Finanznews

EZB: Inflation und Rezession, Pest und Cholera! Videdoausblick

Die EZB hat die Inflation so lange ignoriert und dann verharmlost, dass sie nun in einer aussichtslosen Situation ist: wenn sie heute nicht die Zinsen um 0,75% anhebt, dann verliert sie noch mehr Glaubwürdigkeit – und wenn sie um 0,75% anhebt, dann erhöht sie damit die Wahrscheinlichkeit einer Rezession. Mithin hat die EZB also die Wahl zwischen Pest und Cholera: entweder ein Zeichen setzen, dass sie es ernst meint mit der Bekämpfung der Inflation auch auf Kosten einer Rezession – oder weiter signalisieren, dass ihr die Finanzierung der Südtsaaten der Eurozone wichtiger ist (dann würde der Euro weiter abstürzen und dadurch die Inflation noch weiter steigen). Wahrscheinlich ist eine Anhebung von 0,75% – der Sog der Fed und anderer Notenbanken ist zu groß. Wichtig heute auch die Rede von Jerome Powell (15.15Uhr, Live-Feed bei fianzmarktwelt.de)..

Hinweise aus Video:

1. Goldpreis: Die Lage spitzt sich zu – Erholung oder Absturz

2. Schicksaltstag für den Euro und die EZB



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

4 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Fugmann,

    wenn ich die Entscheidungen der Bundesregierung sehe, wird mir Angst und Bange für die nächsten Generationen, die einen unnötigen starken Wohlstandsverlust werden verkraften müssen.

    Durch die Dogmen speziell der Grünen, aber auch der SPD, wurde die Umweltschutzpolitik zu einer Religion weiter entwickelt. Alles muss sich der unterordnen, ökonomisches Vorgehen wird hier vollkommen ausgeschlossen. Wir in Deutschland produziern keine 2% des weltweiten CO2, dagegen China alleine 40%!
    Wir sollten unsere Industrie nutzen, um Umweltschutzsysteme zu entwickeln und diese dann weltweit vermarkten. Das würde der CO2 Reduktion weltweit wirklich helfen.

    In einem demokratischen Staat gilt das Prinzip der Trennung von Politik und Religion. Somit sollten die Grünen sich als Religionsgemeinschaft eintragen lassen und die Politik verlassen. Sie würden sicherlich zu einer starke Konkurenz unseren Kirchen.

    Die Politik sollte, statt zu versuchen den Energiemangel zu organisiern, weitere Energieressourcen erschließen wie z.B.:
    1. drei Kernkraftwerke weiter betrieben,
    2. drei stillgelegte Kernkraftwerke reaktivieren,
    3. das vor Borkum bereits seit 30 Jahren erschlossene Gas- und Erdölfeld mit einer Pipeline anschliessen und
    4. in Niedersachsen kann innerhalb von drei Monaten ein umweltschonendes Fracking installiert werden.
    Diese Energie macht uns für die nächsten 10 Jahre unabhängig von Russland und Co. Durch die sofortigen günstigen Energiepreise würde unsere Industrie geboostert und sie könnte beste Umweltschutztechnik „Made in Germany“ entwickeln. In 10 Jahren wären wir dann frei von fossiler Energie.

    Ich wünsche uns einen warmen Winter.
    Mit freundlichen Grüßen

    1. @joergpeter, Sie sprechen mir aus der Seele!

    2. @joergpeter

      Was wären das konkret für „Umweltschutzsysteme“ zur CO2-Reduktion?
      Doch hoffentlich keine CCS- oder DAC-Technologien, die ihrerseits wiederum utopische Mengen an Strom und Wärme benötigen, die wir nicht haben?

    3. Hallo @joergpeter,

      welches Gas- und Erdölfeld meinen Sie, das seit 30 bereits erschlossen ist? Erschließung geht meines Wissens nach weit über Exploration hinaus. Wenn ich richtig informiert bin, ist das Gasfeld exploriert, aber nicht erschlossen.

      Dabei handelt es sich um ein Projekt mit etwa 60 Milliarden Kubikmeter vermutetem Gesamtvolumen. Im besten Fall könnten ab 2024 pro Jahr fünf Milliarden Kubikmeter Gas fließen – etwa etwa die Menge, die Deutschland derzeit selbst pro Jahr fördert. Zum Vergleich: Der deutsche Bedarf liegt derzeit bei jährlich 90 Milliarden Kubikmetern im Jahr.
      Nach Angaben von One-Dyas, der Firma, die das Gasfeld erschließen und ausbeuten soll, könnten jährlich zwischen zwei bis vier Milliarden Kubikmeter Gas gefördert werden.
      Die Hälfte des Gases soll in die Niederlande fließen.
      Summa summarum wäre das also eine neue Quelle für Deutschland, die jährlich max. 2,5 Milliarden Kubikmeter einbringt. Das sind 2 bis 3 Prozent des Gesamtverbrauchs.

      Klingt ebenso wie Ihre Punkte 1. und 2. nach einem Tropfen auf den heißen Stein, mit gewaltigem Aufwand und unabsehbaren Folgen. Aber vielleicht beziehen Sie sich ja ein ganz anderes Projekt?

      Wie Sie mit den von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen auf eine Unabhängigkeit „von Russland und Co.“ und „sofortige günstige Energiepreise“ kommen, mag sich mir nicht erschließen – bitte verzeihen Sie das Wortspiel 😉
      Zudem wurde unsere Industrie viele lange Jahre durch günstige Energiepreise „geboostert“ – beste Umweltschutztechnik wurde dennoch nicht entwickelt. Ganz im Gegenteil: Je billiger Energie, desto weniger Motivation für Innovation und Wandel. Eine einfache ökonomische Formel!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage