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Indizes

Dax: Davon hängt jetzt alles ab!

Die alles entscheidende Frage lautet aus unserer Sicht nun: wird Trump den Eskalationskurs vor allem gegen China weiter fahren – oder eben nicht..

Markus Fugmann

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Die letzte Handelswoche verlief für den Dax einmal mehr ziemlich unerfreulich – seit Jahresanfang notiert der deutsche Leitindex nun bereits 8% im Minus (während die Wall Street-Indizes noch deutlich im Plus sind). Ein Faktor für die Schwäche des Dax und die relative Stärke der US-Indizes dürften die Kapitalströme sein, die durch die US-Steuerreform einerseits und durch die Fed-Politik andererseits (Zinsahebungen und Bilanzreduzierung) ausgelöst worden sind: Dollars fließen zurück in die USA, dementsprechend scheinen die für den Dax so zentralen Investoren aus den USA Gelder aus Deutschland abgezogen zu haben.

Ein zweites Motiv ist der Handelskrieg: während die Amerikaner meinen, dass man diesen doch entspannt gewinnen könne, scheint jenseits der USA die Erkenntnis klarer ausgeprägt zu sein, dass das Zerbrechen von globalen Lieferketten durch den Handelskrieg zwingend negative Konsequenzen haben muß, auch und gerade für ein Exportland wie Deutschland und seine Unternehmen. Die Warnung von Apple am späten Freitag Abend, wonach Strafzölle gegen China ein massives Problem für Apple selbst, aber auch für die USA insgesamt seien (Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, höhere Kosten für Firmen und Konsumenten und schlechtere Margen), könnte in der öffentlichen Wahrnehmung der Amerikaner eine Art Weckruf gewesen sein!

Die alles entscheidende Frage lautet aus unserer Sicht nun: wird Trump den Eskalationskurs vor allem gegen China weiter fahren – oder eben nicht. Seine Drohung am Freitag, faktisch die gesamten chinesischen Importe zu bezollen, dürfte auch als Druckmittel gemeint sein, möglicherweise im Zusammenhang mit Nordkorea stehend, wo Peking bekanntlich die Fäden in der Hand hält.

Aber das vielleicht übergeordnete Ziel des Handelskriegs hat Trump selbst am Wochenende auf den Punkt gebracht mit einigen Tweets: er will, dass die Produktion in die USA zurück kehrt:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Und:

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Wenn Trump diese Agenda kompromißlos auch direkt vor den US-Zwischenwahlen weiter verfolgt, werden die Aktienmärkte ein großes Problem bekommen! Sollte er jedoch zu taktischen Zugeständnissen bereit sein, um die Chancen der Republikaner zu verbessern für die Wahlen, wäre der Weg wieder nach oben für die Aktienmärkte frei. Aber nur kurzfristig. Denn ein Sieg bei den US-Zwischenwahlen würde Trump als Bestätigung seiner Agenda verstehen – und dann ab November noch radikaler agieren als ohnehin schon!

Blickt man auf den Dax-Chart, so sieht vieles nach einer weiteren Eskalation aus, die der deutsche Leitindex schlicht stärker eingepreist hat als die Wall Street:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Ja: Erholungen im Dax sind jedezeit möglich, aber eine Trendwende ist selbst dann noch lange nicht in Sicht. So könnte der Index noch einmal die zentrale Marke bei 12100 Punkten anlaufen, ohne den klaren Abwärtstrend auch nur zu gefährden. Wir sehen daher in Erholungen Verkaufsgelegenheiten..

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