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Dax: Weiter wie eine Rakete nach oben mit Hurra?

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Der Dax konnte gestern so stark zulegen wie kein anderer Index in Europa – und das ist natürlich kein Zufall! Denn die Absichtserklärungen von Trump und Juncker sind wie maßgeschneidert für die deutsche Exportunternehmen, die mit einem solchen Deal ihre Absatzchancen in den USA deutlich erhöhen würden. Es war ja vor allem der Dax, der unter der Perspektive einer weiter eskalierenden Handelskrieges so stark gelitte hatte, und wenn sich hier die Lage (scheinbar!) entspannt, ist das wie ein Befreiungsschlag für den deutschen Leitindex.

Aber es lohnt, ein bißchen weiter zu denken: mit dem „Waffenstillstand“ zwischen den USA und der EU bekommt Trump faktisch mehr Spielraum für den Handelskrieg gegen China, weil man gewissermaßen dann aus Sicht der Trump-Administration keinen „Zweifronten-Krieg“ führen muß und den Hauptgegner China ins Visier nehmen kann! Ob das für den Dax also eine so furchtbar gute Nachricht ist mittelfristig? Eher nicht, aber man will die Feste feiern wie sie fallen, daher kann die gestern gestartete Party durchaus noch weiter gehen.

Aber wie weit? Zum Beispiel bis zum Widerstand bei 12920 Punkten:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Vielleicht erweist sich dabei der Euro als hilfreich, der seit der Pressekonferenz von Mario Draghi unter Druck gekommen ist mit seinen dovishen Aussagen zur niedrigen Kerninflation. Leicht belastend dagegen wirken die Zahlen des Schwergewichts BASF auf den Dax – die BASF-Aktie vorbörslich mit -3% unter Druck.

Aber andererseits gibt es aktuell nicht wirklich zwingende Verkaufsargumente für den deutschen Leitindex – vorerst noch nicht. Aber diese werden absehbar kommen, nämlich dann, wenn sich die vermeintliche Annäherung der EU mit Trump als Stohfeuer entpuppen wird – und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das passiert (daher Twitter-Account von Trump im Auge behalten!).

Die Party beim Dax kann also weiter gehen, aber man sollte eben auch bedenken, dass nun die Beste aller Welten eingepreist ist (nämlich dass die US-Zölle gegen EU-Autos nicht kommen werden – aber sie werden dennoch kommen!). Daher muß man unterscheiden zwischen den kurzfristigen Aussichten, die positiv sind für den Dax, und den mittelfristigen Aussichten, die deutlich negativer sind. Und wer investieren will, sollte sich sich mehr für die mittelfrsitigen Aussichten interessieren – wer dagegen spekulieren will, kann sich auf die kurzfrsitigen Aussichten beschränken und versuchen, die Welle bis zu ihrem Ende zu reiten (sollte dabei jedoch besser das Timing für den Absprung nicht verpassen!).

Im Fokus heute neben der Entwicklung der Amazon-Aktie vor allem das US-BIP, über das wir um 14.30Uhr berichten werden..

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Dax-Stimmung: Haben sie schon gekauft?

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So langsam werden auch die Profi-Investoren wieder optimistischer für den Dax, wie die jüngste Umfrage der Deutcshen Börse zeigt! Mit 42% und einem Zuwachs zur Vorwoche von immerhin +4% sind die Bullen in der Führungsposition, während die Bären -6% zur Vorwoche verlieren und nun nur noch auf 29% kommen.

Die in den Wochen zuvor optimistischeren Privatanleger dagegen weren nun etwas skeptischer: so sinkt der Anteil der Bullen um -1% zur Vorwoche auf nun nur noch 45%, die Bäen gewinnen +6% zur Vorwoche immerhin +4% auf nun 33%.

Von Euphorie kann also, trotz der stark gestiegenen Kurse eher keine Rede sein – und Joachim Goldberg hat eine Erklärung, warum das so ist:

„Wieder ist eine Woche verstrichen und wieder könnte man den Eindruck gewinnen, dass viele Akteure mit dem neuerlichen Anstieg des DAX nicht so recht viel anzufangen wissen. Natürlich gibt es ein immer gleiches Argument für den Anstieg der Aktienkurse, der vor allen Dingen in den USA initiiert wird: die Hoffnung auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit. Aber es ist verständlich, dass vor allen Dingen europäische Anleger eine Beilegung dieses Konflikts nicht mit der gleichen Freude wie die Börsianer jenseits des Atlantiks begleiten würden. Denn der nächste Handelsstreit – auch wenn von offizieller Seite immer wieder auf Versprechen der USA, von Strafzöllen gegenüber der EU abzusehen, verwiesen wird – hat sich zumindest als beunruhigendes Element in den Köpfen vieler Akteure festgesetzt. Spätestens als das US-Handelsministerium zum vergangenen Wochenende seinen Bericht über die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Auto-Importe aus der EU an Donald Trump übergeben hatte, war ein längst verdrängt geglaubtes Gespenst bei vielen Börsianern und Kommentatoren wieder präsent.“

Sind die Profis unterinvestiert? Dazu wieder Goldberg:

„Damit liegen institutionelle und Privatanleger stimmungstechnisch fast wieder gleichauf. Allerdings spricht vieles dafür, dass die privaten Investoren in den vergangenen Wochen erfolgreicher als ihre institutionellen Pendants gewesen sind. Deren Optimismus ist immer noch vergleichsweise verhalten. Dies wird insbesondere daran erkennbar, dass sich der Börse Frankfurt Sentiment-Index mit dem Wert von +13 Punkte ziemlich genau auf dem Niveau der Durchschnittswerte der vergangenen 3 bzw. 6 Monate befindet. Und das, obwohl der DAX gegenüber der Vorwoche im Punktvergleich noch einmal um 1,5 Prozent angestiegen ist. Diese derzeit relativ neutrale Positionierung spiegelt aber auch eine gewisse Unsicherheit der Börsianer wider, ob dem DAX die Trendwende tatsächlich gelungen ist oder ob der mehr als 8-prozentige Anstieg der Kurse seit Jahresbeginn lediglich eine Korrektur in einem übergeordneten Abwärtstrend darstellt. Die heutige Erhebung vermittelt zumindest den Eindruck, dass vor allem die Mehrheit der institutionellen Akteure längst nicht so bullish positioniert ist, wie sie es vermutlich sein möchte. Das allerdings sind keine schlechten Nachrichten für den DAX.“

Und abschließend noch einmal eine Video-Einschätzung des „Sentiment-Papstes“:


Foto: Deutsche Börse AG

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