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BlackRock: US-Aktien attraktiver, US-Rezession wohl nicht vor 2020

Redaktion

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Immer mehr Anleger stellen sich genau diese Frage: Wann ist der Höhepunkt erreicht? Wann kommt die Rezession? Denn der aktuelle durch Notenbanken aufgepumpte Anstieg bei Konjunktur und Börsen dauert historisch betrachtet schon viel zu lange. Wann kommt „endlich“ das reinigende Gewitter, dass die aktuelle Übertreibung abbaut? Exakt wissen tut das wohl niemand. Deswegen schauen sich viele Anleger nach Experten-Meinungen um.

Nur weil jemand viel Geld verwaltet, muss das nicht bedeuten, dass er eine Glaskugel hat. Dennoch sollte man zum Beispiel auch die Meinung des größten Vermögensverwalters der Welt „BlackRock“ anhören, denn vielleicht trägt sie bei zur Erweiterung des eigenen Horizonts? By the way… wir bei FMW müssen nicht zwangsläufig die folgende Meinung teilen, wir möchten sie nur erwähnen! Ziehen Sie liebe Leser/innen bitte ihr eigenen Schlüsse.

Martin Lück ist Chef-Investmentstratege bei BlackRock in Deutschland, und spricht somit im Namen von BlackRock. Gegenüber Die Presse äußert er sich aktuell zum Marktniveau der Aktienkurse und einer möglichen Rezession. Seine Meinung ist dabei klar und durchaus erstaunlich. Einen richtigen Handelskrieg zum Beispiel sieht er nicht. Das sei nur Wahlkampfgetöse, der bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November anhalte (eine erstaunliche Sichtweise).

Er hält die steigenden US-Zinsen und die Überhitzung der Wirtschaft durch die US-Steuerreform für wichtiger. Dennoch sieht er in den USA eine Rezession womöglich erst ab 2020 im Anflug. Wenn die Risiken nicht einträten, sollten die Kurse noch eine Weile weiter steigen. Vor allem die Technologie-Riesen in den USA (FAANG) wie Amazon, Apple und Co sollten laut Lück weiter steigen. Dies liege an einer insgesamt risikofreudigen Stimmung der Anleger. Auch sorge die US-Steuerreform dafür, dass die großen US-Konzerne viele Auslandsgelder zurückholen, und damit eigene Aktien zurückkaufen (das treibt die Kurse).

US-Aktien seien attraktiver als europäische, so Lück in dem Interview. Die Gewinne der US-Firmen profitierten von den gesenkten Steuern, und die Kurse von den Aktienrückkäufen. Wir meinen: Argumentativ kann man dem folgen. Nur ob dieser Effekt auch noch das ganze Jahr 2019 anhält, wie Lück es in den Raum wirft, ist fraglich. Die Unternehmen in Europa seien stärker exportlastig als die US-Firmen, und würden daher mehr unter Handelskonflikten leiden.

Man solle sich laut Lück frühestens in einem Jahr Sorgen über das Ende der steigenden Kurse machen. Die Märkte würden eine Rezession (der Realwirtschaft) 6-9 Monate vorwegnehmen, und dann sei es offenbar soweit. Aber die Anleger seien jetzt schon vorsichtiger geworden. Bis Jahresende 2018 gebe es noch gute Chancen für weiter steigende Kurse. Und wichtig, so das Zitat von Lück: Es sei durchaus denkbar, dass man den Höhepunkt schon gesehen habe. Das bedeutet: Auch Lück weiß nicht genau, wann der Höhepunkt erreicht ist. Also: Noch ein paar Monate weiter Euphorie und steigende Kurse, und dann muss man sich langsam anschnallen, bis es ab 2020 langsam ungemütlich wird?

Dax und Dow - Rezession ab 2020?
Dax und Dow im Langfristverlauf seit 2004.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    17. Juli 2018 22:06 at 22:06

    Markus , die Kiste dreht im Jahr 2019 nach oben ab ? Der Amilandladen hat doch sowieso nix mehr zu sagen ? Du bist ein Bär , ich weiß… Markus, Du zeigst den Leuten wie man Märkte analysiert, Klasse !
    Markus, unser 08/15 – EZB-Laden muss hier für geordetente Verhältnisse sorgen, d.h. eine Angleichungen zwischen den Aktien und den Anleihemärkten,muss da sein, Zinsabstand EUR/USD ? Ganz ehrlich ?

    Der Aktienmarkt wird mit extremst hoher Wahrscheinlichkeit NICHT fallen ? Wenn der Aktienmarkt das tätäe, wäre Lehman ein Witz. Warum, wies,o weshalb, das müsst Ihr wissen…

    Vg

    Marko

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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