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Dax: „Vernichtungsschmerz“!

Der Markt geht derzeit wieder einmal den Weg des größten Schmerzes!

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Der Vernichtungsschmerz

Autsch – das hat die Bullen auf dem falschen Fuß erwischt! Noch am Montag vormittag wähnten sie sich in der besten alle Welten – und stehen seit gestern vor der Eingangstür zum Schlachthof! Der Markt geht derzeit wieder einmal den Weg des größten Schmerzes: am Montag erleiden die Bären diesen herben Schmerz, seit Montag Nachmittag wurde der Schmerz der Bullen immer größer. Gestern dann fast, wie es im Jargon von Rettungskräften heißt: „Vernichtungsschmerz“! (Wenn dieses Schlagwort fällt bei der Erst-Diagnose, werden sofort alle Maßnahmen inklusive Abtransport mit Hubschrauber ins Krankenhaus in Bewegung gesetzt..).

 

Aber warum eigentlich? Woher kommt der Vernichtugsschmerz?

Das Schlimme für die Bullen ist ja: eigentlich gab es für den gestrigen herben Abverkauf keinen wirklich handfesten Grund. Okay, die Invertierung der Zinskurve (zwischen 2- und 5-jährigen US-Anleihen) deutet auf eine deutliche Abschwächung der Konjunktur, möglicherweise auf eine kommende Rezession. Aber in der Regel laufen Aktienmärkte auch nach einer Invertierung der Zinskurve noch eine Zeitlang ordentlich – es kommt meist dann das letzte „Hurra!“.

Dann die hawkishen Aussagen gestern von New York Fed-Chef Williams – aber die Märkte haben sowieso den Glauben an zahlreiche Zinsanhebungen in 2019 verloren – genau das zeigt ja der US-Anleihemarkt ganz deutlich mit der Invertierung der Zinskurve.

Dann das Drunter und Drüber bei den Aussagen von Trump und den Seinen – auch nicht so schlimm eigentlich. Aber was auffällt ist, dass die Märkte dem Optimismus der Trump-Administration in Sachen Beilegung des Handelskriegs einfach keinen Glauben mehr schenken. Trumps Jubel-Tweets laufen ins Leere..

 

Dumm gelaufen..

Viel hängt zusammen mit Positionierungen – mit der Hoffnung, dass die Jahresendrally kommen wird. Und wenn sie dann doch nicht kommt und also plötzliche Ebbe herrscht, zeigt sich, wer nackt gebadet hat. Je tiefer es mit den Kursen geht, umso mehr Nackte werden dann sichtbar.

Das gilt auch für den Dax – nach wie vor ist die Stimmung und damit sehr wahrscheinlich auch die Positionierung bei den Dax-Investoren extrem bullisch (laut Umfrage der Deutschen Börse, siehe hierzu „Dax-Stimmung: „Ungesunder Optimismus!“ – Sentiment so bullisch wie seit dem Jahr 2006 nicht mehr!“), also werden Anstiege zum Ausstieg bzw. zur Minimierung der Verluste genutzt. Aber wenn das bisherige Jahrestief fällt, dürfte es auch beim deutschen Leitindex ungemütlich werden – bzw. viele Nackte zum Vorschein kommen!

Und es ist nicht mehr weit bis dahin:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Immerhin besteht die Chance auf eine Stabilisierung – wenn die 11200er-Marke nicht wieder nachhaltig unterschritten wird. Eigentlich zeigt China nach neuester – allerdings noch inoffizieller – Nachrichtenlage duchaus guten Willen, die von den USA geforderten symbolischen Gesten des guten Willens doch erst einmal zu leisten (Kauf von amerikanischen Sojabojhnen etc.). Und so kann heute ohne die Amis vielleicht eine leichte Erholung einsetzen, die Betonung liegt aber auf „leicht“..

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So langsam werden auch die Profi-Investoren wieder optimistischer für den Dax, wie die jüngste Umfrage der Deutcshen Börse zeigt! Mit 42% und einem Zuwachs zur Vorwoche von immerhin +4% sind die Bullen in der Führungsposition, während die Bären -6% zur Vorwoche verlieren und nun nur noch auf 29% kommen.

Die in den Wochen zuvor optimistischeren Privatanleger dagegen weren nun etwas skeptischer: so sinkt der Anteil der Bullen um -1% zur Vorwoche auf nun nur noch 45%, die Bäen gewinnen +6% zur Vorwoche immerhin +4% auf nun 33%.

Von Euphorie kann also, trotz der stark gestiegenen Kurse eher keine Rede sein – und Joachim Goldberg hat eine Erklärung, warum das so ist:

„Wieder ist eine Woche verstrichen und wieder könnte man den Eindruck gewinnen, dass viele Akteure mit dem neuerlichen Anstieg des DAX nicht so recht viel anzufangen wissen. Natürlich gibt es ein immer gleiches Argument für den Anstieg der Aktienkurse, der vor allen Dingen in den USA initiiert wird: die Hoffnung auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit. Aber es ist verständlich, dass vor allen Dingen europäische Anleger eine Beilegung dieses Konflikts nicht mit der gleichen Freude wie die Börsianer jenseits des Atlantiks begleiten würden. Denn der nächste Handelsstreit – auch wenn von offizieller Seite immer wieder auf Versprechen der USA, von Strafzöllen gegenüber der EU abzusehen, verwiesen wird – hat sich zumindest als beunruhigendes Element in den Köpfen vieler Akteure festgesetzt. Spätestens als das US-Handelsministerium zum vergangenen Wochenende seinen Bericht über die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Auto-Importe aus der EU an Donald Trump übergeben hatte, war ein längst verdrängt geglaubtes Gespenst bei vielen Börsianern und Kommentatoren wieder präsent.“

Sind die Profis unterinvestiert? Dazu wieder Goldberg:

„Damit liegen institutionelle und Privatanleger stimmungstechnisch fast wieder gleichauf. Allerdings spricht vieles dafür, dass die privaten Investoren in den vergangenen Wochen erfolgreicher als ihre institutionellen Pendants gewesen sind. Deren Optimismus ist immer noch vergleichsweise verhalten. Dies wird insbesondere daran erkennbar, dass sich der Börse Frankfurt Sentiment-Index mit dem Wert von +13 Punkte ziemlich genau auf dem Niveau der Durchschnittswerte der vergangenen 3 bzw. 6 Monate befindet. Und das, obwohl der DAX gegenüber der Vorwoche im Punktvergleich noch einmal um 1,5 Prozent angestiegen ist. Diese derzeit relativ neutrale Positionierung spiegelt aber auch eine gewisse Unsicherheit der Börsianer wider, ob dem DAX die Trendwende tatsächlich gelungen ist oder ob der mehr als 8-prozentige Anstieg der Kurse seit Jahresbeginn lediglich eine Korrektur in einem übergeordneten Abwärtstrend darstellt. Die heutige Erhebung vermittelt zumindest den Eindruck, dass vor allem die Mehrheit der institutionellen Akteure längst nicht so bullish positioniert ist, wie sie es vermutlich sein möchte. Das allerdings sind keine schlechten Nachrichten für den DAX.“

Und abschließend noch einmal eine Video-Einschätzung des „Sentiment-Papstes“:


Foto: Deutsche Börse AG

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