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Europa

Deutsche Exporte rückläufig, Außenhandelsüberschuss schrumpft

Claudio Kummerfeld

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Mit -3,7% von März auf April könnten wir die deutschen Exporte so richtig schlecht, sogar übel hinstellen. Aber das ist nur der Monatsvergleich, der (wie wir es immer betonen) aufgrund saisonaler Schwankungen fast gar nicht aussagekräftig ist. Aber auch die Jahresvergleichszahlen sind rückläufig. So sinken die Exporte von April 2018 auf April 2019 um 0,5%. Gleichzeitig steigen die Importe um 2,1%. Deshalb sinkt auch der deutsche Außenhandelsüberschuss von 20 auf 17 Milliarden Euro. Wir hatten ein wichtiges Phänomen schon mehrmals in den letzten Monaten besprochen, was aber beim ersten und auch zweiten Blick auf die Zahlen kaum auffällt.

Seit geraumer Zeit steigen die Importe (prozentuale Zuwächse) stärker als die Exporte. Und sind die Daten rückläufig, dann sind die Minuszeichen bei den Importen immer kleiner als bei den Exporten (rot markiert in folgender Grafik). Geht es so weiter, pulverisiert sich der deutsche Außenhandelsüberschuss nach und nach. Damit würde auch der Netto-Geldzufluss für die deutsche Volkswirtschaft aus dem Ausland versiegen. Die Folge: Weniger Wohlstand im Inland.

Exporte Importe

Exporte Importe

Weitere aktuelle Daten zum deutschen Außenhandel hier vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2019 Waren im Wert von 63,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,1 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber April 2018 sanken die Exporte in die EU-Länder um 3,5 %, die Importe aus diesen Ländern stiegen um 1,9 %. In die Länder der Eurozone wurden im April 2019 Waren im Wert von 41,6 Milliarden Euro (-0,5 %) exportiert und Waren im Wert von 34,8 Milliarden Euro (+2,5 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im April 2019 Waren im Wert von 22,3 Milliarden Euro (-8,7 %) exportiert und Waren im Wert von 18,2 Milliarden Euro (+0,7 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im April 2019 Waren im Wert von 45,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 38,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber April 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 4,0 % zu, die Importe von dort stiegen um 2,4 %.

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Europa

ZEW Index etwas besser als erwartet – Exporterwartungen verbessert

Redaktion

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Jeden Monat wird der ZEW Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Januar) ist mit +61,8 Punkten etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +60,0; Vormonat war +55,0).

Die Einschätzung der aktuellen Lage aber liegt bei -66,4 (Prognose war -68,5; Vormonat war -66,5) – damit sehen wir weiterhin eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage.

Laut ZEW sind es vor allem die verbesserten Exporterwartungen, die den Index nach oben gezogen haben!

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Europa

Autozulassungen in EU: Dezember-Zahlen glänzen, vor allem in Deutschland – warum wohl…

Claudio Kummerfeld

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Autos auf Parkplatz

Was für ein Schritt nach vorne. Wie der europäische Automobilverband ACEA heute früh meldet, haben die Autozulassungen im Dezember einen kräftigen Satz nach oben gemacht mit 1.031.070 PkW. Im November waren es noch 897.692 gewesen. Im Jahresvergleich zu Dezember 2019 ist es nur noch ein Minus von 3,3 Prozent! Und dieser Vergleich zum Vorjahr ist wohl der Entscheidende bei den Autozulassungen. Damit scheint die Krise optisch überwunden zu sein, nachdem der Autoabsatz in den letzten Monaten dank Corona brutal zusammengebrochen war.

Gesenkte Mehrwertsteuer half Deutschland im Dezember bei den Autozulassungen

Vor allem die Autozulassungen in Deutschland stechen positiv hervor. Von Dezember 2019 zu Dezember 2020 sehen wir sogar einen Zuwachs von 9,9 Prozent, von 283.380 auf 311.394 PkW. Gerade für Deutschland ist die Lösung dieses Rätsels sehr einfach. Im Dezember galt noch letztmalig die reduzierte Mehrwertsteuer. Gerade Käufer von hochpreisigen Produkten konnten somit nochmal auf den letzten Drücker nette Summen bei der Mehrwertsteuer sparen. Und so haben wohl zahlreiche Kunden ihre für 2021 geplanten Autokäufe noch schnell in den Dezember 2020 vorgezogen, und haben die Absatzzahlen nach oben gedrückt. Vermutlich dürften in Deutschland dann die Zahlen in den ersten Monaten 2021 mau ausfallen, weil diese Käufer dann fehlen?

Italien und Frankreich haben mangels Sondereffekten im Dezember nicht so geglänzt wie Deutschland. Hier waren die Autozulassungen im Jahresvergleich rückläufig mit -14,9 Prozent und -11,8 Prozent. Schauen wir mal auf den Gesamtjahresvergleich von 2019 auf 2020. Da lag die Gesamt-EU mit 23,7 Prozent im Minus. Deutschland lag bei -19,1 Prozent, Italien bei -27,9 Prozent, und Frankreich bei -25,5 Prozent.

Grafik zeigt Autozulassungen in der EU im Dezember 2020 und Gesamtjahr

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Europa

Gastgewerbe: So stark fiel der Umsatz im letzten Jahr

Claudio Kummerfeld

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Leere Stühle bei der Außengastronomie eines Restraurants

Das Gastgewerbe (Hotels, Restaurants, Catering) ist neben Reisebüros, Fluggesellschaften und anderen wohl mit am Schlimmsten betroffen von der Coronakrise. Heute hat das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung veröffentlicht, wie stark die Umsätze im Gastgewerbe im Gesamtjahr 2020 eingebrochen sind. Es ist ein Rückgang von 38 Prozent gegenüber 2019.

Für den Monat November liegen gesicherte Zahlen vor. Dazu drei Vergleiche: Im November 2020 fiel der Umsatz im Gastgewerbe gegenüber Oktober 2020 um 52,3 Prozent. Der Umsatz lag 67,4 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2019 war der Gastgewerbeumsatz 67,9 Prozent geringer.

Die Grafik ist aufschlussreich. Man sieht den ersten Absturz aus dem Frühjahr, von einem Normalwert bei 105,4 runter auf 26,2 Indexpunkte. dann im Jahresverlauf nach dem ersten Lockdown die Erholung auf 82,8 Punkte im August. Und dann folgt der zweite Absturz bei den Umsätzen im Gastgewerbe ab Oktober, runter auf 34,4 Punkte im November.

Grafik zeigt Verlauf der Umsätze im Gastgewerbe seit dem Jahr 2013

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