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Warum so vorsichtig? Bereitet sich American Express auf die Wende im US-Konjunkturzyklus vor?

Wir hatten jüngst schon darüber berichtet. Die Amerikaner haben so hohe Kreditkartenschulden wie noch nie. Auch die Rekordverschuldungshöhe der Finanzkrise wurde inzwischen überschritten. Damit steigen auch die…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir hatten jüngst schon darüber berichtet. Die Amerikaner haben so hohe Kreditkartenschulden wie noch nie. Auch die Rekordverschuldungshöhe der Finanzkrise wurde inzwischen überschritten. Damit steigen auch die Ausfälle, wenn man bei 20 Kreditkarten in der Tasche inzwischen alle Limits überreizt hat. Irgendwann ist immer Schluss. Jüngst kamen noch die Steuergeschenke von Donald Trump dazu, welche die Amerikaner aber offensichtlich schon im Weihnachts-Konsumrausch für Ausgaben verfeuert haben.

Das wird anscheinend wohl auch American Express klar. Wenn man gerade dabei ist im vermeintlich absoluten Hoch des Konjunkturzyklus zu stehen, folgen danach im Abschwung jede Menge Kreditausfälle, und somit auch Kreditkartenschulden, die nicht mehr bedient werden können. Und so verkündete Amex im Zuge der gestern veröffentlichten Quartalszahlen, dass man erst einmal seine Aktienrückkäufe aussetzen, und dafür seine Kapitalrücklagen stärken werde.

Offiziell tue man das, weil durch Trumps Steuerreform 2,6 Milliarden Dollar Mehrbelastung auf die Firma zukommt. Es soll hierbei um Steuern für die Repatriierung von im Ausland geparkten Geldern gehen. Genauso gut kann man aber auch annehmen, dass Reserven für die bevorstehenden schlechten Zeiten in Sachen Kreditausfälle aufgebaut werden sollen. Amex präsentierte gestern zum ersten Mal seit 26 Jahren einen Quartalsverlust!

Gut, man muss ehrlich sein. Der kommt zustande durch diese einmalige Steuerbelastung von 2,6 Milliarden Dollar. Nach +0,88 Dollar pro Aktie vor einem Jahr waren es jetzt -1,41 Dollar pro Aktie. Ohne diese Steuerbelastung wäre es ein Plus von 1,58 Dollar. Somit sieht der Gewinn pro Aktie deutlich besser aus als vor einem Jahr. Auch der Umsatz legt um 10% zu von 8 auf 8,8 Milliarden Dollar.

Diesen negativen Steuereffekt haben momentan alle US-Konzerne, wie man es in den letzten Tagen schon bei den US-Großbanken sehen konnte. Alle rechnen den Sondereffekt aus ihren Bilanzen heraus, und machen weiter wie bisher. Also bräuchte doch Amex die Aktienrückkäufe nicht stoppen wegen so eines Einmal-Effekts. Wir tippen eher auf die Vorbereitung der Kreditausfälle. Obwohl Amex aktuell sagt, dass der Jahresgewinn 2018 wohl 20% höher ausfallen wird als 2017, hat man vorsichtshalber schon mal angefangen mehr Geld bei Seite zu packen für bevorstehende Kreditausfälle.

Rückstellungen für Kreditausfälle stiegen im Jahresvergleich um 33% auf 833 Millionen Dollar. Dieser Anstieg sei laut Amex nötig aufgrund des stark gestiegenen Kreditvolumens und den bereits gestiegenen Ausfällen und nicht gezahlten Raten der Schuldner. Die Amex-Aktie verlor gestern Abend nachbörslich 2,7%.


Das Amex-Logo. Grafik: SVG / Gemeinfrei

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Aktuell: CureVac-Aktie mit 190 Prozent Plus am ersten Handelstag!

Claudio Kummerfeld

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CureVac forscht im Kampf gegen das Coronavirus

Das Unternehmen CureVac aus dem beschaulichen Tübingen hat heute für 213 Millionen Dollar Aktien verkauft, und legt heute auch seinen Börsengang an der Nasdaq in New York hin. Das Unternehmen forscht mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Vor wenigen Minuten gab es den ersten Börsenkurs. Nach dem IPO-Preis von 16 Dollar liegt der Aktienkurs jetzt schon mit 190 Prozent im Plus. Starke Schwankungen um die 46 Dollar sieht man derzeit. Der Höchstkurs lag vorhin schon bei 48,88 Dollar, der Erstkurs bei 44 Dollar. Was für ein Hype!

Frage: Wollen Sie liebe Anleger auf den Erfolg spekulieren, und hier einsteigen? Wer wirklich ein erfolgreiches Corona-Medikament auf den Markt bringt? Wer weiß das schon zum jetzigen Zeitpunkt? Ist es CureVac, könnte die Aktie natürlich durch die Decke gehen. Es ist eine reine Spekulation. Von den 213 Millionen Dollar IPO-Erlös bei Curevac gehen 150 Millionen Dollar in die Entwicklung des Corona-Impfstoffs. Mit weiteren 50 Millionen Dollar soll die kurzfristige Produktionskapazität ausgebaut werden.

SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Haupteigner und soll es auch bleiben. Nach der Börsengang soll sein Unternehmen Dievini knapp 50 Prozent der Anteile halten. Die deutsche Staatsbank KfW hält knapp 17 Prozent, der Pharmakonzern GlaxoSmithKline knapp acht Prozent. Wird die Aktie der Renner an der Börse? Heute am ersten Tag ist sie es jedenfalls!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – negative Nachrichten

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Markus Koch meldet sich LIVE im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Heute gibt es verschiedene negative Nachrichten, welche die Stimmung zum Handelsauftakt eintrüben.

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Antizyklische Idee: Jetzt einen Touristiker kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

juckt Ihnen da schon der Orderfinger? In den vergangenen 12 Monaten rauschte die Tui-Aktie über 50 % in den Keller. Kaum besser das Bild der Lufthansa, deren Aktie in diesem Zeitraum 37 % verlor. Zum Vergleich: Der DAX gewann auf Jahressicht bis dato rund 10 % hinzu.

Sind diese Corona-Opfer jetzt möglicherweise einen Kauf? Nun, die aktuellen Zahlen der Tui sehen nicht nur auf den ersten Blick grausam aus. So schrumpfte der Umsatz im sog. Corona-Quartal um 98,5 % auf kleine 72 Millionen Euro. Gleichzeitig häufte der Touristiker aus Hannover einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro an. Klingt überschaubar, oder? Naja, das ist ungefähr so viel, wie wenn Apple in einem Quartal 500 Milliarden US-Dollar verlieren würde. Der Verlust der Tui entspricht also über der Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung der Aktie.

Bei solchen Relationen werden üblicherweise Insolvenzverwalter hellhörig und geben ihre Visitenkarten beim zuständigen Amtsgericht ab. Im Falle der Tui werden die Insolvenzverwalter allerdings voraussichtlich untätig bleiben, da Vater Staat – ähnlich wie der Lufthansa – rettend einspringen wird.

So stellt die staatliche KfW-Bank rund 3 Milliarden Euro in Form verbilligter Kredite für Tui zur Verfügung. Gleichzeitig schießt der Bund über eine Wandelanleihe 150 Millionen Euro in das Touristik-Unternehmen ein.

Also doch ein antizyklischer Kauf, die Tui-Aktie? Schauen wir uns die Situation bei der kurz zuvor geretteten Deutschen Lufthansa einmal im Detail an. Die Kranich-Linie wurde in einer konzertierten Aktion aus Wien (Austrian Air), Bern (Swiss und Edelweiss), Berlin (Lufthansa selbst) und Brüssel (Brussels Air) gerettet. Eine große europäische Anstrengung, die das Unternehmen und viele Arbeitsplätze retten wird.

Freilich kommt der Staat als Retter nie kostenlos. Beispiel Bern: Dort organisierte und garantiert die Regierung ein vergünstigtes Bankendarlehen in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss. Der Preis für die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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