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Eurozone wieder am Abgrund?

EU-Flagge und Euro-Münze

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Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

wir haben ein grausames Erwachen. Die Marktzinsen sind nicht einfach nur gestiegen, sondern schier explodiert. Verbraucher und Unternehmen ächzen unter den neuen Zinskonditionen. Besonders dramatisch stellt sich nun die Lage in Italien dar.

Dort hat sich der Zins der zehnjährigen Staatsanleihe in den vergangenen 12 Monaten fast genau versechsfacht. Gleichzeitig lahmt die Wirtschaft. Während in Deutschland oder Österreich weitgehend Vollbeschäftigung herrscht, liegt die italienische Arbeitslosenquote bei knapp 8 %.

Außerdem hat die Pandemie die relativ erfolgreichen Sparanstrengungen der öffentlichen Hand weitgehend ruiniert. Aktuell schieben die Italiener eine gewaltige Schuldenlast vor sich her, die ungefähr 150 % ihrer jährlichen gesamtwirtschaftlichen Leistung entspricht.

Wie gesagt, noch vor einem Jahr war dieser Sachverhalt nicht unbedingt das große Problem. Denn Rom konnte sich am Rentenmarkt ausreichend Kapital zu einem Zinssatz von rund 0,8 % besorgen. Nun zahlt man eben für die Finanzierung des Staatshaushaltes etwa 4,6 %.

Und sprechen wir es gleich offen an: Zur Stunde hat die EZB keinen Plan, wie man dem europäischen Problemkind wirkungsvoll unter die Arme greifen kann. Denn das Instrumentarium des punktuellen Anleihenkaufs gibt es nicht mehr.

Einige Zeitgenossen meinen nun, das Land könne seine Schulden „weginflationieren“. Freilich setzt diese Idee voraus, dass die Staatseinnahmen ungefähr in Höhe der Inflation steigen. Davon kann angesichts einer aufziehenden Rezession in Europa allerdings nicht die Rede sein.

Der Befund ist klar: Die neue römische Regierung sieht sich mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Italien hängt wie ein schwerer Mühlstein am Hals der EZB und am Hals der gesamten EU sowie Euro-Zone. Hier muss Europa nun gemeinsam mit der neuen Regierung in Rom einen Plan entwickeln, wie bei weiter steigenden Zinsen Italien stabilisiert werden kann.

Gleichwohl befindet sich die Euro-Zone in vergleichsweise solider Verfassung. Schwachstaaten wie Italien und Griechenland stehen eine Reihe von Starkstaaten wie Deutschland, Niederlande…..

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