Folgen Sie uns

Aktien

Ex-Deutsche Bank-Chef Breuer zahlt (aus der Güte seines Herzens?) 3 Jahresgrundgehälter für Kirch-Desaster

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Ex-Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer zahlt 3,2 Millionen Euro an seinen ehemaligen Arbeitgeber, was dem dreifachen seines damaligen Jahresgrundgehalts entsprochen hatte – so geht es aus Unterlagen zur Hauptversammlung der Deutschen Bank hervor. Grund hierfür waren seine Äußerungen in einem TV-Interview aus dem Jahr 2002, wo er öffentlich die Kreditwürdigkeit seines eigenen Kunden, nämlich Leo Kirch, in Frage stellte.

Danach war die Kirch-Gruppe quasi dem Tode geweiht – denn wenn die Deutsche Bank die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens öffentlich in Frage stellt, wer gibt dieser Firma dann noch Kredit? Es folgten jahrelange Prozesse, und die Deutsche Bank musste letztlich 900 Millionen Euro Schadenersatz zahlen, und das nur für eine kurze Äußerung im TV. Aber das ist nicht nur mal eben so eine Äußerung. Immerhin geht es um das Bankgeheimnis bzw. Datenschutz zwischen Bank und Kunden. Man stelle sich vor man spaziert über den Wochenmarkt, und der Banker des Vertrauens unterhält sich mit wildfremden Leuten über die Gehälter oder Schulden von anderen Menschen, die da auch rumlaufen.

Ein starkes Stück, dass sich Rolf Breuer damals leistete. Neben seiner 3,2 Millionen Euro-Zahlung überweist Breuers Managerhaftpflichtversicherung 90 Millionen Euro an die Deutsche Bank. Verbleiben immer noch mehr als 800 Millionen Euro Schaden für die Deutsche Bank. Aber egal, das ging ja längst unter bei all den sonstigen Problemen der Bank. Warum aber vergleicht sich die Deutsche Bank mit ihrem Ex-Chef auf so ein Tinkgeld im Vergleich zur Schadensumme? Eigentlich müsste die Bank ihm doch den Restschaden, der nach Abzug der Versicherungszahlung verbleibt, in Rechnung stellen, also 810 Millionen Euro, oder? Warum man das nicht macht? Gute Frage. Vielleicht eine Art Höflichkeit oder Verbundenheit unter Ex-Kollegen?

Die Aktionäre der Deutschen Bank müssen dieser Einigung mit Breuer auf der HV noch zustimmen. Es wäre interessant, wenn es hier endlich mal „den Aufstand des Aktionärsvolkes“ geben würde, aber man darf davon ausgehen, dass die Einigung glatt durchgewunken wird. Wenn nicht, müsste/könnte die Bank dann nicht im Sinne ihrer Eigentümer die Restsumme einfordern statt nur 3,2 Millionen Euro?

Interessant ist vielleicht noch, dass die Deutsche Bank erwähnt, dass Breuer diese 3,2 Millionen Euro auf rein freiwilliger Basis zahlt. Offiziell heißt das so: Rolf Breuer „zahle ohne Präjudiz oder Anerkennung einer Rechtspflicht.“ Breuer selbst glaube seine Pflichten durch dieses TV-Interview nicht verletzt zu haben. Wir meinen: Wenn ein Banker, zumal noch Vorstand, öffentlich über die finanzielle Situation seiner Kunden plaudert, was ist das sonst außer Pflichtverletzung, Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht und das Bankgeheimnis? Jeder einfache Schaltermitarbeiter der Bank wäre wohl fristlos gefeuert worden.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage