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Devisen

Euro vs US-Dollar: Kann der Euro die 1,0800 Marke halten?

Agata Janik

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am

Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar bewegte sich in der gestrigen Handelssitzung in einer volatilen Seitwärtsrange zwischen 1,0840 und 1,0895. Es war gestern nicht ganz leicht den Major zu handeln. Zuerst, am frühen Morgen, haben die Bären versucht, den Euro unter Druck zu setzen. Die signifikante Unterstützung bei 1,0840 hat aber gehalten, was zu einer schnellen Gegenreaktion auf der Oberseite geführt hat. Viele Short-Trader wurden gestern auf dem falschen Fuß erwischt und mussten ihre Positionen mit Verlusten schließen. Anschließend sah man nur noch grüne Kerzen im Chart und der Euro vs US-Dollar kletterte bis 1,0895.

Die psychologische Marke von 1,0900 konnte jedoch erneut nicht erreicht werden. Der Major erfuhr wieder eine Enttäuschung und kehrte in die Seitwärtsrange zurück. Danach hat die Volatilität am Markt abgenommen, und der Kurs bewegte sich weiter seitwärts. Erst in den späten Abendstunden fand der Ausbruch auf der Unterseite statt. Der gestrige Tag war für den Euro zum US-Dollar eine unangenehme Achterbahnfahrt. Insbesondere für die Break-Out Trader war es schwierig, den richtigen Ausbruch zu finden. Wer dagegen gerne mit der Stochastik oder anderen Oszillatoren arbeitet, hat sich viel leichter getan. Der gestrige Handelstag wurde durch den historischen Absturz des Ölpreises (WTI) geprägt. Zum ersten Mal in der Geschichte notierte die US-Sorte im negativen Bereich und war somit zeitweise wertlos. Der Preis für einen Mai-Kontrakt brach massiv ein und notierte im Tagestief bei minus 15 USD. Das bedeutet, dass der Verkäufer für die Abnahme sogar bezahlen musste. Es gibt zwei Gründe, warum sich der Ölpreis aktuell im freien Fall befindet.

Zum einen ist es natürlich die Corona-Krise, die sich am Rohölmarkt aktuell drastisch widerspiegelt, und zum anderen das zu hohe Angebot. Manchen Ländern droht sogar das Überschreiten der Lagerkapazitäten. Wer hätte das noch vor drei Monaten gedacht? Da stand der WTI-Ölpreis bei weit über 60 USD. Eins muss man sagen – wir leben in außergewöhnlich spannenden Zeiten, die sich so schnell in der Geschichte nicht wiederholen werden. Das Coronavirus bringt nicht nur das weltweise Gesundheitssystem, sondern auch die Weltwirtschaft an ihre Grenzen. Der Euro zum US-Dollar hat relativ bescheiden auf den Ölpreis-Sturz reagiert. Der Kurs ist nur um ca. 30 Pips gefallen.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell (Dienstagmorgen) notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,0830. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht bewegte sich der Major leicht nach unten. Im Tief erreichte der Kurs die Marke von 1,0825. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben auf breiter Front rote Zahlen geschrieben. Die Corona-Krise und der Ölpreis-Sturz haben auch in Asien die Stimmung getrübt.

Aus technischer Sicht befindet sich der Euro zum US-Dollar mittelfristig gesehen im überverkauften Bereich. Die Indikatoren sind schon im Extremlevel und werden demnächst vermutlich frische Long-Signale generieren. Es wird für den Euro zum US-Dollar besonders wichtig sein, die 1,0800 Marke zu verteidigen. Sollte es gelingen, wird ein Rebound eingeleitet. Wenn aber die 1,0800 „big figure“ bricht, kann sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigen. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,0778. Hier kann der Euro vorerst aufgefangen werden. Auf der Oberseite dagegen sitzen die wichtigen Widerstände bei 1,0895 und dann bei 1,0935. Auch die 1,0900 Marke stellt für den Euro eine große Hürde dar. Der Daily Pivot Point beim EUR/USD liegt heute bei 1,0867.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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