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Dax: Der Weg ist lange und beschwerlich

Da ist sehr viel kaputt gegangen aus charttechnischer Sicht! Nun deutet vieles darauf hin, dass der Dax das Macron-Gap, genauer die Macron-Gaps schließen wird. Solange das Grundmotiv unverändert bleibt – Ende der expansiven Geldpolitik – ist die Unterseite zu bevorzugen und ist Erholungen zu mißtrauen..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Keine Frage, der gestrige Abverkauf im Dax war heftig, vom Hoch zum Tief über 350 Punkte (auf X-Dax-Basis). Nur ein Ausrutscher? Eher unwahrscheinlich, dazu ist das Gesamtumfeld jetzt einfach zu belastend, und dieses Umfeld hat den Namen „Ende der ultralaxen Geldpolitik“, und das seitens aller wichtigen westlichen Notenbanken. Und damit entfällt der zentrale Treiber der Rally der letzten Jahre, vorausgesetzt, die Notenbanker halten ihren neu eingeschlagenen Kurs wirklich durch.

Und genau das ist die Gretchenfrage: wenn sich der Abverkauf an den Märkten fortsetzt, wird es etwa für die Fed sehr schwer, in den Abverkauf noch die Zinsen weiter anzuheben und die Geldpolitik durch Reduzierung der Bilanzsumme zu straffen. Es ist also gewissermaßen ein Katz- und Maus-Spiel: die Märkten werden, wie schon im Videoausblick thematisiert, so lange quengeln, bis die Notenbanken unsicher werden und ihre Pläne ad acta legen. Sollten sie jedoch hartnäckig bleiben, wird es richtig ungemütlich.

Wie bei allen Wendepunkten – und was wir von den Notenbanken hören ist ein Wendepunkt von immenser Tragweite – gibt es Gewinner und Verlierer. Gewinner sind Finanzwerte, die von der Aussicht auf höhere Zinsen profitieren (verbessert die Margen). Verlierer dagegen dürften Wachstums-Werte sein, also vor allem Tech-Werte, daher ist es kein Zufall, dass der Nasdaq gestern deutlicher verloren hat in den USA als die anderen Indizes (die viele Finanzwerte enthalten).

Da passt es übrigens hervorragend, dass heute mit Delivery Hero gewissermaßen ein Kind der ultralaxen Geldpolitik an die Börse kommt – wie bei der Muttergesellschaft Rocket Internet basiert das Geschäftsmodell auf Schulden-getriebener Hoffnung, die darüber hinweg zu täuschen versucht, dass noch nie Gewinne eingefahren wurden. Wenn die Notenbanken genau solche Exzesse zu stoppen versuchen, tun sie gut daran!

In Asien halten sich die Verluste in Grenzen, daher der X-Dax mit einem Erholungsversuch:

Shanghai Composite +0,08%
CSI300 +0,00%
ChiNext -0,13%
Nikkei -1,18%

Da ist sehr viel kaputt gegangen aus charttechnischer Sicht! Nun deutet vieles darauf hin, dass der Dax das Macron-Gap, genauer die Macron-Gaps schließen wird: die obere Kante bei 12250 Punkten, die untere Kante bei 12090 Punkten. Die nächstliegenden Widerstände bei 12490 und 12530 Punkten.

Heute ist der letzte Tag des Quartals, und normalerweise findet in dieser Periode dann window dressing statt. Genau das aber könnte diesmal sogar den Abwärtstrend verstärken: wer, wie viele Investoren, auf dicken Gewinnen sitzt, möchte nicht kurz vor dem Abpfiff noch vieles oder sogar alles davon wieder verlieren wollen. Rette sich, wer kann, könnte also die Devise lauten.

So oder so: solange das Grundmotiv unverändert bleibt – Ende der expansiven Geldpolitik – ist die Unterseite zu bevorzugen und ist Erholungen zu mißtrauen..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leser

    30. Juni 2017 10:28 at 10:28

    Das Ausbruchsniveau 12390 wurde gestern zwar gepierct, hat aber bis jetzt gehalten. Der Bund-Future hat sich auch heute wieder beruhigt und Freitags ist normalerweise auch eher ein ruhiger Tag.
    Von daher würde es mich nicht wundern, wenn die Algos einen kleinen Short-Squeeze veranstalen und den Dax in den nächsten Tagen wieder Richtung 12600 ziehen. Dann muss man weitersehen.

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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