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Commerzbank-Quartalszahlen: Kräftiger Verlust dank Verbuchung kompletter Kosten für Personalabbau

FMW-Redaktion

Die Commerzbank-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) vor Risikovorsorge liegt bei 2,07 Milliarden Euro nach 2,24 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.

Der Verlust liegt bei 637 Millionen Euro ( erwartet -600 / Vorjahresquartal +215 ).

Die harte Kernkapitalquote betrug 13,0% nach 12,5% im Vorquartal.

Wie schafft die Commerzbank es nach einem netten kleinen Plus im Vorjahr jetzt so ein dickes Minus hinzulegen? Die Kosten für den Abbau von 7.000 Arbeitsplätzen (Abfindungen) verbucht die Bank im letzten Quartal auf einen Schlag komplett. Somit drücken 807 Millionen Euro den Gewinn dick ins Minus!

Das operative Ergebnis ohne Sonderposten lag bei +183 Millionen Euro nach +351 Millionen Euro vor einem Jahr.

Die Aktie notiert vorbörslich mit -3,1%.

Die Commerzbank auszugsweise zum Ergebnis im Zitat:

Die Commerzbank kommt bei der Umsetzung ihrer Strategie Commerzbank 4.0 gut voran und hat ihre harte Kernkapitalquote CET 1 weiter verbessert. Die Bank hat die angekündigten Restrukturierungsaufwendungen bereits im zweiten Quartal vollständig gebucht und sich mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmensozialplan und einen Rahmeninteressenausgleich geeinigt. Zur Jahresmitte hat die Bank im Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland netto bereits mehr als 500.000 neue Kunden gewonnen. Das Schiffsportfolio im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) konnte im ersten Halbjahr um 0,9 Milliarden Euro deutlich reduziert werden und liegt nun bei 3,9 Milliarden Euro. Bis Ende des Jahres soll es auf rund 3 Milliarden Euro reduziert werden.

Und so sieht der Ausblick aus. Zitat:

Im Geschäftsjahr 2017 wird die Bank ihre Marktposition weiter stärken und sich auf die Umsetzung der Strategie Commerzbank 4.0 konzentrieren. Die Bank strebt – einschließlich des Effekts aus der Einführung von IFRS-9 ab 1. Januar 2018 – eine harte Kernkapitalquote CET 1 von rund 12,5 % an. Die Kostenbasis wird unter 7,1 Milliarden Euro erwartet. Die Risikovorsorge dürfte bei rund 800 Millionen Euro liegen, davon entfallen rund 450 Millionen Euro auf das Segment ACR. Das Ergebnis des zweiten Halbjahres wird von außerordentlichen Erträgen in Höhe von mehr als 390 Millionen Euro aus Verkäufen und Bewertungen profitieren. Die Bank erwartet ein leicht positives Konzernergebnis für das Gesamtjahr.

Fazit: Das Ergebnis fällt durch die einmalige Buchung der Sonderkosten natürlich schlecht aus, aber damit ist diese Sache kostenmäßig erledigt! Dennoch sind operative Gewinne von nur 183 Millionen Euro nach 351 Millionen Euro im Vorjahr ziemlich schwach. Der Ausblick bleibt ziemlich verhalten. Man könnte ihn auch als „extrem vorsichtig optimistisch“ benennen.


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1 Kommentar

  1. Wie sollen dann Kaffe und Kuchen im modernen Knastambiente den Kunden serviert werden, wenn die Coba ihre Filialen dicht macht und reihenweise Mitarbeiter entlässt?

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