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Coronavirus: USA erstmals über 50.000 Fällen – wie reagiert Wall Street?

Die USA haben bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 50.000 überschritten – wie wird die Wall Street auf diese Zahlen reagieren?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die USA haben bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 50.000 überschritten – die Aktienmärkte in Europa steigen heute vormittag, aber wie wird die Wall Street auf diese Zahlen reagieren? Mit Achselzucken – oder doch mit Abgaben, wie sie schon häufiger zu beobachten waren als etwa die neuesten Zahlen aus Kalifornien oder Florida über die Ticker gingen?

Der Trend bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist jedenfalls bedenklich – gestern mit knapp 53.000 Fällen ein neues Allzeithoch:

Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA

Der Chart zeigt, dass der Abwärtstrend in den USA Mitte Juni gebrochen wurde, seitdem dynamisiert sich der Anstieg geradezu.

Treiber dieser Entwicklung sind inbesondere die südlichen US-Bundesstaaten: Arizona, California, Georgia, North Carolina und Texas erreichten gestern neue Höchstwerte an Neuninfizierten mit dem Coronavirus. Zwar testen die Amerikaner inzwischen deutlich mehr, doch liegt der Anstieg der positiv Getesteten deutlich über dem Anstieg der Test selbst:

Es gibt mehr Tests, aber der ANstieg der positiv mit dem Coronavirus Getesteten steigt stärker

Grafik: The Covid Tracking Project

Heute morgen deutscher Zeit hat der „Corona-Papst“ Fauci eingestanden, dass die USA das Coronavirus nie unter Kontroolle gebracht hätten  – ein Eingeständnis, das freilich recht spät kommt. Vielleicht hätte Fauci diese Aussage vor der Wiedereröffnung vieler US-Bundesstaaten machne sollen. Jedenfalls sind es vorwiegend jene US-Bundesstaaten, die am Frühesten den lockdwon beendet haben, die nun die größten Anstiege mit Neuinfektionen zeigen.

All das macht klar: auch das dritte Quartal wird stark belastet durch die Coronakrise – das „V ist vom Tisch„. Was, wenn die USA auch im dritten Quartal nicht ansatzweise zur Normalität zurück kehren? Können die Aktienmärkte dann einfach so weiter machen mit steilen Anstiegen? JP Morgan hat nun gewarnt, dass die Anleihemärkte bereits Gefahr signalisierten: die Chancen auf einen „Politik-Fehler“ würden steigen, wenn die Fed oder der US-Kongreß nicht bald neue Maßnahmen ergreifen würden.

So oder so: der Abstand zwischen Realwirtschaft und Aktienmärkten wird immer größer – demenstsprechend auch die Fallhöhe, wenn die USA das Problem mit dem Coronavirus nicht sehr bald in den Griff kriegen. Sonst braucht man immer wieder neue „Statistik-Wunder„..

Die USA bekommen das Coronavirus nicht in den Griff

40 Kommentare

40 Comments

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    Tino Gruchmann

    2. Juli 2020 11:10 at 11:10

    Schaut euch mal die Ausweitung der Tests im Verlgeich des Anstiegs an und die stark abnehmende Todesrate. Es werden mittlerweile 600000-700000 Tests täglich durchgeführt. Hier sollte man mal analysieren wie viele falsch positive es gibt und wie viele mit mildem Verlauf?

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    Roland

    2. Juli 2020 11:16 at 11:16

    Bald kommt der Impfstoff, dann ist dieses leidige Thema der Schere zwischen Bewertung und Kursen vom Tisch. Dann kann man endlich den DAX gesund und mit Notenbanken-Unterstützung weit über die Allzeithochs wandern lassen. Dann sind das gerade rückblickend spottbillige Einstiegspreise gewesen. Dieses ewige Gejammere von wegen schwächelnde Konjunktur kann man ja nicht mehr hören.

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      Hinterfrager

      2. Juli 2020 11:48 at 11:48

      Jo, ein getesteter und effektiver Impfstoff, der rasch weltweit zur Verfügung stünde, wäre definitiv ein game changer! Bis dahin bleibt alles wackelig. Das „V“ ist bereits passè und könnte sich bestenfalls noch zu einem lang gezogenen „W“ entwickeln.

      Denn nicht nur die US-Wahlen, sondern auch das Winterhalbjahr auf der (bevölkerungsreichen) Nordhalbkugel könnte sich in dieser Pandemie als starker Einflussfaktor darstellen: Sinken nämlich erst einmal die Temperaturen und UV-Strahlungswerte, wird sich die Überlebenszeit des Virus an der Luft leider auch deutlich verlängern.

      Dazu liefert ein aktueller Blick auf die winterliche Südhalbkugel eine Art anekdotische Evidenz: Trotz teils sehr scharfer Lockdowns steigen die Infiziertenzahlen in Südafrika, Argentinien und Chile in bisher nie dagewesene Höhen (einfach mal bei der Google-Suche „Corona“ und das jeweilige Land eingeben und links auf „Statistik“ klicken). Und auch Teile des australischen Großraums Melbourne werden seit gestern neuen Lockdown-Maßnahmen unterworfen:

      https://www.news.com.au/world/coronavirus/australia/fate-decided-by-house-number-for-residents-on-melbourne-lockdown-borders/news-story/8cdd006d27f32d2283b0d4ff58f6c952

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    Ranzentier

    2. Juli 2020 11:20 at 11:20

    …hat auf dieser Seite eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht das die Coronazahlen in den USA nicht stimmen…es handelt sich ja sichtbar nicht nur um einen Handelskonflikt, sondern auch eine Desinformationskampagne von allen Seiten…nach dem Motto…was die Chinesen können können die Amis schon lange…meine Vermutung ist, dass die Coronazahlen extra hoch angesetzt werden, um Schwäche zu signalisieren, wo keine ist…die schlechten Zahlen zum Arbeitsmarkt im Vormonat wurden noch in der Phase der FED-Geldschwemme veröffentlich, damit kein Problem für die Märkte…jetzt kommen die Revisionen für die Zahlen nach oben…nochmals Jubel an den Märkten…ich vermute die Zahlen zu den Erst- und Folgeanträgen werden heute sehr positiv ausfallen…und die Kurse werden nach oben ausbrechen,,,schau mer mal

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    Columbo

    2. Juli 2020 12:07 at 12:07

    50.000 sind ca. 0,01 Prozent von 300 Millionen(Einwohnerzahl).
    Ich habe in Amerika derzeit eine allgemeine Wahrscheinlichkeit von 0,01% an Covid zu erkranken.
    (Sollte mir jemand Rechen-oder Denkfehler vorwerfen: Akzeptiert, bin schließlich auch nicht mehr der Jüngste😃).

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      leftutti

      2. Juli 2020 14:57 at 14:57

      @Columbo, es sind 50.000 Fälle pro Tag. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres an Covid-19 zu erkranken, läge bei dieser Ansteckungsrate demnach bei etwa 6%.

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        Columbo

        2. Juli 2020 21:35 at 21:35

        @Leftutti

        Ja stimmt, da war ich jetzt echt daneben🙈

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    klempner

    2. Juli 2020 12:08 at 12:08

    Mannometer,schmeisst eure Smartphones,PCs ,TVs und Sekundennews in Müll. Stellt euch eine
    Frage: Kenn ich 2 Menschen persönlich,die nachweisich und zweifelsfrei nur an Covid gestorben sind im Krankenhaus auf der Intensivstation? Und ward ihr dort zu Besuch und habt es erlebt
    oder wieviele Freunde habt ihr persönich zur Beerdigung gefahren? So es kommt nur auf die
    „Mehrtoten/GrippeJahr“ an,an nichts anderem kann man das Mehrisikio sehen!!!
    So und jetzt,tja ?Gähnende Leere,wie.
    Das ganze nennt sich kollektive Mathematikinvalidität,benutzen die Mediziner schon seit
    Jahr und Tag gegen die Menschen.(IGEL-Leistung).
    Aber die enormen Mittel die 2009 und jetzt ,die wird jemand die nächsten 30 Jahre
    zu bedienen haben,da kommste mit Mathematikinvalidität vorm Fiskus und den Banken nicht
    durch.
    mfg

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      Hinterfrager

      2. Juli 2020 12:32 at 12:32

      Jo, ich kenne jemanden: Eine sportliche 48-jährige, nicht vorerkrankte Frau aus dem Emsland. Und auch der Blick aufs große Ganze – mehrfach durch deutsche und britische Wissenschaftsstudien sowie eine DESTATIS-Sonderauswertung zur Sterblichkeit abgestützt – ist recht klar:

      https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/corona-lebenserwartung-101.html

      Aber wenn man nun einmal kein Pandemieopfer kennt und davon ausgehend die Überflüssigkeit der eindämmenden Maßnahmen propagiert, ist man schlicht einem schweren Denkfehler, der sich aus dem Präventionsparadoxon ergibt, erlegen (einfach mal googeln)…

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        DieterG

        2. Juli 2020 13:54 at 13:54

        Oha…ein Link zur Staatspresse :-)

        Nachweislich ist der ganze Spuk blanker Unsinn. Bei der WHO ist eine Studie aus November 2019 verfügbar. Quasi ein Handbuch zu COV2. Jetzt frag dich mal, wieso Nov. 19? Gibt´s das Teil etwa schon länger???

        Dort wird u.a . der Sicherheitsabstand von 1,50 m als totaler Unsinn deklariert. Selbst 4 Meter ist noch zu eng wenn es um die Frage der Ansteckung geht.

        Es handelt sich aber um eine grippeähnliche Erkrankung und nicht um einen Killervirus. Kein Land weltweit kommt über eine Erkrankungsrate von 0,5%. Heisst, 99,95% der Bürger sind gesund. Eine Pandemie, wie sie seitens der WHO definniert wurde, sieht anders aus. Nur wird im ÖR die Panik geschürt ohne Ende. Dauerbeschallung mit nichts sagenden Informationen.

        Dafür dürfen wir weiter CO2 einatmen und wenn Du das super findest…ja, dann ist es in der Tat ein Killervirus.

        Ich bin fassungslos mit welch devoter Haltung die Bevölkerung sich gängeln lässt.

        Toi…toi…toi

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          Hinterfrager

          2. Juli 2020 14:39 at 14:39

          Klar, weil die sog. „Alternativpresse“ (und damit ist ausdrücklich NICHT FMW gemeint ;-)! ) anerkanntermaßen ganz dicht und jederzeit an Realität und Fakten dran ist und dort u.a. die Erde zur Scheibe erklärt wird – oder uns weis gemacht werden soll, das 1+1 eben nicht 2 ergibt. Prominentester Alternativfakten-Tröter: The Donald.

          Aber hey, wie wär’s mit ein bisschen echt männlichem Draufgängertum? So wie Fahren ohne Sicherheitsgurt oder Sturzhelm? Oder impffrei die Kinder durch Masern- und Tetanusinfektionen jagen? Da müssen alle einfach durch, nicht wahr? Das macht sie nur noch härter…

          Na, wie wär’s mal mit ’nem unbekannten Virus am eigenen Leib? Opferzahl weltweit aktuell seit Januar: gut eine halbe Million. Ach kommt, hört zu, Furchtlose und Nicht-Risikogruppen-Angehörige: Immer schön ran an die Front und zeigen, wer ein echter Kerl ist! Ohne Maske, versteht sich. Denn dieser „Spahn-Lappen“ ist nur etwas für Angsthasen und andere Weicheier, nicht wahr?

          Toi toi toi…! Vor allem, dass jene Stimme, die anderen regelmäßig Meinungsdiktatur unterstellt, aber sie selbst überall praktiziert, nicht irgendwann final verstummt…

          P.S.: Chile, Katar, Kuwait oder Peru etwa liegen bereits hart an oder schon deutlich über der 1%-Erkranktenquote, wenn man richtig rechnen kann…

          https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/

          • Avatar

            leftutti

            4. Juli 2020 12:46 at 12:46

            @Lorenz, sind Sie wirklich zu dusslig, um es zu verstehen? Der Begriff und die Definition der Erkrankungsrate sind keine Erfindungen von mir. Wenn Ihnen das nicht gefällt, beschweren Sie sich doch beim Robert-Koch-Institut oder an ähnlicher Stelle. Aber vielleicht etwas höflicher, als Sie hier zu Werke gehen.

            In der Epidemiologie benutzt man per definitionem immer Zeiträume zur Berechnung der Erkrankungsrate. Diese sind sehr oft ein Jahr, 30 Tage, die Dauer einer Epidemie (z.B. Grippesaison) oder die Dauer einer Welle. Bei der spanischen Grippe vor 100 Jahren waren es z.B. drei Wellen, wobei die Erkrankungsrate mit der 2. Welle deutlich anstieg, da das Virus mutiert war. Also macht es Sinn, auch die einzelnen Wellen zu vergleichen und nicht nur den gesamten Pandemiezeitraum zu betrachten.

            Aber es macht wenig Sinn, einen Zeitraum von hunderten oder gar tausenden von Jahren zu beobachten. Zum einen wären da die mangelnden bis fehlenden Daten und Aufzeichnungen. Daneben gab es massive medizinische Fortschritte, Impfstoffe, verbesserte Lebensbedingungen uvm. Es würde je nach Forschungszweck aber natürlich Sinn machen, einzelne Perioden (z. B. Jahre oder Jahrzehnte) miteinander zu vergleichen.

            Üblicherweise interessiert bei sehr kurz dauernden, sich rasch ausbreitenden und wieder rückläufigen Krankheiten wie der Grippe eher, wie viele Personen während einer Woche oder in der gesamten Grippesaison krank waren. Bei Corona dürften es eher die Wellen sein, da das Virus saisonal oder wetterbedingt offensichtlich nur schwer zu beeindrucken ist. Oder die Zeiträume von wesentlich ansteckenderen Mutationen, wie derzeit deutlich sichtbar wird.

            Die Berechnung der Punktprävalenzen zu einem bestimmten Zeitpunkt, wie Sie es bevorzugen, als Basis zur Berechnung der Erkrankungsrate heranzuziehen, ist hingegen wenig sinnvoll bis völlig sinnfrei. So werden diese bei einer hohen Fertilitätsrate, wie sie beispielsweise bei der spanischen Grippe vorlag, extrem verzerrt. Ebenso, wenn bereits eine hohe Durchseuchung zu verzeichnen ist.

            Punktprävalenzen haben natürlich ihre Daseinsberechtigung. Sie werden z. B. herangezogen, um verschiedene Zeitpunkte miteinander zu vergleichen, was wiederum Aufschluss über die Dynamik einer Epidemie oder Pandemie gibt. Leider befürchte ich, dass Sie auch diese Erläuterungen wieder nicht kapieren werden.

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          leftutti

          2. Juli 2020 16:31 at 16:31

          @DieterG, Kein Land weltweit kommt über eine Erkrankungsrate von 0,5%.
          Alleine in den USA gibt es knapp 2,8 Millionen Fälle. Ergibt bei 331 MIo Einwohnern eine Erkrankungsrate von … ? Sie Rechengenie 😂 😅 🤣

          P.S. In Chile z.B. sind es etwa 1,5%, insgesamt haben 25 Länder eine höhere Erkrankungsrate, von den teilweise utopischen Dunkelziffern mal ganz abgesehen …

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            Lorenz

            2. Juli 2020 17:42 at 17:42

            @Leftutti, es macht doch wohl nur Sinn, zu betrachten, wieviele Personen gleichzeitig infiziert sind. Die kumulierte Zahl der Personen, die sich innerhalb von 100 Jahren infiziert haben, ins Verhältnis zur aktuellen Bevölkerungszahl zu setzen, ist hingegen völlig sinnfrei.
            Sie Universalgenie! 🙈🤣😂

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            Hinterfrager

            2. Juli 2020 18:03 at 18:03

            @ Lorenz

            Wir sprechen hier momentan über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten, denn der Ausbruch dieser neuen Krankheit ist erst seit etwa einem halben Jahr in der Breite bekannt. Keine Schutzmaßnahmen vorausgesetzt – wie in leider zu vielen Ländern zu beobachten – dürfen Sie gerne mal weiter rechnen, und zwar auch auf exponentieller Basis. Denn so verbreitet sich der Erreger nunmal, wenn man Naturgesetzmäßigkeiten und mögliche Eindämmungsmaßnahmen ausblendet – so wie damals bei der Spanischen Grippe 1918 ff.. Eigentlich sollten die Lernkurven in den letzten hundert Jahren angestiegen sein, finden Sie nicht?

            Übrigens: Wo steht bislang eigentlich in Stein gemeißelt, dass sich Erkrankte mit keinen oder nur leichten COVID-19-Symptomen nicht erneut anstecken können? Etwa weil bei Ihnen schon nach wenigen Wochen gar keine Antikörper mehr nachweisbar sind…

            https://www.fr.de/panorama/corona-forscher-warnen-studie-immunitaet-corona-viele-covid-19-patienten-kurzfristig-immun-zr-13809876.html

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            leftutti

            2. Juli 2020 18:59 at 18:59

            @Lorenz, ergänzend zu dem treffenden Kommentar von @Hinterfrager möchte ich noch hinzufügen, dass in den genannten Ländern USA und Chile sogar nur etwa 3.5 Monate vergangen sind, als die ersten vereinzelten Fälle auftraten, und nicht 100 Jahre. Wir können ja dann mal Mitte März 2021 sehen, wie viele Bürger sich in einem Jahr infiziert haben. Wobei die utopische Dunkelziffer auch dann nicht bekannt sein wird, denn dafür müsste man alle testen und nicht nur zwischen 0,1 bis maximal 10% (kumliert), Sie Wunderknabe! 😂 😅 🤣

          • Avatar

            Lorenz

            3. Juli 2020 16:28 at 16:28

            Mönsch @ Leftutti, Sie sollten doch nicht das halbe Internet abschreiben!
            Das soll jetzt wohl mächtig Eindruck schinden, was?
            Ich hatte Sie doch nur gebeten, anhand Ihrer eigenen Formel für die Erkrankungsrate

            Zitat: „Alleine in den USA gibt es knapp 2,8 Millionen Fälle. Ergibt bei 331 MIo Einwohnern eine Erkrankungsrate von … ? Sie Rechengenie 😂 😅 🤣“ Zitat Ende

            und der von mir vorgegebenen Zahlen die Erkrankungsrate von Masern in Deutschland zu berechnen. Das dürfte doch nicht so schwer sein, oder? Was kommt denn da nun raus?

          • Avatar

            leftutti

            3. Juli 2020 23:04 at 23:04

            @Lorenz, jetzt werden Sie leider unsachlich und polemisch, vermutlich weil die Argumente ausgehen und die neuronalen Bahnen glühen. Bitte konkretisieren Sie zuerst einmal mehrere hundert Jahre. 200, 500, 1400, 3000?

            Gerne rechne ich Ihnen die 200- oder auch 3000-Jahres-Prävalenz aus, wenn Sie mir dazu das durchschnittliche zeitliche Mittel der Populationsgröße mitteilen. Falls Sie zusätzlich die Daten über die jeweiligen Neuerkrankungen für jedes Jahr und die Populationsentwicklung kennen, würde ich Ihnen sogar die jährliche Inzidenzrate, also die tatsächliche Erkrankungsrate berechnen. Was ich dazu zusätzlich benötige, wäre die Anzahl der einzelnen Individuen in diesem Zeitraum (wie viele Menschen wurden seit 200 bzw. 3000 Jahren in Deutschland geboren).

            Nicht zu vernachlässigen und wichtig wäre auch die Fertilitätsrate, denn je mehr Infizierte sterben, desto „besser“ wird die „Erkrankungsrate“ nach Ihrer kranken Definition (wer tot ist, fällt aus der Statistik der aktuell Erkrankten).

            Ansonsten einmal völlig unwissenschaftlich über den Daumen gepeilt, so wie Sie es mögen und vielleicht verstehen. Unter folgenden rein hypothetischen Voraussetzungen:

            400 Jahre, 400 Millionen Infizierte, durchschnittliche Populationsgröße 40 Millionen. Ergibt 1 Million Infizierte pro Jahr geteilt durch 40 Millionen Einwohner = eine durchschnittliche 1-Jahres-Prävalenz von 2,5%.

            Pro Jahr wären also durchschnittlich seit dem Jahr 1600 2,5% der Bevölkerung an Masern erkrankt, also 0,00685% pro Tag. Bereinigt um mindestens 99% seit Entdeckung eines Impfstoffes wären das aktuell 0,025% pro Jahr oder 0,0000685% pro Tag. Bei einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von 14 Tagen ergäbe sich rechnerisch eine Anzahl an aktuell Infizierten von 0,001%.

            Das entspräche einer Punktprävalenz von 287.700 aktiven Fällen in USA oder 79.600 in Deutschland.

            Umgerechnet auf Corona sind es jedoch 1.500.000 bzw. 7.000, weil Eindämmungs-Maßnahmen wirken und Populismus zwar schön klingt, die Mathematik und Realität trotz aller Perfidität aber nicht überlisten kann.

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            leftutti

            3. Juli 2020 23:24 at 23:24

            @Lorenz

            P.S. Was kommt denn heraus, wenn Sie selbst nach den von Ihnen vorgegebenen Zahlen die Erkrankungsrate von Masern in Deutschland zu berechnen. Das dürfte doch nicht so schwer sein, oder? Ich freue mich auf die Berechnung 🧐

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            leftutti

            4. Juli 2020 18:11 at 18:11

            @Carsten, gerne bleibe ich dabei und bin auch nie davon abgewichen: Die korrekt berechnete Ansteckungsrate in den USA laut offizieller Definition liegt seit Auftreten der ersten Fälle Mitte März bei 2,8 Millionen / 331 Mio Population = 0,85%. Zumindest war das am 02.07. so, Stand heute sind es 0,88% und in Kürze werden es 1% sein.

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            Lorenz

            5. Juli 2020 12:16 at 12:16

            Lieber Herr Leftutti,
            allen an der Diskussion Beteiligten (außer Ihnen) ist klar, dass es @DieterG bei seiner Aussage um die aktiven Erkrankungsfälle ging. Wenn Sie nicht in der Lage sind, so etwas zu erkennen bzw. zu antizipieren, dann sollten Sie zukünftig vorher besser nachfragen, bevor Sie andere Forumsmitglieder öffentlich diskreditieren.
            Da braucht man sich ja wirklich nicht zu wundern, dass die Polkappen schmelzen, wenn Sie damit beauftragt sind, das zu verhindern.

          • Avatar

            Carsten

            5. Juli 2020 14:30 at 14:30

            @Leftutti, dann reden Sie also wohl von dem, was man landläufig „Durchseuchungsgrad“ nennt. Vielleicht liegt hierin ja das Missverständnis.
            Und entsprach nun Ihre Ansprache an @DieterG dem was Sie unter Höflichkeit verstehen?

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            leftutti

            5. Juli 2020 18:21 at 18:21

            @Carsten,
            Durchseuchung ist vereinfacht gesagt die Anzahl aller noch lebenden Infizierten (egal, ob aktiv, genesen, mit oder ohne Symptome) zu einem bestimmten Zeitpunkt. Also z. B. heute.

            Die von @DieterG angesprochene und Erkrankungsrate ist die Anzahl der Erkrankungen (inkl. der Verstorbenen) in einem bestimmten Zeitraum. Dies kann nun eine Woche, ein Monat, die Dauer der Epidemie, ein Jahr usw. sein. Zumeist betrachtet man die Dauer der Epidemie (z. B. Grippesaison) oder ein Jahr. Wegen der Neuartigkeit von Covid-19 macht es nur Sinn, die Dauer der Epidemie – ggf. wegen der zeitlichen Verschiebung bis zum Ausbruch aufgeschlüsselt nach Regionen – zu betrachten.

            Also nein, ich meinte nicht die Durchseuchungsrate, sondern die Erkrankungsrate. Solange diese einfache Prozentrechnung nicht korrekt ausgeführt und der Begriff beibehalten wird, ist es nun wirklich nicht allzu unhöflich, von einem Rechengenie zu sprechen. V. a. solange auch noch 100 – 0,5 = 99,95 ergibt und das Einatmen von CO2 unter einer Stoff-Mund-Nasen-Bedeckung als gefährlich suggeriert wird.

            Vielleicht meinte ja DieterG nicht die Erkrankungsrate, sondern die Punktprävalenz. Und vielleicht meinte er ja 99,5 statt 99,95. Dies zu „antizipieren“, zu interpretieren, zu erkennen oder gar nachzufragen, ist nicht meine Aufgabe. Vielleicht sollte ein Kommentator erst einmal recherchieren und zu einem gewissen Grad Korrekturlesen und kontrollieren, bevor er auf Enter drückt. Zumindest, wenn es um wissenschaftliche Themen und nicht um pure Meinungsfreiheit geht.

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            leftutti

            5. Juli 2020 18:40 at 18:40

            @Lorenz
            allen an der Diskussion Beteiligten (außer Ihnen) ist klar, dass es @DieterG bei seiner Aussage um die aktiven Erkrankungsfälle ging. Das klingt ob der überragenden Mehrheitsverhältnisse beeindruckend und furchteinflößend, aber müsste es korrekterweise nicht heißen: Zwei Leuten (außer Ihnen und Hinterfrager) ist klar, dass… 😂 🙈 🤣

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            leftutti

            13. Juli 2020 23:48 at 23:48

            @Carsten, und was genau wollen Sie nun mir und 99,95% der Leser mitteilen. Ich soll meine Fresse halten, weil @DieterG mal wieder eines seiner unspezifischen und populistischen Märchen verbreitet hat? Weil nur er aufklären kann, wenn er denn gerade will oder in der Lage ist? Ansonsten und bis dahin habe ich zu schweigen.

            Es ist hoffentlich nur Ihre persönliche und höchst bescheidene Meinung, die mich (ich zitiere) bitte nicht auffordern soll, weiter zu argumentieren. Warum auch? Ansonsten dürfte alles gesagt sein …

            Dass Sie sich dahingehend (nachdem alles gesagt sein dürfte) erlauben, sich in drei oder vier Zeilen Peinlichkeiten und Widersprüchlichkeiten später selbst zu widerprechen, soll aber auch jetzt egal sein. Viele Grüße

        • Avatar

          Michael

          2. Juli 2020 20:25 at 20:25

          @DieterG, korrekterweise müsste es bei Betrachtung der aktiven Fälle heißen: 99,95% der Bürger sind gesund oder verstorben.

          Betrachtet man einmal Deutschland und die USA oder Brasilien als bipolare Fälle mit völlig unterschiedlicher Herangehensweise, müssen doch jedem zwei Fakten ins Auge fallen: Eindämmungsmaßnahem wirken enorm, während bereits nur „vorsichtige“ Lockerungen schlagartig zu exponentiellem Wachstum führen.

          Von Null-Maßnahmen wie bei Tönnies will ich gar nicht reden. Derartige Hotspots zeigen doch bestens auf, wie schlagartig und effektiv sich das Virus verbreitet. Am 23.06. waren etwa 25% der (komplett getesteten) Belegschaft infiziert. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob auf Antikörper von bereits Genesenen oder das Virus selbst oder beides getestet wurde.

          Pandemie sieht anders aus? Das sollten Sie uns bitte erläutern.

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            leftutti

            3. Juli 2020 13:32 at 13:32

            @Lorenz, warum sollte es mich ärgern, wenn Michael die Thematik verstanden hat? Er spricht ja von den aktiven Fällen und verwechselt dies schließlich nicht fälschlicherweise mit Erkrankungsrate.

            Abschließend versuche ich, die langen Leitungen etwas zu entwirren:

            Zwei der wichtigsten Beobachtungsgrößen in der Epidemiologie sind die Inzidenz und die Prävalenz, Maße für das Auftreten und die Verbreitung von Krankheiten in einer Population.

            Die Prävalenz einer Erkrankung gibt den Anteil der erkrankten Individuen in der betrachteten Population an. Hierbei unterscheidet man zwischen „Prävalenz zu einem Zeitpunkt“ bzw. Punktprävalenz (englisch point prevalence) und „Prävalenz über einen Zeitraum“ bzw. Periodenprävalenz (englisch period prevalence).

            In der Epidemiologie und medizinischen Statistik bezeichnet Inzidenz die Häufigkeit von Ereignissen – insbesondere neu auftretender Krankheitsfälle – innerhalb einer Zeitspanne. Die Inzidenz einer Krankheit in einer Bevölkerung wird im einfachsten Fall ausgewiesen als die Zahl der Neuerkrankungen, die in einem Jahr pro 100.000 Menschen auftreten.

            Die kumulative Inzidenz, auch Inzidenzanteil einer Krankheit in einer Bevölkerung gibt den Anteil der Menschen an, die in einer definierten Zeitspanne Delta t mindestens einmal an der Krankheit erkranken. Sie kann auch personenbezogen als die Wahrscheinlichkeit interpretiert werden, mit der eine Person aus der betrachteten Bevölkerung in der definierten Zeitspanne mindestens einmal an der betrachteten Krankheit erkrankt.

            Inzidenzrate (Anzahl der Inzidenzfälle in einem Beobachtungszeitraum / zeitliches Mittel der Populationsgröße):
            Außerhalb klinischer Studien können meist nur Inzidenzfälle gezählt werden. Da diese natürlich von der Populationsgröße abhängen, macht es Sinn, sie auf die Populationsgröße zu beziehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass innerhalb des betrachteten Untersuchungszeitraums in der betrachteten Bevölkerung Ab- und Zuwanderung, Sterbefälle und Geburten auftreten. Teilt man die Anzahl der Inzidenzfälle durch die mittlere Populationsgröße im Beobachtungszeitraum, ergibt sich die Inzidenzrate. Diese wird oft pro 1.000 oder 100.000 Personen angegeben.

            Die hier angesprochene Erkrankungsrate bezieht sich selbstverständlich auf einen bestimmten Zeitraum, da sie in engem Zusammenhang mit der Inzidenz steht:

            https://www.rki.de/DE/Content/Service/Publikationen/Fachwoerterbuch_Infektionsschutz.pdf?__blob=publicationFile

            Siehe:

            Befallsrate (engl.: attack rate, case rate)
            Erkrankungsrate, ein Häufigkeitsmaß im Kontext der Inzidenz. Der Zeitraum wird durch bestimmte Umstände definiert (z. B. Dauer einer Epidemie).

            Erkrankungsrate = Inzidenz

            Vermutlich beziehen Sie sich auf den Begriff der Punktprävalenz und verwechseln oder vermischen hier einfach ein paar Kennzahlen?!

        • Avatar

          Adam Riese

          4. Juli 2020 18:24 at 18:24

          @DieterG, wer bei 100% – 0,5% auf 99,95% kommt, ist in der Tat ein Rechengenie 🙈

  6. Avatar

    klempner

    2. Juli 2020 12:59 at 12:59

    @hinterfrager .Schöner Versuch,sie machen genau das was ich gesagt habe.Sie beziehen
    ihre ganz persönliche Erfahrung auf die Gesamtheit.Sie nehmen ihr Einzelbild und bedrohen
    die 100% damit.So funzt das mit der Angstmache.Es scheint sich keiner darüber im Klaren
    zu sein was hier passiert, in Wahrheit hat die ganze Sache schon 1999 angefangen,ich bin
    schon über 35Jahre im Geschäft und weiß genau wovon ich spreche.Leider kann man das
    hier nicht besprechen,der Umfang ist zu groß.

    • Avatar

      Hinterfrager

      2. Juli 2020 13:08 at 13:08

      Nee, Klempner, so geht das nicht! Meine persönliche Erfahrung passt ins große und übergeordnete Bild. So herum wird ein Schuh draus! Bitte nicht bei der eigenen Argumentation inkonsistent werden und andere, die nachvollziehbar argumentieren, aggressiv und ohne Substanz als Angstmacher bezeichnen!

  7. Avatar

    klempner

    2. Juli 2020 13:15 at 13:15

    Ich sage Ihnen jetzt schon ,wenn die neuen finanziellen Mittel nicht reichen,um
    die Liquidität bei den kreditfähigen Assets aufrecht zuerhalten,wird „ohWunder“ ein
    neue Covidwelle durch den Blätterwald rauschen ,um noch mehr sozialisierte Mittel
    aufzubringen, um das „Eurdollarsystem“ (nicht verwechseln mit EUR/USD )und das „Giralgeldsystem“ liquide zu halten. Wir brauchen ein Trennbankensystem und Bilanzhaftung
    erst dann kehrt Ruhe ein,es muss unmögich gemacht werden das Risiko vom Ertrag zu trennen.
    mfg

  8. Avatar

    klempner

    2. Juli 2020 14:27 at 14:27

    hinterfrager @ Oha, also wenn sie die Knechtung der Gesamtheit(100%) fordern,dann
    sind sie auch immer und nur der 100% gegenüber argumentativ tätig und dürfen niemals nur
    Anteilig rechnen.
    Faktisch:
    Ihre Einzelerfahrung ist Realität, kann aber niemals eine Bedeutung für die 100% haben.
    Nur weil heute Ein Anderer im Lotto gewinnt,gewinnen morgen ja nicht Alle und somit sie
    sebst dann auch. Aber zig Millionen spielen dummerweise,nennt sich Mathematikinvalidität.
    Diese Tricks funzen seit Jahrhunderten. Es tut mir leid,ich wollte ihnen persönlich nicht
    zu nahe treten.

  9. Avatar

    Hinterfrager

    2. Juli 2020 15:27 at 15:27

    Klempner, ich lasse mir nichts unterstellen, auch keine „Knechtung der Gesamtheit“. Das ist Ihre selektive Wahrnehmung und Ihr Framing. mit dem sie andere offenkundig regelmäßig hereinlegen wollen. Aber damit haben ja alle, die selbst nur die eigenen Argumente absolut sehen und anderen, frei, rational und nicht-autoritär denkenden Menschen „Meinungsdiktatur“ unterstellen, traditionell so ihre Schwierigkeiten, wie sich inzwischen überall in der Welt herumgesprochen hat…

    • Avatar

      Scheer

      2. Juli 2020 17:23 at 17:23

      Wenn ich mal reingrätschen darf, das die Leitmedien durchaus selektiv publizieren ist mehr als offensichtlich.
      Das hier „geframt“ wird das sich hier die Balken biegen und einseitige Interessen bekundet werden ist für mich permanent zu vernehmen.

  10. Avatar

    klempner

    2. Juli 2020 16:38 at 16:38

    @hinterfrager .Sorry,ich möchte ihnen nichts böses und ich unterstelle ihnen nichts ,wie sie ja selbst sagen ist es eine
    pesönliche Einzelerfahrung !! Ohne mathematischen Zusammenhang auf die 100% ,nicht anderes sage ich.
    Mich interessieren nur Zahlen,ich gehe nicht wählen,Politik ist mir egal,ich versuche auch nicht billionenschwere
    Rettungspakete zu relativieren.Am Ende des Jahres werden wir die Zahlen global haben und vetrauen sie mir ,ich werde genau
    nur die relevanten davon zur Kenntnis nehmen.Selbst die Politiker ,die die Entscheidungen treffen wissen nicht wessen Lied
    sie eigentlich singen.Ich kann nur jedem raten schaut auf euch selbst , eure Kinder und Familien und schickt jeden zum
    Teufel der diese heute oder morgen beklauen möchte.So steht es in jeder relevanten Verfassung.

  11. Avatar

    Scheer

    2. Juli 2020 18:53 at 18:53

    @ Herr Fugmann
    Ich bin langjähriger Beobachter ihrer Videos und ihr Programm ist mir ein wichtiger Bestandteil meines Tagesablaufs. (ich bin mir sicher das viele Foristen das selbe vo sich behaupten können)
    Aber nun zu meinem Thema:
    Ihr kritischer Blick auf die Finanzwelt ist mir sehr wichtig umso wichtige ist es auch eine kritische Bemerkung machen zu dürfen. Sie meinten gegen Ende Q1 das sich die Zahlen im zweiten Quartal verschlechtern würden weil die Wirtschaft lahmgelegt wurde(was ja auch logish ist), doch nun sind die Zahlen doch gar nicht so schlecht und wir erleben einen nie dagewesenen Aufschwung. Was stimmt denn nun? Sind das alles nur Luftnummern die von den statistischen Behörden und den Unternehmen gemeldet werden ?
    Würde mich freuen wenn Sie darauf entsprechend Antworten würden.
    MfG Scheer

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      2. Juli 2020 19:09 at 19:09

      @Scheer, gleich kommt im Marktgeflüster ein tieferer Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten..

    • Avatar

      Johannes

      2. Juli 2020 21:29 at 21:29

      @Scheer, von welchem „nie dagewesenem Aufschwung“ reden Sie eigentlich? Von der Wirtschaft, den Börsen oder dem Arbeitsmarkt? Und rechnen Sie in absoluten oder relativen Zahlen?

      Relativ gesehen, wäre nach einem Absturz von 100 auf 1 ein Anstieg auf 2 ein sensationelles Wachstum von 100%. Ein weiterer Anstieg auf 10 ist dann schon als Wunder von 500% zu bezeichnen. Im Vergleich zu 1 sogar 1000%

      Im Vergleich zum Ursprung sind es jedoch noch immer -98% bzw. -90%

      Relativ und absolut schöne Grüße aus Wien, wo zack-zack-zack noch kurz und strachial Politik gemacht wird.

      Apropos: Einen schönen Namen haben Sie, der Scheer bedeutet im Österreichischen Maulwurf. Ein fast blindes Viech, das unterirdisch knapp unter der Oberfläche nicht allzu tief im Finstern herumwühlt, ab und an einen lästigen Haufen Dreck hinterlässt und sich von Regenwürmern und Engerlingen ernährt. Maulwürfe haben eine hohe Stoffwechselrate und müssen täglich sehr viel Nahrung zu sich nehmen. Längere Nahrungspausen (über 12 bis 24 Stunden ohne Nahrung) überleben sie meist nicht. Die täglich konsumierte Nahrungsmenge beträgt das halbe bis ganze eigene Gewicht.

      • Avatar

        Scheer

        3. Juli 2020 15:11 at 15:11

        Hallo Johannes,
        ich hoffe, das war jetzt keine bösartige Anspielung.
        Trotzdem danke für die Erklärung.
        Der Fakt ist, dass bisher medial der Aufschwung schön betitelt wird und die Märkte nur auf dieses Pferd setzen.
        Der Punkt worauf ich mit meinem Kommentar hinweisen wollte ist, dass Herr Fugmann Anfang Q2 meinte das die Q2 Zahlen desaströs werden würden und nun Anfang Q3 die Zahlen offenbar besser verkauft werden. (ob Sie es tatsächlich sind oder nicht spielt inzwischen im Marktverlauf keine entscheidende Rolle)
        Also ist der zu erwartete schlechte Kursverlauf nicht eingetreten. Wie man mit dieser Information umgeht, kann jeder für sich selbst entscheiden.
        Ich für mich habe aber auch daraus gelernt und werde zukünftig diese Informationen eher eine zweitrangige Rolle spielen lassen. Frei nach dem Motto, ja die Welt ist schlecht, aber so lange niemand hinschaut spielt dies keine entscheidende Rolle.
        P.s. Es gab auch noch einen Admiral der Scheer hieß. (Siehe Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Scheer)

  12. Avatar

    Rechenkünstler

    5. Juli 2020 17:21 at 17:21

    @Lorenz, welche Aussagekraft soll die Momentaufnahme einer isolierten Betrachtung der aktiven Fälle zu einem Zeitpunkt x ohne Einbeziehung anderer Faktoren denn haben? Sehen wir uns einmal folgendes, rein hypothetisches Szenario an:

    Gesamtpopulation: 100 Mio
    Anzahl der aktiven Fälle: 1 Mio
    = Punktprävalenz am Tag x: 1,00%

    Zwei Tage später beläuft sich die Punktprävalenz weiterhin auf 1,00%. Welche der folgenden Interpretationsmöglichkeiten ist mathematisch richtig, welche falsch?

    1. Es war Wochenende, weshalb keine neuen Daten über Neuerkrankungen, Genesene und Todesfälle von den Behörden erfasst wurden.

    2. 1 Mio Erkrankte sind inzwischen genesen, leider gab es auch 1 Mio Neuerkrankungen, glücklicherweise bei Null Todesfällen

    3. 500.000 sind verstorben, es gab 495.000 Neuerkrankungen

    4. Alle Erkrankten von Tag x sind verstorben, dazu gab es 990.000 Neuerkrankungen

    5. Innerhalb der kurzen Zeitspanne ist noch kein Erkrankter genesen, es gab zum Glück keine Todesfälle und keine Neuerkrankungen. Letzteres lässt darauf schließen, dass die Eindämmungsmaßnahmen höchst effektiv sind

    Sie sehen also, dass ohne gleichzeitige Einbeziehung möglichst vieler Faktoren die Betrachtung von einzelnen Punktprävalenzen völlig nutzlos ist und keinerlei Aussagekraft besitzt.

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Indizes

Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dax und Nasdaq – dazu die UBER-Aktie

Rüdiger Born

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Im folgenden Video werfe ich direkt am Chart einen aktuellen Blick auf die Lage bei Dax und Nasdaq. Und ich schaue mir die UBER-Aktie an.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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Indizes

Aktienmärkte: Wo bleibt bloß die überfällige Korrektur?

Die Aktienmärkte in den USA waren bis vor kurzem extrem überkauft. Aber was ist bisher passiert? Eine mickrige Korrektur, mehr bisher nicht! Warum?

Wolfgang Müller

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Es ist schon erstaunlich: Die Aktienmärkte in den USA waren bis vor kurzem extrem überkauft, erkennbar an den Indizes und den großen Abständen zu ihren Aufwärtstrends, den großen Zuflüssen von Anlagekapital in die Investmentfonds oder auch an der großen Euphorie der Anleger. Aber was ist bisher passiert? Eine mickrige Korrektur der US-Indizes (Dow Jones, S&P 500, Nasdaq) im Bereich der Tagesschwankungen. Und es sind nur noch ein paar Wochen bis zum Saisonfinale. Woher rührt diese Marktstärke?

Aktienmärkte: Änderungen im großen Bild?

Wie immer lohnt sich ein Blick auf das Big Picture an den Märkten mit den be- und entlastenden Faktoren. Denn die Tagesschlagzeilen verleiten zu Aktionismus, wie die Störfeuer Donald Trumps sich für die Wahlniederlage zu rächen, oder die vielen Nickligkeiten gegen seinen Nachfolger, um ihm den Amtsantritt zu erschweren. Belastend sind auf alle Fälle die hohen Coronazahlen mit den vielen kleinen Lockdown-Maßnahmen, wie die Schulschließungen in New York. Aber auch das hat die Aktienmärkte bisher nicht richtig beeinflusst. Sehr erstaunlich, denn bei überkauften Märkten bedarf es oft nur eines kleinen Anlasses für eine größere Korrektur.

Gibt es neue Gegenwindfaktoren?

Natürlich hinterlässt die Ausbreitung von Covid-19 immer deutlichere Spuren in der aktuellen Wirtschaftsentwicklung. Kurz- und mittelfristige Indikatoren, wie Einkaufsmanagerindizes, Verbrauchervertrauen, Einzelhandelsumsätze oder auch der Economic Surprise Index der Citigroup sind zuletzt schwächer ausgefallen. Dazu fangen die Banken schon an, auch bereits für das erste Quartal 2021 einen Rückschlag in der Konjunktur mit einem leichten Minus zu prognostizieren: Das Szenario der Double-Dip-Recession, nach Q2 im laufenden Jahr, Rückgänge in Q4 sowie in Q1 2021. Aber wie lagen die Prognostiker im Jahr 2020 daneben? Gab es nur annähernd zuverlässige „Forecasts“, für irgend ein Quartal?

Auch wenn die US-Wahlen entschieden sind und das Risiko einer US-Verfassungskrise recht sicher vom Tisch ist, versucht der scheidende Amtsinhaber seinem Nachfolger das Leben so schwer wie möglich zu machen. Mit der Folge, dass sich auch notwendige Stützungsmaßnahmen der Wirtschaft und speziell für die vielen Coronaopfer am Arbeitsmarkt verzögern. Ein starker Belastungsfaktor für die 70-Prozent US-Konsumökonomie – indirekt damit auch für die Aktienmärkte.

Impfungen und Wirtschaftswachstum

Aber spielt das für die Aktienmärkte eine Rolle? Wir haben Ende November und wie weit blicken die Märkte in die Zukunft? Bestimmt nicht bis März. Zum Thema Antizipation habe ich schon viele Beispiele aus den letzten Rezessionen genannt. Das Entscheidende ist, ob mit den Impfungen im Winter begonnen werden kann und mit welcher Frequenz.

Sollte es tatsächlich Tausende von täglichen Impfungen geben, würde sich die Zahl derer rasch erhöhen, die im Sommer in Sachen Urlaub, Flugreise, Hotelaufenthalt, Freizeit, Kultur, viel nachholen können, was bisher nur eingeschränkt möglich war. Der Effekt könnte gigantisch ausfallen, wenn man nur manche Reaktion der Menschen inmitten der riskanten Coronasituation im Sommer 2020 betrachtet. Die Aktienmärkte antizipieren dies, die Kurse von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtlinien u.w. haben deutlich angezogen.

Ergo: Das Wohl und Wehe der Aktienmärkte liegt nicht in der unmittelbaren Auswirkung von Covid-19 auf die Wirtschaft mit den „letzten“ Lockdowns, sondern hängt von den Fortschritten bei der Verfügbarkeit und Wirksamkeit des Corona-Imfstoffs ab. Klingt banal, aber sollte das Szenario der Impfstoffhersteller eintreten, würde die Zahl der Geimpften sogar schneller steigen, als die Zahl der Infizierten im Jahr 2020. Und wiederum würde Verwunderung eintreten, warum das Wachstum plötzlich so schlagartig anzieht.

Die Wirtschaft im produzierenden Gewerbe hat im Jahr 2020 bereits ein V hingelegt, warum es im Gesamtbereich nicht der Fall war, ist natürlich leicht nachvollziehbar. Social Distancing verhindert eine Erholung in einigen Bereichen, wie zum Beispiel im Tourismus. 330 Millionen Menschen arbeiten laut Welttourimusverband WTTC in diesem Bereich, allein in der EU machen Tourismuseinnahmen rund neun Prozent zum Bruttosozialprodukt aus, auch in der Welt liegt der Anteil auf ähnlichem Niveau. Und es gibt weitere betroffene Branchen. Klar, dass es hier keine Erholung auf den vorherigen Stand geben konnte, allen fiskalischen Maßnahmen zum Trotze. Die Ursache ist Covid-19 und hierin liegt der große Game Changer im Zusammenhang mit der Impfung.

Die Stützung durch die Notenbanken

Wer glaubt, dass sich die derzeitigen Töne im Austausch zwischen Finanzminister Steven Mnuchin und Fedchef Jerome Powell zu einer Änderung der akkommodierenden Geldpolitik auswachsen könnten, der übersieht die Bedürftigkeiten des Gesamtsystems. Weder könnten Staaten als auch viele Unternehmen eine Änderung kompensieren, noch erlaubt es die noch grassierende Pandemie. Bisher haben sowohl die Notenbankchefs als auch die Politiker von der Notwendigkeit der monetären Unterstützung bis weit ins Jahr 2021 gesprochen. Außerdem bezog sich die Forderung des Finanzministeriums an die Federal Reserve auf Fazilitäten, die gar nicht in Anspruch genommen wurden. Der Dezember dürfte bei den vorweihnachtlichen Sitzungen sogar noch einmal einen Schwung neuen Geldes ins System spülen, anders sind die Verlautbarungen der Notenbanker bei ihrem letzten (virtuellen) Treffen nicht zu deuten.

November 2020, ein Monat der Superlative

Durch die bisher ausbleibenden Minikorrekturen der Aktienmärtkte hat sich der vorletzte Monat im Jahr 2020 zu einem historischen Ausnahmemonat entwickelt. Durch die Short Squeeze nach dem Wahltag und die Kursexplosion infolge der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer liegt der S&P 500 in der bisherigen Monatsperformance bei knapp 11 Prozent (Freitagsschlusskurs), ein Anstieg, wie es ihn seit 1928 nicht mehr gegeben hat. Dies, die extremen kurzfristigen Mittelzuflüsse in die Investmentfonds, gepaart mit dem großen Optimismus, rufen eigentlich nach einer temporären Abkühlung der Aktienmärkte. Aber das Coronajahr 2020 hat bisher noch viele Statistiken missachtet.

Die Aktienmärkte im November 2020

Fazit

Die Wirtschaftsaussichten für das Jahresende sowie für den Anfang des neuen Jahres trüben sich infolge der aktuellen Entwicklungen um Covid-19 ein. Gleichzeitig kommen Zweifel auf, ob in den USA die sich verzögernden Stimulus-Maßnahmen den so wichtigen Konsum ausreichend aufrechterhalten können. Warum fallen die hoch gelaufenen Aktienmärkte dann nicht zeitnah? Weil mit jedem Tag die Aussichten für eine Impfung von Millionen Menschen ab dem ersten Quartal 2021 steigen und gleichzeitig die Zahl der bereits immunisierten Menschen (in den USA) gestiegen ist, so herzlos diese Formulierung auch klingen mag. Die Börse blickt mindestens auf den Sommer und darüber hinaus – wie wahrscheinlich ist es, dass dann Millionen Menschen ein Flugzeug von Delta Airlines oder ein Kreuzschiff von Carnival Cruise Lines betreten, einen Freizeitpark von Disney besuchen oder ein Hotel von Marriott buchen werden?

Beispiel: Man braucht sich nur den Kursverlauf des größten europäischen Reise- und Freizeit-Zertifikats betrachten, welches die betroffenen Branchen enthält. Es ist seit dem Märztief um über 75 Prozent gestiegen und hat vor allem in den letzten zwei Wochen einen Schub erhalten. Die aktuellen Verschlechterungen in der Reisebranche haben dort bisher noch kaum Spuren gezeigt, weil man eben weiter nach vorne blickt.

Aber: Kursrückschläge der Aktienmärkte kann und wird es natürlich geben, da brauchen nur Verzögerungen auftreten, bei der Zulassung des Impfstoffs, Meldungen über Nebenwirkungen oder logistische Probleme bei der Mammutaufgabe Massenimpfung. Oder aber ein Anstieg der Kapitalmarktzinsen und/oder Spekulationen auf eine vermeintlich nachlassenden monetären Geldversorgung durch die Notenbanken. Dies wäre sogar noch Börsen-relevanter als eine temporäre Verzögerung der Impfstoffstory.

Die jetzige Pattsituation der Aktienmärkte erklärt sich aus diesen gegenläufigen Kräften – aber die Wirtschaft wird sich erholen. Die durchschnittliche Dauer von zehn Rezessionen seit dem Zweiten Weltkrieg betrug 11 Monate (8 bis 18 Monate). Wir bekommen in vielen Ländern die „Double-Dip-Recession“, aber für die Börsen ist diese – bei einem Eintritt des Positivszenarios – schon verarbeitet. Das Frühjahr soll die Wende bringen und dann geht es aufwärts, so die Indikation. Die Aktienmärkte haben dies vorweggenommen und dann kommt… vielleicht die vielfach begründete Inflation, aber das ist noch „der Schnee von morgen“.

Zunächst steht das Jahresende an mit manchem Re-Balancing in der Struktur Aktien – Anleihen in den großen Depots, aber mit einem noch stärkeren Window Dressing, so meine unveränderte Annahme. Metaphorisch gesprochen: Die Flut hebt immer noch die Boote!

Die Korrektur der Aktienmärkte läßt auf sich warten

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