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Dirk Müller über Versagen von Bundesregierung und Robert Koch-Institut

Dirk Müller erwartet nun einen deflationären Schock - dem dann jedoch "in kürzester Zeit" ein inflationärer Schock folge. Was jetzt tun?

Dirk Müller ist vielen bekannt als „Mr. Dax“ – aber er hat vor allem eine klare Meinung zum Management der Bundesregierung und des Robert-Koch-Instituts angesichts des Coronavirus: man habe lange die anrollende Tsunami-Welle verharmlost – und wundere sich jetzt, dass die Menschen nach wie vor die Gefahr durch das Coronavirus nicht ernst nehmen. Nun schaltet man in den Panik-Modus, aber für Dirk Müller steht fest: „Die Regierung hat komplett versagt.“

Dirk Müller über deflationären Schock und inflationären Schock

Dirk Müller erwartet nun einen deflationären Schock – dem dann jedoch „in kürzester Zeit“ ein inflationärer Schock folge. Der deflationäre Schock entsteht, weil Millionen von Firmen und Selbständigen die Umsätze wegbrechen (bei weiter laufenden Kosten). Es entsteht ein „Credit Crunch“ – niemand weiß, ob er verliehene Gelder wieder bekommen wird, daher herrscht großes Mißtrauen (im englischen als „counterpart risk“ bekannt). Das ist eine Parallele zur Finanzkrise, bei der die Risiken so verteilt waren, dass niemand einschätzen konnte, wer welche Risiken in den Büchern hat. Nun aber pumpen Notenbanken und Regierungen eine immense Liquiditätsflut ins System, die aber nun auf einen „geschlossenen Markt“ trifft, weil das Angebot aufgrund der geschlossenen Betriebe gering bleibt. Es stürze sich also, so Dirk Müller, viel Geld auf wenig Angebot – die Folge sei eine massive Inflation nach dem deflationären Schock. Sprich: es gibt dann viel Geld, aber wenige Waren, die man dafür kaufen könne.

Der plötzliche Kollaps der Weltwirtschaft durch einen gleichzeitigen Angebots- und Nachfrageschock sei, so Dirk Müller, historisch einmalig und sei vielleicht sogar schlimmer als die Weltwirtschaftskrise der Jahre 1929 und folgende. Das große Problem sei eigentlich weniger das Cornavirus, sondern die Reaktion der Regierungen auf das Virus

Wir stehen erst am Anfang der Probleme, sagt Dirk Müller – es rollt eine Pleitewelle an, auch von Banken. Was also jetzt tun? Dirk Müller meint: erste Positionen bei guten Aktien aufbauen (etwa 20% des für Aktien verfügbaren Kapitals), vor allem aber in Sachwerte wie Gold investieren – jedoch unter keinen Umständen in Derivaten. Denn vor allem der Derivate-Markt sei momentan schon „dysfunktional“. Gefährlich seien vor allem auch ETFs – weil schlicht die Finanzmärkte unter einem Mangel an Liquidität leiden, der vor allem die ETFs treffen werde. Es sei daher wahrscheinlich, dass die Börsen für mehrere Wochen schließen würden – wenn dann die Lage um das Coronavirus beruhige, die Börsen dann wieder öffneten, könne es eine Explosion nach oben geben..

Sehen Sie hier das Interview von Dirk Müller mit Manuel Koch:

Dirk Müller über den inflationären Schock nach dem deflationären Schock



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2 Kommentare

  1. Zum RKI, besonders in Corona Zeiten:

    Wer nimmt RKi noch ernst?

    https://www.journalistenwatch.com/2020/04/29/absurde-corona-zahlenspiele

    Web Archive Sicherung

    http://archive.is/gioNU

  2. …„Gefährlich seien vor allem ETF‘s“…

    ETF‘s sind gefährlich, aber sein eigener Fonds ist sicher?🤣

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