zum Thema BGE schrieb, aber es ist seine Meinung und die respektiere ich. Herr Kummerfeld schreibt im übrigen überwiegend Beiträge, die ich als kritisch gegenüber dem jetzigen Wirtschaftssystem bezeichnen würde. Siehe insbesondere seine sehr anerkennenswerte Arbeit zu den falschen Arbeitslosigkeitsstatistiken.

            Beide Aufsätze zum Thema BGE sind reine Fiktionen. Wir sind von einem BGE Lichtjahre entfernt, egal in welcher Form und Höhe. Eher sehe ich die Wahrscheinlichkeit eines heißen WK3, als das BGE. Man würde sich ja mit dem BGE dem maximalen Erpressungspotential entziehen. Weshalb ich diese schon sehr persönlich angreifende Diskussion für völlig überzogen und überflüssig halte.

            Zuletzt noch ein Wort zu diesem Portal: Ich schätze es sehr wg. seiner kritischen Reflexion auf die Finanzmärkte. Diese kritische Reflexion ist bitter notwendig und doch in Finanzmaktportalen eher nicht vorhanden. Aber davon allein dürfte es wohl nicht möglich sein dieses Portal zu finanzieren. Ich schätze es vor allem, weil auch ich hier in sachlicher Form meine Kritik an den Finanzmärkten loswerden darf. Das ist ja nicht bei allen Portalen möglich. Vielleicht entsteht ja dadurch auch bei sehr systemkonformen Menschen mal ein Nachdenken.

            Also bitte gerade gegenüber Herrn Fugmann und Herrn Kummerfeld die maximale Freundlichkeit an den Tag leben, auch, wenn man nicht immer ihrer Meinung ist…..

            Viele Grüße und ein schönes Wochenende

            GN

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      joah

      26. Juni 2015 17:59 at 17:59

      Da es nun raus ist, anbei die Aufklärung (Antwort auf meine Frage nicht mehr nötig): Das wäre ansatzweise der Betrag, den Sie zu erwarten hätten – im aktuellen Finanzsystem. Sehr viel mehr wird es nicht werden. Die Gründe dafür sind sehr vielschichtig und tief, erschließen sich folglich nicht jedem (sofort). Anbei mal die Hauptthemen aus meiner Sicht:

      nicht jeder zahlt Steuern
      Viele beschäftigen sich mit dem Thema Steuern immer von innen heraus, aber niemals von außen (gedanklich zurücktreten und als Ganzes betrachten) basierend auf deren Grundsätzen: Steuern zahlen ist nämlich freiwillig, nach Recht. Viele haben dies aber so gewollt, tun es und bei Verstoß gegen die Regeln dazu gibt es einen Gedächtnisnackenschlag zur Erinnerung – mehr Aufklärung dazu werde ich hier nicht betreiben, nehmen Sie es als gegeben hin. Ich kann mich jedoch absolut rechtskonform in eine Position bewegen, wo ich gar keine zahlen muss und auch keine eintreibbar sind – den meisten schwant es jetzt schon: hier liegt die Crux.
      Außerdem sind in unserem Wirtschaftssystem ganz natürliche Positionen geschaffen worden, die keine Steuern zahlen und auch dann nicht werden, beispielsweise: als solches bezeichnete „Beamte“, Anwälte, Politiker und Abgeordnete der Institution „Europäische Union“ (kurz: EU) und weitere gleichsame Institutionen, die noch geschaffen werden sollen (alles schon in Planung). Diese machen aber einen Großteil der erwarteten Zahler aus – der Rest darf dann das BGE gegenfinanzieren, die anderen lachen sich schlapp.

      Intelligenz und Klugheit kontra Maschine
      Wenn man genau hinschaut, nachverfolgt und über das wahrgenommene noch einmal nachdenkt, dann sind sehr viele Menschen schlicht dumm (weder intelligent noch klug). Dies zieht sich durch ALLE Berufspositionen, wird von denen aber selbst als solches nicht wahrgenommen – die meisten halten sich komischerweise selbst als Dummer noch für klug (1). Diese werden zwangsläufig durch Maschinen ersetzt, da diese vorgegebene Schemen deutlich schneller/fehlerfreier abarbeiten können – dynamisch denken kann dieser Mensch ja nicht mehr. Er/Sie wird also zum BGE Dauerempfänger ohne Chance auf andere Arbeit, denn dazu ist er/sie ja dann auch zu blöd, da die Anforderungen an Intelligenz und Klugheit deutlich steigen werden, was er/seie aber nicht im Stande zu leisten fähig ist.

      Faulheit
      Auch wenn nicht generell: es wird sie dennoch geben und sie würde sich sicherlich ausweiten. Ob man darin noch eine Trennung zwischen „faul“ und „unfähig“ (= „dumm“; siehe dritter Absatz) ziehen mag, überlasse ich dem geneigten Leser. In jedem Falle zahlen diese dann auch nicht mehr dazu und werden zu reinen Empfängern.

      Ausnutzung
      Der Mensch ist psychologisch immer auf Vorteile und geringen Widerstand bedacht: ein BGE kann in der ersten Zeit funktionieren, würde aber sicherlich später untergraben werden = Rückfall in bisherige Gewohnheiten oder siehe zweiter Absatz oben. Zusammenfall des BGE, da wieder harte Umverteilung.

      Fehleinschätzung, mangelnde/s Rechenkünste und Systemverständnis
      Die meisten denken, das dies reichen würde, tut es aber nicht: dies wäre Hartz4-Niveau für alle – da zuckt keiner mehr („Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.“). Die 1500€ sind alles was man hätte (bei 2 Personen, sonst zwei Drittel), auch mit Arbeit: durch den Steuerabzug ist das auf diesen Betrag gedeckelt – mehr gibt es nicht, auch nicht durch (noch) mehr Arbeiten, allerdings auch ohne. Das wäre das BGE-Prinzip durch Steuern.
      Hoffentlich fängt es jetzt bei den meisten Leuten im Körperpickel auf den Schultern an zu rattern: Soll ich dann noch Arbeiten? Wie überlebe ich selbst, wenn alle anderen auf einmal das gleiche tun (keiner tut mehr was)? Wer zahlt die Wohnungsmiete? Wer die Kleider und sonstigen notwendigen Dinge? Kann ich wenigstens einmal im Jahr in den Urlaub? Kann ich überhaupt noch ein Haus finanzieren? Habe ich noch genug für Speiß und Trank? Auto? Kind(er)? Ohh…

      Mit Wünschen zu BGE-Implementierungen gerade im aktuellen Finanzsystem sollte man sehr, sehr vorsichtig sein. Ich bin der Meinung, das ohne Intelligenz und den Wille dazu sowie korrekter Aufklärung aller Dinge generell, nix läuft, allerdings sehe ich da schwarz – tief schwarz. Daher wird/würde sehr wahrscheinlich eine BGE-Einführung alle hierzulande platt machen – sollte jemand hierauf antworten wollen, so nehme er sich erst viel Zeit zum darüber nachdenken und noch einmal durchlesen was ich schrieb, bevor er handeln möge.

      (1) wie soll man einem Dummen weiß machen, das er dumm ist, wenn ihm dazu selbst jegliche Mittel (Intelligenz –> Selbstreflektion) fehlen? Etwas drastisch formuliert, aber vielermaßen ist dem schon so, daher auch mangelndes Selbsteingeständis und wahrscheinlich Scham; externes Handeln dann Aggression, Empörung, Entrüstung und rückwärtige Beschimpfung.

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        ollifred

        27. Juni 2015 00:49 at 00:49

        @joah – sie sind eindeutig nicht ausgelastet – schöne Zeit noch

      • Avatar

        GEwe

        27. Juni 2015 17:16 at 17:16

        @joah: Ich denke auch du bist nicht ausgelastet , oder selbstverliebt irgendeine Grütze schreiben und dann
        nochmal nachlesen , wie geil es formuliert zu sein scheint…,
        Später dann nochmal schauen , ob einer ein Gegenkommentar hinterlassen hat.
        Ätzend , einfach nur zu kotzen …

        • Avatar

          joah

          27. Juni 2015 20:38 at 20:38

          Wer derartiges antwortet, scheint eher selbst mentale Probleme zu haben (mittlerweile weit verbreitet). Mein Ziel ist es eher in Dialog zu treten mit anderen Leuten zu fundierten Erkenntnissen und Gedanken – „aufgeilen“ bringt keinen weiter. Denken Sie mal darüber nach.

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    jonathan

    27. Juni 2015 11:23 at 11:23

    Sehr guter zusammenfassender Artikel zur industriellen Revolution 2 und deren Auswirkungen auf die Jobs, die dadurch wegfallen. Allerdings ist die Einschätzung der Einstellung der Gewinner m.E. falsch.
    Diesen Gewinnern ist es relativ egal, wenn “ eine Masse an Verarmnten plündernd durch die Strasse läuft“. Ebenso ob ganze Gesellschaftsschichten verarmen.
    Wichtig ist nur, dass diese Menschen kontrolliert und entmachtet werden können. Bereits heute gibt eine immer grössere Zahl von Menschen, die immer weniger vom Gesamtvermögen partizipieren können. Allerdings sind sie nicht organisiert und verfügen weder über Wissen o. Fähigkeiten sich der Medienpropaganda und der Machtpolitik entgegenzustemmen. Bequemlichkeit, fehlende Solidarität und Ängstlichkeit verhindern eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung dieser(noch Mittel)Schichten.
    Wenn diese günstig beschwichtigt, abgelenkt, unterhalten (Shows, Sportevents etc.) und aufeinander aufgehetzt werden können, die Gewinner sich in abgeschottete Gebiete und Länder zurückziehen können (Stichwort Segregation), warum sollte dieser „Masse an Verlieren“ mehr zugestanden werden als unbedingt nötig und das kann durchaus Verarmung bedeuten.
    Ob die ev. zukünftigen „Verlierer“ sich also einen einigermassen soliden Lebensstandard erhalten können, hängt von ihrer Bereitschaft ab, sich für diesen auch zu organisieren, sich mutig einzusetzen, Medienpropaganda zu durchschauen und sich um Bildung zu bemühen.
    Bislang sehe ich aber dazu nur wenig Hinweise, könnte sich aber in Zukunft ändern.

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    Cource

    27. Juni 2015 12:25 at 12:25

    Wie lange wollen wir noch zusehen wie ein geringer Bevölkerungsteil sich auf Arbeit vorsätzlich zerstört und ein inzwischen bedeutend größere Bevölkerungsteil sich alimentieren lassen muss. Die Vorstellung, das jeder bereit sein sollte dem geldverdiener den arsch abzuwischen hatten wir schon mal im feudalismus und bekanntlich hingen die bedienten dann irgendwann an den Laternen

    • Avatar

      rote_pille

      27. Juni 2015 16:20 at 16:20

      der geldverdiener erweist jemandem einen dienst (sonst hätte er das geld nicht verdient). sie müssen ihm eine gegenleistung bringen, wenn sie an dieses geld wollen, denn der hat seinen teil schon geleistet. wenn die einzige gegenleistung, die jemand in der lage ist zu erbringen im abwischen besteht, dann sollte er sich von mal die handschuhe anziehen oder lernen, ohne einkommen auszukommen.

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    rote_pille

    27. Juni 2015 13:32 at 13:32

    der artikel ihres kollegen war 100 mal besser. das BGE ist weder realistisch noch finanzierbar. es fördert römische dekadenz und faulheit, und davon haben wir dank dem schon bestehenden sozialstaat sowieso schon genug. außerdem würde es nochmehr wirtschaftsflüchtlinge anziehen, und zwar vor allem die, die nicht arbeiten wollen.
    die arbeitslosigkeit kann nur beendet werden, wenn der sozialstaat endlich zerschlagen wird und aufhört geld und wohnungen bereitzustellen. sie hat nichts zu tun mit industrialisierung, internet etc.
    bringen sie mal ein paar ZAHLEN zum bge, damit ich veranschaulichen kann wie teuer es ist. 1000 euro pro einwohner und monat z b wären schon 960 mrd pro jahr, also das bei weitem mehr als der bundeshaushalt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeshaushaltsplan_(Deutschland)
    3 mal mehr!!

  10. Avatar

    Egon W. Kreutzer

    27. Juni 2015 14:49 at 14:49

    Sie wollten beweisen, Herr Fugmann, dass ein BGE finanzierbar sei. Leider habe ich davon nichts gefunden, außer Überlegungen, die besagen, dass ein BGE (falls finanzierbar) wünschenswert sei.
    Ich bin überzeugt und glaube beweisen zu können, dass ein BGE, so wie es hauptsächlich beschrieben wird:
    – Jeder Bürger erhält monatlich einen Betrag, der mindestens das Existenzminimum abdeckt.
    – Dafür entfallen Arbeitslosengeld, Kindergeld, Krankengeld und (Teile der) Renten.
    absolut nicht finanzierbar ist – und bin gerne bereit, ein von Ihnen vorgestelltes Modell eines BGE für Deutschland zu analysieren und Beweis der Nichtfinanzierbarkeit anzutreten.

    Nur Mut! Sie dürfen das BGE gestalten, wie immer Sie wollen. Für einen Hinweis, auf die von Ihnen favoristierte Finanzierungsquelle (MwSt., Einkommensteuer, Vermögenssteuer, etc.) wäre ich dabei dankbar.

    Mit besten Grüßen
    Egon W. Kreutzer

    • Avatar

      FDominicus

      27. Juni 2015 17:05 at 17:05

      Warum taucht hier folgende Überlegung nicht auf. Wer bezahlt das BGE? Ich nehme man an, daß soll jeder vom Staat überwiesen bekommen. Woher kann der Staat das Geld bekommen? Doch nur durch Steuern, d.h. also durch einen Raube an den Produktiven. Es gibt kein „Recht“ auf Einkommen, es gibt aber wohl das Recht sich von dem man selbst erarbeitet hat zu leben. Und genau das wird ja eingeschränkt. Diejenigen die es betrifft müssen
      1) für sich genug erwirtschafgen
      2) zusätzlich für alle die es selber nicht auf die Reihe bringen und/oder beim Staat angestellt sind.

      Da reicht ein doppeltes Einkommen schon nicht auf. Und warum ist es sozial einem mehr als die Hälfte des selbst Erwirtschafteten abunehmen. Die Ungerechtigkeit ist nicht zu übershen, aber darüber kann man ja getrost hinweggehen?

  11. Avatar

    milton

    28. Juni 2015 07:52 at 07:52

    Lieber Herr Kreutzer,
    der Beweis, dass ein bGE immer finanzierbar ist, ist ganz einfach, es gibt es nämlich heute als Grundfreibetrag (!) und/oder Grundsicherung. D.h.aber
    Steuersatz * Volkseinkommen = Einwohner * bGE = Erwerbstätige * Grundfreibetrag + Erwerbslose * Grundsicherung + Einwohner * KV/PV-Kopfpauschale mit Einwohner = Erwerbstätige + Erwerblose.
    Und Erwerbslose * Grundsicherung = Lohnsteuer heute und Einwohner * KV/PV-Kopfpauschale = AG-Sozialabgaben heute.
    Das bGE kostet also nicht mehr als heute die Grundsicherung, durc Besteuerung ab dem ersten Cent werden Grundfreibeträge und KV/PV-Kopfpauschale nur ausgeliehen,also im bGE zurückgegeben.

  12. Avatar

    Max

    28. Juni 2015 09:13 at 09:13

    Vielen Dank für diesen Artikel Herr Fugmann.

    Einsparungen von folgenden Steuergeldern, wenn es ein BGE geben würde, wären vielleicht z. B.:
    – Wegfall der Mitarbeiterkosten der Arbeitsagentur und der Betriebskosten der Gebäude
    – Wegfall der Mitarbeiterkosten der Jobcenter und der Betriebskosten der Gebäude
    – Wegfall von privaten Hartz 4 Beschäftigungsinstituten
    – Wegfall von privaten Hartz 4 Coaches
    – Wegfall von??????? vielleicht kann man die Liste noch erweitern….alle diese Gelder wären dann
    frei für ein BGE. Eine interessante Frage wäre, würde das BGE vielleicht sogar kostengünstiger??

    Erfahrungen aus einem BGE Experiment 1974 in der kanadischen Stadt Dauphin zeigten unter anderen, ein Absinken der Gesundheitskosten und Kinder erreichten hier überdurchschnittlich hohe Schulabschlüsse. Eine weitere Analyse findet hier wohl gerade statt.

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    Cource

    28. Juni 2015 16:17 at 16:17

    Einsparung der Hartz4-Industrie wäre unter normalen Wachstumsbedingungen sinnvoll, da wir aber nachweislich kein Wachstum der Wirtschaft mehr haben, dienen solche gut bezahlten Hartz4- Drangsalierer wenigstens dem binnenkonsum

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    Idealist

    29. Juni 2015 12:53 at 12:53

    Wir müssen unseren Geist und all unseren Mut bündeln um uns für die momentan größste Revolution der Menschheit – die der Befreiung der Arbeit zu öffnen. Das Grundeinkommen ist ein wesentlicher Bastandteil !

  15. Avatar

    milton

    12. Dezember 2015 08:55 at 08:55

    Lieber Herr Kreutzer,
    Sie bleiben also den Beweis für die Nichtfinanzierbarkeit des bGE schuldig.
    Das ist auch kein Wunder, denn C.F.Gauß hat den Beweis für die Finanzierbarkeit schon 1795 geliefert (Least square method).

    1. Das bGE ist KEINE Verfassungsfrage, der Familienausgleich ist GG-Gebot.

    2. Das bGE ist KEINE Finanzierungsfrage, der Familienausgleich ist eine Nullsumme, unabhängig von der Höhe des bGE, bei Freibetrag Prokopfeinkommen.

    Familienausgleich = bGE * (Brutto/Prokopfeinkommen – Familienköpfe).
    0 = bGE * (Volkseinkommen/Prokopfeinkommen – Einwohner) für jedes bGE über alle !

    3. Das bGE ist NUR eine Belastungsfrage, wie hoch darf der STEUERSATZ = bGE/Prokopfeinkommen sein ?

    Der Steuersatz 0,5 ersetzt die Einkommensteuern (0,25), die AG-Sozialabgaben (0,2) und die Grundfreibeträge (0,05) für die 10 % Nettozahler.
    Es wird also nur der Spitzensteuersatz von 45 % um 5 % für das bGE der Upper Ten erhöht, dafür ist aber die KV/PV-Kopfpauschale inbegriffen.
    So werden 22,5 % des Volkseinkommens von den oberen 10 % auf die unteren 90 % umverteilt.

    Dafür muss man weder Arbeitslosengeld 1 noch Renten abschaffen, der Steuersatz 50 % für bGE ersetzt mit bGE die bisherigen AG-Sozialabgaben !
    ALG 1 und Renten werden allein aus den AN-Beiträgen zur RV/AV finanziert !
    Staatsdiener kosten auch nur noch die Hälfte !

    Es ist einfach so, der Freibetrag Prokopfeinkommen teilt als Mittelwert das Volkseinkommen in 2 Hälften (90 % der Bürger unten und 10 % der Bürger oben), also braucht man nur das halbe bGE-Volumen von Oben nach Unten umzuerteilen, und der Steuersatz 50 % halbiert das noch einmal auf ein Viertel, das sind heute Einkommensteuern und AG-Sozialabgaben.
    Das bGE ist also schon heute finanziert !

    Man muss die Grundfreibeträge nicht gegenfinanzieren, nur ausleihen.
    Sie sind heute nicht im Haushalt, also braucht man sie im Haushalt auch nicht einzusparen.
    Daselbe gilt für di AG-Sozialbiträge, auch sie leiht man nur aus.
    Das bGE kostet also nicht mehr als heute die Grundsicherungen aus Einkommensteuern !
    Und in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung spielen Einkommensteuern und -abgaben als Nullsummen keine Rolle ! Nur Gütersteuern snd preiswirksam !

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Aktien

Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Aktien

Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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