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Aktien

Dax: Ein extremes Umfeld

Zwischen Allzeithoch und der Erinnerung an den 1987er-Crash..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist schon ein extremes Umfeld derzeit an den Aktienmärkten: der S&P500 mit dem 51. Allzeithoch in diesem Jahr, dabei jedoch nur bisher achtmal mit einem Schlusskurs von mehr als +1% oder -1% – das gab es zuletzt vor zwanzig Jahren! Der Dow Jones mit einem fast schon ungesunden Anstieg, der Index ist jetzt so überkauft wie erst zweimal in seiner langen Geschichte (Relativer Stärke Index knapp unter 86)!

Man tut so, als sei es die beste aller Welten, das Wort „Risiko“ scheint inzwischen unbekannt zu sein. Man geht „all in“, im Vertrauen auf die große Steuersenkung in den USA. Die Märkte sind nun in einem ähnlichen Euphorie-Modus wie vor dem Crash vor heute genau 30 Jahren: egal was kommt, es ist irgendwie alles ein Kaufargument, man blendet alles andere aus, was der eigenen Euphorie widerprechen könnte.

Dabei gibt es durchaus interessante Parallelen zu den Geschehnissen vor 30 Jahren: damals waren Comupterprogramme noch ein recht neues Phänomen – sie waren damals ein entscheidender Faktor für den Crash am 19.Oktober 1987. Heute sind die Algorithmen faktisch schon dominant, insofern wäre eine Kettenreaktion wohl noch heftiger als beim Flash Crash des Jahres 2010. Und dazu kommt: 1987 gab es in den USA nur die New York Stock Exchange und die Future- und Optionsbörsen in Chicago – heute werden erhebliche Teile der Umsätze über Dark Pools abgewickelt, also über Plattformen, die nur wenigen Playern zugänglich sind. Hier schlummern Risiken, die buchstäblich niemand wirklich überblicken kann!

Kommen wir zum Geschehen des heutigen Tages: im Fokus die wie erwartet ausgefallenen BIP-Zahlen Chinas (+6,8%), doch hatte man sich etwas mehr erhofft. Dazu Katalonien, das bis 10Uhr die Antwort liefern muß, ob man die Unabhängigkeit erklärt hat oder nicht – aber wahrscheinlich wird man erneut die Antwort verweigern, Madrid dann die „nukleare Option“ (Artikel 155 der spanischen Verfassung) aktivieren, worauf Katalonien dann wohl die schon erklärte Unabhängigkeit dann in Kraft setzen wird. Und was passiert dann? Es drohen jedenfalls unschöne Bilder, wenn die spanische Polizei oder das spanische Militär in Barcelona einrücken würden..

Der X-Dax startet etwas schwächer:

Wir gehen nicht davon aus, dass der Dax das gestrige Allzeithoch bei 13096 Punkten heute überbieten kann. Auf der Unterseite bietet die Zone 12890-12910 die erste Unterstützung, darunter dann der Bereich 12850 Punkte. Mit SAP hat heute der erste Dax-Konzern eher enttäuscht – mal sehen, wie die Dax-Berichtsaison weiter laufen wird. Von großer Relevanz wird die in dne nächsten Tagen fallende Entscheidung Trumps sein, wer Fed-Chef werden wird. Auffallend ist die Stärke des Euro bzw. die Dollar-Schwäche heute morgen..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leser

    19. Oktober 2017 09:43 at 09:43

    Im Auge des Hurricans ist es auch sehr ruhig. Bin gespannt, ob wir heute abend 100 Punkte tiefer stehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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