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Die Explosion der Notenbank-Bilanzen

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die Bilanzen der großen Notenbanken wurden in den letzten Jahren explosionsartig ausgeweitet, vor allem durch die großen Anleihekaufprogramme, von denen es in den USA schon drei Stück gab (bald QE4?). Die Frage ist grundsätzlich, wohin das alles am Ende führt? Werden die Notenbanken de facto zum Hauptfinanzier von Staaten? Schaffen die Staaten damit einen autonomen Kreislauf von frisch gedruckten Geld, dass sie sich selbst leihen?

Oder handelt es sich hierbei um eine notwendige Unterstützung der Wirtschaft? In den USA zumindest hat die Fed dazu offiziell das Mandat, in Europa geht es hierbei ja ganz offiziell um „Geldpolitik“. Aber abgesehen davon präsentieren wir in diesem Artikel nur die nüchterne Dimension, wie sehr die wichtigsten Notenbanken ihre Bilanzen in den letzten Jahren aufgebläht haben. Das kann natürlich in der Praxis immer so weiter gehen.

USA

Fed Bilanz
Von unter 1 Billion Dollar stieg die Bilanz der Federal Reserve sofort nach Ausbruch der Finanzkrise sprunghaft an auf aktuell 4,5 Billionen Dollar.

Dow
Die Entwicklung von US-Aktien im Vergleich seit 2007.

Japan

BoJ 1
Die Bilanz der Bank of Japan seit 2005. Von 142 stieg die Bilanz auf zuletzt 396 Billionen Yen. Gerade in Japan versuchen Rergierung und Notenbank verzweifelt durch Schulden um Geldpumpen die Deflation zu verhindern.

Japan Aktien
Japanische Aktien seit 2005.

Eurozone

EZB
Die Ausweitung der EZB-Bilanz von 2005 bis heute, von harmlosen 894 Milliarden auf jetzt 2,8 Billionen Euro. Seit März 2015 kommen jeden Monat 60 Milliarden durch das aktuelle Anleihekaufprogramm (QE) hinzu.

EU-Aktien
Europäische Aktien im selben Zeitraum als Vergleich.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Alexander Gliese

    18. Februar 2016 14:46 at 14:46

    Die Korrelation zwischen der Geldpolitik der Notenbanken und den Aktienkursen ist offenkundig sehr viel größer als der Zusammenhang zwischen der Realwirtschaft und den Aktienindizes. Übersetzt heißt das doch: Der Wert von Unternehmen ist entkoppelt von ihrer Geschäftstätigkeit. Toll: Entscheidend für den Unternehmenswert ist die Geldpolitik und nicht der Unternehmenserfolg – die Lehrbücher der Ökonomie müssen umgeschrieben werden!

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Einzelhandelsumsätze boomen in der Coronakrise – bis auf ein Segment

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Leeres Einkaufszentrum als Symbol für die Coronakrise

Wenn man in der Coronakrise schon kein Geld für Restaurants, Theater, Kinos oder Urlaubsreisen ausgeben kann, dann kann man doch immerhin noch sein Haus, seine Wohnung oder den Garten verschönern? Und zuhause gut essen ist ja auch drin. Dementsprechend wandeln sich die Einzelhandelsumsätze in den letzten Monaten.

Unterm Strich geben die Deutschen deutlich mehr aus als noch im Vorjahr, und auch mehr als direkt vor Ausbruch der Coronakrise. Dies wird untermauert durch die vor wenigen Minuten vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Einzelhandelsumsätze für Oktober. Sie steigen im Vergleich zu Oktober 2019 um 8,2 Prozent, und im Vergleich zu Februar 2020 um 5,9 Prozent. Das ist eindeutig. Der Onlinehandel boomt am Stärksten, die Heimwerkermärkte boomen, und auch der Lebensmitteleinzelhandel. Ein klarer Wink hin zu mehr Konsum in den eigenen vier Wänden. Nur der stationäre Einzelhandel mit Bekleidung ist spürbar rückläufig. Klar, wenn man deutlich weniger ausgeht, hat man auch weniger den Drang neue Klamotten zu kaufen. Hier die Detailangaben der Statistiker über die Einzelhandelsumsätze im Wortlaut:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2020 real 7,3 % und nominal 10,3 % mehr um als im Oktober 2019. Dabei lag der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkte real 7,9 % und nominal 10,9 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 3,0 % und nominal 6,5 % mehr um.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 9,0 % und nominal um 9,4 %. Das größte Umsatzplus mit real 29,8 % und nominal 31,1 % erzielte der Internet- und Versandhandel. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 14,2 %. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau waren dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren und der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -6,4 % und -2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Grafik zeigt Einzelhandelsumsätze für Oktober im Detail

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Autoindustrie: Die Stimmung hat sich brutal verfinstert!

Claudio Kummerfeld

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Riesiger Parkplatz mit unzähligen Autos

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie (Hersteller und Zulieferer) hat sich brutal verfinstert. Laut heute früh veröffentlichten Umfrageergebnissen des ifo-Instituts ist die aktuelle Geschäftslage der Branche zwar noch akzeptabel mit einem Wert von +7,2 Punkten nach -2 Punkten im Oktober. Aber die Geschäftserwartungen der Autoindustrie sinken aktuell dramatisch ab, von +16,3 im Oktober auf -4 Punkte im November! Der Chart zeigt den Absturz der Stimmungslage in der Autoindustrie in den letzten Monaten. Im Moment läuft es noch, aber der Blick in die Zukunft macht die Firmen gegenwärtig nicht glücklich, so ifo aktuell in seiner Headline-Aussage. Weitere Aussagen hier im Wortlaut:

„Im Oktober haben wir einen Einbruch bei den gewerblichen Neuzulassungen gesehen. Das wird sich wahrscheinlich fortsetzen, aufgrund der großen Unsicherheit bei den Unternehmen“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien.

Die Unternehmen gaben an, ihre Produktion deutlich drosseln zu wollen. Der Indikator sank von plus 38,6 Punkte auf minus 0,5 Punkte. Die Exporterwartungen fielen deutlich von plus 19,0 Punkten im Oktober auf minus 5,0 Punkte. Auch gab immer noch die Mehrheit der Unternehmen an, die Zahl ihrer Mitarbeiter zu verringern. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 34,6 Punkte.

Der Auftragsbestand konnte zuletzt nicht mehr so stark zulegen. Der entsprechende Indikator sank deutlich auf 6,2 Punkte, nach 29,3 im Oktober. Der Bestand im Fertigwarenlager ist allerdings weiterhin geringer als saisonüblich. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 4,9 Punkte.

Chart zeigt Verlauf der Geschäftserwartungen der Autoindustrie

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Rüdiger Born: Was der Markt bei Gold noch benötigt für einen Long-Einstieg

Rüdiger Born

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Der heutige Anstieg bei Gold (hier der jüngste Bericht auf FMW dazu) ist für mich der erste Hinweis, dass für einen Long-Einstieg etwas möglich sein könnte. Jetzt fehlt noch ein Trigger. Das Szenario hierfür bespreche ich im folgenden Video.

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