Devisen

Euro vs US-Dollar: Kann der Major die 1,13 Marke wieder erreichen?

Euro Geldscheine

Es war gestern ganz spannend am Devisenmarkt. Der Euro zum US-Dollar sorgte mit seiner Korrektur unter die Marke von 1,1300 für eine kleine Überraschung. Dabei sah es für das Währungspaar in der Nacht, während der asiatischen Handelssitzung, noch gut aus. Der Euro ist leicht angestiegen und stand vor dem nächsten Ausbruch. Kurzfristig haben die Bullen noch den wichtigen Widerstand bei 1,1342 angegriffen. Der Kurs erreichte die Marke von 1,1352. Auf diesem Niveau ist dem Euro aber die Luft ausgegangen. Die asiatischen Händler haben ihre Long-Positionen glattgestellt und der Euro geriet unter Druck.

Am Vormittag hat sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigt, es war ein Domino-Effekt. Sogar die starke Unterstützung bei 1,1301 wurde ohne Probleme unterschritten. Der 420er Moving Average, der zu diesem Zeitpunkt bei ca. 1,1305 lag, konnte dem Euro ebenfalls nicht helfen. Die Indikatoren haben ins Negative gedreht, die Bären haben sich bestätigt gefühlt und verkauften den Euro weiter. Der kurzfristige Abwärtstrend hat sich fortgesetzt.

Der Euro zum USD hat gestern insgesamt wieder über 100 Pips verloren. Die herben Verluste machen sich auch in dem langfristigen Chartbild bemerkbar. Der übergeordnete Aufwärtstrend droht zu kippen. Die Indikatorenlage verändert sich langsam. Wenn der Euro nicht bald wieder die 1,1300 Marke erobert, kann es zu einer Trendwende kommen. Wer also längerfristig orientiert ist und noch Long-Positionen hält, sollte langsam darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre, diese Trades zu schließen oder mit einem Trailing-Stop zu arbeiten.

Die signifikante Marke von 1,1400 und die letzten Hochs, die in diesen Regionen liegen, rücken auf jeden Fall momentan in weiter Ferne. So wie es aussieht, wird sich der Major zuerst gegen den nächsten Angriff der Bären wehren müssen. Nach dem heftigen Kursrutsch gestern, konnte sich der Euro nur ganz wenig erholen. Der Kurs ist im späten Handel in eine Seitwärtsphase übergegangen. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Druck auf der Unterseite weiterhin vorhanden ist. Kurzfristig entstand gestern erneut eine Korrelation zwischen EUR/USD und dem DAX. Als sich der DAX am Nachmittag wieder erholte, wurde auch der Euro wieder mehr gesucht.

Kann sich der Euro vs US-Dollar heute erholen?

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1270. In der asiatischen Handelssitzung, heute Nacht, bewegte sich der Major nur wenig und konnte die Seitwärtsphase nicht verlassen. Momenten kann man leichte Aufwärtstendenz spüren. Die Bullen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen, die 1,1300 Marke wieder zu erreichen. Dieses Niveau ist von der psychologischen Seite sehr entscheidend. Wenn es die Long-Trader schaffen, den Kurs wieder über 1,1300 zu bewegen, kann der Aufwärtstrend noch gerettet werden. Sollte es dagegen nicht gelingen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Major demnächst eine größere Trendwende erfahren wird. Über 1,1350 scheint die Luft für den Euro dünner zu werden. Die Kauforders fehlen und viele Trader trennen sich in diesem Bereich von ihren Long-Positionen.

Auf der Unterseite trifft EUR/USD auf die erste wichtige Unterstützung bei 1,1245 und dann bei 1,1225. Solange sich der Kurs über 1,1230 hält, kann man kurzfristig die Long-Seite favorisieren. Die 1,1300 Marke wird heute vermutlich wieder gesucht werden. Hier wird die nächste wichtige Entscheidung fallen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,1282. Am Nachmittag werden wieder wichtige Wirtschaftsdaten (Baubeginne) aus den USA veröffentlicht, die zu erhöhten Volatilität am Devisenmarkt führen können.

Euro vs US-Dollar Chart

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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