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Indizes

Das war gestern echt eine „kaputte Aktion“ im Dow – Warten auf 14:30 Uhr

Claudio Kummerfeld

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am

„Kaputte Aktion“ im Dow 30 ist jetzt mal spontan unsere Wortkreation. Der ISM-Index für Dienstleistungen fiel deutlich schwächer aus als erwartet, und der Dow fiel um 300 Punkte. Öl fiel auch gut nach unten. Dann war nur fünf Minuten nach Veröffentlichung plötzlich Zinssenkungsphantasie für die USA vorhanden. Und die hilft ja bekanntlich dem Aktienmarkt. Das nochmal kurz zur Rückblende auf den gestrigen Markt. Und was sagt der Dow über Nacht im Vergleich zu gestern 15:59 Uhr deutscher Zeit, also unmittelbar vor den ISM-Daten?

Dow

Dax wartet auf US-Arbeitsmarktdaten

Über Nacht bis heute früh notiert der Dow unterm Strich 130 Punkte höher. Also gewinnen momentan die Gläubigen, die aus einer möglichen Zinssenkung der Fed in knapp vier Wochen mehr Hoffnung ziehen, als die Pessimisten negative Energie aus den ISM-Daten für die Konjunktur ziehen! Und der Dax? Er muss heute früh nach der gestrigen Handelspause alles nachholen. Unterm Strich im Vergleich zu Mittwoch Abend notiert er 20 Punkte höher, mit aktuell 11.972 Punkten. „Nach den ISM-Daten ist vor den US-Arbeitsmarktdaten“, so möchte man es formulieren. Die sind nach 2 x ISM-Daten diese Woche das absolute Highlight an US-Konjunkturdaten. Sie werden heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Begibt sich der Dax jetzt für die nächsten Stunden in Totenstarre, um diesen Impuls abzuwarten? Gut denkbar. Nur wird die Frage lauten: Fallen die Daten schlecht aus, gibt es dann das selbe Muster wie gestern? Erst runter mit den Aktien, danach schön nach oben, weil die Zinsen womöglich bald noch weiter fallen? Milan Cutcovic von Axitrader sagt zum Dax aktuell Zitat:

Der Dax dürfte sich in den kommenden Tagen erst einmal an der Marke von 12.000 Punkten abarbeiten, die Rally von Anfang September hat zunächst ein jähes Ende gefunden. Aktuell sehen wir den Index leicht höher bei 11.970 Zählern. Dass der Aktienmarkt noch nicht komplett abstürzt, ist auf die Hoffnung der Anleger auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank zurückzuführen. Die Federal Reserve zeigte sich beim letzten Treffen noch sehr zurückhaltend. Da nun aber auch die US-Wirtschaft schwächelt und ein Handelsabkommen zwischen den USA und China in naher Zukunft eher unwahrscheinlich ist, dürften sich die Geldpolitiker bereit dafür zeigen, das Tempo der Zinssenkungen zu erhöhen.

Und sonst?

Der Ölpreis konnte sich nach dem ISM-Daten deutlich erholen. Der Pullback nach oben sorgte sogar für eine kleine Kauflawine, und der Kurs notiert jetzt gut 80 Cents höher als vor den ISM-Daten. Mit 1.508 Dollar notiert Gold jetzt immer noch 7 Dollar höher als vor den ISM-Daten. Der US-Dollar Index notiert immer noch leicht schwächer. Also: Der US-Kapitalmarkt glaubt an fallende Zinsen. Und womöglich bieten die heutigen US-Arbeitsmarktdaten einen zweiten Schub an Hoffnung für dieses Szenario? Wer als Trader heute vor 14:30 in den Markt geht und die Marktreaktion um 14:30 Uhr mitnehmen will, fährt ein hohes Risiko. Aber: Wer nichts wagt, der nicht gewinnt? Also: Heute wartet der Markt (Indizes, Devisen, Öl) auf 14:30 Uhr. Bis dahin Totentanz?

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Übelkeit

    4. Oktober 2019 11:37 at 11:37

    Die Bewegungen haben zu 90% Charttechnische Ursachen. In diesem Fall war es der EMA50 im Sp500 auf Wochebasis, welcher den Kurs wieder in die andere Richtung bewegte. Abweichung keine 3 Punkte.

    Die fundamentalen Daten spielen keine Rolle in einem Casino. Getanzt wird bis das Licht ausgeht. Absurde Welt.

  2. Avatar

    Prognosti

    4. Oktober 2019 13:56 at 13:56

    @ Übelkeit, dass sehe ich auch so, beim“ Dau Jonas „ wurde auch schon einmal die 200Tageslinie getestet.
    Das ändert nichts daran, dass eine der seltenen Korrekturen von 10 bis 30 % anstehen könnte.Die erste Reaktion auf den schlechten Index war ja schon negativ, doch vielleicht normale oder provozierte Shorteindeckungen haben einen Rebound provoziert.Eine kleine Gegenbewegung wäre normal u.ideal zum weitershorten.Ich hoffe nur, dass die extremen Gegenbewegungen ,die auch Herr Zipfel angesprochen hat,
    vorbei sind.Immerhin merken immer mehr „Profis“ ,dass Negativzinsen das Problem nur verschlimmern.Der letzte Strohhalm der Permabullen, weitere Zinssenkungen, nützen Nichts, bei den letzte Krisen mussten die Zinsen um ca.5% gesenkt werden.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Indizes

Rüdiger Born: Keine Bären in Sicht – Blick auf Dax, Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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Derzeit kann man beim Blick auf Dax, Dow und Nasdaq keine fallenden Tendenzen ausmachen. Schauen wir im folgenden Video auf das aktuelle Chartbild.

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