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Zahlreiche Finanzdienstleister auf dem Weg von London nach Dublin? Erste Hinweise…

FMW-Redaktion

Erste Hinweise der irischen Notenbank deuten darauf hin, dass der Brexit-Zug zahlreicher Londoner Finanzdienstleister Richtung Dublin abrauscht. Jüngst hatten Offizielle aus Paris und Frankfurt mal wieder Londoner Banker umschwärmt und versucht ihre Standorte schmackhaft zu machen. Dabei hat Dublin zwei Vorteile: Erstens die ausbleibende Sprachumstellung für die Briten, und zweitens die von der Grundeinstellung her liberale wirtschaftliche Denkweise in Irland, die dem Unternehmer möglichst viel Freiraum lassen will. Aber diese Denkweise könnte sich vor allem durch die Finanzkrise gerade in Irland geändert haben.

In einer aktuellen Rede hat der stellvertretende irische Notenbankchef bekanntgegeben, dass sich eine große Zahl in London ansässicher Finanzdienstleister nach einer Zulassung in Dublin erkundigt hat. Da Irland ja EU-Mitglied ist, hätte man dann nach dem Brexit wieder Zugang zum EU-Binnenmarkt. Von diesen Anfragen seien zahlreiche Anbieter auch dazu übergegangen bereits Anträge für eine Lizenz zu stellen. Die Zahl der Anträge sollte in den nächsten Monaten weiter steigen, so seine Aussage. Wohl in weiser Voraussicht, dass Dublin bei der nächsten Finanzkrise über diese „Zuwanderung“ viele Probleme der neuen Anbieter aus London übernehmen würde, wird klar gesagt, dass Anträge hart geprüft werden, und man sich strikt an EU-Gesetze halte. Also ist das schon mal ein klarer Hinweis: Wenn ihr nach Dublin kommt, ist das hier kein gesetzloses Offshore-Paradies für euch!

Die irische Notenbank im Zitat:


Mention of passporting brings me neatly to my third case study, on Brexit.

Since the UK referendum, there has been a material increase in the number of authorisation queries from UK-authorised entities. Many of these engagements have been preliminary in nature. But several have moved into the pre-application or application phase, and this is likely to continue in the coming months as UK firms prepare for the possibility of a loss of passporting rights into the EU.

As the Governor stated to this institute in August[1], the Central Bank is committed to providing transparency, consistency and predictability with regard to our regulatory and supervisory responsibilities.

Potential applicants will find the Central Bank to be engaged, efficient, open, and rigorous.

In determining an application for authorisation, we follow clear, published rules and processes derived from EU law, and are guided by our mandate to protect consumers. We are mindful of the fiduciary role of financial actors, and the need to safeguard deposits, premiums, or client assets from loss stemming from incompetence, mis-governance or outright failure.

In authorising a firm, we will want to be satisfied that we are authorising a business or line of business that will be run from Ireland and which we will be effectively supervising. We will expect there to be substantive presence.

Outsourcing and insourcing are acceptable – up to a point. One may outsource activities, but one may not outsource responsibility. A firm may not outsource to the extent that it is effectively hollowing out its regulated activity.

It has been said that the Central Bank does not want to see investment banking or trading in Dublin.

I want to be clear: we do not have such a position. We have not sought to dissuade any such entities from seeking authorisation nor are we planning to do so.

Such applicants, of course, like any other applicant, can expect a rigorous process where we will expect to understand clearly the risks inherent in the business and how they are managed and mitigated. We will need to be satisfied that this is done appropriately and well.

This is no more and no less than would be expected by any applicant for any type of business.

In this regard, it is important to note the collective commitment of supervisors in the EU to safeguard the integrity and the homogeneity of rules and our determination to avoid regulatory arbitrage



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1 Kommentar

  1. Passt bitte besser auf,als beim letzten Mal(Finanzkrise),liebe Iren!Ich bin schon sehr lange Ire im Geiste & im Bauch(vor allem wenn da Guiness extra cold drin ist!) Schiebt die Ratten(Bankster)in ihren trojanischen Pferden(prosperierende Finanzindustrie?)unverzüglich in die irische See und freut Euch wenn sie absaufen.Ihr braucht sie nicht & mental passen sie schon mal gar nicht zu Euch.Weg mit dem Geschmeiss!P.s.Ich weiss leider von was ich rede.Ich war mal Wirtspflanze von eloquenten Deutschbankern,die hoffentlich schon der Teufel geholt hat.Ich befürchte aber,dass Satan zu clever ist sich eine solche Brut ins Haus zu holen.

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