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„Das Pfund hätte schon viel früher fallen müssen“

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Puhhhhhh. Da sind wir doch mal froh, dass unsere Meinung auch mal von „wirklichen Experten“ bestätigt wird. Bevor das britische Pfund in den letzten Tagen so stark gefallen war, hatten wir uns immer wieder gewundert, warum es denn nicht fällt. Denn das Chaos auf der Insel wurde immer größer, und die Wahrscheinlichkeit für Boris Johnson als neuer Premier stieg immer mehr an. Aber das Pfund fiel einfach nicht, obwohl seine Meinung zum Brexit doch eindeutig war. Noch im Juni notierte Pfund vs USD bei über 1,27. Jetzt sind es 1,2161, und man ist vom Tief am letzten Donnerstag bei 1,2080 nicht weit entfernt. Als dem Markt klar wurde, dass der neue Premier wirklich einen Hardliner-Kurs in Sachen Brexit fährt, war man total erschüttert (was für eine Sensation…), und Pfund vs Dollar krachte Ende Juli in den Keller (Chart seit Anfang Juli).

Pfund vs USD seit Anfang Juli

Pfund hätte schon früher fallen „müssen“

Ein Experte der Deutschen Bank bestätigt ganz aktuell das, was wir die ganze Zeit geschrieben hatten. „Das Pfund hätte schon viel früher fallen müssen“, so seine Worte im hier zu sehenden Video ab Minute 6. Was natürlich nicht heißen soll, dass wir von FMW das Pfund unbedingt tiefer sehen wollten. Uns ging es nur darum, dass der Markt unserer Meinung nach nicht die politische Realität berücksichtigte. Irgendwie war der Markt abgelenkt und schaute auf andere Themen, so auch die Aussage des Deutschbankers. Ja, und auch wir waren wochenlang verwundert, warum das Pfund einfach nicht fallen wollte. Aber nun gab es ja den kräftigen Durchsacker.

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Aber wie geht es weiter? Im Chart sieht man auch, dass seit fast einer kompletten Woche der Kurs von Pfund vs USD seitwärts pendelt um die Marke von 1,2150 herum. Der Grund dafür sollte nach unserer Meinung recht banal sein. In London (wie auch in vielen anderen Hauptstädten) sind derzeit Parlamentsferien. Die nächste Sitzung im House of Commons ist für den 3. September angesetzt. Passiert nichts Außergewöhnliches, könnte es also nun eine fast vierwöchige maue Seitwärtsnummer im Pfund geben.

Action nach Sommerloch?

Wie gesagt, wenn nichts Außergewöhnliches passiert! Aber in Sachen Brexit, das weiß man ja nie. Fällt der Kurs weiter under die Schwelle von 1,2080, ist nach unten aus charttechnischer Sicht erstmal weiter viel Platz vorhanden. Denn wie man im folgenden Chart sieht, sind die nächst folgenden Unterstützungsniveaus erst wieder zu finden im Jahr 2016, wo die Briten über den Brexit abgestimmt hatten. Ein mal mehr hat Brüssel heute durchblicken lassen, dass man nicht neu mit Boris Johnson verhandeln wird. Der steht somit quasi mit dem Rücken zur Wand. Wenn es für das Pfund wirklich bei einem mauen langweiligen Sommerloch bis Anfang September bleiben sollte (ungewiss), dann könnte es ab September so richtig zur Sache gehen – denn dann bleiben nicht mal mehr zwei Monate, bis Ende Oktober der harte Brexit endgültig ansteht.

Pfund vs USD langfristig

Bei Euro vs Pfund sieht die Lage aber eindeutiger aus. Der Euro kann gegen die britische Währung seit geraumer Zeit stark aufwerten. Man schaue dazu hier mal auf einen Chart, der ein Jahr zurückreicht. Seit Mai kennt das Pfund nur die Abwärtsrichtung gegen den Euro.

Euro vs Pfund

9 Kommentare

9 Comments

  1. leftutti

    16. August 2019 12:16 at 12:16

    Weiß irgendwer hier, wieso das British-Pfündchen seit gestern früh derart auf Muskelprotz macht?

    Ist dem Boris und dem Nigel Pallas Athene, die Göttin der Weisheit, im brennenden Dornbusch erschienen? Wurde der Brexit abgesagt? Oder freut man sich so über die höher als erwarteten Einzelhandelsumsätze, auch Panik- oder Hamsterkäufe vor dem Rückfall in die Steinzeit genannt.

  2. Chris

    16. August 2019 12:57 at 12:57

    @leftutti
    Ja, das Pfund bereitet mir Freude, ich bin seit heute Morgen im EUR/GPD short und ziehe regelmäßig den Stop nach.

    Nach dem Brexit und dem Washout lege ich mir das Währungspaar und/oder die Währung ins Depot, denn natürlich ist der Zweite in der EU relativ gesehen stärken als eine sich selbst schwächende BRD plus Rest-EU.

    • leftutti

      16. August 2019 14:16 at 14:16

      @Chris, ich habe aber nicht gefragt, ob das Pfund Freude bereitet, sondern nach dem Grund, warum es steigt. Die grundsätzliche Richtung ist mir persönlich egal, mich würde eher interessieren, ob es sich um eine nachhaltige Entwicklung handeln könnte, ob fundamentale Entwicklungen für mittelfristige Longstrategien gegeben sind.

    • Diesel

      16. August 2019 14:38 at 14:38

      Perfekt!
      Habe das Paar auch geshortet. GBP/CAD Long läuft auch super.
      GOLD Short entwickelt sich langsam.
      …es läuft 😎

      • Jan

        16. August 2019 20:40 at 20:40

        @Diesel, 15. August 09:36 Uhr. GOLD Short bei etwa 1.522 läuft seither im Demokonto, entwickelt sich eher schleppend bis negativ, wird schon werden 😢

  3. Chris

    16. August 2019 14:47 at 14:47

    @leftutti

    Nein, ich erwarte ein erneutes Abtauchen, der richtige Einstieg wird wohl nach dem Brexit kommen.

    Ich habe aber stets eine kleine Erinnerungsposition in CHF/GPD.

    Es bot sich heute an, Umschichtungen der Marktteilnehmer.

    • leftutti

      16. August 2019 15:22 at 15:22

      Hallo @Chris und @Diesel, vielen Dank für die Rückmeldung. Wenn ich das richtig verstehe, haben auch Sie keine plausible Erklärung für den jüngsten Anstieg der letzten zwei Tage?!

      • Thomas

        17. August 2019 09:55 at 09:55

        „Technisches Analysieren ist eine Fähigkeit, die sich mit zunehmender Erfahrung und Bildung verbessert. Bleibe immer ein Schüler und hör nie auf zu lernen.“
        John Murphy

  4. Chris

    16. August 2019 15:02 at 15:02

    Da das Währungspaar heute im europäischen Handel wie an der Schur gezogen läuft, stecken große Spieler dahinter, wahrscheinlich Zentralbanken.
    Mit dem US-Handelsbeginn wird es wahrscheinlich volatiler.

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Devisen

Aktuell: Britisches Pfund steigt sprunghaft nach Juncker-Aussagen

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Aktuell springt das britische Pfund in einer steilen Bewegung nach oben. Gegen den USD steigt das Pfund in den letzten 25 Minuten um 60 Pips auf 1,2547 (Chart seit Montag). Euro vs Pfund fällt um 30 Pips. Auslöser für die Euphorie sind aktuelle Aussagen von Noch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gegenüber Sky News. Schon der Titel des Artikels euphorisiert den Devisenmarkt, und zeigt die Kernaussage von Juncker, nämlich „We can have a deal‘ and ‚Brexit will happen“. Also, Juncker will alles versuchen um einen Brexit mit Deal zu vereinbaren. Ein Brexit ohne Deal wäre eine Katastrophe, und er werde alles dafür tun einen Deal hinzubekommen, so seine Worte. Also, hat der Grantler Boris Johnson mit seiner Strategie (volle Kraft voraus ohne Plan) doch noch Erfolg, und die EU bewegt sich auf ihn zu, statt umgekehrt? Das Pfund freut sich jedenfalls über diese warmen Worte.

Pfund vs USD seit Montag

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Devisen

Aktuell: Bank of England verkündet Zinsentscheidung

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Die Bank of England hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Man hat beschlossen den Leitzins bei 0,75% zu belassen. Der Notenbankrat hat diese Entscheidung einstimmig getroffen. Die Erwartungen wurden damit bestätigt.

Die Bank of England verkündet dazu, dass im Falle eines sanften Brexit (also mit Vertrag zwischen UK und EU) und einer guten konjunkturellen Entwicklung die Chance gegeben wäre, dass man die Zinsen vorsichtig erhöht auf dem Weg der Inflation in Richtung 2%. Im Fall eines No Deal Brexit gebe es keine klare Vorgehensweise, die man jetzt schon nennen könne. Denn (so unsere Anmerkung), dann müsste die Bank of England nämlich eine steigende Inflation (wegen zu erwartender Pfund-Schwäche) abwägen gegen eine wohl eintretende starke Konjunkturschwäche in UK.

Das britische Pfund vs USD reagiert momentan mit +12 Pips gegenüber dem US-Dollar.

Hier das Statement der Bank of England im Wortlaut:

Since the MPC’s previous meeting, the trade war between the United States and China has intensified, and the outlook for global growth has weakened. Monetary policy has been loosened in many major economies. Shifting expectations about the potential timing and nature of Brexit have continued to generate heightened volatility in UK asset prices, in particular the sterling exchange rate has risen by over 3½%.

Brexit-related developments are making UK economic data more volatile, with GDP falling by 0.2% in 2019 Q2 and now expected to rise by 0.2% in Q3. The Committee judges that underlying growth has slowed, but remains slightly positive, and that a degree of excess supply appears to have opened up within companies. Brexit uncertainties have continued to weigh on business investment, although consumption growth has remained resilient, supported by continued growth in real household income. The weaker global backdrop is weighing on exports. The Government has announced a significant increase in departmental spending for 2020-21, which could raise GDP by around 0.4% over the MPC’s forecast period, all else equal.

CPI inflation fell to 1.7% in August, from 2.1% in July, and is expected to remain slightly below the 2% target in the near term. The labour market appears to remain tight, with the unemployment rate having been just under 4% since the beginning of this year. Annual pay growth has strengthened further to the highest rate in over a decade. Unit wage cost growth has also risen, to a level above that consistent with meeting the inflation target in the medium term. The labour market does not appear to be tightening further, however, with official and survey measures of employment growth softening.

For most of the period following the EU referendum, the degree of slack in the UK economy has been falling and global growth has been relatively strong. Recently, however, entrenched Brexit uncertainties and slower global growth have led to the re-emergence of a margin of excess supply. Increased uncertainty about the nature of EU withdrawal means that the economy could follow a wide range of paths over coming years. The appropriate response of monetary policy will depend on the balance of the effects of Brexit on demand, supply and the sterling exchange rate.

It is possible that political events could lead to a further period of entrenched uncertainty about the nature of, and the transition to, the United Kingdom’s eventual future trading relationship with the European Union. The longer those uncertainties persist, particularly in an environment of weaker global growth, the more likely it is that demand growth will remain below potential, increasing excess supply. In such an eventuality, domestically generated inflationary pressures would be reduced.

In the event of a no-deal Brexit, the exchange rate would probably fall, CPI inflation rise and GDP growth slow. The Committee’s interest rate decisions would need to balance the upward pressure on inflation, from the likely fall in sterling and any reduction in supply capacity, with the downward pressure from any reduction in demand. In this eventuality, the monetary policy response would not be automatic and could be in either direction.

In the event of greater clarity that the economy is on a path to a smooth Brexit, and assuming some recovery in global growth, a significant margin of excess demand is likely to build in the medium term. Were that to occur, the Committee judges that increases in interest rates, at a gradual pace and to a limited extent, would be appropriate to return inflation sustainably to the 2% target.

In all circumstances, the Committee will set monetary policy appropriately to achieve the 2% inflation target. The MPC judges at this meeting that the existing stance of monetary policy is appropriate.

Bank of England Zentrale
Die Zentrale der Bank of England in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Devisen

Cash Crunch – Interview mit Markus Fugmann

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Der Cash Crunch am amerikanischen Repo-Markt hat viel Aufmerksamkeit erregt – auch bei jenen, die sonst nicht so sehr auf die klassischen Finanzmärkte fokussiert sind. So etwa auch bei jenen, die sich auf Kryptowährungen fokussieren wie die Schweizer Webseite https://cryptowelt.ch/.

Gestern gab Markus Fugmann dort ein Interview zum Thema „Cash Crunch“, das Sie hier in voller Länge sehen können:

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