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Deutsche Verbraucherpreise im Mai (HVPI) unverändert – Löhne rauf, aber keine steigenden Preise!

FMW-Redaktion

Die Verbraucherpreise in Deutschland liegen auf Jahresbasis im Vergleich von Mai 2015 zum Mai 2016 bei +0,1%. Zieht man die wichtigere Kennzahl des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) heran, der für die EU-Statistiken verwendet wird, liegt die Inflation bei 0,0%. Wobei man sich schon fragen kann, ob das so stimmen kann mit den Wohnungsmieten bei +1,1% in einem Jahr? So ein geringer Anstieg? Naja…

Verbraucherpreise

Es gibt immer wieder Kommentare von Ökonomen, Bankexperten und auch von der EZB selbst, dass ja der Ölpreis der Hauptgrund für die niedrige Inflation sei. Das mag sogar stimmen. Nur ist man bei der EZB im März 2015 doch mit seiner mtl. 60 Milliarden Euro-Geldschwemme + Negativzinsen angetreten um genau diesem Effekt entgegenzuwirken. Von daher müsste man doch gerade trotz bremsendem Ölpreis-Effekt einen Anstieg bei der Inflation bemerken – aber nach wie vor passiert nichts.

Zusätzlich zu den Verbraucherpreisen wurden heute die Entwicklungen bei den Löhnen mit +2,1% auf Jahresbasis veröffentlicht. Auch die Konsumausgaben in Deutschland zeigen: Löhne rauf, Konsumvolumen rauf – nur die Preise steigen nicht – aber gerade das braucht doch der Mario Draghi!


Bei der Entwicklung der monatlichen Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Am stärksten erhöhten sich im Zeitraum vom ersten Quartal 2015 bis zum ersten Quartal 2016 die Tarifverdienste im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+ 3,4 %). Hier wirkte sich vor allem das Tarifplus im Bereich der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften (+ 3,5 %) im zweiten Quartal 2015 aus. Im Bereich der Energieversorgung wurden im ersten Quartal 2016 hohe Einmalzahlungen gewährt. Dadurch stiegen die tariflichen Monatsverdienste mit Sonderzahlungen im Vergleich zum Vorjahresquartal mit + 3,0 % wesentlich stärker als ohne Sonderzahlungen (+ 1,6 %). Ebenfalls deutlich überdurchschnittlich entwickelten sich die Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen im Handel (+ 2,8 %). In einigen anderen Bereichen, beispielsweise im Gastgewerbe (+ 1,2 %) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (+ 1,0 %), stiegen die Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen im Vergleich zum ersten Quartal 2015 hingegen unterdurchschnittlich. Vor allem bedingt durch Einmalzahlungen im Kohlenbergbau im ersten Quartal 2015, die im ersten Quartal 2016 nicht anfielen, waren die Tarifverdienste im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden sogar niedriger als im Vorjahresquartal (– 0,6 %).

Löhne



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