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Bill Gross: nächster „Short des Lebens“ ist China

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Nachdem Bill Gross die deutsche Bundesanleihe zum „Short des Lebens“ ausgerufen hatte, sieht der ehemalige PIMCO-Chef nun am Aktienmarkt in Shenzhen die nächste große Gelegenheit für fallende Kurse. So schrieb Gross auf Twitter:

„German Bund „Short of a lifetime“ update – it’s happening. Up next – China Shenzhen index. Not just yet …“

Gross lag mit seiner Idee, die deutsche Bundesanleihe zu shorten, goldrichtig, hatte allerdings mit der Umsetzung seine Probleme: sein Vorschlag sei “well-timed but not necessarily well-executed.” Durch die Struktur seine Portfolios konnte Gross bislang kaum Gewinne erzielen, trotz des heftigen Abverkaufs der deutschen Bundesanleihe.

Nun aber erblickt Gross im zweiten großen Aktienmarkt Chinas, Shenzhen, die nächste Riesen-Gelegenheit. Der Aktienmarkt in Shenzhen ist in den letzten 12 Monaten um 191% gestiegen, von den 1700 in Shenzhen gelisteten Werten verzeichnen nur fün Verluste seitdem. Der Index Shenzhen Composite hat mit 74,5 das höchste KGV weltweit – beim auch nicht gerade billigen Shanghai Composite liegt das KGV nur bei knapp 25. Die Marktkapitalisierung der Aktien in Shenzhen übertrifft mittlerweile die Marktkapitalisierung aller Aktien in UK. Dazu Bill Gross in einem Mail-Kommentar:

„Future growth doesn’t justify these levels and technically it has similarities to a chain letter (..) Chinese retail investors are opening up new accounts at a record pace and fueling the almost hyperbolic rise in prices. At the same time, Chinese exports are slowing and its currency – the yuan – is becoming increasingly uncompetitive to other Asian currencies because it is tied to the dollar.”

Auch wenn Bill Gross noch abwarten will: in der Nacht zum heutigen Donnerstag gab es im Reich der Mitte zwischenzeitlich einen Crash, die Kurse in Shanghai rauschten um 5%, in Shenzhen gut 4% nach unten, erholten sich aber zum Handelsende wieder deutlich und schlossen wenig verändert. Auslöser des vorübergehenden Abverkaufs war, dass der Broker Golden Sun Securities die Margins für den Index ChiNext (faktisch eine Wiederholung des „Neue Marktes“ aus seligen Zeiten der New Economy, nur diesmal im Blasenland Chinas) angehoben hatte.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Big Tech mit „enttäuschend guten Ergebnissen“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die großen Tech-Konzerne haben gestern sehr gute Quartalszahlen gemeldet. Er geht darauf ein, welche Haare in der Suppe die Anleger dennoch fanden, weshalb die Kurse dann nachbörslich fielen.

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Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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