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Draghis unfreiwilliges Geschenk! Videoausblick

Mit seinen pessimistischen Aussagen hat Draghi den europäischen Aktienmärkten unfreiwillig ein Geschenk gemacht - für Draghi selbst ist das eine persönliche Niederlage!

Mit seinen pessimistischen Aussagen in Sachen Konjunktur hat Mario Draghi den europäischen Aktienmärkten wohl unfreiwillig ein Geschenk gemacht! Denn nun ist klar, dass die EZB keine Gedanken mehr an Zinsanhebungen verschwenden kann angesichts der schwachen Konjunktur. Für Draghi ist das auch eine persönliche Niederlage: stets hatte er betont, weclh große Rolle die Geldpolitik der EZB spiele für den Aufschwung – aber diese Rolle war scheinbar doch nicht groß genug, um den Abschwung zu verhindern! So oder so: der Dax und andere europäische Indizes dürften nun besser performen als die Wall Street, die nach wie vor vom government shutdown und vom Handelskrieg getrieben werden. Heute wichtig der ifo-Index..

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11 Kommentare

  1. Wenn die Amis sich jetzt einigen und der Shutdown endet, fliegt dann der Deckel davon?
    Irgendwie glaube ich nicht daran, aber aktuell sieht alles danach aus.

    Und wie hier schon mal in der Kommentarfunktion erwähnt wurde (von wem weiß ich jetzt nicht mehr), man sollte handeln, was man sieht und nicht was man sich erhofft.

    1. ….das könnte ich gewesen sein :-)

      weiterhin allen schöne und glückliche Trades :-)

      VG Roberto

      1. Sehr gut möglich.
        Wollte jetzt nur keine Spekulation anstrengen, nicht dass ich dann einen vor den Kopf stoße.

  2. Ich interessiere mich seit kurzem für die Aktienmärkte, weil das Thema Altersvorsorge durch Aktien zusehends in den Fokus der Diskussionen rückt. Ich muss allerdings sagen, dass ich ein ahnungsloser Anfänger bin, der erst einmal die grundlegenden volkswirtschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen versucht. Über Antworten auf meine, sicherlich sehr naiven, Fragen würde ich mich sehr freuen.

    Thema Niedrigstzinsen und Gelddrucken:
    Versucht nicht Japan seit 25 Jahren, die anhaltende Krise mit einer Politik des billigen Geldes zu bekämpfen? Was und wo sind die Erfolge dieser Geldpolitik? Eine enorme Staatsverschuldung, kaum vorhandene Inflation, sinkende Löhne und wachsende Verteilungsungleichheit hätte man sicher auch ohne eine derartige Geldpolitik erreichen können.
    USA: Zwar scheint dort die Wirtschaft etwas in Gang gekommen zu sein, jedoch nur aufgrund der USA-typischen konsumgetriebenen und schuldenbasierten Binnenwirtschaft. Und mit dem Nebeneffekt einer massiven Verschuldung im staatlichen, privaten und unternehmerischen Bereich. Auch hier zeigt sich eine wachsende Verteilungsungleichheit.
    Europa: Auch hier konnte angeblich weder die Inflation gesteigert werden, noch kam die Wirtschaft anhaltend und signifikant in die Gänge. Profitieren nicht in erster Linie marode Zombie-Banken von dieser Zins- und Geldpolitik, während am Ende bei den Bürgern und Konsumenten nichts ankommt? Sind die negativen Folgen im Hinblick auf Altersvorsorge und Vermögensvernichtung den wie und wo auch immer positiv zu sehenden Effekten gegenüber zu vernachlässigen? Hat sich die Situation für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung nicht ebenfalls in Richtung kaum steigender Nettoeinkommen und teilweise menschenverachtender Billigstlöhne entwickelt? Gibt es nicht ebenfalls eine wachsende Verteilungsungleichheit?
    Wäre es volkswirtschaftlich betrachtet nicht besser, wenn die Geldfluten, um nicht zu sagen -tsunamis, bei denen ankämen, die den überwiegenden Teil der Bevölkerung stellen? Also bei den Arbeitnehmern und deren Angehörigen, den kleinen Selbständigen und Handwerkern, den Konsumenten, statt bei wenigen maroden Banken oder aufgeblasenen börsennotierten Konzernen, von denen einzelne bereits mehr wert sind als kleinere europäische Volkswirtschaften?

    Thema Handelskrieg:
    Hier scheint es keinerlei Entspannung zu geben.

    Thema China:
    Die chinesische Wirtschaft scheint massiv in eine Rezession abzudriften.

    Vermutlich ist das alles eine sehr naive und unrichtige Sichtweise meinerseits. Denn ich kann prinzipiell daraus nur folgende Aussagen auf den Punkt bringen: Die globale Konjunktur trübt sich deutlich ein. Die Schulden in vielen Bereichen wachsen an, hier sollten sicherlich auch die Schwellenländer nicht unerwähnt bleiben. Die Inflation kommt kaum irgendwo in die Gänge. Handelskriege und politische Themen wie der Brexit wirken als zusätzliche Hemmnisse.
    Müssten unter solchen Voraussetzungen die Aktienmärkte nicht fallen, statt in unvorstellbare Höhen zu klettern? Oder fallen Aktienmärkte dann, wenn die globale Wirtschaft prosperiert, der Konsument in höchstem Maße liquide ist, die Arbeitslosenquoten überall gegen Null gehen und keine politischen Streitigkeiten und Probleme zwischen Staaten bestehen? Oder fallen Aktienmärkte nie?

    Ich bin mir nicht sicher, wie ich meine Altersvorsorge mit überschaubarem Risiko über Aktieninvestments verbessern soll, solange mich die zugrunde liegenden Zusammenhänge derart verwirren. Ich bitte alle Leser hier um Nachsicht für meine Naivität und würde mich über erhellende und für ein Erstsemester verständliche Erklärungen sehr freuen.

    1. Nachdem ich ihre Ansichten zu dem Thema „Niedrigstzinsen und Gelddrucken“ gelesen hatte, dachte ich schon, sie hätten bei einer bekannten Politikerin der Linken abgeschrieben.
      Diese Sichtweise erinnert mich zumindest etwas an Frau S.W.

      Ansonsten kann ich aber @Columbo nur beipflichten. Bei einem ausreichend großen Zeithorizont sollten die News ausgeblendet werden.

  3. @Rookie,
    ich wage mal eine Antwort, obwohl hier einige Kommentatoren besser geeignet wären, als ich. Wenn Du jung bist und zwanzig oder mehr Jahre Zeit bis zur Altersversorgung hast, brauchst du dich nicht besonders um Nachrichten und wirtschaftspolitische Zusammenhänge zu kümmern. Im Gegenteil, damit du nicht ewig an der Seitenlinie bleibst, ist es meist besser sie auszublenden. Mit Aktien in jungen Jahren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß du bis zum Alter Gewinne einfährst.
    Ansonsten Vorsicht mit der medialen Wirklichkeit, sie will uns in die falsche Richtung führen. Versuche die tatsächliche Wirklichkeit herauszufinden.
    Negativszenarien, Untergangsprognosen werden deshalb so gerne angenommen, weil der Mensch besonders auf Wahrnehmung von Gefahren trainiert ist, sonst hätte er nicht überlebt.

    1. @Columbo, herzlichen Dank für deine Tipps. Ich bleibe dann mal gleich beim „DU“.
      Es ist so, dass ich mir als Zeitrahmen etwa 12 Jahre gesetzt habe. Würdest du empfehlen, eher in Aktien einzelner Firmen, wie etwa Apple zu investieren, in Aktienindizes wie dem DAX oder in Anlageformen wie aktienfond-basierte Rentenversicherungen?
      Ich bin einfach etwas verunsichert bis ängstlich, weil doch vor knapp 20 Jahren ebenfalls ein großer Aktienhype zu verzeichnen war und unglaublich viele Leute über 90% bis hin zur kompletten Einlage verloren haben (ich erinnere mich zum Beispiel an Telekom-Aktien usw.)

      Findest du, dass das von mir Gesagte zu Niedrigzinsen, Gelddrucken und globaler Konjunktur nicht der tatsächlichen Wirklichkeit entspricht, zumindest in größeren Teilen? Wie soll ich mich informieren und mir ein Bild machen, wenn nicht über Medien, also Zeitungen, Zeitschriften, Fachliteratur, Internet, TV? Welche Quellen würden mich in die richtige Richtung führen, hättest du dahingehend ein paar gute Tipps für mich? Bitte entschuldige vielmals, ich möchte dir natürlich nicht deine wertvolle Zeit rauben oder deine Geduld über Gebühr beanspruchen und würde mich auch über wenige knappe Infos sehr freuen, die ich im Laufe der Zeit zu einem überwältigenden Kompendium zusammenhamstern werde :-)

      1. @Rookie, zwei links, mit denen du vielleicht was anfangen kannst: Der erste beschäftigt sich mit passivem Investieren(Indexing, ETF‘s),
        der zweite mit Einzelaktien.

        https://www.finanzwesir.com
        https://grossmutters-sparstrumpf.de

        Grüße

        1. @Columbo, herzlichen Dank! In Kombination mit dem Thema Elliott habe ich nun sicherlich Literatur für einige Tage.

  4. Das sind ja nun doch recht viele und komplexe Fragen, die keineswegs nach einem ahnungslosen Anfänger klingen.
    Beantworten kann ich sie Ihnen leider nicht oder nur ungenügend (Trader-Stakkato: Ja! Nein! Vielleicht! Mal sehen! oder: Aktienmärkte steigen immer, ausser wenn sie fallen!). Aber selbst wenn, wäre der praktische Nutzen vermutlich überschaubar, weshalb ich die rein technische Chartanalyse bevorzuge(mein Favorit: Elliot mit seinen putzigen Wellen).
    Naja, besonders erhellend war das jetzt nicht gerade, deshalb schlage ich vor, dass Herr Fugmann Ihre Fragen vielleicht mal am Wochenende ausarbeitet. VG

  5. @Gixxer und @Kenguru, vielen Dank für Ihre Antworten. Mit den Linken habe ich, offen gesagt, nicht gerade viel am Hut, ich möchte mich eher als wenig politikaffinen Menschen bezeichnen, der alle 4 Jahre eher ratlos und unentschlossen vor seinen Wahlzetteln sitzt.
    Mit ahnungslosem Anfänger meinte ich eher meine nicht vorhandenen Erfahrungen bei Investments an den Aktienmärkten. Meine Fragen basieren ja eher auf allgemeiner, öffentlich und relativ einfach zu recherchierender Literatur zu Notenbanken sowie politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, bringen mich aber hinsichtlich Aktieninvestments nicht den kleinsten Schritt weiter.
    Zwischenzeitlich habe ich bereits an Columbo geantwortet, dass mein Zeithorizont nicht unbedingt groß ist. Danke auf alle Fälle für den Hinweis auf Elliot, damit kann ich mich dann gleich mal für den Anfang befassen.

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