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Euro gegen US-Dollar: Wird sich die Korrektur heute fortsetzen?

Euro-Scheine

Wie ich in meiner gestrigen Analyse von Euro vs US-Dollar geschrieben habe, befand sich der Major vor einer wichtigen Entscheidung. Der signifikante Widerstand bei 1,1200 hat sich für EUR/USD als zu stark erwiesen. Es gab nicht genügend Kauf-Orders im Markt um die „big figure“ überhaupt zu berühren. Die Bullen haben zwar am frühen Morgen noch einmal versucht, den Ausbruch auf der Oberseite zu erzwingen, doch im Bereich von 1,1185 ist ihnen die Kraft ausgegangen. Das war ein deutliches Zeichen dafür, dass der Markt im kurzfristigen Bereich überkauft war. Die ersten Short-Orders haben nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Bären fühlten sich bestätigt und wurden aktiv. Der Euro wurde schwach und bewegte sich danach in die südliche Richtung. Auch die Wirtschaftsdaten, die gestern aus dem Euroraum veröffentlicht wurden (Einkaufsmanagerindex und Einzelhandelsumsatz) konnten dem Euro nicht helfen. Der Major hat gestern eine mustergültige Korrektur erfahren, von der viele Daytrader profitiert haben. Der Kurs erreichte im Tief die Unterstützung bei 1,1092, konnte aber anschließend erneut über die 1,1120 Marke klettern.

Der Ausblick für den Euro auf die heutige Handelssitzung

In der asiatischen Session heute Nacht bewegte sich der Euro gegen den US-Dollar im ruhigen Fahrwasser. Der Kurs pendelte in einer engen Range zwischen 1,1130 und 1,1142. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben sich alle von der freundlichen Seite gezeigt. Die Ängste vor dem Coronavirus haben keinen negativen Einfluss mehr auf die Märkte gehabt. Auch in Deutschland gewöhnen sich die Menschen langsam an die neue Situation, und die Panikattacken werden weniger. Das erkennt man daran, dass man inzwischen die Nudeln – das neue Gold in den Supermärkten –  wieder zu sehen bekommt. Aktuell notiert der Euro gegen den US-Dollar bei ca. 1,1135 (Donnerstagmorgen). Der Markt ist noch ruhig. Die große Frage, die die Trader heute beschäftigen wird ist natürlich, ob sich die Korrektur weiter fortsetzen wird, oder ob man schon wieder an einen Long-Einstieg denken soll.

Wenn man die technische Lage im kurzfristigen Bereich betrachtet, dann wird deutlich, dass der Major nach der engen Seitwärtsrange von heute Nacht bald einen erneuten Ausbruch erfahren wird. Die Bären werden so schnell nicht aufgeben, der Euro ist nach der letzten Korrektur noch angeschlagen, und frische Short-Orders könnten sehr wohl den Preis weiter drücken. Die Entscheidung wird in dem Bereich von 1,1120 fallen. Wenn diese Unterstützung brechen wird, kann der Preis weiter bis 1,1100 oder sogar bis 1,1092 fallen, wo sich das letzte Tief von gestern befindet. Auf diesem Niveau wird der Kurs aufgefangen werden und sehr wahrscheinlich vorerst eine Pause einlegen. Wer also kurzfristig orientiert ist, könnte in diesem Bereich seine „Take Profit“ Order platzieren. Wer längerfristig denkt, kann dann den Stopp-Loss auf break even nachziehen und entspannt die weitere Entwicklung beobachten.

Sollte es dem Euro dagegen gelingen, einen Ausbruch über den Widerstand bei 1,1145 (120er Moving Average) zu schaffen, werden viele Break-Out Trader die Long-Seite favorisieren. Es wird sich eine neue Dynamik entwickeln und der Preis kann schnell ansteigen. Als erstes Kursziel auf der Oberseite kann man den Bereich von 1,1185 nehmen. Sollte auch diese Hürde brechen, wird der Weg bis 1,1200 oder sogar bis 1,1212 für den Euro frei sein. Hier kann man schon über die Gewinnmitnahmen nachdenken, denn auf diesem Level wird der Kurs vorerst ausgebremst. Heute und morgen findet wieder in Wien das OPEC-Treffen statt. Das sollte man auch im Hinterkopf behalten.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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