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Indizes

Dax: Demut – oder das Leben bestraft stets die Uneinsichtigen und Hochmütigen

Über den rätselhaften Hochmut der Amerikaner – und die Demut des Dax..

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Während jetzt die Wall Street die Quittung für ihren Größenwahn bekommt, dümpelt der Dax – immerhin – auf niedrigem Niveau vor sich hin und hält sich dabei relativ besser als die US-Indizes:


(Dax schwarz, S&P 500 orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Was wir aktuell erleben, ist ja durchaus historisch: die Wall Street mit einem Katastrophen-Dezember (so schlecht wie seit 1931 nicht mehr) – dazu der schlechteste Monat seit dem Jahr 2008. Das mag man erstaunlich finden – aber vielleicht ist es doch noch viel erstaunlicher, dass es so lange gedauert hat, bis der Größenwahn der Amerikaner, die sich auch im Handelskrieg als unverwundbar wähnten, nun zum Einsturz kommt. Wie kann man etwa ein so totes Pferd wie eine Apple-Aktie so lange reiten und auf immer neue Allzeithochs treiben als angeblich „wertvollstes“ Unternehmen der Welt (nach Marktkapitalisierung)? Rätselhaft.

Rätselhaft auch, warum die US-Indizes trotz des jüngsten „Crash“ immer noch deutlich höher stehen als zum Zeitpunkt der Machtübernahme Trumps. Ist die Welt etwa unter Trump sicherer geworden? Dass der Konflikt zwischen der Nummer 1 und der Nummer 2 in der Welt (USA und China) ein Erdbeben auslösen muß, erscheint doch nicht gerade schwer zu prognostizieren – aber die Amerikaner meinten, das sei kein Problem, den Handelskrieg werde man gewinnen, weil er sowieso gar nicht stattfinde, weil man doch am längeren Hebel sitze. Rätselhafte Naivität – und jetzt eben die Quittung für die vorherige Ignoranz. Das Leben bestraft stets die Uneinsichtigen und Hochmütigen..

Der Dax hat da schon vorher Demut bewiesen – und wähnte sich, anders als die Amerikaner – nie auf einem eigenen Stern. Der deutsche Leiitindex ist gewissermaßen als Exportindex auch ein Frühindikator dafür, wo die Reise der Weltkonjunktur hin gehen wird. Und die Richtung der Reise weist jetzt erst einmal nach Süden.


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Das bedeutet aber auch: wenn sich die Dinge verbessern, dürfte das zuerst beim Dax erkennbar werden. Aber das kann noch dauern – der Dezember ist schon verloren, nun bleibt zumindest die Hoffnung auf eine technische Erholung im Januar, wenn die Dinge dann doch nicht so katastrophal sein sollten, wie die Märkte sie derzeit einpreisen.

Gleichwohl wird auch das Jahr 2019 wohl kein Spaziergang – manches deutet darauf hin, dass es das Jahr des eskalierenden Handelskriegs werden wird, mit einem geschwächten Trump, der das durch außenpolitische Machtprotzerei zu kaschieren versucht..

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Finanznews

Alle im Minus! Marktgeflüster (Video)

Warum heute rote Vorzeichen dominieren!

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Alle wichtigen US-Konzerne, die heute ihre Zahlen vorgelegt haben, handeln im Minus: Johnson&Johnson, Travelers, Halliburton und vor allem Black&Decker, in Europa drückt UBS den Banken-Sektor ins Minus. Dazu auch wieder ganz schwache Daten vom US-Immobilienmarkt – das vergrößert die Konjunktursorgen weiter, nachdem der IWF bereits gestern seine Wachstumsprognose gesenkt hatte. Dazu Sorgen um eine weitere Abkühlung in China bei gleichzeitig nachlassendem Optimismus in Sachen Handelskrieg – daher die US-Indizes ebenso im Minus wie der Dax. Ist die Rally jetzt vorbei? Das werden wohl erst die nächsten Zahlen der US-Konzerne zeigen – aber bisher ist die US-Berichtssaison eine glatte Enttäuschung..

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Indizes

Rüdiger Born: Geht die Rally an den Aktienmärkten bald weiter?

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Bislang zeigen die Aktienmärkte nach der vorherigen Rally wieder etwas Schwäche. Aber achten Sie auf die Schub-Bewegungen: bislang etwa die US-Aktienmärkte korrektiv nach unten, während der Dax da schon etwas mehr Schwäche zeigt. Der Euro könnte nach einer wackeligen Aufwärtsbewegung wieder dynamisch fallen. Dazu auch ein Blick auf WTI-Öl:

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Indizes

Was heute wichtig wird! China im Fokus in Davos

Der Stand der Dinge: Davos, China, US-Berichtssaison..

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Heute wird sich in den USA zeigen, ob man die nicht bestätigten Meldungen über eine Teileinigung im Handelsstreit wieder abverkauft.

  • Großes Thema in Davos ist aber China
  • Heute ZEW 11:00 Uhr für Deutschland und Europa
  • Quartalszahlen von UBS, Johnson&Johnson, Travelers und nachbörslich IBM
  • Angela Merkel und Manuel Macron unterzeichnen heute einen neuen Freundschaftsvertrag, Erneuerung nach 1963 zwischen Adenauer und de Gaulle

 

Chinas Entwicklung, der Motor der Weltwirtschaft – wird sie jetzt zu deren Bremse?

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gibt es viele Brennpunkte, aber eben auch eine große Besorgnis, die Entwicklung der neuen Weltmacht China.

Dazu ein paar Fakten:

  • Als im Jahre 2009 die Ökonomien der großen Staaten infolge des Lehman-Crashes in die Rezession taumelten, gab es einen großen Retter, nämlich China.
  • Die Volksrepublik nahm richtig viel Geld in die Hand, legte gigantische Infrastrukturprogramme auf und gab der Weltwirtschaft einen entscheidenden Schub.
  • China stieg innerhalb eines Jahrzehnts zur wirtschaftlichen Weltmacht auf mit einem Anstieg des BIPs von gut 3,5 auf über 12 Bio.$.
  • Wofür Japan und insbesondere die USA Jahrzehnte gebraucht haben, gelang China in nur einer Dekade.
  • Dies hatte in den letzten 10 Jahren den unglaublichen Effekt, nämlich, dass durch Chinas rasanten Wirtschaftsbooms dessen Anteil am globalen Wachstum sagenhafte 34% betrug.
  • Die Folgen dieser eigentlich „ungesunden“ Entwicklung werden mehr und mehr deutlich.
  • Es wurden so viele Wohnungen gebaut, das es Geisterstädte gibt, in denen kaum Menschen wohnen. Man spricht von über 60 Mio. leer stehenden Wohneinheiten, die aber auf Pump finanziert wurden.
  • Chinesische Unternehmen sind mit über 160% zum BIP verschuldet, welches gigantische 12 Bio.$ beträgt.
  • Mr. Dax, Dirk Müller, bezeichnet deshalb China als die größte Blase in der Menschheitsgeschichte.
  • Jetzt kommt zusätzlich der Handelskrieg mit den USA, zur Unzeit und deshalb steuert Chinas Regierung mit großer Macht dagegen.
  • Peking plant große Steuer- und Abgabensenkungen. Den Regionalregierungen soll erlaubt werden Sonderanleihen herauszugeben. Das kostet gewiss Hunderte Mrd.$. und während sich die Gesamtschulden Chinas vor 10 Jahren noch bei 140% zum BIP bewegten, liegen diese nach einer Schätzung des International Institute of Finance heute bereits bei über 300%. (Quelle HB)
  • Deshalb herrscht große Nervosität in Davos, die sich auch im IWF-Bericht von Christine Lagarde über den Zustand der Weltwirtschaft niederschlug.
  • Nur noch 33% der Führungskräfte glauben, dass das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden drei Jahren steigen wird. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es noch 45 %. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1 378 CEOs aus 91 Ländern, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC durchgeführt hat. Traditionell wird diese zu Beginn des Forums in Davos vorgelegt. Zugleich ist es der schlechteste Wert seit der Finanzkrise 2009.
  • So könnte aus einem Motor eine Bremse für die Welt-Ökonomie werden. Anhand dieser gigantischen Summen, wird ein ungeordneter Brexit für das Exportland Deutschland sogar im Vergleich zu einem geringeren Problem.
  • Beispielhaft sei hier nur Volkswagen genannt, das im letzten Jahr in China 4 seiner insgesamt 10,8 Mio. weltweit verkauften Fahrzeuge absetzen konnte.
  • Deutsche Industriebosse beäugen die Entwicklung Chinas deshalb mit Argusaugen.
  • Tenor in der „Welt“ zu den Aussichten der Weltwirtschaft. Deutschland wird nach unten durchgereicht.

Davos

By Flyout – taken by Flyout, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=162060

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