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Dax-Konzerne verdienen bestens: Im langfristigen Vergleich günstig, mit einem Bremsklotz an der Backe

Die Dax-Konzerne machen tolle Umsätze, und verdienen auch bestens. Das 2. Quartal 2017 war von den Gewinnen her das beste Quartal der 30 größten börsennotierten Konzerne Deutschlands aller...

FMW-Redaktion

Die Dax-Konzerne machen tolle Umsätze, und verdienen auch bestens. Das 2. Quartal 2017 war von den Gewinnen her das beste Quartal der 30 größten börsennotierten Konzerne Deutschlands aller Zeiten. Zu dem Ergebnis kommen die Wirtschaftsprüfer von „EY“, nachdem sie die aktuellen Fiananzergebnisse für das 2. Quartal auswerteten.

Demnach seien die operativen Gewinne um fast 1/3 auf 39 Milliarden Euro angestiegen. Auch die Umsätze erreichten mit 344 Milliarden Euro ein Rekordniveau. Drei von vier Dax-Konzernen veröffentlichten steigende Gewinne. Bis auf RWE und Münchner Rück zeigten alle anderen 28 Unternehmen höhere Umsätze. Ganz vorne waren Heidelberg Cement mit 29%, Adidas mit 20% und Fresenius mit 18%.

Volkswagen war Spitzenreiter bei den Gewinnen im letzten Quartal mit 4,5 Milliarden Euro vor Daimler mit 3,7 Milliarden Euro. Das größte Gewinnwachstum zeigten e.on und RWE. Hierbei muss man aber sagen, dass dies zurückzuführen ist auf dei Erstattung der Brennelementesteuer, die ins 2. Quartal gebucht wurde.

Laut „EY“ liegen die Risiken bei steigenden Rohstoffpreisen, der Konjunktur in UK (Angst vor den Brexit-Folgen) und einem stärker werdenden Euro. 9 Dax-Unternehmen hätten ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2017 erhöht, nur 2 abgesenkt. Daher rechne man für 2017 mit einem Rekordjahr bei den Dax-Werten für Umsätze und Gewinne.

Im 1. Halbjahr 2017 stieg bei allen Dax-Unternehmen zusammengerechnet die Zahl der Beschäftigten um 3,7% auf 3,8 Millionen. Hierin enthalten sind aber auch Zukäufe von Unternehmen wie bei Heidelberg Cement und Vonovia. Mittelfristig erwartet EY aber geringeren Bedarf an Mitarbeitern aufgrund der Automatisierung. Im 2. Quartal lagen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 11,7 Milliarden Euro 7% höher als im Vorjahr.

Interessant ist beim Dax, so möchten wir betonen: Der Index insgesamt hat im Schnitt ein KGV von 13,56. Der 30jährige Durchschnitt liegt bei 19. Man darf also sagen die hohen Bewertungen im Dax sind gerechtfertigt aufgrund der hohen Gewinne. Warum steht der Dax dann nicht schon längst auf einem neuen Rekordhoch (Juni 12.950 Punkte)? Als Grund hierfür sehen wir den Euro. Denn anders als ausländische Indizes ist der Dax extrem exportlastig, und der starke Euro droht die Produkte der Dax-Konzerne im Ausland zu verteuern.

Genau zu dem Zeitpunkt als der Dax von seinem Hoch bei 12.950 Punkten wieder zurückfiel, begann der Euro stärker zu werden, von 1,12 auf 1,18 gegen den US-Dollar. Aber tatsächlich war es natürlich andersrum. Wegen dem stärkeren Euro schwächelte der Dax.


Dax gegen Euro seit Anfang Juni. Durch den stärkeren Euro fällt der Dax, und wird daran gehindert neue Allzeithochs anzugreifen.



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1 Kommentar

  1. der DAX vom $-Raum aus gesehen ist dann etwa gleich geblieben? Gibt es irgendwo dazu eine Grafik?

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