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Die heutige Anhörung von Janet Yellen: was, wer, wann, wie.. Um 14.30Uhr wird es spannend!

Um 14.30Uhr der Redetext Yellens, was dabei zu erwarten ist, wer Yellens wahrscheinlicher Nachfolger ist – und andere Belanglosigkeiten..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Heute wird es wieder herausragend Unterhaltsames von Fed-Chefin Janet Yellen geben – und an den Trading-Stationen lautet das Motto dann wieder einmal: wer wach bleibt, hat gewonnen! Denn so furchtbar viel sollte man heute wohl eher nicht erwarten: das Lob auf die Wirtschaft, die nur eine kleine Delle habe derzeit, die Inflation nur vorübergehend niedriger, daher müsse die Notenbank die Zinsen weiter anheben. Und so weiter so allgemein und langweilig.


Startet sicher nach dem Ende ihrer Fed-Amtszeit eine großartige Entertainment-Karriere: Janet Yellen
Foto: Federal Reserve

Im Hintergrund wabert wieder das Problem der Phillips-Kurve, die besagt, dass ein brummender Arbeitsmarkt steigende Inflation nach sich zieht, weil die Arbeitnehmer angesichts knapper Arbeitskräfte höhere Löhne durchsetzen könnten. Wer die Haltung der Fed verstehen will, muß begreifen, dass die Fed immer noch an die Wirksamkeit der Philipps-Kurve glaubt, auch wenn die ökonomische Realität dem ziemlich radikal widerspricht. Die Löhne nämlich steigen kaum, was wiederum die Inflation nicht nachhaltig steigen läßt. Der Grund hierfür dürfte der stetig weiter wachsende Niedriglohnsektor sein – wer sich die US-Arbeitsmarktdaten ansieht, ahnt schnell, was hinter der schönen Zahl neu geschaffener Stellen vor allem steckt: nämlich Billigjobs!

Und doch gibt es eine kleine Chance auf eine hawkishe Überraschung: Yellens Amtszeit endet Anfang Februar, und alles deutet darauf hin, dass Trump ihr keine weitere Amtszeit gewähren wird. Wahrscheinlicher Nachfolger Yellens ist vielmehr Gary Cohn, derzeit National Economic Council Director und damit wichtigster Wirtschaftsberater Trumps. Der Ex-Goldman Sachs-Banker wäre dann der erste Fed-Chef seit vier Jahrzehnten, der kein Ökonom ist. Yellen jedenfalls dürfte wissen, dass ihre Zeit abläuft, und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie und ihr Vize Fischer vor Ende ihrer Amtszeit noch einmal Fakten schaffen wollen.

Wichtig für heute ist: um 14.30Uhr deutscher Zeit wird der Redetext Yellens veröffentlicht. Die maßgeblichen Marktbewegungen dürften also zu dieser Zeit stattfinden (wenn sie denn kommen) und weniger ab 16Uhr, wenn die halbjährliche Anhörung Yellens vor dem US-Kongreß beginnt!

Das eigentlich wichtigste Thema, auf das die Märkte achten, ist die Frage, wann und ob die Bilanzsumme reduziert. Seit 2014 hat die Fed aufgehört, neue Anlehen zu kaufen, sie reinvestierte vielmehr die frei werdenden Gelder ausgelaufener Anleihen und hielt so die Bilanzsumme konstant bei 4,5 Billionen Dollar. Die Reduzierung der Bilanzsumme, so hören wir von Trader in New York, dürfte Gelder von der Wall Street absaugen. Gestern warnte JP Morgan-CEO Jamie Dimon, dass man so etwas wie das QE zuvor noch nicht erlebt habe, dementsprechend die Rückführung von QE in seinen Konsequenzen für die Märkte gar nicht ermessen könne. Das sage etwas aus über Risiken – sprich: die Risiken für die Märkte würden damit deutlich steigen!

Nun, wir werden sehen. Jedenfalls werden wir ab 14.30Uhr den Redetext Yellens analysieren und auf mögliche Konsequenzen für die Märkte abklopfen..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Dr. Veronika Pranter

    12. Juli 2017 11:41 at 11:41

    Danke für Command CEO Jamie Dimon!
    Da könnte was dran sein – mein googeln hat ergeben, dass er seit 8.6.2017 nicht mehr bei JPMorgan arbeitet – Meldung könnte für uns Trader ein „Abschiedsgeschenk“ sein.?!!!

  2. Avatar

    leser

    12. Juli 2017 12:34 at 12:34

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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