Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise in der Detailbetrachtung

Wie in der Grafik unten zu sehen ist: Nur die Energiepreise liegen europaweit noch im Minus, und das nach wie vor deutlich mit -3%. Der stärkste Anstieg bei den Preisen zeigt sich bei den Dienstleistungen...

FMW-Redaktion

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (Inflationsrate) für September steigt in einer ersten Schätzung im September im Jahresvergleich um 0,4%, ohne Energie um 0,8%. Hier der Originaltext von Eurostat:

„Die jährliche Inflation im Euroraum im September 2016 wird auf 0,4% geschätzt, gegenüber 0,2% im August. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnellschätzung hervor. Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass Dienstleistungen im September die höchste jährliche Rate aufweisen (1,2% gegenüber 1,1% im August), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (0,7%, gegenüber 1,3% im August), Industriegütern ohne Energie (0,3%, unverändert gegenüber August) und Energie (-3,0% gegenüber -5,6% im August).“

Wie in der Grafik unten zu sehen ist: Nur die Energiepreise liegen europaweit noch im Minus, und das nach wie vor deutlich mit -3%. Der stärkste Anstieg bei den Preisen zeigt sich bei den Dienstleistungen mit +1,2%. Moment mal, das hatten wir doch gestern auch schon. Richtig, bei den deutschen Verbraucherpreisen sind auch die Dienstleistungen der Treiber bei den Preisen, und hier im Detail laut Statistischem Bundesamt die gestiegenen Wohnungsmieten. Ein Dankeschön an die Immobilienblase Herr Draghi!

Die Inflation in der Eurozone zieht nach 0,2% im August jetzt mit 0,4% leicht an, das ist ein kleines freudiges Anzeichen für die richtige Richtung, welche die EZB haben will. Aber selbst ohne Energie fehlen noch 1,2% bis rauf auf 2%. Und Achtung: Wir berichteten zuletzt am Dienstag über die deutschen Erzeugerpreise und Importpreise, die beide rückläufig sind. Also: Im Hintergrund, da fehlt der Preisdruck, den man an die Verbraucher in der Eurozone weitergeben könnte. Also Augen auf Herr Draghi, der Aufschwung bei der Inflation steht auf wackligen Füßen. Aber erst mal gibt es ja ein klein wenig Hoffnung für die EZB mit diesen +0,4%. Immerhin besser als noch -0,1% im Mai.

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