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Dax: Doppelte Steilvorlage!

Bis zur 12400er-Marke finden sich kaum nennswerte Widerstände, der Bereich 12240/50 könnte ein leichtes Hindernis werden. Vorstellbar ist, dass der Dax im Vorfeld der Frankreich-Wahl bis 12400 Punkte steigt, dort ein Doppeltopp ausbildet und dann eine scharfe Korrektur folgt. Wir erwarten nämlich, dass im April die Verhandlungen in den USA über die Schuldenobergrenze, die heute aktiviert worden ist, ein ganz heißes Thema werden wird..

FMW-Redaktion

Der Dax hat heute gleich eine doppelte Steilvorlage! Erst die Fed und vor allem dann Janet Yellen in der Pressekonferenz, in der sie sich sehr positiv zur US-Wirtschaft äusserte, aber gleichzeitig den Märkten die Furcht vor zu schnellen Zinsanhebungen nahm – die Fed erwartet nun noch zwei, und nicht wie einige geglaubt hatten, drei weitere Zinsanhebungen im Jahr 2017. Das war also etwas dovisher, darauf hin der Dollar im Sinkflug, US-Anleihen mit einer Rally, Edelmetalle sowieso, vor allem Währungen und Anleihen der Emerging Markets mit starken Zugewinnen. In der Summe war das gestern durch Yellen und die Fed eine Art Beruhigunspille für die Märkte, zumal Yellen auf die Frage zu den Bwertungen an den US-Aktienmärkten wortreich schwieg.

Der zweite Faktor ist die Holland-Wahl, das Abschneiden von Gert Wilders grenzt an ein Desaster. Nun zieht man den Rückschluss auf Frankreich und sieht die Gefahren des Rechtspopulismus weitgehend gebannt, jedoch ist das wohl etwas voreilig, da die Dinge in Frankreich ganz andes laufen können. Aber auf jeden Fall sehen vor allem Fondsmanager in der Niederlage von Wilders ein Signal und haben nun ein starkes Argument, warum es nun Sinn machen könnte, europäische statt amerikanischen Aktien zu kaufen.

Aus Asien freundliche Vorgaben, vor allem China haussiert, nur in Japan bremst der stark gefallene Dollar-Yen die Aktienmärkte:

Shanghai Composite +0,84%
CSI300 +0,52%
ChiNext +0,44%
Nikkei +0,04%

Der X-Dax mit einem Freudensprung und einem saftigen Aufwärts-Gap:

Nach dem Seitwärts-Geschiebe der letzten knapp zwei Wochen also nun der Ausbruch nach oben. Im Grunde ist damit nun der Weg frei bis zum Allzeithoch, das ANfang des Jahres 2015 erreicht worden war:

Bis zur 12400er-Marke finden sich kaum nennswerte Widerstände, der Bereich 12240/50 könnte ein leichtes Hindernis werden. Vorstellbar ist, dass der Dax im Vorfeld der Frankreich-Wahl bis 12400 Punkte steigt, dort ein Doppeltopp ausbildet und dann eine scharfe Korrektur folgt. Wir erwarten nämlich, dass im April die Verhandlungen in den USA über die Schuldenobergrenze, die heute aktiviert worden ist, ein ganz heißes Thema werden wird und sehen die Chancen Le Pens als besser an als die Märkte nun nach der Niederlage von Wilders in Holland glauben!



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9 Kommentare

  1. *wow* – jetzt werden sogar Permabären bullisch … ;-)

    Es kann beim Dax so laufen, aber irgendwie klingt der Plan zu schön um wahr zu sein.
    Entweder verhungert der Dax auf dem Weg zum ATH und schmiert vorher ab
    oder er schiesst drüber und vernichtet final die allerletzten Bären. ;-)
    Selbst ich als Bulle bin da eher vorsichtig.

    1. @Peter, sehr eingeschränkt bullisch, da dies der finale Anstieg sein dürfte..

      1. Das ist die Euphorie nach der gestrigen Wahl, und Frau Yellen klang gestern auch nicht besonders fit.
        Cholland hat gestern zwar nicht scharf rechts gewählt, man sieht jedoch unterm Strich einen deutlichen Rechtsruck im politischen Mikrokosmos. Rutte hat deutlich verloren, Wilders zugelegt, die Sozialisten sind faktisch von den Grünen in die finale Unwichtigkeit geblasen worden….alles nicht wirklich besonders toll….aber die Mainstream-Medien sehen das für uns heute eben mal besonders rosarot.
        Frankreich ist da ein anderes Kapitel, die sich manifestierende Russland-Türkei (noch Nato-Mitglied!!!!!) Achse ein anderer Akt.

        Der Dax hätte übers Wochenende noch mal Potential, jedoch nur wenn Mutti gaanz lieb zum angeschlagenen Donald ist.
        Donald muss aber nach seinen letzten Niederlagen wieder mal liefern und könnte Mutti kurz nach dem Frühstück mal so nebenbei verbal verheizen….America first halt.
        Topbildung im xdax kurz vor 9 Uhr?

  2. „Bis zur 12400er-Marke finden sich kaum nennswerte Widerstände, der Bereich 12240/50 könnte ein leichtes Hindernis werden. Vorstellbar ist, dass der Dax im Vorfeld der Frankreich-Wahl bis 12400 Punkte steigt, dort ein Doppeltopp ausbildet und dann eine scharfe Korrektur folgt.

    Aber leider ist Frankreich genauso irrellevant wie die Niederlande, interessiert den EUR nicht. Da kann die Tante Le Pen gewinnen und irgendwas vom „neuen französischen Franc“ erzählen. Was ändert das an der Tatsache, dass Frankreich im EUR sein wird , auch im Jahr 2021? Nix ? – Genau. :D

    Wieso eine scharfe Korrektur, gerade beim Aktienmarkt ? Ist denn jetzt nicht Dividendensaison ?

    Läuft doch super bisher, ne Zinserhöhung locker durch den Markt gepeitscht, dem Populistenquatsch eine mitgegeben (eigentlich genauso wie in Österreich) Frankreich will ernsthaft aus dem EUR austreten ? Wers glaubt….

    1. Frankreich ist anders, wer damals schon da war rechnet den FIAT immer noch in (vorvorige) alte Francs um! Wenn überhaupt….dann Frankreich….wenn nicht….dann trotzdem Rechtsruck….siehe Holland heute. Frankreich ist ausserdem die (als ob das wichtig wäre) letzte verbliebene Atommacht der EU….ohne Frankreich daher keine ernstzunehmende EU-Verteidigung.

      In Österreich stellen zwar die Rechten nicht den Bundespräsidenten, man beobachtet jedoch seit geraumer Zeit einen massiven Rechtsruck der früher gemässigten und sogar linken Kräfte…und das ist brandgefährlich.

    2. Bin voll auf Ihrer Linie.
      Insbesondere auch bei dem Satz:
      „Wieso eine scharfe Korrektur, gerade beim
      Aktienmarkt ? Ist denn jetzt nicht Dividendensaison ?“
      Genau die geht immerhin bald los. Rund 3% Dividende in nur 3 Monaten.

      Die „Hausse-Ungläubigen“ hier an Bord machen womöglich den entscheidenden Bewertungsfehler damit, dass sie immer auf den DAX blicken, auf den Index.
      Sie sollten mal die einzelnen Aktien betrachten.
      Und dann sagen, welche davon es verdient hätte(n) runtergeprügelt zu werden. Und zwar so stark, dass durch die Gewichtung der DAX wieder in die Nähe von 11000 Punkte kommen könnte.

      Es gibt nämlich nicht nur Index-Zocker, Chart-Kurven-und Wellen-Interpreten, sondern zufällig auch noch Anleger und Investoren, die ihr Vermögen wohlkalkuliert in Aktien halten – und es dort auch längerfristig belassen.

    3. Das ist ja völliger Quatsch, Marko. Der Rutte hat in NL gewonnen,weil sein Wahlprogramm einen kompletten Aufnahmestopp für „Flüchtlinge“, Aufnahmeeinrichtungen, wenn überhaupt, dann nur in den Heimatländern (wo meist selbst verschuldete Armut,aber kein Krieg herrscht), sofortiger Rausschmiss von kriminellem Abschaum usw. Klar hat er gewonnen, er ist ja fürs deutsche verzerrte Verständnis ULTRA rechts. Warum sollte man den Wilde wählen? In Österreich ist es ganz ähnlich. Beide Länder sind Deutschland politisch Meilen voraus. Zumindest haben die Bürger eine echte Wahl.

      1. Ja, Petkov, aber Marko liegt doch mit Frankreich dahingehend richtig, als dass auch Frau Le Pen niemals nicht schon in diesem Jahr die Mehrheit als Präsidentin erreichen wird. Was das von ihm genannte Jahr 2021 angeht, traue ich mich überhaupt nicht zu sagen.

        Ob es bis dahin noch ein Europa gibt aus dem man austreten könnte? Nicht weil der Austritt verboten wäre, sondern weil der „Staatenbund“ in der Form nicht mehr existiert.

        Ich halte ja Aktien für alternativlos – unter Renditegesichtspunkten. Aber ganz ohne jeglichen Hintergedanken hatte ich nicht vor Monaten zu Puts geneigt. 1 Jahr zu früh? Das Einläuten des Untergangs befürchte ich erst nach Vereidigung des neuen Bundeskanzlers. Ich kann nur hoffen, dass ich falsch liege und meine Befürchtungen niemals wahr werden. Dafür würde ich sogar auf das sch… Geld aus den Puts verzichten.

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