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Euro gegen US-Dollar: Wird sich die Korrektur heute fortsetzen?

Agata Janik

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am

Euro-Scheine

Wie ich in meiner gestrigen Analyse von Euro vs US-Dollar geschrieben habe, befand sich der Major vor einer wichtigen Entscheidung. Der signifikante Widerstand bei 1,1200 hat sich für EUR/USD als zu stark erwiesen. Es gab nicht genügend Kauf-Orders im Markt um die „big figure“ überhaupt zu berühren. Die Bullen haben zwar am frühen Morgen noch einmal versucht, den Ausbruch auf der Oberseite zu erzwingen, doch im Bereich von 1,1185 ist ihnen die Kraft ausgegangen. Das war ein deutliches Zeichen dafür, dass der Markt im kurzfristigen Bereich überkauft war. Die ersten Short-Orders haben nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Bären fühlten sich bestätigt und wurden aktiv. Der Euro wurde schwach und bewegte sich danach in die südliche Richtung. Auch die Wirtschaftsdaten, die gestern aus dem Euroraum veröffentlicht wurden (Einkaufsmanagerindex und Einzelhandelsumsatz) konnten dem Euro nicht helfen. Der Major hat gestern eine mustergültige Korrektur erfahren, von der viele Daytrader profitiert haben. Der Kurs erreichte im Tief die Unterstützung bei 1,1092, konnte aber anschließend erneut über die 1,1120 Marke klettern.

Der Ausblick für den Euro auf die heutige Handelssitzung

In der asiatischen Session heute Nacht bewegte sich der Euro gegen den US-Dollar im ruhigen Fahrwasser. Der Kurs pendelte in einer engen Range zwischen 1,1130 und 1,1142. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben sich alle von der freundlichen Seite gezeigt. Die Ängste vor dem Coronavirus haben keinen negativen Einfluss mehr auf die Märkte gehabt. Auch in Deutschland gewöhnen sich die Menschen langsam an die neue Situation, und die Panikattacken werden weniger. Das erkennt man daran, dass man inzwischen die Nudeln – das neue Gold in den Supermärkten –  wieder zu sehen bekommt. Aktuell notiert der Euro gegen den US-Dollar bei ca. 1,1135 (Donnerstagmorgen). Der Markt ist noch ruhig. Die große Frage, die die Trader heute beschäftigen wird ist natürlich, ob sich die Korrektur weiter fortsetzen wird, oder ob man schon wieder an einen Long-Einstieg denken soll.

Wenn man die technische Lage im kurzfristigen Bereich betrachtet, dann wird deutlich, dass der Major nach der engen Seitwärtsrange von heute Nacht bald einen erneuten Ausbruch erfahren wird. Die Bären werden so schnell nicht aufgeben, der Euro ist nach der letzten Korrektur noch angeschlagen, und frische Short-Orders könnten sehr wohl den Preis weiter drücken. Die Entscheidung wird in dem Bereich von 1,1120 fallen. Wenn diese Unterstützung brechen wird, kann der Preis weiter bis 1,1100 oder sogar bis 1,1092 fallen, wo sich das letzte Tief von gestern befindet. Auf diesem Niveau wird der Kurs aufgefangen werden und sehr wahrscheinlich vorerst eine Pause einlegen. Wer also kurzfristig orientiert ist, könnte in diesem Bereich seine „Take Profit“ Order platzieren. Wer längerfristig denkt, kann dann den Stopp-Loss auf break even nachziehen und entspannt die weitere Entwicklung beobachten.

Sollte es dem Euro dagegen gelingen, einen Ausbruch über den Widerstand bei 1,1145 (120er Moving Average) zu schaffen, werden viele Break-Out Trader die Long-Seite favorisieren. Es wird sich eine neue Dynamik entwickeln und der Preis kann schnell ansteigen. Als erstes Kursziel auf der Oberseite kann man den Bereich von 1,1185 nehmen. Sollte auch diese Hürde brechen, wird der Weg bis 1,1200 oder sogar bis 1,1212 für den Euro frei sein. Hier kann man schon über die Gewinnmitnahmen nachdenken, denn auf diesem Level wird der Kurs vorerst ausgebremst. Heute und morgen findet wieder in Wien das OPEC-Treffen statt. Das sollte man auch im Hinterkopf behalten.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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