Folgen Sie uns

Aktien

Dax: Heute wird es schwer

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Heute dürfte es für den Dax schwer werden: gestern die miserablen Zahlen der US-Schwergewichte Alphabet (Google), Microsoft, Starbucks und Visa – alle Aktien nachbörslich 4% bzw. 5% im Minus. Dann heute Morgen die Zahlen von Daimler (dazu im nächsten Artikel mehr) ebenfalls ganz schwach, die Aktie vorbörslich 6% im Minus, dazu noch die Untersuchungen gegen die Stuttgarter durch US-Behörden.

Normalerweise würde das für einen starken Kursrückgang des Dax ausreichen – aber es gibt ja noch die Bank of Japan: sie will offenkundig, so berichtet eine Nachrichtenagentur, Negativzinsen zahlen, wenn sie den Banken Geld leiht (die Welt wird offenkundig immer rationaler!). Das hilft den Märkten enorm, der Yen geht auf Tauchstation, was die Risikobereitschaft deutlich erhöht. Der Nikkei dreht daher deutlich ins Plus zum Handelsende:

Shanghai Composite -0,01%
CSI300 +0,25%
ChiNext +0,90%
Nikkei +0,98%

Zurück zum Dax: gestern hat der Index das Ziel bei 9510/20 Punkten nicht erreichen können – im Vorfeld der EZB ging es dann deutlicher nach unten. Aber die Euro-Schwäche hat geholfen, selbst die Schwäche der US-Indizes beeindruckt den Dax bislang nur wenig:

Dax220416

Übergeordnet bleibt die 10520 die „Make or break-Marke“ – Unterstützung beim Dax nun bei 10380 sowie in der Zone 10350 (das gestrige Tagestief) – weiter unten wartet dann die 10290/10300er-Zone und schließlich die 10100er-Marke. Auf der Oberseite würde ein Bruch der 10520 – womit wir im kurzen Zeitfenster allerdings nicht rechnen – weitere Gewinne in Richtung 10640 Punkte nach sich ziehen.

Dax2204162

Insgesamt bleibt zu konstatieren, dass die US-Berichtssaison nach den gestrigen Zahlen nun vollends ins Negative dreht. Damit ist faktisch die US-Rally seit Mitte Februar eigentlich in Frage gestellt, der US-Markt ist schlicht viel zu teuer. Fragt sich nur, ob das nun auch zeitnah eingepreist wird. Wie gesagt: die Welt wird ja offenkundig doch nicht immer rationaler..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    22. April 2016 12:04 at 12:04

    Hallo Markus,

    „gestern hat der Index das Ziel bei 9510/20 Punkten nicht erreichen können“

    Da ist der Wunsch wohl der Vater des Gedanken ? ;)

    Wenn ich mir den letzten Dax-Chart anschaue, dann könnte dies eine SKS sein, möglicherweise ?

    „Damit ist faktisch die US-Rally seit Mitte Februar eigentlich (eigentlich !) in Frage gestellt, der US-Markt ist schlicht viel zu teuer. Fragt sich nur, ob das nun auch zeitnah eingepreist wird. Wie gesagt: die Welt wird ja offenkundig doch nicht immer rationaler..“

    Markus, kann ich mit so einer Einstellung Geld verdienen, derzeit, bzw. seit Februar ? Ich hab ja gar nix dagegen, die Welt wie Dr Doomsday zu sehen, aber was bringt mir das, für mein Depot ?
    Der Markt hat doch Recht, oder ? Wenn die Welt/Markt rational wäre, würden alle ca 90 % gewinnen, das ist dochsowieso unlogisch.
    Beim Markt verlieren 90 % der Menschen, wozu gibt es CFD-Bucketshops, binäre Optionen usw, dreimal dürfen Sie raten ?

    Und ich weiß, dass das da seit Anfang April, nicht gerade lustig für eine Marktteilnehmer war.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Marko

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage