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Bill Gates Stiftung in der Kritik: Wie gesund ist seine Macht? Faktencheck

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Bill Gates und seine Stiftung stehen in der Kritik – wegen seiner WHO-Finanzierung durch Spenden und weil er Impfungen fördert. Ein Faktencheck. Wer ist der einflussreichste Mann der Welt? Der chinesische Präsident? Der Papst? Christiano Ronaldo? Keiner von denen – zumindest wenn es nach den Leuten geht, die gegen die Corona-Maßnahmen protestieren. Sie haben sich auf einen Amerikaner eingeschossen, den ich bisher höchstens mit Computerviren in Verbindung gebracht habe. Aber warum eigentlich?

In diesem Video klären wir, was an der Kritik an Bill Gates dran ist: Wie stark ist sein Einfluss auf unsere Gesundheit – welche Beziehungen hat er zur Pharmaindustrie und zur WHO und warum wird ihm vorgeworfen, dass er uns alle zwangsimpfen will? Bevor wir loslegen ist mir eine Sache wichtig: Ich finde es gruselig zu sehen, wie viele falsche Informationen, Halbwahrheiten und Lügen über Bill Gates kursieren. Gleichzeitig aber gibt es zu dem Mann ein paar Dinge, die man wissen und kritisch hinterfragen sollte – ohne gleich als Verschwörungstheoretiker stigmatisiert zu werden. Und genau dafür ist dieser Beitrag gedacht.

Bill Gates und sein Vermögen: Woher stammt das Geld?

Bill Gates ist nach dem Amazon-Gründer Jeff Bezos der zweitreichste Mensch der Welt. Das US-Magazin Forbes schätzt sein Vermögen auf mehr als 105 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Das mittlere Nettovermögen eines deutschen Erwachsenen liegt laut DIW bei rund 26.000 €. Bill Gates besitzt also statistisch betrachtet so viel wie vier Millionen Volljährige in Deutschland zusammen. Wie konnte der Typ so reich werden? Alles begann im Jahr 1975, als der damals 19-Jährige zusammen mit seinem Freund Paul Allen den Softwareentwickler Microsoft gegründet hat. Die beiden haben maßgeblich beeinflusst, wie und mit welchen Programmen wir heute Computer nutzen.

25 Jahre lang war Bill Gates Chef von Microsoft und hielt als Mitgründer jede Menge Anteile an der Firma – im Jahr 1994 zum Beispiel war es knapp ein Viertel (PDF S. 6). Die Anteile von Microsoft werden an der Börse gehandelt und wurden dort über die Jahrzehnte immer wertvoller. Bill Gates hat seine Anteile nach und nach verkauft, so sammelte er ein Vermögen an. Heute besitzt er „nur noch“ knapp 1,5 % aller Microsoft-Aktien (Doc S. 53). Allein die sind aber aktuell mehr als 19 Milliarden Dollar wert.

Ein Grund für seinen Reichtum ist also, dass die von ihm gegründete Firma immer erfolgreicher wurde. Dass Microsoft – wie viele andere internationale Konzerne – so wenig Steuern wie möglich zahlt, ist unbestritten. Aber hat Bill Gates – so wie es ihm manche vorwerfen – persönlich Steuern vermieden? Das sagte er in einem Interview im jahr 2014 dazu:

Diese Aussage lässt nicht prüfen aber Fakt ist, dass Bill Gates bisher noch keinen Ärger mit Finanzbehörden hatte. Ansonsten geht er übrigens recht offen mit seinen Steuervorteilen um: Mehr als 36 Milliarden Dollar ihres Vermögens haben Bill und seine Frau Melinda an ihre Stiftung gespendet. Dadurch sparten sie knapp vier Milliarden Dollar Steuern.

Es stimmt also, dass Bill so manche Abgabe an den Staat vermieden hat. Das ganz große Geld machte er aber nicht als Steuersparfuchs, sondern als Unternehmer – und als Investor. Vor 25 Jahren gründete Gates Cascade Investment, um einen Teil seines Vermögens in Aktien anzulegen und zu vermehren. Ich würde sagen, der Plan ging auf: Mittlerweile stecken im Portfolio Unternehmensanteile im Wert von knapp 40 Milliarden Dollar.

Zu den Investments gehören der größte Abfüller von Coca-Cola, eine kanadische Eisenbahngesellschaft, ein amerikanisches Entsorgungsunternehmen (Republic Services) und die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. Über die sprechen wir gleich noch.

OK – kurzes Zwischenfazit: Bill Gates wurde durch die Gründung von Microsoft zum Milliardär – und brachte es durch erfolgreiche Aktieninvestments zum zweitreichsten Mann der Welt. Ein Drittel seines Vermögens hat er an seine eigene Stiftung gespendet, die er gemeinsam mit seiner Frau führt. Und was genau hat es damit auf sich? Damit kommen wir zu Frage zwei.

Was ist die Gates Stiftung?

Die Bill & Melinda Gates Foundation wurde im Jahr 2000 gegründet. Sie ist die größte private Stiftung der Welt und verfügt über knapp 50 Milliarden Dollar (PDF S. 11). Das Budget ist also höher als die jährlichen Gesundheitsausgaben mancher Länder. Neben dem Ehepaar Gates verwaltet Warren Buffett die Stiftung. Er ist der viertreichste Mann der Welt und einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten.

Bill Gates und seine Frau Melinda
Bill und Melinda Gates im Jahr 2011. Foto: World Economic Forum CC BY-SA 2.0

Was sind die Ziele dieser 3 Multi-Milliardäre? Die Stiftung will sich nach eigenen Angaben dafür einsetzen, dass „alle Menschen ein gesundes und produktives Leben führen“. Aha. Und was bedeutet das konkret? Schauen wir mal auf die Zahlen im jüngsten Bericht aus dem Jahr 2018. Da hat die Stiftung fünf Milliarden Dollar in die Hand genommen, um weltweit Projekte zu unterstützen. Mehr als die Hälfte des Geldes floss in die Bereiche Global Development und Global Health. Wenn man das runterbricht, erkennt man, was die Gates Stiftung vor allem unterstützt: den Kampf gegen Infektionskrankheiten wie Polio, Malaria, HIV und Tuberkulose, außerdem das Entwickeln und Bereitstellen von Impfstoffen.

Das Interessante ist: Das Vermögen der Stiftung ruht nicht auf irgendeinem Girokonto, sondern ist in viele internationale Großkonzerne investiert – und damit kommen wir zum nächsten Punkt:

An welchen Firmen beteiligt sich die Gates Stiftung?

Die Gates Foundation besteht aus zwei Säulen: Einerseits die Stiftung selbst – sie entscheidet, wie viel Geld in welche Projekte fließen. Und dann gibt es den Bill & Melinda Gates Foundation Trust. Diese Organisation entscheidet, wie das Vermögen der Stiftung angelegt wird.

Den größten Teil des Vermögens investiert die Stiftung in Aktien, 2019 waren es mehr als 30 Milliarden Dollar. Einmal im Jahr veröffentlicht das Ehepaar Gates eine Liste mit allen Firmen, an denen sie mit der Stiftung beteiligt sind. Da sind auch große deutsche Unternehmen dabei, zum Beispiel BMW, die Telekom oder die Hannover Rückversicherung.

Die am stärksten investierten Branchen sind Industrie, Konsumgüter und IT. Beispielsweise gehört die Stiftung jeweils zu den größten Anteilshabern des Baumaschinenherstellers Caterpillar und der Supermarktkette Walmart. Pharmafirmen nehmen nur einen winzigen Teil der Investments ein. Der wertvollste Aktienbesitz aber sind Anteile an Berkshire Hathaway.

Den Chef dieser Firma kennt ihr bereits: Mister Warren Buffett persönlich. Er hat im Jahr 2006 entschieden, der Gates Stiftung im Laufe seines Lebens große Anteile seines Unternehmens zu spenden. Der bisherige Beitrag enstpricht einem Wert von mehr als 27 Milliarden Dollar.

Da Berkshire Hathaway eine Investmentfirma ist, steckt die Gates Foundation also indirekt in noch mehr Firmen drin. Schauen wir uns das mal genauer an. Das hier sind laut des jüngsten Jahresberichts die größten Investments von Warren Buffetts Firma. Da sind jede Menge Unternehmen aus dem Finanzbereich dabei, dazu unter anderem noch zwei Fluggesellschaften, der Technologiekonzern Apple und Coca-Cola.

Es gibt aber noch ein detaillierteres und aktuelleres Dokument über die Investments von Warren Buffett, abrufbar bei der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC. Dort finden sich tatsächlich drei prominente Pharmafirmen. Da ist auf der einen Seite Davita, ein Anbieter von Dialysedienstleistungen für Patienten mit Nierenversagen. Der amerikanische Konzern ist zu fast einem Drittel in der Hand von Warren Buffett.

Außerdem hält Berkshire Hathaway Anteile an der israelischen Firma Teva, dem weltgrößten Hersteller von Generika. Das sind Nachahmerprodukte, die nach Ablauf des Patentschutzes für ein Originalpräparat auf den Markt gebracht werden.

Und zu guter Letzt ist Warren Buffett in die Firma Biogen investiert – ein amerikanisches Unternehmen, das Medikamente gegen Nervenerkrankungen entwickelt.

Also, man sieht: Die Gates Foundation ist eng mit dem Multimilliardär Warren Buffett verbandelt und beide investieren ihr Geld in verschiedensten Branchen weltweit – Pharma ist ein Teil davon, aber kein besonders großer. Es gibt aber einen Fonds innerhalb der Gates Foundation, der sich rein auf Investitionen in den Gesundheitsbereich spezialisiert hat – und darüber sprechen wir im nächsten Kapitel:

Wie unterstützt Bill Gates die Pharmaindustrie?

Der Strategic Investment Fund (SIF) ist eine Art Spezialeinheit innerhalb der Stiftung. Der Fonds will mit seinem Geld zum Beispiel Unternehmen bei der Forschung unterstützen. Dafür hat das Team 2,5 Milliarden Dollar zur Verfügung. OK und wohin genau gehen die? Dazu mal ein kurzer Blick ins Portfolio.

Der Großteil der aktuellen Investitionen sind entweder Kreditbürgschaften oder Kapitalbeteiligungen. Unter den aufgelisteten Firmen sind auch zwei deutsche dabei, von denen ihr im Zusammenhang mit Corona vielleicht schon mal gehört habt.

Schon im Jahr 2015 steckte die Gates Stiftung 52 Millionen Dollar in Curevac aus Tübingen. Curevac forscht aktuell unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 und angeblich wollte US-Präsident Donald Trump das deutsche Unternehmen sogar kaufen. Mitte Mai gab Curevac bekannt, dass die ersten Tests positive Ergebnisse erzielt hätten und schon im Juni die ersten Studien mit gesunden Freiwilligen starten sollen.

Im September 2019 investierte die Gates Stiftung bis zu 100 Millionen Dollar in Biontech aus Mainz. Dabei ging es um die Forschung an Therapien gegen die Infektionskrankheiten HIV und Tuberkulose. Biontech ist mittlerweile aber auch eine der führenden Firmen bei der Erforschung eines Covid-Impfstoffes. Gemeinsam mit dem amerikanischen Pharkonzern Pfizer laufen seit ein paar Wochen Studien in den USA, um mehrere Impfstoffkandidaten zu testen.

Bill Gates ist über seine Stiftung also tatsächlich in Pharmafirmen investiert und unterstützt damit zumindest indirekt die Forschung an Impfstoffen gegen das Coronavirus. Warum das aktuell ein möglicher Interessenskonflikt ist – darüber sprechen wir jetzt in Punkt fünf:

Wie finanziert Bill Gates die WHO?

Eine der größten Kritikpunkte an Bill Gates und seiner Stiftung ist, dass er angeblich die WHO gekapert hätte. Stimmt das? Schauen wir dazu mal auf die Webseite der Weltgesundheitsorganisation: Im Budget für die Jahre 2020 / 2021 ist die Gates Stiftung mittlerweile tatsächlich der Top-Finanzier, nachdem die USA ihre Gelder eingefroren haben. Genau genommen sind es rund elf Prozent, die Bill und Melinda Gates dem Geldtopf der Organisation beisteuern.

Seit der Jahrtausendwende unterstützte die Gates Foundation die WHO mit mehreren Milliarden Dollar, vor allem im Kampf gegen die Infektionskrankheit Polio, auch Kinderlähmung genannt. Mit diesem Geld nimmt die Stiftung Einfluss auf die WHO, weil die Spenden der Organisation nicht zur freien Verfügung stehen, sondern projektbezogen sind – und damit zu den Interessen der Gates Stiftung passen müssen. In einer Doku des öffentlich-rechtlichen Senders Arte bringt ein Professor für Weltgesundheit die Kritik daran auf den Punkt:

Dazu mal ein kurzer Blick in die Geschichte der WHO: Sie wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und ist die Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen. Sie wird von 194 Mitgliedstaaten getragen und ist demokratisch organisiert: Einmal im Jahr entsenden alle Mitgliedsstaaten Teilnehmer zur Weltgesundheitsversammlung. Die diesjährige World Health Assembly findet virtuell statt und konzentiert sich auf Maßnahmen gegen die Pandemie.

Die WHO ist wichtig für unser aller Leben, denn sie definiert Krankheiten – und zwar international verbindlich. Sie setzt Standards für deren Behandlung, unterstützt Mitgliedsstaaten beim Aufbau von Gesundheitssystemen und wird bei Seuchen selbst tätig – zum Beispiel entwickelt sie Tests, Medikamente und Impfstoffe. Als einen der größten Erfolge sehen WHO-Mitarbeiter die Ausrottung der Pocken im Jahr 1980.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

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24 Kommentare

24 Comments

  1. Avatar

    Peter

    23. Mai 2020 11:01 at 11:01

    Danke für diesen Artikel. Ich finde gut und sachlich formuliert, für mich echt informativ. Sicherlich sollten „infrastrukturthemen“ immer staatlich angegegangen werden. Ob allerdings die Staatengemeinschaft, so wie sich heute darstellt, dies leisten kann und auch leisten will, ich habe da meine Zweifel. Insofern handelt es sich um ein echtes Dilemma. Es lässt sich m. E. nicht sachlich, nur ideologisch lösen. Ob diese Ergebnisse dann besser sind als die auf privater Basis getroffenen?
    Was ist eigentlich an den Informationen dran, Gates habe in Indien einen unzureichend geprüften Impfstoff „durchgeprügelt“ mit hohen „Kollateralschäden“?

  2. Avatar

    schwarze_pille

    23. Mai 2020 13:17 at 13:17

    Corona ist nur ein Medienspektakel mit aufgeblasenen Zahlen durch nichtssagende Tests. Warum sollten 7 Milliarden Menschen Bill Gates oder der WHO vertrauen, wenn sie nicht einmal das Problem richtig zu bewerten wissen?

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      Tino Gruchmann

      24. Mai 2020 08:46 at 08:46

      Leider wird auch hier nur bedingte Kritik ausgeübt. Der Welt Ärztepräsident spricht sich übrigens jetzt für eine Zwangsimpfung aus. Abgesehen davon kann nach der neuesten Änderung des Infektionsschutzgesetzes dein Arbeitgeber Entscheiden ob er dich einstellt. Das ist bei vorhandener Impfung dann ein indirekter Zwang. Desweiteren überlegt die EU auch so eine Art Impfausweiss einzuführen, warten wir es mal ab wie freiwillig das alles sein wird. Übrigens hat Gates vor kurzem Versucht eine Gesetzesnovelle zur Impflicht mit 10Mio Dollar Subvention vorbei durchzudrücken. Hier gibt es noch vieles andere was man hinterfragen müsste. Auch die Absichten warum er das Wachstum der Weltbevölkerung reduzieren will. Obwohl ich das persönlich gut finde sollte man sich mal mit Planned Parenthood und mit deren Vorgängervereinung auseinandersetzen die sich auch für Zwangssterilisierungen von der schwarzen Bevölkerung in den USA einsetzte.

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        Tino Gruchmann

        24. Mai 2020 08:47 at 08:47

        In Nigeria war das mit den Gesetzen.

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    Torsten

    23. Mai 2020 14:07 at 14:07

    Solten wir uns nicht besser um die FIFA kümmern?
    Bill Gates will das alle Menschen gesund bleiben, gesunde Menschen kaufen Produkte mit den Unternehmen Gewinne machen können.
    Die FIFA dagegen ist doch mafiös, ein Selbstbedienungsladen für Wenige. Denen geht es nicht um Kinder die Fussball spielen und durch den Sport gesund bleiben. Die FIFA möchte an jedet der Bratwurst, dem Bier und vielleicht noch am Klopapier verdienen was im Stadion benötigt wird.

    Lassen wir uns schön von den wahren Problemen ablenken und jagen jeder Meldung zu Gates hinterher.

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      Tino Gruchmann

      24. Mai 2020 08:49 at 08:49

      Genau deshalb ist er auch in Coca Cola investiert, wegen der Gesundheit ;-)

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        Torsten

        24. Mai 2020 15:32 at 15:32

        er ist in Coca Cola investiert weil CC Dividende zahlt damit sein Fond stabile Erträge hat und Projekte finanzieren kann.

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          Tino Gruchmann

          25. Mai 2020 08:26 at 08:26

          Das ist aber das gleiche als wie wenn ich ein Friedensaktivist bin und mich an Rüstungsfirmen beteilige um dann mit den Profiten aus Kriegen den Frieden bewahren will 😁

          • Avatar

            Torsten

            25. Mai 2020 14:21 at 14:21

            schlechter Vergleich

            Danke für die Mitarbeit

  4. Avatar

    sabine

    23. Mai 2020 20:39 at 20:39

    Das Gute an den USA ist die dortige Freiheit, gepaart mit der analysierenden Klugheit der Angelsachsen. (Die bei uns wesentlich schwächer ist.)
    – Scotland Yard, Father Brown (Gilbert Keith Chesterton), Sherlock Holmes und Agatha Christie stecken in jedem Angelsachsen. Dadurch kommen solche Schweinereien heraus, wenn auch leider nicht immer endgültig wie der Kennedy-Mord, dagegen anderes schon, wie die Kuweit-Brutkastenlüge oder der Irakkrieg mithilfe Rafed Ahmet Alwan, heute sauber geklärt!!!
    https://www.anstageslicht.de/themen/geheimdienste/der-bnd-und-curveball/wie-die-wahrheit-irakkrieg-scheibchenweise-bekannt-wird/
    – Solche Entdeckungen und Aufarbeitungen wären in Rußland, China, Nordkorea, Zimbabwe usw. unmöglich. Schon Lenin hat gesagt, Diktatur erleichtert die Sache ungemein.
    – Natürlich gibt es durch die Riesenvermögen in den USA auch viele Verbrechen, mehr als in Island, Österreich oder Mali, aber eben auch die Möglichkeit der Entdeckung und Aufarbeitung, wie bei Watergate, wo die Regierung Nixon durch das Volk besiegt wurde. (So schlecht war er vielleicht nicht. Wer weiß das? Aber diese Handlung war es.)
    Jetzt gehts weiter mit Obamagate, etwas verdeckt durch die Corona-Weltkatastrophe, bzw. bei uns durch die Super-Medien natürlich unter den Tisch gekehrt. Gott sei Dank gibts Florian Homm, etwas amerikanisiert durch sein früheres Leben!
    https://www.youtube.com/watch?v=KdYk6fcqMK4

    • Avatar

      sabine

      23. Mai 2020 20:45 at 20:45

      Ach übrigens, das Video ist vom 12. Mai, und es gibt mittlerweile Reaktionen der Super-Presse.
      Der Boner Generalanzeiger schreibt am 18. Mai: „US-Präsident Donald Trump verbreitet vage Verschwörungstheorien über seinen Vorgänger Barack Obama.“ Vage? Objektiv ist anders.
      Der Stern freut sich am 20. Mai schon im voraus: „Wie Trump seine aktuelle Lieblings-Verschwörungstheorie um die Ohren fliegt.“

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    Dreamtimer

    24. Mai 2020 13:19 at 13:19

    Erwachsene brauchen Märchen und Bill Gates bietet da wirklich eine schöne Projektionsfläche: der immer lächelnde Milliardär mit der aufgesetzten Menschenfreundlichkeit ist in Wahrheit ein böser Onkel, der mit der Spritze voller gefährlicher Stoffe auf Dich wartet. Gegen ihn und seine von Davos aus agierenden Impfschwadronen muss Widerstand geleistet werden …

    Dagegen sind alle „Faktenchecks“ nutzlos. Da hilft nur Gott bzw. der Staat, wie dem @Peter weiter oben, der kurioserweise glaubt, dass sei hier eine Sache der „Infrastruktur“. Um Straßen, Schienen, Leitungen und Kabel geht es aber gar nicht. Dem Halt suchenden Geist, der die über allem stehende Gemeinschaft sucht, um den Bösen Wolf zu bannen und bei Bedarf mit Wackersteinen zu füllen, scheint kein Gleichnis zu weit hergeholt.

    Die gewitzteren unter den Lesern kennen dann aber auch schon Kapitel 2 der Horrorgeschichte und in dem geht es um Lobbyismus, gekaufte Politiker, Berater-Honorare in Millionenhöhe, um Drehtüren zwischen Politik und Wirtschaft, um „Cronyism“ und all die Lieblingsthemen der kritischen Wirtschaftsbetrachter.

    Ist der Puls noch in Ordnung, wie hoch ist die Temperatur, ist das schon Corona oder ist das noch normal? Ja … ich glaube es ist normal. Aber wie kann etwas in dieser Welt normal sein, wenn da draußen Bill Gates mit seiner Spritze als freier Mann rumläuft? Nur das gewöhnliche Leben ist rätselhaft.

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      Tino Gruchmann

      26. Mai 2020 19:26 at 19:26

      Faktenchecks sind wirklich derzeit sinnlos, denn aktuell gilt nur die Wahrheit der WHO.Wenn sich sich mal den geplanten Umgang mit der Pressefreiheit bei dem Event 201 anschauen dann bekommen Sie vielleicht einen kleinen Eindruck was hier gerade mit Wissensfindung abgeht. Selbst die Chefin von YouTube hat sich klar dazu bekannt kritische Meinungen zu dem Thema zu löschen. Das ist kein Märchen sondern die Realität. Ich habe übrigens auch schon mehrmals die Fakten in gewissen Faktenchecks nachrecherchiert und bin nicht von der Qualität überzeugt. Vor allem werden oftmals Kritiken weggelassen die man selbst in den öffentlichen Medien findet.

  6. Avatar

    Hesterbär

    24. Mai 2020 17:32 at 17:32

    Man kann es drehen und wenden, wie man will. Bill Gates ist kein Gutmensch, er ist ein Machtmensch mit ausgeprägten finanziellen und ideologischen Interessen.

  7. Avatar

    joah

    24. Mai 2020 18:17 at 18:17

    »Niemand hat die Absicht, eine Impfflicht [sic!] einzuführen!«
    Den Satz habe ich breits schon einmal gehört: damals ging es um einen großen „Raumtrenner

    • Avatar

      Columbo

      25. Mai 2020 12:19 at 12:19

      @Joah

      Impfpflicht bei Covid-19 wird nicht das Problem sein, eher zu wenig Impfdosen, speziell am Anfang. Die Leute werden den Impfzentren panisch die Türen einrennen, jeder wird der Erste sein wollen. Impfgegner werden dann wohl eher als eine Art Marsmenschen angesehen werden😀.

  8. Avatar

    thinkSelf

    24. Mai 2020 23:50 at 23:50

    Erst mal muss man klar sehen, das Gates überhaupt nichts „gespendet“ hat, sondern lediglich sein Vermögen in eine Stiftung eingebracht hat. Die wer kontrolliert? Immer noch er selbst. Im wesentlichen ist er weiterhin als Unternehmer und Investor tätig um sein Vermögen zu mehren. Was ich prinzipiell gar nicht kritisiere. Und das die einzelnen Staaten so bescheuert sind, Großunternehmen nicht so zu besteuern wie den Mittelstand, werfe ich jetzt erst mal auch nicht den Unternehmen vor.

    Aber wenn irgend jemand anfängt die „moralische“ Karte zu spielen, weil ihm selbst vielleicht nicht ganz wohl bei der Sache ist, dann ist Vorsicht geboten.

    Das Menschen mit entsprechendem Einfluss mit der Zeit Allmachtsphantasien entwickeln, ist ja nun auch kein unbekanntes Phänomen. Wobei noch erschreckender ist das die auch immer noch eine Menge Anhänger finden, die das auch glauben.

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    Kritisch on fire

    25. Mai 2020 13:02 at 13:02

    Ich verstehe die ganze Diskussion über Impfungen, Impfpflicht überhaupt nicht. Meiner Meinung nach sollte es grundsätzliche Impfpflicht geben, sofern es überhaupt wirsame Impfsera gibt, um bereits ausgeottet geglaubten Krankheiten keinen Wiedereinstieg in die Volksgesundheit zu ermöglichen. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit und Jugend erinnern wo in jedem Ort mehrere Menschen mit massiven Polio-Verkrüppelungen oder auch pokennarbigen Gesichtern herumliefen oder auch immer wieder Menschen an Masern, Keuchhusten, Diphterie oder auch Tollwut erkrankten oder sogar starben. Hat man diese Zeiten wirklich schon vergessen? Zur Motivation von Bill Gates und seinem Engagement für mehr Gesundheit in der Welt kann ich wenig sagen, außer, dass ich jedes Engagement in diesem Sinne gut heiße, egal ob dahinter monitäres oder auch machtpolitisches Gedankengut steckt.

    • Avatar

      Columbo

      25. Mai 2020 16:48 at 16:48

      @Kritisch on fire

      Was du bezüglich Impfung schreibst, ist gesunder Hausverstand.
      Warum der so vielen komplett fehlt, ist mir ein Rätsel.

      • Avatar

        Michael

        25. Mai 2020 22:09 at 22:09

        @Columbo, @Kritisch in fire, tut mir leid, wenn ich da ein bisserl widersprechen muss.
        Pockennarbige Gesichter liefen sicher nicht wegen Pocken, sondern wegen Akne rum.
        An Tollwut ist keiner jemals erkrankt, der nicht von einem tollwütigen Tier gebissen wurde.
        Masern und Mumps hatten wir als Kinder alle, da kenne ich hunderte von Schulkameraden und Freunden, deren Geschwister und Verwandte, und keiner davon ist gestorben.
        Durch diese Kinderkrankheiten und die damaligen Lebensumstände hat sich das körpereigene Immunsystem doch erst entwickeln und stärken können.

        All meine älteren Geschwister und ich wurden zuhause auf der Couch oder im Bett geboren, nicht im sterilen Kreißsaal. Wie auch fast alle anderen Kinder zu der Zeit in der Gegend. Und alle haben wir überlebt. Und leben noch heute, die allermeisten gesund und zufrieden, wie ein kürzliches Klassentreffen bewiesen hat. Gegen üblere Dinge wie Wundstarrkrampf, Diphterie, Polio und Pocken gab es bereits „damals“ Pflichtimpfungen in der Schule. Man sollte die Kirche immer im Dorf lassen.

        Denn eine Forderung nach einer grundsätzlichen Impfpflicht gegen jeden kleinen Furz ist Wahnsinn! Gegen Wundstarrkrampf, Diphterie, Polio und Pocken, ja! Gegen ausländische „Tropen“krankheiten nur für Urlauber, die meinen, sich dem aussetzen zu müssen, kein Thema.

        Aber bei einer prophylaktischen Impfung gegen jedes bekannte Virus, jedes Bakterium, jeden Krankheitserreger hört der Spaß auf. Das ist volkswirtschaftlicher, medizinischer, gesellschaftlicher, politischer und philosophischer Blödsinn.

        • Avatar

          Columbo

          26. Mai 2020 04:06 at 04:06

          @Michael

          Die gute alte Zeit war nicht immer so gut.
          Hausgeburten sind ein Risiko, das man heute glücklicherweise vermeiden kann.
          Masern ist eine sehr gefährliche Krankheit mit wiederholten irreversiblen Hirnschäden.
          Die Pneumokokkenimpfung für ältere Menschen ist wichtig, da es immer weniger wirksame Antibiotika gegen diese, eine schwere Lungenentzündung hervorrufende, Bakterien gibt.
          Die Grippeimpfung ist für Ältere und Risikopatienten ebenfalls ein Muß, wenn sie nicht daran sterben wollen.
          Impfungen gegen Tropenkrankheiten sind selbstverständlich nur bei Reisenden in die gefährlichen Zonen indiziert.
          Die Impfung gegen die Frühsommermeningoenzephalitis, die durch Zecken übertragen wird, ist sinnvoll, für Menschen, die sich in den verseuchten (weit verbreiteten) Gebieten viel in der Natur aufhalten. Auch hier verursacht die Krankheit schwere Hirnschäden.
          Man kann sich auch nicht impfen lassen, dann ist man ein vermeintlicher Held, in Wahrheit aber ein Schmarotzer
          auf Kosten der Allgemeinheit, die sich impfen läßt.
          Nichtgeimpfte Kinder bringen andere Kinder, die noch zu jung für die Impfung sind, in Gefahr.

          • Avatar

            Tino Gruchmann

            26. Mai 2020 19:31 at 19:31

            Zum Thema Grippeimpfung für ältere, die letzten hatten einen Wirkungsgrad von ca. 4% bei Menschen ab 60,das ist rausgeworfenes Geld, da könnte man eher in bessere Hygiene in Krankenhäusern investieren, daran sterben allein in Deutschland bis zu 30000Menschen jährlich.

          • Avatar

            Michael

            26. Mai 2020 23:45 at 23:45

            @Tino Gruchmann, sehr viele Ärzte raten auch gegen Impfungen gegen die Frühsommermeningoenzephalitis ab, weil die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei etwa 5 Promille liegt, die Nebenwirkungen aber mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit enorm sein können.

            Was Sie über die Hygiene und Infektionsgefahr in Krankenhäusern schreiben, kann ich nur unterstützen. Das sind und waren schon immer die Infektionsherde für Lungenentzündungen und andere bakterielle Infektionen.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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